Wirtschaft
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FILE - In this Feb. 23, 2009 file photo, Mary Ann Herrera stands outside her home in San Antonio, Monday, Feb. 23, 2009. Under the threat of foreclosure, Herrara's brother painted the words

Sinnbild der Krise: Eine Subprime-Kreditnehmerin in San Antonio (Texas) fürchtet den Verlust ihres Hauses. Bild: AP/AP

Zehn Jahre Finanzkrise: Als das Subprime-Kartenhaus zusammenkrachte

Im August 2007 eskalierte die grösste Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Ihre Folgen sind kaum überwunden. Wurden die Lehren daraus gezogen? Man sollte nicht darauf wetten.

09.08.17, 10:07 10.08.17, 04:59


Alles begann mit der sorglosen Vergabe von Hypotheken an Menschen in den USA, die sich ein Eigenheim eigentlich nicht leisten konnten. Der Suprime-Wahn führte zur schwersten Finanzkrise seit den 1930er Jahren. Dem Eingreifen von Regierungen und Notenbanken war es zu verdanken, dass sich die folgende Wirtschaftskrise nicht wie 80 Jahre zuvor in eine Depression steigerte.

Zehn Jahre sind vergangen seit dem Ausbruch der Finanzkrise. Wie konnte es dazu kommen? Sind ihre Folgen wirklich überwunden? Und ist eine Wiederholung ausgeschlossen? Ein Rück- und Ausblick:

Die Vorgeschichte

In den 1990er Jahren begannen US-Finanzinstitute mit der Vergabe von Hypotheken an Schuldner mit zweifelhafter Kreditwürdigkeit, vor allem Afroamerikaner und Latinos. Auslöser waren ein Bauboom, der durch die Niedrigzinspolitik der Notenbank Fed unter ihrem damaligen Vorsitzenden Alan Greenspan angetrieben wurde, sowie die Deregulierung des Finanzsystems.

Starkoch Anthony Bourdain erklärt im Film «The Big Short», was ein CDO ist. Video: YouTube/Movieclips Coming Soon

Die Kreditgeber glaubten, dass die Immobilienpreise quasi ewig ansteigen würden, weshalb die Schuldner die so genannten Subprime-Hypotheken auch bei steigenden Zinsen entweder durch eine neue Hypothek bedienen oder ihr Haus verkaufen konnten. Ausserdem bündelten sie die Hochrisiko-Hypotheken in vermeintlich sicheren Produkten wie Collateralized Debt Obligations (CDO).

Die Ratingagenturen verliehen diesen Ramsch-Papieren oft wider besseres Wissen ein AAA-Gütesiegel. Sie wollten die Banken nicht als Kunden verlieren. Die US-Regierung hatte die Subprime-Vergabe entgegen einer verbreiteten Annahme nicht angetrieben. Sie verhinderte sie aber auch nicht, weil der Hausbesitz etwa nach Ansicht von Präsident George W. Bush zum amerikanischen Traum gehörte.

Der Knall

Eine schwächelnde US-Wirtschaft führte ab 2005 dazu, dass immer mehr Eigentümer ihr Haus verkaufen mussten. Das «Unmögliche» geschah: Die Immobilienpreise sanken. Es traf in erster Linie das Subprime-Segment, doch auch Angehörige des Mittelstands kamen in Bedrängnis. Weil die Löhne seit Jahren stagnierten, hatten sie ihre Häuser mit Hypotheken belehnt, um ihren Konsum zu finanzieren.

epa06106985 (FILE) - A file photo of a real estate sign  in front of a house in Queens, New York on 06 June 2007. The US National Association of Realtors reported 24 July 2017 that the sales of existing, pre-owned homes fell by 1.8 per cent in June 2017 from May, mainly attributed to low number of homes for sale and increasing prices.  EPA/JUSTIN LANE *** Local Caption *** 01184976

Viele Hausbesitzer mussten während der Krise verkaufen. Bild: EPA/EPA

Das System wurde hochgradig instabil. Die Banken versuchten, den Crash der vermeintlich todsicheren Ramsch-Papiere zu verhindern und griffen dabei auch zu betrügerischen Methoden. Ein Mitarbeiter der Ratingagentur Standard & Poor’s schrieb 2006 in einem Mail:

«Lasst uns hoffen, dass wir alle reich und im Ruhestand sind, wenn dieses Kartenhaus in sich zusammenfällt. :o)»

Im Februar 2007 vermeldete die britische HSBC als erste Grossbank einen Milliardenverlust mit faulen Hypothekarpapieren. Zum eigentlichen Auslöser der Finanzkrise aber wurde der 9. August 2007, als die französische BNP Paribas drei Investmentfonds «auf Eis» legte, weil sie deren Risiken nicht mehr beurteilen konnte. Damit geriet das gesamte Bankensystem in Schieflage.

Die Eskalation

Immer mehr Banken drohte der Kollaps unter der Last der faulen Kredite. Im März 2008 übernahm JPMorgan die konkursreife Investmentbank Bear Stearns. Die US-Regierung rettete die halbstaatlichen Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac. Nicht mehr zu retten war die Investmentbank Lehman Brothers, sie erklärte sich am 15. September 2008 für insolvent. Es war die grösste Pleite der US-Geschichte.

A man leaves the Lehman Brothers headquarters carrying a box,  Monday, Sept. 15, 2008 in New York. Lehman Brothers, a 158-year-old investment bank choked by the credit crisis and falling real estate values, filed for Chapter 11 protection in the biggest bankruptcy filing ever on Monday and said it was trying to sell off key business units. (AP Photo/Mary Altaffer)

Lehman-Angestellte verlassen mit ihren Habseligkeiten die konkursite Bank. Bild: AP

Nun realisierte die breite Öffentlichkeit das Ausmass des Subprime-Desasters. Der Lehman-Konkurs drohte das US-Bankensystem in den Abgrund zu reissen. Die Regierung verabschiedete nach zähem Ringen einen Rettungsplan von 700 Milliarden Dollar. Die Krise griff auf andere Länder über. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück versicherten den Sparern im Fernsehen, dass ihre Einlagen sicher seien.

Die Schweiz

UBS-Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel erklärte 2004, man wolle die weltgrösste Investmentbank werden. Die Schweizer Grossbank stieg in den US-Subprimemarkt ein und verkündete noch im zweiten Quartal 2007 einen Rekordgewinn von 5,6 Milliarden Franken. 2008 verzeichnete sie mit einem Minus von 20 Milliarden den grössten Verlust der Schweizer Wirtschaftsgeschichte.

Marcel Ospel, Mitte rechts, VR-Praesident der Bank UBS unterhaelt sich am am Mittwoch, 27. Februar 2008, bei der ausserordentlichen Generalversammlung der Bank UBS in der Basler St. Jakobs-Halle, mit Peter Kurer, Mitte links. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Marcel Ospel wollte hoch hinaus und stürzte mit seiner Bank ab. Bild: KEYSTONE

Dazwischen lag die dramatische Rettungsaktion durch Bund und Nationalbank. Am 16. Oktober 2008 lagerte die UBS ihren «Giftmüll» im Umfang von 60 Milliarden Dollar an die Nationalbank aus. Indirekt wurde damit auch die Credit Suisse gestützt, die keine Staatshilfe beantragt hatte. Marcel Ospel war bereits im April 2008 unter Buhrufen der Kleinaktionäre zurückgetreten. Heute läuft es der UBS wieder rund, der Aktienkurs aber ist deutlich tiefer als vor der Finanzkrise.

Die Folgen

Der neue Fed-Chef Ben Bernanke, ein Kenner der Grossen Depression, wollte die Fehler von damals nicht wiederholen, als die Notenbanken mit einer Politik des knappen Geldes die Krise verschlimmert hatten. Er senkte die Zinsen auf null und begann ein gigantisches Kaufprogramm für Anleihen. Dennoch stürzte die Wirtschaft in eine Rezession, zahlreiche Mittelstands-Jobs wurden vernichtet.

In Irland und Spanien platzten ebenfalls Immobilienblasen. Hart erwischte es Griechenland. Die neue Regierung musste im Oktober 2009 zugeben, dass die Staatsfinanzen frisiert worden waren und sich das Land auch mit getürkten Zahlen in die Eurozone «geschlichen» hatte. Damit begann die Eurokrise, die bis heute nicht ausgestanden ist.

Die Banken mussten saftige Bussen zahlen, doch kein einziger Top-Banker wurde vor Gericht gestellt, geschweige denn verurteilt. Das Motto hiess «too big to jail», in Anlehnung an den Slogan «too big to fail», mit dem die Rettung der Banken begründet worden war. Nur kleine Fische wurden wegen der betrügerischen Machenschaften verurteilt.

Und heute?

Auf den ersten Blick scheint die Finanzkrise überwunden zu sein. Die Wirtschaft in der Eurozone wächst wieder, die Vorschriften für die Banken wurden verschärft, nicht zuletzt beim Eigenkapital. Vor der Krise hatten die Banken ihre Geschäfte überwiegend auf Kredit finanziert. Kritiker betonen jedoch, die Vorgaben seien immer noch zu lasch, um das System krisenfest zu machen.

Ausserdem bilden sich neue Risiken. In China sind viele Unternehmen überschuldet. In den USA besteht die Gefahr neuer Kreditblasen, insbesondere bei den Studiendarlehen und den Autokrediten. Besonders gefährlich daran ist laut der deutschen «Welt», dass in beiden Fällen erneut Kredite an finanzschwächere Personen vergeben wurden – die Finanzkrise lässt grüssen.

Fed-Chefin Janet Yellen sagte kürzlich, sie glaube, dass sich eine neue Finanzkrise «nicht zu unseren Lebzeiten» ereignen werde. Darauf wetten sollte man besser nicht.

«The Big Short»

Filme zur Krise

Die Finanzkrise und ihre Folgen waren Thema mehrere Filme. Besonders zu empfehlen ist der Spielfilm «The Big Short» (2015), der das Subprime-Debakel anhand einiger weitsichtiger Köpfe erzählt, die das Unheil kommen sahen. «Margin Call» (2011), ein weiterer Spielfilm, schildert das Drama aus dem Innern einer Bank, die an Lehman Brothers angelehnt ist.

Unter den Dokumentarfilmen ragt «Master of the Universe» (2013) heraus. Der ehemalige Investmentbanker Rainer Voss schildert in einem leeren Frankfurter Bankgebäude auf anschauliche Art, wie es zur Krise kommen konnte. Die Perspektive der Subprime-Opfer nimmt der Film «Cleveland versus Wall Street» (2010) des Schweizers Jean-Stéphane Bron ein.

Kurz erklärt: Der Leitzins

Video: reuters

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Die Frage wird immer dringlicher: Wie unabhängig dürfen die Zentralbanken noch sein?

Der Kampf der Titanen: Die beiden wichtigsten Banken der Welt wollen eine gegensätzliche Geldpolitik

Zum zweiten Mal in diesem Jahr: US-Notenbank erhöht Leitzins

Das Ende des Geldes

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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40
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    Alle Leser-Kommentare
  • Pasch 09.08.2017 15:04
    Highlight Einer meiner lieblingsfilme zum Thema Geld...
    7 0 Melden
  • Moudi 09.08.2017 14:22
    Highlight Guter Artikel Herr Blunschi! Gut geschrieben und sehr übersichtlich in diesem "Komplexen" Thema!
    14 2 Melden
  • Richu 09.08.2017 13:56
    Highlight Leider unvollständiger Bericht. So wurde u.a. auch die sehr wichtige Tatsache nicht erwähnt, dass sich die Hilfsaktion der Schweizer Nationalbank mit den von der UBS übernommenen "Giftmühlpapiere" (Ausdruck Peter Blunschi) zu einem sehr guten Geschäft entwickelte. So konnte die Nationalbank und der Bund gem. NZZ vom 04.08.2013 mit diesen Wertpapieren (ehemals Giftmühlpapiere) einen Gewinn von ca. total 6,5 Millarden CHF ausweisen!
    14 8 Melden
  • Sensenmaa 09.08.2017 13:17
    Highlight Ich denke das war erst ein kurzes Vorbeben. Die anderen Blasen die durch diese Kriese entstanden sind sind weitaus grösser. Dank der Raffgier weniger leiden viele.
    14 3 Melden
  • LeChef 09.08.2017 12:08
    Highlight "Die US-Regierung hatte die Vergabe entgegen einer verbreiteten Annahme nicht angetrieben"

    Das stimmt nicht. https://www.forbes.com/sites/norbertmichel/2015/01/26/government-policies-caused-the-financial-crisis-and-made-the-recession-worse/?c=0&s=trending#93ce5b313657

    Ja, der Forbes-Artikel ist auch einseitig. Aber dass die Regierung fatale Anreize zur Vergabe von Hypotheken an schlechte Schuldner setzte, ist offensichtlich. Sie trug ihren Teil dazu bei, genau so wie das Fed, die Regionalbanken, die Investmentbanken und die Rating-Agenturen.
    22 1 Melden
    • peeti 09.08.2017 12:48
      Highlight Die Frage ist hier aber: Wieso gab es von Regierungsseite solche Anreize? Wenn man sieht, wie die Investmentbanken fast schon verzweifelt neue Hypotheken suchten, ist es zumindest nicht ausschliessbar, dass im ganzen Strudel auch kräftig für Anreize lobbiert wurde.
      1 0 Melden
  • Moudi 09.08.2017 11:55
    Highlight 2...
    Es sind private Firmen, und wenn sie grosse Fehler machen, sollten sie auch bankrott gehen können. Sonst signalisiert man den Bankern ja, dass sie beliebig grosse Risiken eingehen können. Haben sie Erfolg, werden sie fürstlich belohnt, scheitern sie, übernehmen die Steuerzahler die Rechnung."

    43 1 Melden
    • Hansdamp_f 09.08.2017 12:50
      Highlight Ja, das stimmt. Und auch die Aktionäre bluten. Wer ungeschoren davonkam, sind die fürstlich entlöhnten Entscheidungsträger, welche die Risiken eingegangen sind.

      Damit das nicht wieder passiert, müssen die Eigenkapitalquoten viel höher sein. Das schmälert aber die Margen, weshalb sich die Banken mit Händen und Füssen dagegen wehren.
      11 1 Melden
    • mogad 09.08.2017 13:43
      Highlight Bankrott geht nicht, sonst stürzt die ganze Volkswirtschaft zusammen. Wir befinden uns in Geiselhaft der Grossbanken! Drum zahlen deren CEOs sich auch riesige Boni, nachdem sie mit ihrem nach ausländischem Recht kriminellen Machenschaften ihr Unternehmen in den Fastbankrott geführt haben!
      13 2 Melden
    • Moudi 09.08.2017 14:19
      Highlight @ wölfli die UBS hätte man gleich verstaatlichen können-SOLLEN und wieso nicht als Staatsbetrieb weiterführen? mit Steuergelder gerettet!! Sind diese "Schulden zurückbezahlt? nein! Aber jetzt wieder dicke gewinne einstreiche das geht doch nicht! Also diese gewinne würden sich in der AHV/KK prächtig machen.. nicht? ist nur so ein Gedanke von mir
      9 8 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Moudi 09.08.2017 11:54
    Highlight Die Isländer haben das damals als einzige das richtige gemacht und die Banken Hochgehen lassen und die Manager Verhaften Lassen!

    Rede Olafur Grímsson am WEF 2008 :
    "Ich habe mich oft gefragt: Warum tun wir so, als wären Banken heilige Orte der modernen Wirtschaft? Was unterscheidet Banken von Firmen anderer Branchen, etwa Telekommunikation oder Transport?
    77 1 Melden
  • Raphael Stein 09.08.2017 11:45
    Highlight .......Das Motto hiess «too big to jail»

    Tja... was sagt man dazu?
    30 1 Melden
  • chnobli1896 09.08.2017 11:35
    Highlight Viele (vor allem Gross-)Banken haben nichts aus der Krise gelernt und sind mit gleichem Risiko unterwegs wie vorher. Es würde aber auch nichts nützen wenn alle Banken keine Risiken mehr eingehen würden, die Blase liegt bei den Zentral- und Notenbanken.
    14 4 Melden
    • Hansdamp_f 09.08.2017 12:53
      Highlight Was sollen die Banken denn lernen? Die sichern bloss ihre Pfründe. Solange sie ungestraft (zu) hohe Risiken eingehen können - Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren -, werden sie dies tun, Individuen wie ihre Arbeitgeber.
      4 0 Melden
    • Chrigi-B 09.08.2017 13:44
      Highlight Einfach nur BS lieber chnobli😉. Die Grossbanken haben sehr wohl gelernt. Nur die tollen Zentralbanken kapieren es einfach nicht! Allen voran die EZB, welche in Frankfurt aus dem Elfenbeintower regiert.
      4 8 Melden
    • chnobli1896 09.08.2017 13:58
      Highlight @Chrigi-B: Aus Erfahrungen im aktuellen Tagesgeschäft kann ich mit gutem Recht behaupten, dass die CH-Grossbanken wieder vermehrt Risiken eingehen seit 2007. Und wenn ich mir die Gewinne der grossen US-Banken anschaue dann muss auch dort ein gewisses (grosses) Risiko eingegangen werden. Aber ich denke wir sind uns einig bezüglich den Zentralbanken ;-)
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 09.08.2017 11:25
    Highlight Ein Mitarbeiter der Ratingagentur Standard & Poor’s schrieb 2006 in einem Mail:

    «Lasst uns hoffen, dass wir alle reich und im Ruhestand sind, wenn dieses Kartenhaus in sich zusammenfällt. :o)»

    Meine Fresse ! Die weltgrösste Rating-Agentur wusste genau, was sie machte. Vorsätzlich falsch bewerten.

    P. S. Ein anderes Thema sind Analystenmeinungen von Banken für Aktien. Kann man getrost weglächeln.

    Gibt ja den Spruch unter Bankern:

    Der Kunde, also dein Feind..
    19 5 Melden
  • Chrigi-B 09.08.2017 11:18
    Highlight Und ich als Banker kann es euch brühwarm sagen: Die nächste Krise ist bereits im Anmarsch😂. Die zugekoksten Lappen haben 0, rein gar nichts gelernt! Die Korken knallen im Moment noch und am Ende zahlt ihr die Zeche. Adee mässi, toller Bonus erhalten👌.
    33 4 Melden
    • N. Y. P. D. 09.08.2017 12:49
      Highlight Kannst Du Banker definieren ?
      Investmentbanker ?
      Vermögensverwaltung ?
      6 1 Melden
    • peeti 09.08.2017 12:53
      Highlight jaja zum Brüllen komisch. Ich würde es in deiner Welt keine Sekunde aushalten. Aber eben, mit einem dicken Bonus lässt es sich trotz schlechtem Gewissen gut leben.
      5 1 Melden
    • Sensenmaa 09.08.2017 13:20
      Highlight Das wissrn wir auch so 🙂
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • EvilBetty 09.08.2017 10:43
    Highlight Solange unser System weiter auf grenzenlosen Wachstum setzt haben wir gar nichts gelernt, nicht mal simpelste Physik.
    36 5 Melden
    • LeChef 09.08.2017 12:31
      Highlight Physik...? Ja, das gehört voll zum Thema. Btw, gerade in der Physik gibt es grenzenloses Wachstum, beobachtbar in der Dynamik des Universums.
      3 5 Melden
    • Hierundjetzt 09.08.2017 13:16
      Highlight Mag in der Theorie stimmen. Nur: es leben immer wie mehr Menschen in der Schweiz und die werden immer wie älter. Und jetzt sag Du mir, wie wir das ohne Wachstum finanzieren wollen? Wirtschaftswachstum ist ein Abbild der eigenen Leistungsfähigkeit.

      Sollen wir demnach alle zum Bauernstand zurückkehren und die Löhne deckeln?
      2 3 Melden
  • dmark 09.08.2017 10:35
    Highlight Naja, eigentlich hat man die Finanzkrise damit überwunden, indem man einfach noch mehr Geld in die Blase geworfen hat.
    23 1 Melden
  • Triumvir 09.08.2017 10:23
    Highlight Uns steht die Mutter aller Finanzblasen bevor, denn das globale Zentralbankenkartell begann bereits Ende 2008 in Reaktion auf die Finanzkrise, die Welt mit Liquidität massiv zu überschwemmen (d. h. mit aus dem Nichts erschaffenem Geld) und die Leitzinsen massiv zu senken. Seitdem haben die Notenbanken die Schleusen nicht wieder geschlossen! Die Bilanzen der weltweit bedeutendsten Zentralbanken (Federal Reserve, EZB, Bank of Japan) sind heute in ihrer Summe ca. 3,5-mal höher sind als vor der Krise (!), die noch nicht einmal zehn Jahre her ist. Bald kommt also der ultimative Knall...
    61 14 Melden
    • mogad 09.08.2017 11:10
      Highlight Das ist es, was die AHV bedroht und nicht die 70 Franken mehr Rente! Wenn der Finanzsektor am Abgrund steht ist das Sparkapital weg. War zum Teil schon 2008 so!
      20 1 Melden
    • Hierundjetzt 09.08.2017 11:24
      Highlight soso, "Zentralbankenkartell" find ich irgendwie eine herzige Wortschöfpung, so völlig Naiv ohne fachlichen Hintergrund. Das würde ja bedeuten, das wir eine gelenkte globale Wirtschaft hätten. Vielleicht von den Illuminati?

      Un jetzt Konkret:
      in den 1930ger gabs keine Zinssenkung = Depression

      In den 00er Jahren bis heute: eine massive Zinssenkung = Wirtschaft funktioniert +/- normal

      Mit Bitte um Erklärung des "Dritten" Weges. Merci

      16 13 Melden
    • Toerpe Zwerg 09.08.2017 11:25
      Highlight Bei welchen Assets verorten Sie die Blase?
      7 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

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