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#ParadisePapers: Wie Glencore Kongos Regierung in 17 Tagen in die Knie zwang

Der Schweizer Rohstoffriese setzte auf einen umstrittenen Geschäftsmann, um den Preis für Schürfrechte im Kongo zu drücken. 

06.11.17, 04:32 06.11.17, 10:00


Kupfer und Kobalt aus dem Kongo stecken in Millionen Smartphones. Die Metalle gelten als Grundlage der anstehenden Elektromobil-Revolution. Hat der Schweizer Rohstoffriese Glencore seine Schürfrechte im Kongo nur dank indirekter Bestechung verlängern können? 

2008 hatte der kongolesische Staat  beschlossen, alle Verträge mit privaten Minenunternehmen neu zu verhandeln, auch jene mit der künftigen Glencore-Miene von Katanga. Die Firma aus Zug hatte bereits über 150 Millionen in die Mine investiert. Sollten diese Verhandlungen scheitern, wäre das ganze Engagement auf dem Spiel gestanden. 

ZUR MELDUNG, DASS DER SCHWEIZER ROHSTOFFHAENDLER GLENCORE IM VERGANGENEN JAHR EINEN VERLUST VON KNAPP 5 MILLIARDEN FRANKEN HINNEHMEN MUSS, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG 1. MAERZ 2016 FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Der Hauptsitz von Glencore am Donnerstag 14. April 2011 in Baar im Kanton Zug in der Schweiz. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Der Rohstoff-Riese Glencore mit Hauptsitz in Zug ist in der Kritik.  Bild: KEYSTONE

Wie der Tages-Anzeiger berichtet, setzte daraufhin Glencore den umstrittenen isrealischen Geschäftsmann Dan Gertler darauf an, beim kongolesischen Staat zu intervenieren. 

17 Tage später waren die Forderungen vom Tisch. Der Glencore-Verwaltungsrat drückte Gertler seine «Dankbarkeit» aus.

Kongo Karte Glencore

Die Katanga-Minen (unten rechts).

Geschicktes Lobbying oder Bestechung?

Damals war der zweitmächtigste Mann vom Kongo, Katumba Mwanke, für die Schürfrechte verantwortlich. Katumba selbst schwärmte in seinen Memoiren von der «niemals endenden Grosszügigkeit» Gertlers, den er seinen «Zwillingsbruder» nennt. «Er hat eine Jacht gemietet, eine riesige Jacht, super», schreibt der Politiker über eine Einladung nach Israel

21.01.2011, Lubumbashi, Provinz Katanga
Am Rande der Abraumhalde (franz. terril) der ehemaligen staatlichen Minengesellschaft GŽcamines graben junge MŠnner illegal nach Erzen. Da sich die technologischen Mšglichkeiten massiv weiterentwickelt haben, ist aus dem ehemaligen Abfallberg ein wertvoller Lieferant fŸr Kobalt geworden: Die Firma STL (SociŽtŽ pour le traitement du terril de Lubumbashi, George Forest Group) produziert dank modernster Technologie aus dem ehemaligen Abfall ein kobalthaltiges Produkt (das sogenannte

Eine Mine im Kongo. 

Wie der «Tages-Anzeiger» weiter schreibt, bekannte sich letztes Jahr die Tochterfirma eines US-Hedgefonds in einem Deal mit der Staatsanwaltschaft schuldig der Korruption. In einer Vereinbarung stehe, dieser Katumba Mwanke habe Minen-Anteile im Kongo an einen «israelischen Geschäftsmann» verschoben. Dieser Israeli habe den Politiker über Jahre massiv bestochen, 22 Millionen Dollar seien geflossen.

Gertler weist auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» jede Beschuldigung vehement zurück, jemals bestochen oder sonst wie illegal gehandelt zu haben. Er könne nicht bestätigen, dass er dieser Geschäftsmann sei, dementieren will er es aber auch nicht. (amü)

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55
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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 07.11.2017 01:19
    Highlight Aus der Schweiz fliessen Entwicklungsgelder in den Kongo.

    Es gibt im Kongo ungefähr 200 Schweizer Entwicklungshelfer.
    2 1 Melden
  • juerg riser 06.11.2017 11:37
    Highlight skrupellos !!
    Wann schreitet unsere Regierung endlich ein ?
    warschendlich nie,den sie gehören auch zu dieser klientel.
    ES LEBE DER NEOLIBERALISMUS
    Sie senken lieber den Umwandlungssatz und die Unternehmessteuer, um die kleinen Leute noch mehr zu bestehlen.
    Wie lange schauen wir kleinen noch zu?
    Es sind die selben Leute,die uns überall,(internet,kameras,etc.)überwachen möchten.
    Früher oder später wird es in Anarchie enden.
    Es mag gesetzlich ev. korrekt sein,aber ethisch und moralisch mehr als nur fragwürdig.
    PS:wurde das Geld als Einkommen Versteuert.(SBB CEO)???
    17 5 Melden
  • mogad 06.11.2017 08:40
    Highlight Wir sollten alle Armutsflüchtlinge aus dem Kongo, die übers Mittelmeer zu uns kommen zu Glencore schicken.
    42 4 Melden
    • 4kant 06.11.2017 09:56
      Highlight Armutsflüchtlinge sind keine Flüchtlinge.
      16 30 Melden
    • Lukas Küng (1) 06.11.2017 11:26
      Highlight Sind aufgrund der Gier von grossen Konzernen, welche die Gewinne nicht in diesen Ländern lassen, in ihrem Leben bedroht.
      16 8 Melden
    • JoeyOnewood 06.11.2017 11:42
      Highlight An leib und leben kann man auch durch Amrut bedroht sein. Dein Satz ist objektiv falsch - und wirkt wie auswendiggelernte Propaganda....
      14 6 Melden
    • 4kant 06.11.2017 14:22
      Highlight Man kann vor Armut nicht flüchten. Wenn man arm ist, dann ist man überall arm. So geht es ja auch den Asylanten, die in unserem Land zu tatenlosem Schmarotzertum verdammt sind. Sie kriegen zuviel zum Sterben und zuwenig zum Leben und dürfen nicht fleissig sein. Zuhause könnten sie das. Denn man kommt nur durch Fleiss aus der Armut, niemals durch Flucht. Dabei ist es ganz egal, wo auf der Erde man lebt.
      10 14 Melden
    • Datsyuk 06.11.2017 15:08
      Highlight 4kan: Du implizierst hier, dass Arme selbstverschuldet in die Armut geraten sind...
      10 5 Melden
    • geissenpetrov 06.11.2017 19:01
      Highlight @4kant,
      - die Schweiz gibt jährlich rund 3.5 Milliarden Franken für die öffentliche Entwicklungshilfe aus.
      - 7 Milliarden Franken, also das doppelte, schicken Migranten in die Heimat zurück. (vgl. https://www.srf.ch/sendungen/grueezi-schweiz/migranten-verschicken-milliarden)

      -> Auch wenn wir es den Flüchtlingen schwer machen, ist es trotzdem möglich, vor Armut zu flüchten und dabei die Entwicklung in der Heimat zu unterstützen.
      8 0 Melden
    • 4kant 06.11.2017 22:33
      Highlight @Datsyuk:
      Nein, das impliziert es nicht. Er kann alles durch ein Unglück verloren haben, z. B. wenn das Haus abbrennt. Ich sagte nur, dass Fleiss der einzige Ausweg aus der Armut ist.

      @geissenpetrov: Flüchtlinge sind etwas ganz anderes als eingewanderte Arbeitskräfte aus Deutschland, Portugal oder sonst wo. Eingewanderte Arbeitskräfte dürfen nur kommen, wenn sie bei uns Arbeit gefunden haben. Flüchtlinge dürfen kommen und bleiben, wenn wenn sie einen anerkannten Asylgrund vorweisen können. Dazu zählt Armut ganz zu recht nicht dazu. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
      3 5 Melden
    • Datsyuk 07.11.2017 11:26
      Highlight Nein, es ist nicht er einzige Ausweg. Das stimmt nicht. Damit implizierst du eben ein Eigenversorgung, da zu wenig Fleissig vorhanden sei.

      Unglaublich...
      1 2 Melden
  • mogad 06.11.2017 08:38
    Highlight Warum betreibt der Kongo seine Minen nicht selber und schafft damit Nowhow, Mehrwert und Arbeitsplätze? Ein "Geschäftsmann" besticht den "mächtigsten" Mann des Kongo, dieser gibt daraufhin seine Minenanteile an diesen "Geschäftsmann" ab, und der "Geschäftsmann" verkauft die Anteile an Glencore weiter, wahrsch. für ein mehrfaches des urspr. Preises! Und wahrscheinlich steckt die korrupte Regierung auch noch unsere Entwicklungshilfegelder in die eigene Tasche. Bin gespannt auf die rechtsbürgerliche Empörung über diesen Skandal.
    30 1 Melden
    • Tease the Sleaze 06.11.2017 09:42
      Highlight „Knowhow“ *
      9 2 Melden
    • mogad 06.11.2017 10:39
      Highlight @Tease.Danke für die Korrektur.
      7 0 Melden
    • Troxi 06.11.2017 12:01
      Highlight So einer gab es doch! Warte wie hiess er nochmal *grübel* Ich weiss es nicht mehr, aber die Tat von den Amis und den Beligern nach der Unabhängigkeit des Kongos habe ich hingegen nicht vergessen. CIA setzt demokratische Regierung ab, Belgier entsorgen die alte Regierung und das hauptsächlich weil der Präsi Staatliche Minen wollte. Den Schlamassel haben wir jetzt mit der Armut und den daraus folgenden Flüchtlingen, Applaus!
      12 1 Melden
    • next_chris 06.11.2017 17:46
      Highlight Gecamines ist der Staatsbetrieb und wie alle Staatsbetriebe funktioniert er nicht.
      Glencore und all die anderen internationalen Minen Betreiber koennen das besser und effizienter.
      Gecamines sollte sich auf Exploration, Ausbildung von lokelen Fachleuten und das Management der Investments konzentrieren, sprich Audit der internationalen Gesellschaften.
      3 5 Melden
    • next_chris 06.11.2017 17:47
      Highlight Btw Glencore ist der groesste Steuerzahler im Kongo und hat ca 12'000 Arbeitsplaetze geschaffen.... Noch andere Fragen?
      2 7 Melden
    • Troxi 06.11.2017 21:11
      Highlight Glencore macht sicherlich nicht alles falsch. Die Zahl 12000 ist ein Beweis dafür. Wäre aber Eisenhower nicht Präsident gewesen, ich wüsste nicht ob Lumumba nicht von der CIA, sowie dem Belgischen Geheimdienst ausgeschalten worden wäre, was der Startschuss für die ganze Misere war. Danke USA! Und das war bei weitem nicht der einzige Rückschritt, den wir den USA verdanken. Der wohl einzige Dank liegt bei der Befreihung von Nazi-D. Habe vom Spiegel einen Artikel gefunden, leider nicht über Lumumbas Absichten, unteranderem Staatliche Minen. http://m.spiegel.de/einestages/a-1074116.html
      1 0 Melden
  • Schnuderbueb 06.11.2017 08:14
    Highlight Nicht nur Afrika auch der Kt. Zug.
    11 2 Melden
  • seventhinkingsteps 06.11.2017 07:52
    Highlight Die Voraussetzungen für solche Geschäfte werden an den G20 Gipfeln gesetzt!
    19 3 Melden
    • mogad 06.11.2017 10:40
      Highlight ...und mit dem Segen der EU.
      14 2 Melden
  • 4kant 06.11.2017 07:38
    Highlight Die einzige Alternative wäre überhaupt gar keine Geschäfte in Afrika zu machen. Das wäre aber einerseits äusserst rassistisch und anderseits würden die Menschen Afrikas dann noch ärmer. Man muss da entscheiden zwischen nicht so ganz persilreinen Geschäften und hungrigen Mäulern.
    Dass viele Länder Afrikas sich selbst bereichernde und despotische Regierungen haben, können nur die Afrikaner selbst ändern, wenn sie denn wollen. Andere Länder, andere Sitten. Es ist nicht an uns, ihnen unsere Werte aufzuzwingen. Das käme einer Rekolonialisierung gleich.
    15 14 Melden
    • mogad 06.11.2017 10:49
      Highlight Keine "Geschäfte"mit Afrika zu machen, fände ich das Gegenteil von rassistisch. Dann könnte der Riesenkontinent seine Bodenschätze nämlich für die eigene Entwicklung einsetzen. Die meisten Afrikaner sind doch gefangen in Hunger und Elend, wie sollen sie da ihre korrupten Regierungen loswerden, die gestützt werden von riesigen Wirtschaftsmächten wie Japan, China, USA und der EU. Denen geht es darum, die Boden- und Meeresschätze Afrikas möglichst ungehindert plündern zu können. Und die EU fördert das auch noch. Siehe Gambia, usw.
      13 6 Melden
    • mogad 06.11.2017 11:07
      Highlight In den 80zigern hatte die Jugendbewegung folgenden Slogan "legal, illegal, scheissegal". Die meisten von diesen linken Revoluzzer von damals sind mittlerweile ganz brav geworden. Nur ihr Slogan von damals ist geblieben. Die rechten Steuervermeider und Schmiergeldzahler haben ihn sich unter den Nagel gerissen.
      8 5 Melden
    • 4kant 06.11.2017 14:03
      Highlight @Wölfli:
      Afrika kann seine Bodenschätze, ohne die Investitionen aus dem Ausland überhaupt nicht nutzen. Die Bodenschätze blieben einfach wertloser Matsch.
      Die Länder Afrikas sind keine Kolonien. Keine Macht zwingt sie mit Waffengewalt ihre Bodenschätze auszuliefern. Die Länder Afrikas, verkaufen ihre Bodenschätze, wie jedes andere Land das auch tut. Dass der Gewinn daraus in den afrikanischen Ländern bei den korrupten Regierungsclans verbleibt und nichts davon in das Land und seine Leute investiert wird, das ist ganz sicher nicht die Schuld der Ausländer. Das verbockt Afrika ganz allein.
      12 9 Melden
    • 4kant 06.11.2017 14:10
      Highlight @geisssenpetrov:
      Wenn sich Rebellengruppen und Regierungsclans der Dienste der CIA bedienen, so liegt das in der alleinigen Verantwortung der Rebellengruppen und Regierungsclans.
      Es wäre an den afrikanischen Regierungen, missliebige Geheimdientsoperationen ausländischer Staaten und Organisationen zu unterbinden. Aber meist sind diese nicht unwillkommen.
      Die afrik. Kolonien wollten Ihre Freiheit. Sie bekamen ihre Freiheit. Das ist gut so. Das heisst aber auch, dass sie für ihre eigenen Geschicke selbst die Verantwortung tragen müssen.
      9 4 Melden
    • Datsyuk 06.11.2017 15:10
      Highlight 4kant, das stimmt nicht! Das "verbockt nicht Afrika allein", es geht um Ausbeutung:
      7 3 Melden
    • 4kant 06.11.2017 17:34
      Highlight @Datsyuk:
      Es ist die Ausbeutung von Afrikanern durch Afrikaner.
      Natürlich gibt es im Kongo Kinderarbeit und rückständige Arbeitsbedingungen.
      Und klar doch, profitieren mit dem Handel von Kongos Rohstoffen und der Verwendung dieser Rohstoffe viele Firmen weltweit. Aber daran ist nichts falsch und nichts ungerecht. Der Kongo muss seine Rohstoffe nicht gratis hergeben, er kriegt den verhandelten Preis dafür.
      Die Gesetze Kongos werden von den Kongolesen gemacht. Wenn sie z. B. Kinderarbeit okay finden, dann müssen wir das respektieren. Ausser wir wollen den Kongo rekolonialisieren.
      2 9 Melden
    • Datsyuk 06.11.2017 19:38
      Highlight Du willst es einfach nicht wahrhaben.
      6 2 Melden
    • geissenpetrov 06.11.2017 19:55
      Highlight "Es ist die Ausbeutung von Afrikanern durch Afrikaner."
      Du glaubst doch selber nicht wirklich, was Du da von Dir gibst, oder?
      7 2 Melden
    • 4kant 06.11.2017 22:36
      Highlight @geissenpetrov
      Wer im Kongo lässt die Kinder arbeiten? Wer lässt die Arbeiter im Kongo bis zum Umfallen schuften?
      Wer?
      Ganz bestimmt nicht ein internationaler Konzern mit Sitz in einem der G20-Staaten.
      1 5 Melden
  • JoeyOnewood 06.11.2017 07:31
    Highlight Ein Fall für unser neues Anti-Korruptionsgesetz im Strafgesetzbuch! Jetzt können wir zeigen, dass die Schweiz nicht die Augen zumacht, wenn etwas Kohle bringt.
    12 2 Melden
    • 4kant 06.11.2017 10:03
      Highlight Antikorruptionsgesetzte wollen die Korruption gar nicht verhindern, sie wollen nur die Korruptionsgelder als Gewinn besteuert kriegen.

      Denn es ist keine Korruption mehr, wenn es eine Vermittlungsgebühr, eine Provision, oder ein Beraterhonorar ist, oder wenn ein Mercedes der A-Klasse als Rabattartikel mit auf den Lieferschein kommt.

      Die Schweiz kann die Korruption in Afrika weder verhindern noch ahnden. Das ist einfach nur maoistische Träumerei. Die Unredlichkeit eines Politikers, kann nur durch die Justiz seines Landes aufgedeckt und bestraft werden, wenn überhaupt.
      10 6 Melden
    • mogad 06.11.2017 11:00
      Highlight @4Kant. "Vermittlungsgebühr"? Nachdem die Tochter eines US-Hedgefonds sich der Korruption schuldig bekannt hat? Im Zusammenhang mit dem Israeli, der dem Politiker Mwanka 22 Mio gezahlt hat, um an die Minenrechte zu kommen?
      5 2 Melden
    • 4kant 06.11.2017 14:43
      Highlight @Wölfi
      Die genannten Entschädigungsarten eigenen sich prima fein, um Korruptionsgelder legal auszuzahlen und perfekt zu tarnen. Man bastelt mit dem Bestechungspartner ein Firmengeflecht, das sich gegenseitig Aufträge vergibt und Entgelte für diese Aufträge auszahlt. Das ist absolut legal. Die Aufträge erscheinen dann in diesem Firmengeflecht als Vermittlungs-
      /Beratungsdienste, Lizenzgebühren für Markenrechte oder Patente, oder als Lieferungen von Luxusbananen, u. a. Solange alle schweigen, kann so keiner je die Korruption nachweisen, aber alles ist sauber versteuert.
      3 1 Melden
  • Datsyuk 06.11.2017 07:27
    Highlight Der Kongo ist so unglaublich reich an Rohstoffen und wird vom Westen ausgebeutet. Die USA mischen auch mit.
    12 4 Melden
    • 4kant 06.11.2017 10:12
      Highlight @Datsyuk:
      Das ist eine total verzerrte Wahrnehmung. .
      Um die Rohstoffe schürfen und nutzbar machen zu können, braucht es ganz schön viele Maschinen. Ganze Fabriken braucht es dazu. Das kostet irrsinnig viel Geld. Soviel Geld hat der Kongo nicht. Das haben die reichsten Länder. Zum Glück für den Kongo gibt es Konzerne aus den reichsten Ländern, die in den Kongo investieren wollen und so dem Kongo helfen, seine Rohstoffe schürfen und nutzen zu können.
      Solche Investitionen sind keine Ausbeutung, sie sind konkrete Entwicklungshilfe in Milliardenhöhe.
      7 19 Melden
    • karl_e 06.11.2017 11:04
      Highlight 4kant: Solche Investitionen sind tatsächlich Entwicklungshilfe in Milliardenhöhe. Für Glencore etc.
      14 1 Melden
    • Datsyuk 06.11.2017 11:51
      Highlight 4kant, das stimmt nicht.
      7 3 Melden
    • Datsyuk 06.11.2017 13:31
      Highlight 4kant, hier ein Video für dich. Aktivitäten der USA in Afrika:
      5 6 Melden
    • 4kant 06.11.2017 17:39
      Highlight @Datsyuk:
      Na und? Wenn dem Kongo die Aktivitäten der USA im Kongo nicht gefallen, dann müssen Sie die USA halt daran hindern und diese Aktivitäten verbieten. Aber dann können sie evtl. die Bodenschätze nicht schürfen, weil die grössten Investoren der Erde ihren Sitz in den USA haben. Und ohne die Hilfe der Investoren bleiben die Bodenschätze ungenutzt im Boden. Auch der ach so arme Afrikaner kann halt nicht den Fünfer und das Weggli haben.
      3 6 Melden
    • next_chris 06.11.2017 17:54
      Highlight Weder Europa noch die USA machen irgend etwas sinnvolles im Kongo. Mit der moralischen Keule schwingen aber KEINE investitionen bringen. Glencore investiert zumindest, baut Infrastruktur und gibt tausenden von Leuten Arbeit, daneben sind sie der groesste Steuerzahler im Land.
      Dann sollen doch die Pensionskassen mal Risikokapital zur Verfuegung stellen und nicht nur vien Entwicklungshilfe sinnlose und einfallslose Wasserbrunnen bohren und denken nun ist alles gut.
      3 4 Melden
  • LU90 06.11.2017 07:17
    Highlight Und solche Geschichten gibt es zu 1000en in Afrika! Dass dieser Kontinent nicht 'vorwärts' kommt ist zu grossen Teilen grossen, westlichen Unternehmen geschuldet.
    185 29 Melden
    • Amboss 06.11.2017 08:27
      Highlight Naja, für einen Deal braucht es immer zwei.
      Und einer davon ist immer ein Vertreter aus Afrika. Und der könnte auch "Nein" sagen.
      20 13 Melden
    • Tan Long 06.11.2017 08:41
      Highlight It takes two to tango! Information - wissen - folgern, gehen sie üben.
      9 6 Melden
    • PatCrabs 06.11.2017 08:45
      Highlight Ach, ist doch alles linkes Geschwätz! Solange ich Abends glücklich in den Fernseher schauen kann, geht's mir ja gut.

      *Ironie off*
      14 6 Melden
    • Tease the Sleaze 06.11.2017 08:46
      Highlight Und ändern tut sich trotzdem nichts...
      8 1 Melden
    • Olaf! 06.11.2017 08:52
      Highlight Denen und den korrupten geldgierigen Lokalpolitikern, denn ohne die würde sowas nicht passieren.
      12 0 Melden
    • G-Man 06.11.2017 09:00
      Highlight Westlich kannst du streichen. Schau mal was China dort macht und investiert.

      Mit dem rest stimm ich dir definitiv zu.
      11 1 Melden
    • holden27 06.11.2017 09:11
      Highlight Geb dir schon recht, jedoch würde ich nicht nur den ausländischen Firmen die Schuld geben, denn die korrupten Regierungen sind genauso mitschuld!
      17 0 Melden
    • next_chris 06.11.2017 09:20
      Highlight erstens die karte ist falsch, zweitens das bild hat absolut nicht zu tun mit Glencore, drittens sind keine Neuigkeiten in diesem Bericht, alles ist seit Jahren bekannt.
      Glencore hat in der Zwischenzeit einige Milliarden in Katanga Mining and die angrenzenden Minen investiert und hat in etwa 12'000 Angestellte in der Region
      6 5 Melden
    • mogad 06.11.2017 11:04
      Highlight @Tubel500. Heute früh hörte ich auf meinem Lieblings-Lokalradio nichts anderes als iPhonX, iPhonX, iPhonX. Nach uns die Sintflut.
      5 1 Melden
    • Soulrider 06.11.2017 17:41
      Highlight Und den korrupten Regierungen die sich bestechen lassen...
      4 0 Melden

Unternehmen sollen Bussen von den Steuern abziehen dürfen

Unternehmen sollen ausländische Bussen und Geldstrafen unter bestimmten Bedingungen von den Steuern abziehen dürfen. Das will der Nationalrat. Der Bundesrat und der Ständerat hatten anders entschieden.

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