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Indischer Yoga-Lehrer beim Wasser-Yoga. Bild: EPA/EPA

«Es können nicht alle Banker Yoga-Lehrer werden»

Was muss ein 20-jähriger tun, damit er einen anständigen Job erhält und auch in 20 Jahren noch Arbeit hat? Jane Royston, Professorin für Unternehmertum an der ETH Lausanne, gibt darauf eine Antwort und warnt, dass Digitalisierung und Automatisierung unsere Arbeitswelt auf den Kopf stellen werden.

26.02.18, 08:39

Sie unterrichten, wie man Unternehmer wird. Kann man das überhaupt lernen? Hat man das nicht im Blut?
Als ich mein erstes Unternehmen gründete, hatte ich noch nie einen Managementkurs besucht. Aber ich hatte fünf Jahre in einem grossen Unternehmen gearbeitet. Das hat mir sehr geholfen. Um auf Ihre Frage zu kommen: Unternehmer zu sein, ist zwar eine Berufung. Aber es hilft, wenn man ein paar grundsätzliche Dinge beherrscht. Etwa, wie man verhandelt, ein Meeting organisiert oder wie man Abläufe sinnvoll strukturiert.

Jane Royston ist Verwaltungsratspräsidentin von AQUA+TECH und der Stiftung PRO. 1999 wurde sie die erste Professorin für Unternehmertum an der ETH in Lausanne. Am 21. März wird sie Teilnehmer sein am Anlass «4. Silicon Valley meets Switzerland». Er findet in der Aula der Universität Zürich statt. Mehr erfahrt ihr unter: www.siliconvalleymeetsswitzerland.com/

Ist es sinnvoll, in einem grossen Konzern zu arbeiten, bevor man sein eigens Start-up gründet?
Auf jeden Fall. Es hilft, wenn man weiss, wie man Verträge aufsetzt, was der richtige Lohn ist, etc. Wenn man diese Dinge beherrscht, dann heisst das nicht, dass man als Unternehmer erfolgreich sein wird, aber es vermindert das Risiko, dass man scheitert.

«Wer keine Visionen hat, hat keine Chance – und Geld ist keine Vision.»

In der heutigen Zeit werden viele junge Menschen Unternehmer, nicht weil sie es wollen, sondern weil sie dazu gezwungen werden.
Es gibt die These, wonach rund ein Prozent der Bevölkerung stets zum Unternehmertum neigt. Sie haben diesen Drang – oder dieses Gen – wie immer Sie es auch nennen wollen.

Was verstehen Sie konkret darunter?
Risikotoleranz, Visionen, den Wunsch, etwas eigenes schaffen zu wollen, beispielsweise. Zu diesen natürlichen Unternehmern kommt jedoch ein gewisser Prozentsatz von Menschen, die wirtschaftlich gezwungen werden, Unternehmer zu sein. Sie sind beispielsweise 45 Jahre alt, haben ihren Job verloren und müssen eine Familie ernähren. Sie müssen etwas eigenes auf die Beine stellen, irgendetwas, und sei es, Glace zu verkaufen oder einen Food-Stand zu eröffnen. Das erleben Sie vor allem in Entwicklungsländern.

Bei uns wird immer öfters das eigene Unternehmen als erster Schritt zum Milliardär gesehen. Zu Recht?
Wer keine Visionen hat, hat keine Chance – und Geld ist keine Vision. Sie haben ein Produkt und wollen damit die Welt verändern. Das allein zählt. Als junger Unternehmer müssen Sie sehr viel aushalten. Sie werden immer wieder scheitern und müssen immer wieder neu anfangen. Als ich mein erstes Unternehmen gegründet hatte, verkaufte ich in den ersten sechs Monaten überhaupt nichts. Wenn Sie nicht von Ihrem Produkt überzeugt sind, halten Sie das nicht durch.

Heute sprechen wir von einer Gig-Economy, einer Wirtschaft, in der jeder sein eigener Unternehmer ist. Mythos oder Realität?
Sie sprechen von Freelancern, das ist nicht das gleiche wie Unternehmer. Es besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass künftig Unternehmen weniger Menschen fix anstellen werden. Es werden daher mehr Menschen als Freelancer arbeiten, als Uber-Fahrer, beispielsweise.

«Ich bin fest überzeugt, dass die digitale Wirtschaft nicht imstande sein wird, der Mehrheit der Menschen Arbeit zu geben.»

Wenn man 25-jährig ist, mag es Spass machen, Uber-Fahrer zu sein. Als 45-jähriger Familienvater weniger. Brauchen wir nicht ein neues soziales Netz, das die Freelancer auffängt?
Uber hat grosse Pläne, es will unsere gesamte Wirtschaft umkrempeln. Nicht nur Taxifahrer werden Freelancer, sondern auch Klempner, Elektriker und selbst Lehrer. Amazon wird den Buchhandel bald mehr oder weniger ausschalten und ist im Begriff, das gleiche mit fast allen anderen Produkten zu machen. Alle wollen die Mittelsmänner ausschalten. Selbstverständlich muss sich die Gesellschaft diesem neuen Trend anpassen.

Wie?
Ich bin überzeugt, dass wir früher oder später ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen.

Massenprotest gegen Uber. Ohne intelligente Lösungen für einen Wohlfahrtsstaat wird die Digitalisierung zu grossen sozialen Unruhen führen. Bild: EPA/EFE

Reicht das, um die Ängste der Menschen in der neuen digitalen Welt in den Griff zu bekommen?
Menschen gehen sehr unterschiedlich mit ihren Ängsten um. Ein Unternehmer kann bestens schlafen, selbst wenn er nicht weiss, wie er den nächsten Tag überleben wird. Andere werden nervös, wenn das Tram eine Minute Verspätung hat. Aber selbstverständlich brauchen wir künftig eine intelligente Lösung, damit die Gesellschaft nicht auseinanderfällt.

«In Zürich sind Ingenieure billiger als im Silicon Valley.»

Es gibt auch die These, wonach mehr als die Hälfte der Menschen in der digitalen Wirtschaft gar nicht mehr benötigt werden. Was ist davon zu halten?
Man kann selbstverständlich darüber diskutieren, wann dies eintreten wird und wie viele Menschen es betreffen wird. Aber die Automatisierung schreitet derart schnell voran und betrifft so viele Bereiche, dass ich diese Entwicklung für unausweichlich halte.

Weshalb?
Nehmen wir beispielsweise die europäischen Banken. Es wird damit gerechnet, dass in diesem Bereich in den nächsten fünf Jahren rund eine Million Jobs abgebaut werden. Was wird mit all diesen Bankern geschehen? Wenn die selbstfahrenden Autos kommen: Was wird mit all den Lastwagen- und Busfahrern passieren? Selbst Ärzte werden von dieser Entwicklung erfasst werden. Bald werden Operationen und Diagnosen von Maschinen durchgeführt werden. Deshalb bin ich fest überzeugt, dass die digitale Wirtschaft nicht imstande sein wird, der Mehrheit der Menschen Arbeit zu geben.

Diese These ist heftig umstritten. So hat der wirtschaftsnahe Thinktank Avenir Suisse kürzlich eine Studie veröffentlicht, die sagt, es werde in der Schweiz noch lange genügend Jobs geben.
Ich war an einer Studie über die Zukunft der Finanzindustrie beteiligt. Wir haben die Topshots der Branche interviewt. Was mich dabei verblüfft und beunruhigt hat: Keiner hat eine Ahnung, was auf ihn zukommen wird. Sie verschliessen die Augen vor der digitalen Entwicklung. Für mich ist völlig klar: In zehn Jahren werden in allen Arbeitsbereichen sehr viele Jobs abgebaut werden.

Und was ist mit den neuen Jobs, die entstehen werden und die wir heute noch gar nicht kennen?
Es können ja nicht alle Banker Yoga-Lehrer werden, zumal wir sehr gute Yoga-Lektionen gratis via YouTube beziehen können. Es trifft zu, dass viele der Jobs, die unsere Kinder dereinst in zehn Jahren haben, heute noch gar nicht existieren. Ich bezweifle aber, dass es genug davon geben wird, um sieben Milliarden Menschen zu beschäftigen.

Warum ändern wir dann nicht unsere Work-Life-Balance? Warum verteilen wir die Arbeit nicht intelligenter und arbeiten alle weniger?
Das wäre wünschenswert, es müsste jedoch vom Staat verordnet werden. Die unter Wettbewerbsdruck stehenden Unternehmen können das nicht aus eigener Kraft beschliessen. Eine Gesellschaft, in der die Mehrheit der Menschen den ganzen Tag lang TV gucken und Bier trinken, ist mir jedoch auch nicht geheuer. Denn Menschen brauchen einen Sinn im Leben – und für die meisten ist das immer noch ihre Arbeit.

Selbst wenn es eine sinnlose Arbeit ist?
Wenn wir Depressionen in grossem Umfang oder soziale Unruhen vermeiden wollen, müssen wir den Menschen einen Sinn im Leben geben. Rassismus, Terrorismus, Nationalismus – all diese Dinge entstehen, weil die Menschen nach einem Sinn in ihrem Leben Ausschau halten.

«Wer heute die Universität verlässt, der weiss, dass er keinen Job auf sicher hat.»

Kehren wir zu den Start-ups zurück. In der Schweiz gibt es zu wenig davon. Weshalb?
Es fehlt das Geld, nicht das Wagniskapital, sondern das Geld, das nötig ist, um ein Start-up in ein Unternehmen zu verwandeln, das nicht 20, sondern 2000 Menschen beschäftigt.

Zu wenig Geld? Die Pensionskassen und andere institutionelle Anleger wissen ja nicht mehr, wohin mit dem Geld.
Das stimmt, aber das ist kein Wachstumskapital. Wir haben genügend so genannte Business-Angels, Menschen, die jungen Unternehmern Wagniskapital zur Verfügung stellen. 5, 10 oder 20 Millionen Franken, die sie brauchen, um ein Start-up auf die Beine zu bringen, dieses Geld lässt sich auftreiben. Aber mit dem Wachstumskapital hapert es.

Weshalb?
Weil es zu riskant ist. Pensionskassen beispielsweise dürfen von Gesetzes wegen nicht 100 Millionen Franken investieren, die nötig sind, um aus einem viel versprechenden Start-up ein multinationales Unternehmen zu machen.

Was bedeutet das in der Praxis?
Die kleinen Unternehmen bleiben entweder klein, oder sie werden von einem Grossen aufgekauft, oder sie wandern ins Silicon Valley aus. Es gibt nur wenig Ausnahmen von dieser Regel, Logitech etwa hat den Sprung geschafft und ist in der Schweiz geblieben. Als Forschungsplatz hingegen ist die Schweiz beliebt.
In Zürich sind Ingenieure billiger als im Silicon Valley.

Man hört auch immer wieder die Klage, wir seien zu bequem geworden. Teilen Sie diese Ansicht?
Nein. Ich habe zwei Töchter. Eine ist soeben in den Arbeitsprozess eingetreten, die andere studiert noch. Beide arbeiten sehr hart, beide haben grosse Angst, keinen Job zu erhalten. Wer heute die Universität verlässt, der weiss, dass er keinen Job auf sicher hat.

Wie war das bei Ihnen?
Ich schrieb 15 Unternehmen an, bekam 7 Zusagen und wählte den Job aus, bei dem ich am meisten verdiente. In den 80-er Jahren hatten wir paradiesische Zustände, heute ist das ganz anders. Meine Tochter musste hunderte von Bewerbungen schreiben, bis sie einen Job bekam. Wir leben in einer globalen Arbeitswelt. Für jeden Job in einem multinationalen Unternehmen melden sich bis zu 3000 Bewerber. Sie werden von Robotern aussortiert. Danach müssen die Jungen einen Online-Test bestehen, bis sie schliesslich die Möglichkeit bekommen, sich einem Menschen vorzustellen. Einen anständigen Job zu ergattern ist heute alles andere als bequem geworden.

Was muss man als 20jähriger tun, damit man auch in 20 Jahren noch einen Job hat? Es braucht Mut, sich bietende Gelegenheiten beim Schopf zu packen. Es braucht auch die entsprechenden Fähigkeiten und die Kenntnis von fremden Sprachen. Und es braucht die Erkenntnis, dass die Welt global geworden ist und sich überall Gelegenheiten ergeben, nicht nur vor der eigenen Haustür.

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • The Origin Gra 26.02.2018 16:13
    Highlight Im Extremfall würde Geld Sinnlos werden?
    Den wenn 90% der Arbeiten von Robotern usw. gemacht wird (es gibt schon Software die sich selbst Optimiert auf lange Sicht brauchst den Menschen nicht mehr), wer erhält den noch Lohn um Überhaupt Konsumieren zu können? Das ganze System würde in sich zusammenbrechen.
    2 2 Melden
  • Alice36 26.02.2018 12:07
    Highlight Kürzlich am Heathrow Airport.
    - Zeitung und Soft Drink gekauft , soll am Automaten bezahlen.
    - Bedienung des Gerätes absolut unverständlich für so ziemlich alle Nutzer.
    - Ein schwarzer Angest. erklärt den Vorgang mehr oder weniger verständlich.
    - Ein weisser Angest. kontrolliert und korrigiert.
    - Zweiter weisser Angest. überwacht die beiden und beruhigt die wartenden Kunden.

    So sieht's aus, schöne neue Welt. HaHaHa
    12 19 Melden
  • Snowy 26.02.2018 11:25
    Highlight Interessantes Interview. Was mir Bauchweh macht zum Thema Work-life-balance: Reduktion der Wochenstunden muss vom Staat verordnet werden - für alle Unternehmer. Wie dies umgesetzt werden soll in einer globalisierten Welt (oder schon nur national) weiss niemand.

    In den 50-er Jahren des letzten Jahrhunderts haben Forscher auch gedacht, wir würden im 21. Jahrhundert alle auf der faulen Haut rumliegen aufgrund der massiv gesteigerten Automatisation.
    Naja...: Sie lagen falsch: Das Gegenteil ist eingetreten weil die gewonnene Effizienz sofort wiederum zum neuen globalen Standard wurde.

    P.S:

    4 5 Melden
  • Jörg K. 26.02.2018 00:31
    Highlight Das heisst wir müssen die Segel richtig setzen. Unterstützung und Steuervergünstigungen erhalten Unternehmen die hier in der Schweiz Arbeitsplätze schaffen. Wir brauchen in der Schweiz eine industrielle Revolution. Noch ist die Basis vorhanden. Die ganzen Dienstleistungsberufe werden mehrheitlich digitalisiert, mit Ausnahme der persönlichen Dienstleistungen. Viele Bankprozesse eignen sich ideal zur digitalisierung. Die hatten bisher einfach zu wenig Marktdruck.
    12 2 Melden
  • Sisiphos 25.02.2018 18:35
    Highlight Was wir heute erleben ist das Ende des Kapitalismus. Das Kapital zentriert bei einer Handvoll Firmen und Personen, wie Amazon, Facebook, Twitter, Apple usw.. Gleichzeitig ist aber auch ein Ende dieser irren Entwicklung in Sicht. Dezentralisierung durch neue Technologien wie der Blockchain wird Wirtschaft, Politik, Verteilung von Gütern radikal verändern.
    26 9 Melden
    • Marlon Mendieta 25.02.2018 19:11
      Highlight Stimmt das eigentlich wirklich?
      Kann mir fast nicht vorstellen, dass die Millionen von Kleinaktionären, Hausbesitzer und PK Viertelmilionäre weniger Kapital besitzen sollen verglichen zu den Zeiten der Arbeiterklasse und den steinreichen Patrons.
      Kann da jemand seriöse Fakten liefern?
      21 3 Melden
    • satyros 26.02.2018 10:40
      Highlight Wie die Blockhain dafür sorgen soll, dass Güter demokratischer verteilt werden, erschliesst sich mir nicht. Ich sehe viel eher eine riesige Reservearmee von Arbeitslosen, die Druck auf bisher gute Beschäftigungsverhältnisse macht.

      Und zum Kapital in Arbeiterhand: Das sind die Überreste der Brosamen, die Dank sozialer Marktwirtschaft und Kaltem Krieg nach unten sickerten. Diese Positionen sind ja massiv unter Druck. Die PK können ihre Versprechungen nicht mehr halten und der Kauf eines Hauses ist (ohne Erbvorbezug) für Arbeiter heute absolut illusorisch.
      21 0 Melden
  • Sarkasmusdetektor 25.02.2018 17:18
    Highlight Werdet Software-Tester. Suchen wir bei jedem Projekt wieder verzweifelt und automatisieren wird die Aufgabe so schnell niemand. Und sonst werdet halt Test-Automatisierer. Oder Test-Manager.
    17 5 Melden
  • NotWhatYouExpect 25.02.2018 16:57
    Highlight Hier ein Video zu diesem Thema warum die Automation dieses mal anders ist als die letzten male.

    Kurzgesagt In a Nutshell
    18 0 Melden
  • RoWi 25.02.2018 16:24
    Highlight Schöne, neue Arbeitswelt... in meiner Lehrzeit gab es noch keine Manpower, Adecco etc., und immer wieder wurde ich los geschickt, Taglöhner zu organisieren. Heute sind es Plattformen a la Uber, die diese Modell digital aufnehmen. Gleichzeitig aber wolle die Firmen, dass wir länger arbeiten! Es geht irgendwie nicht mehr auf und wenn dieser Trend nicht abgefedert werden kann zum Wohle der Menschen dann nutzt auch ein BGE herzlich wenig und es kommt wie vor 100 Jahren zu einem Generalstreik, Toten und Krieg. Ob wir das wollen?
    31 3 Melden
    • Saraina 25.02.2018 19:40
      Highlight Im Gegensatz zu vor hundert Jahren werden aber die Soldaten nicht unbedingt Menschen sein, wird die Demo mit Drohnen und Gesichtserkennungstechnologie überwacht, und wird vielleicht der Eine oder Andere realisieren, dass die ganze Überwachungs- und Sicherheitstechnik nicht nur für Islamisten gedacht war, und "Terrorist" ein flexibel anwendbarer Begriff ist.
      43 1 Melden
    • RoWi 26.02.2018 22:15
      Highlight Schöne neue Welt ☠️
      0 0 Melden
  • elmono 25.02.2018 15:42
    Highlight Was da wieder an Angst und Schrecken verbreitet wird, ist einfach nur lächerlich. Zuerst die Ausländer und jetzt die Roboter. Schon mal in einer Telefon-Roboterwarteschlaufe gesteckt oder mit einem Chat-Bot kommuniziert? Ein wahres kundenunfreundliches Schreckenschauspiel. Aber Frau und Herr Schweizer werden dann auch brav sechs Wochen Ferien oder Vaterschaftsurlaub an der Urne ablehnen, ein Arbeitsplatz ist ja so rar und kostbar. Und zu den Studenten. Es hilft halt während dem Studium mal unten anzufangen (Backoffice, Kundendienst). Aufstiegschancen ergeben sich intern immer wieder.
    18 27 Melden
  • Redly 25.02.2018 15:19
    Highlight Solange es noch Menschen in bitterster Armut, finde ich zynisch zu sagen, es gäbe nicht genug Arbeit. Das wird noch lange der Fall sein.
    11 55 Melden
    • NotWhatYouExpect 25.02.2018 16:55
      Highlight Was hat Armut mit Arbeit zu tun? Wenn die reichen einen Weg finden, dass man keine Arbeiter braucht die man Bezahlen muss so werden die Wegrationalisiert.

      Viele Globale Unternehmen sind auf Profit / Dividenden aus und nicht auf das wohl der Arbeiter.
      37 3 Melden
    • Paedu87 25.02.2018 18:06
      Highlight Hä? Bitte erkläre uns deine Gedankengänge damit wir dich über die wahren Treiber der Welt aufklären können.
      13 2 Melden
    • Redly 25.02.2018 21:14
      Highlight Solange es Armut gibt, finde ich, es gibt „etwas zu tun“. Das nennt sich Arbeit. Das mag nicht super bezahlt sein, aber zu sagen, es gäbe nichts mehr zu tun/keine Arbeit, ignoriert das Leid auf dieser Welt.
      PS: Solange noch jemand irgend einen Wunsch hat (neue Kleider, Hobby-Material, neue Frisur, Massage, Tanzstunde, Reise etc.), hat es noch etwas zu tun - und damit auch Arbeit. Ich kenne kaum jemanden ohne Wünsche, also wird uns die Arbeit nicht ausgehen.
      7 9 Melden
    • Snowy 26.02.2018 14:23
      Highlight @Redly: Schön, dass Du so denkst - Unternehmen denken aber leider überhaupt nicht so.

      Unternehmen tun, was rentiert und nicht was für eine Gesellschaft gut oder richtig ist.

      Es vermag daher wenig zu erstaunen, dass sämtliche Arbeitnehmerrechte gegen die Unternehmen und die Oberschicht erkämpft werden mussten.
      "Den Unternehmen" und damit den Reichen ist es völlig egal, wie viel Arme es gerade gibt auf der Welt - und da sie kein Geld haben, sind ihnen auch ihre Träume und Wünsche egal.
      3 1 Melden
    • Redly 26.02.2018 18:08
      Highlight @snowy: ‚der Unternehmer‘ bist du oder ich, wenn wir uns engagieren oder jeder andere Mensch, der es tut. Meine Erfahrung ist, dass Unternehmer, Chefs, Cheffinnen so ziemlich gleich sind wie alle anderen Menschen. Manche sind A..., manche extrem gutmütig.
      Aber eben: die einzigen, welche wir ändern können, sind wir selbst. Entweder wir machen es selbst besser oder wir sind selbst schuld.
      1 0 Melden
    • Snowy 27.02.2018 10:26
      Highlight Wieder kann ich Dir leider nicht recht geben - obwohl ich es gerne würde.
      In der idealen Welt hättest Du recht.

      In der aktuellen Welt hat dasjenige Unternehmen Vorteile, das seine Mitarbeiter in Tieflohnländern ausbeutet und Steuern hinterzieht.
      Es wäre an den Staaten hier griffige Gesetze zu erlassen - doch leider ist die Macht von internationalen Konzernen zu gross.

      Wobei ich Dir aber 100% recht gebe, ist wir (in der CH) haben es selbst in der Hand: Jeden Tag im Supermarkt und alle 4 Jahre an der Urne!
      1 1 Melden
  • Roland Strauss 25.02.2018 15:08
    Highlight Wer einen soliden Handwerksberuf gelernt hat, findet mit Leichtigkeit einen Job und kann sich auch gut selbstständig machen. Wer von der Universität kommt und einen Abschluss in Gender Studies hat, wird da schon mehr Probleme haben.
    77 29 Melden
    • Hoppla! 25.02.2018 15:56
      Highlight Ja, das bestätigen mir täglich die vielen Sattler, Gerber, Buchbinder, Schreiner, usw. die ich kenne. ;-)

      Ob ein Handwerker oder Gender Study Masterabsolvent bessere Berufschancen haben wird, wissen wir schlichtwegs noch nicht.
      39 4 Melden
  • Mark A. Rebsamen 25.02.2018 14:56
    Highlight also sorry: aber ich glaube beim besten willen nicht daran, dass man als uniabgänger 100 bewerbungen schreiben muss um einen job zu kriegen! ausser man hat etwas so wichtiges wie publizistik studiert...
    45 64 Melden
    • Chääschueche 25.02.2018 15:18
      Highlight @Mark
      Es werden Zeiten kommen da werden viele Studierte keine Arbeit mehr finden da es von Maschinen erledigt wird.
      Nicht jede Studienrichtung wird davon betroffen sein aber einige. Auch wird es dann vielleicht zu einem überangebot kommen was sich auf den Lohn auswirken könnte

      Am besten geschützt von der Digitalisierung sind die Leute die auf dem Bau arbeiten. Da wird es noch lange keine Maschinen geben die das selbe leisten.
      20 44 Melden
    • ZH27 25.02.2018 15:58
      Highlight @Chääschueche
      Als ob Bautechnologie davon nicht betroffen wäre: Hier ein Haus aus dem 3D Drucker. Ja und die Leute die solche Maschinen entwickeln und einsetzen haben studiert.
      33 1 Melden
    • Hoppla! 25.02.2018 15:58
      Highlight Ja, der maschinelle Einfluss im Baugewerbe ist marginal. Das ist alles noch pures Handwerk, wie anno 1900.
      33 1 Melden
    • me myself 25.02.2018 16:55
      Highlight Häuser werden schon 3D gedruckt! Auch da ist
      niemand sicher! Weder Ärtzte noch sonst wer sind davon gefreit. Es braucht immer weniger aber sehr spezialsierte Fachkräfte
      20 0 Melden
    • politico 25.02.2018 17:44
      Highlight Das glaube ich nicht. Gibt bereits Prototypen von 3D-gedruckten kompletten Häusern. Dad könnte schneller Realität sein als selbstfahrende Autos...
      15 2 Melden
    • Snake Plissken 25.02.2018 18:14
      Highlight Belieben zu scherzen: Das haben auch hunderttausende in Spanien gedacht, sei schlau, geh zum Bau, dann platzte die Immo-Blase und alle wurden heimgeschickt.
      25 0 Melden
  • vaste 25.02.2018 14:52
    Highlight Die Grosskonzerne profitieren vom Liberalismus. Da Liberalismus weder Interesse am Nationalstaat noch am Sozialstaat hat, sollte jede Familie schauen, dass sie einen Vertreter in einem Konzern installieren kann. Dessen Aufgabe wird es künftig dann sein, den Rest durchzufüttern. Positiver Nebeneffekt: man braucht dann weder eine Staatsangehörigkeit (Pass) noch eine Soziale Versicherungsnummer (AHV). Der Konzern wird alles regeln und die eigenen Produkte/Dienstleistungen sind für Konzern-Verwandte vergünstigt zu haben. Yeahh!!
    25 15 Melden
    • Flexon 25.02.2018 15:18
      Highlight @ vaste
      Der Liberalismus hat immerhin den modernen Bundesstaat Schweiz hervorgebracht. Sicherlich sollten Grosskonzerne kritisch beobachtet und reguliert werden, aber erfolgreich ist unser Land nicht, weil wir den Liberalismus wieder abgeschafft haben. Ich finde etwas Sorgfalt bei der Verwendung der Begriffe wäre angebracht.
      28 15 Melden
    • vaste 25.02.2018 15:35
      Highlight Ganz Deiner Meinung Flexon: es sind die Extreme, welche die Probleme nach sich ziehen.
      8 0 Melden
    • Ökonometriker 25.02.2018 15:40
      Highlight @Vaste: Im Liberalismus haben es Grosskonzerne schwer - diese profitieren vom (heute oft dominanten) Korporatismus. Die Konzerne arbeiten dabei eng mit der Politik zusammen und bauen Markteintrittsbarrieren auf, die Konzerne vor innovativen Kleinfirmen schützen.

      Deswegen werden heute auch kaum neue Banken oder Pharmaunternehmen gegründet. Nur wer hat dem wird gegeben.
      19 1 Melden
  • reffx 25.02.2018 14:51
    Highlight "Wer heute die Universität verlässt, der weiss, dass er keinen Job auf sicher hat."

    Hängt stark davon ab, was studiert wird... Steht jedem frei eine in der Wirtschaft nachgefragte Studienrichtung zu wählen. Als Informatiker beispielsweise hat man einen Job auf sicher 😉
    117 39 Melden
    • Snake Plissken 25.02.2018 18:09
      Highlight Ganz sicher? Dream on, man!
      24 5 Melden
    • reffx 25.02.2018 21:11
      Highlight Hehe, studiere in diese Richtung und ich kenne die Zahlen.
      Beispielsweise gibt es weniger als 100 Informatik-Studenten pro Jahr an der UZH, wobei jährlich mehrere tausend Stellen in diesem Bereich entstehen...
      Allein bei Googles Standort in Zürich ist bis 2021 ein Ausbau von 2200 auf 5000 Mitarbeiter geplant.
      6 5 Melden
    • Normi 28.02.2018 06:29
      Highlight Maschinenbau und Robotik ist bestimmt auch nicht schlecht :-)
      1 0 Melden
  • reamiado 25.02.2018 14:36
    Highlight Es ist wichtig diese Entwicklungen zu thematisieren; wie es in der Zukunft aussehen wird weiss niemand, aber voraus- und mitdenken hilft sicher.
    28 2 Melden
  • me myself 25.02.2018 14:26
    Highlight Gutes Videos zu diesem Thema.
    17 2 Melden
    • Leichterbär 25.02.2018 19:52
      Highlight Danke für das Video👍
      Der Programmierer macht Programme (Bots)die ihn selber eines Tages ersetzten.🤨
      3 1 Melden
  • Leichterbär 25.02.2018 14:19
    Highlight Lerne einen handwerklichen Beruf.Wia Internet hat noch keiner einen Nagel eingeschlagen....😝
    42 32 Melden
    • pedrinho 26.02.2018 13:39
      Highlight pobre inocente, noch nicht von einem nagelautomaten gehoert :D

      damit meine ich nicht, das handwerk keinen "goldenen boden" hat, im gegenteil, nur wird es in zukunft viele (noch mehr) handwerksberufe nicht mehr geben. (studierte halbwissende werden weite bereiche immer dominieren)
      1 0 Melden
  • Saraina 25.02.2018 14:16
    Highlight Die Realität, während hierzulande ernsthaft über Burkas diskutiert wird...
    169 28 Melden
    • Normi 28.02.2018 06:27
      Highlight so wie Sie das jetzt machen ?
      1 0 Melden
    • Saraina 28.02.2018 09:44
      Highlight Nur weil das Wort "Burka" in einem Satz vorkommt, initiiert der noch keine Diskussion über die Burka.

      Ich meinte, dass sich leider ein signifikanter Teil der Stimmbürger mit nicht relevanten Erscheinungen auseinandersetzt, und dabei reale Gegebenheiten ignoriert, die das Leben und die wirtschaftliche Situation von uns allen gravierend beeinflussen werden.
      1 0 Melden
  • mylo 25.02.2018 14:07
    Highlight Spannendes Interview
    43 2 Melden
  • Tepesch 25.02.2018 14:01
    Highlight Lieber 100 KMU's die 20 Arbeitsplätze schaffen und ordentlich Steuern zahlen, als ein multinationales Unternehmen mit 2000 Arbeitsplätzen, dass dafür jedes Steuerschlupfloch ausnützt.
    234 10 Melden
    • Der Tom 25.02.2018 15:55
      Highlight Weiss nicht. Dann steigen die Aktien weniger stark oder? Bei einigen Konzernen wie zb Nike oder Apple ist es so, dass sie verpflichtet sind Steuern zu sparen. Sonst laufen die Investoren Sturm. Die Nationalbank profitiert auch kräftig davon. Wenn also z.b. Apple (muss Stellvertretend hinhalten für alle grossen) viel mehr Steuern bezahlen muss verdient die Nationalbank weniger. Oder verstehe ich das falsch?
      0 13 Melden
    • ConcernedCitizen 25.02.2018 16:23
      Highlight Der Vergleich ist etwa so sinnvoll wie „Lieber eine S-Bahn als ein Intercity-Zug“. Es ist nicht ein entweder-oder sondern ein gesunder Mix aus grossen und kleinen Unternehmen, der eine gesunde Wirtschaft ausmacht.
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    • Flexon 25.02.2018 16:54
      Highlight @Tepesch
      Ehrenwerter Ansatz, ich frage mich aber, ob es ohne Multis mehr oder weniger KMUs gäbe. Multis sind nicht nur direkte Kunden vieler KMUs, sie generieren auch die Kaufkraft von Mitarbeitern>Konsumenten, die wiederum bei KMUs einkaufen. Nicht dass ich Multis toll finde, aber reines Wunschdenken bringt auch nicht weiter.
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  • Chääschueche 25.02.2018 13:43
    Highlight Kurz gesagt: Auf die Menschheit kommen Probleme zu die Sie nicht lösen kann. Es wird sehr ungemütlich werden. Der Planet ist überfölkert. Und wenn es soweit ist...dann gute Nacht. Wir werden dies aber wohl nur noch teilweise erleben.
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    • NotWhatYouExpect 25.02.2018 16:59
      Highlight Ich denke nicht, dass der Planet überbevölkert ist sondern, dass wir die Ressourcen die wir haben falsch nutzten.

      Es gibt genug Essen auf der Welt nur ist es nicht korrekt verteilt und wir "Ja wir" schmeissen leider viel zu viel weg.
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    • me myself 25.02.2018 23:17
      Highlight Genug Nahrung ist da ja, und die Verteilung ist auch schlecht. Allerdings genau so schlecht ist die Essensgewohnheit. Zu viel fleisch!
      Produktion tierischer Produkte ist die grösste
      Ursache von Verschmuzung und Zerstörung. Und doch, es gibt zu viele Menschen
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    • The Origin Gra 26.02.2018 16:27
      Highlight @me myself: Das hört man immer wieder, das zu viele Menschen leben.

      Humane Lösung?
      Wer bestimmt wer wie viel Kinder haben darf und aus welchen Gründen?
      Von dem Punkt wo man Weltweit beschliesst die Geburtenrate unter die für eine stabile Bevölkerungszahl benötigte Rate zu senken, wird ZWANGSLÄUFIG die Frage aufkommen wer und wie viel.
      Von da an ist es ein Verdammt kurzer Weg zu Rassismus und Eugenik und anderen Wahnsinn oder einen Weltkrieg wie man ihn noch nicht kannte.

      Vernünftige, Ethisch vertretbare Konzepte usw. fehlen und können nicht erarbeitet werden.
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    • me myself 26.02.2018 20:02
      Highlight Naja, vielleicht bleibt aber nichts anders übrig, oder die Natur wirds auf ihre Weise richten.
      Ausserdem müssten man logisch vorgehen.
      Jedes Land sollte Sicht selbst ernähren können, und im Bezug auf Rassismus auch ganz klar nach Zahlen. Das Volk das schon sehr gross ist, darf halt einfach weniger Kinder haben.
      Aber ich zweifle dass es so weit kommt.
      Mit höherem Lebensstandard und höherer
      Bildung senkt sich die Geburtenrate von selbst. Dies geschieht berets in vielen Ländern.
      Aber die Menschheit wird warscheinlich erst ende des Jahrhunderts anfangen zu schrumpfen.
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«Die Verschwörungs-Szene wird grösser, aggressiver und beängstigender»

In der «Arena» ist Roger Schawinski auf Daniele Ganser gestossen und war schockiert: Er hat erkannt, dass sich auch in der Schweiz eine Verschwörungsszene gebildet hat, welche die Nato hasst, Putin verehrt und die Grenzen zwischen Alt-Stalinisten und Neo-Faschisten aufhebt. Seinen Schock hat Schawinski im Buch «Verschwörung!» verarbeitet. 

Das Buch heisst zwar «Verschwörung», aber eigentlich geht es um Daniele Ganser. Haben Sie ihn schon vor der legendären «Arena»-Sendung gekannt?Ich hatte von ihm gehört, persönlich gekannt hatte ich ihn nicht.

Und hat er Sie beeindruckt?Nein, aber die Folgen der Sendung haben mich aus den Socken gehauen. Ich wurde massiv attackiert, obwohl ich nur die zweite Geige neben Jonas Projer gespielt habe.  

Eine ungewohnte Rolle für Sie. Trotzdem wurde ich mit Protesten zugemüllt, wie andere …

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