Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Kampfjet F-22 «Raptor»: Eine Flugstunde kostet 68'000 Dollar. Bild: EPA

Schätzung der US-Regierung

Kampf gegen IS kostet eine Milliarde Dollar pro Monat

Der Militäreinsatz gegen die Terrororganisation «Islamischer Staat» wird richtig teuer: Washington rechnet pro Jahr mit Kosten in zweistelliger Milliardenhöhe.

28.09.14, 13:33 28.09.14, 15:12

Ein Artikel von

Die US-Armee braucht für ihren Einsatz gegen den Islamischen Staat mehr Geld. Verteidigungsminister Chuck Hagel will den Kongress deshalb um zusätzliche Finanzen bitten. Sein Generalstabschef Martin Dempsey rechnet gar mit Finanzproblemen beim Kampf gegen den IS, der nach Schätzungen des Weissen Hauses bis zu drei Jahren dauern werde.

Der US-Haushaltsexperte Gordon Adams von der American University sagte, der Einsatz gegen den IS könne mit 15 bis 20 Milliarden Dollar pro Jahr zu Buche schlagen. Jim Haslik vom Forschungszentrum Atlantic Council erwartete nach eigenen Angaben ebenfalls Kosten in Höhe eines «zweistelligen Milliardenbetrags» pro Jahr.

Schon wegen der Ausweitung des Einsatzes auf Syrien kommen auf die USA enorme Kosten zu: Allein bei den ersten Angriffen am Dienstag feuerten die USA 47 «Tomahawk»-Raketen ab. Jede einzelne Rakete kostet etwa 1,5 Millionen Dollar. Der Einsatz der Hightech-Kampfjets F-22 «Raptor» kostet 68'000 Dollar pro Flugstunde.

Bild:

Teuer sind nach Angaben von Todd Harrison vom Center for Strategic and Budgetary Assessments ausserdem die Überwachungsflüge, die die Bombardierungen begleiten. Er sprach von einem «grossen Gebiet», das überwacht werden müsse. Dem Pentagon zufolge gibt es derzeit allein im Irak täglich 60 Überwachungsflüge.

HRW meldet Tod von Zivilisten durch US-Angriff

Bei den Luftangriffen in Syrien wurden offenbar auch mehrere Zivilisten getötet. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) berichtet unter Berufung auf Augenzeugen, dass bei einem Angriff auf ein Dorf in der Nähe von Idlib sieben Menschen getötet worden seien –unter ihnen fünf Kinder. Der Vorfall habe sich bereits am Dienstagmorgen ereignet. Das Pentagon versprach Aufklärung. Allerdings sagte der Sprechers des Verteidigungsministeriums, John Kirby, es gebe «keine glaubwürdigen Berichte» für den Tod von Zivilisten.

Derweil verdichten sich die Hinweise, dass bei den US-geführten Angriffen hochrangige Führer der sogenannten Chorasan-Gruppe getötet wurden. Frühere Mitglieder der Islamistengruppe verbreiteten Tweets, in denen sie ihr Beileid für den Tod von Muhsin al-Fadli und Abu Jussuf al-Turki aussprachen. Beide gelten als Anführer der Gruppe, die nach Angaben der US-Regierung von Qaida-Veteranen in Syrien gegründet worden sein soll.

Für weitere Information zu den Räten: Fahren Sie mit dem Mauszeiger über die Grafik. (syd/AFP/dpa)

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Bannon will zurück ins Weisse Haus und seine Chancen stehen gar nicht schlecht

Der in Ungnade gefallene Ex-Chefstratege plant sein Comeback – und er hat Chancen.

Nach der Publikation von Michael Wolffs Skandalbuch «Fire and Fury» schien das Tischtuch zwischen Donald Trump und Steve Bannon endgültig zerschnitten zu sein. Der Präsident bezeichnete seinen Ex-Strategen als «schlampigen Steve» und tobte jedesmal, wenn dessen Name in seiner Gegenwart erwähnt wurde.

Doch nun meldet die «Washington Post»: «Bannon schlägt dem Weissen Haus einen Plan vor, wie man Trump vor Mueller schützen kann». Er sei im Kontakt mit Mitarbeitern des West Wing und er habe …

Artikel lesen