Wirtschaft
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A sad looking Michael Lang of FC Basel acknowledges the fans after the UEFA Champions League round of sixteen first leg soccer match between Switzerland's FC Basel 1893 and England's Manchester City FC in the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Tuesday, February 13, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Verteidiger Michael Lang. Der FC Basel dominiert die Schweizer Superleague nach Belieben.  Bild: KEYSTONE

Gewinnen wir zu viel? Die politische Wohlstandsverwahrlosung ist auf dem Vormarsch

Wirtschaftliches Elend führt zu politischen Krisen. Diese Gleichung wird heute auf den Kopf gestellt, sei es in Zürich oder Berlin.



Der FC Basel (FCB) hat Ende letzter Saison einen Trainer entlassen, der zweimal hintereinander Meister geworden war und auch das Double gewonnen hatte. Eine rationale Erklärung für diesen Vorgang gab es nicht. Letztlich kann man es nur mit Langeweile im Erfolg erklären. Für den FCB gilt tatsächlich, was Donald Trump im Wahlkampf versprochen hatte: «Wir werden so viel gewinnen, dass ihr mich bitten werdet: ‹Hör auf zu gewinnen›.»

Primetower bearbeitet, Zürich

Ist zu einem Wahrzeichen des Wohlstandes geworden: Der Primetower in Zürich. Bild: watson/Michelle Marti

Zürich ist eine Art FCB in der internationalen Städte-Meisterschaft. Seit Jahrzehnten löst man sich mit Wien darin ab, wer die City mit der höchsten Lebensqualität der Welt ist. An sich wäre das ein Grund zur Zufriedenheit. Doch im aktuellen Wahlkampf verhalten sich Polit-Gurus wie FCB-Fans: Mein watson-Kollege Peter Blunschi etwa klagt über ein rotgrünes «Wohlfühl-Zürich» und sehnt sich nach Visionen.

An sich kann es ja nichts Schlechtes sein, wenn man sich in einer Stadt wohlfühlt, und die überwiegende Mehrheit der Einwohner tut dies auch. In einer Umfrage im Jahr 2015 gaben 98 Prozent von ihnen an, sie würden gerne oder sehr gerne in Zürich leben. Die Kritiker wischen dies vom Tisch. Felix Müller, der ehemalige Chefredaktor der «NZZ am Sonntag», jammert über das links-grüne-soziale «juste milieu», das Zürich im Beamtenstil regiere.

Beamtenhaft und visionslos?

Natürlich wäre es grotesk, Zürichs hohe Lebensqualität allein der rotgrünen Regierung zuschreiben zu wollen. Die Stadt profitiert von einer pulsierenden Wirtschaft, von Top-Universitäten, von Top-Spitälern und hat – was immer zum Erfolg gehört – in den letzten Jahrzehnten auch Glück gehabt.

Die rotgrüne Regierung hat jedoch zumindest den Erfolg nicht verhindert, was politisch gesehen schon bemerkenswert ist. Sie deswegen visionslos und beamtenhaft zu beschimpfen, ist lächerlich, besonders, wenn man sich die bürgerlichen Alternativen vor Augen hält: Die einzigen Visionen, welche die FDP je hatte, sind Steuersenkungen. Die SVP will die Stadt mit noch mehr Autos zumüllen, und die CVP hält Visionen wahrscheinlich für eine Augenkrankheit.

epa06523691 A visitor protests against a governing coalition of SPD and Union parties in Germany by holding a cardboard reading '#NoGroKo' at the Political Ash Wednesday gathering of the Social Democratic Party (SPD) party in Vilshofen, Germany, 14 February 2018. All major German political parties traditionally hold rallies on Ash Wednesday where rhethorics are usually heated and closely watched by media.  EPA/LUKAS BARTH

Die SPD-Basis will keine Groko. Bild: EPA/EPA

Zürich wird auch diesmal die Quängeler rechts liegen lassen und die linke Regierung bestätigen. Anders sieht es in Berlin aus. Dort spielt sich die politische Wohlstandsverwahrlosung in Reinkultur ab: Mitten in einem Wirtschaftsboom ist Deutschland nicht in der Lage, eine vernünftige Regierung auf die Beine zu stellen; und das, obwohl sich die Deutschen einer langen Periode von politischer Stabilität erfreuen können.

All das wäre zum Lachen, wäre es nicht so gefährlich. Angenommen, die GroKo zwischen CDU/CSU und SPD kommt nicht zustande, dann herrscht in Berlin eine Krise, die nicht nur Deutschland, sondern auch Europa bedroht. Beides, eine Minderheitsregierung unter Angela Merkel und Neuwahlen, ist nämlich politisch hoch riskant.

Eine Stimmung wie beim Brexit

Die Situation in Deutschland erinnere ihn an die Lage vor dem Brexit, stellt daher Wolfgang Münchau in der «Financial Times» fest. Tatsächlich haben die Briten ohne wirkliche Not einem EU-Austritt zugestimmt. Erst jetzt dämmert es ihnen allmählich, wie hoch der Preis dafür ist. Ein Scheitern einer GroKo – und das ist in der aktuellen Stimmung ein realistisches Szenario geworden – hätte ebenfalls Folgen, die schwer abzuschätzen sind.

epa06503274 French President Emmanuel Macron delivers a speech at the Alb'Oru cultural centre in Bastia, Corsica island, France, 07 February 2018. Macron during his visit, told nationalists on the island of Corsica that he would try to accommodate their demands for more autonomy while keeping them in the 'Republican fold'. Macron's two-day visit to Corsica is being closely watched on the mainland, where some fear that giving the Mediterranean island too much autonomy could fuel a breakaway bid in the future.  EPA/BENOIT TESSIER / POOL MAXPPP OUT

Bald auf sich allein gestellt? Der französische Präsident Emmanuel Macron. Bild: EPA/REUTERS POOL

Nach dem überraschenden Erfolg von Emmanuel Macron bei den französischen Präsidentschaftswahlen vor Jahresfrist hat die Stimmung erneut gedreht. Am 4. März gehen die Italiener zur Urne. Wahrscheinlich werden Rechtskonservative und die Europa-feindliche Fünf-Sternen-Bewegung obenauf schwingen. In Osteuropa ist der Nationalismus weiter auf dem Vormarsch. Es besteht damit erneut die Gefahr, dass Europa in ein politisches Chaos versinkt.

Beim Spielen mit dem politischen Feuer kann man sich die Finger verbrennen

In den 30er-Jahren war eine schwere wirtschaftliche Depression die Ursache, doch derzeit erholt sich die europäische Wirtschaft auf breiter Front. Wenn erfolgsverwöhnte Fussballpräsidenten einen Trainer feuern, müssen sie im schlimmsten Fall mit Schadenfreude rechnen. Politische Spiele mit dem Feuer können jedoch brandgefährlich werden.

Der Brexit hat die Briten in eine schier aussichtslose Lage gebracht. In den USA hat der Wunsch, die Politszene aufzumischen, Donald Trump ins Weisse Haus gehievt. So gesehen sind wir mit dem «visionslosen Wohlfühl-Zürich» ganz gut bedient.

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73
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    Alle Leser-Kommentare
  • Menel 15.02.2018 21:24
    Highlight Highlight Die Wirtschaft boomt, ja, aber das sickert nicht durch alle Schichten. Im Gegenteil, viele im unteren Mittelstand machen sich in Europa Sorgen und es gibt immer mehr Menschen in Europa, die gerade so durch den Monat kommen. Das Märchen, dass gut ist, was der Wirtschaft gut tut und damit alle im Wohlstand schwimmen hat sich nicht bewahrheitet. An was für eine Geschichte sollen die Menschen denn nun glauben? Viele haben keinen Orientierungspunkt mehr und da haben "Identitätsbewegungen" leichtes Spiel und füllen diese Lücke.
    5 0 Melden
  • seventhinkingsteps 15.02.2018 08:39
    Highlight Highlight Politische Stabilität ist auch nicht das Mass aller Dinge. Diktaturen sind auch stabil.
    6 3 Melden
    • Panna cotta 15.02.2018 16:29
      Highlight Highlight Na das ist ja ein schräges Argument!
      6 1 Melden
    • seventhinkingsteps 15.02.2018 17:25
      Highlight Highlight Wieso? Wertet man politische Stabilität über Gerechtigkeit oder Menschenrechten ist man nicht weit entfernt von einem Fascho Sympathizer
      1 2 Melden
    • Menel 16.02.2018 07:27
      Highlight Highlight Weil politische Stabilität die Wirtschaft fördert. Unternehmen siedeln sich gerne in politisch stabilen Staaten an. In diesen müssen sie sich nicht sorgen, dass sie zB. enteignet werden oder Revolten ihre Produktion oder Firma gefährden.
      2 1 Melden
  • remeto 15.02.2018 07:29
    Highlight Highlight Der FDP pauschal keine Visionen vorzuwerfen ist einfach nur polemnisch. Der öV der den Autor zur Arbeit bringt, die Uni an der er studiert hat oder der Innovationspark wo seine AHV miterarbeitet wird geht alles auf die FDP zurück. Es ist halt so, dass eine Idee wenig wert ist, die Unsetzung ist matchentscheidend....
    3 20 Melden
  • redeye70 14.02.2018 19:36
    Highlight Highlight Der Artikel begann spannend und ausgewogen. Ich wollte unbedingt mehr davon lesen, doch dann werden die bürgerlichen Parteien auf polemische Weise auf jeweils eine Eigenschaft reduziert. Da hatte ich keine Lust mehr weiterzulesen. Schade, auch in diesem Artikel drückt diese politische Wohlstandsverwahrlosung voll durch.
    33 47 Melden
    • phreko 14.02.2018 20:16
      Highlight Highlight Was haben sie denn sonst zu bieten?
      29 19 Melden
    • rauchzeichen 14.02.2018 20:26
      Highlight Highlight der autor kann nichts für die iddenlosigkeit und rückständigkeit dieser parteien. achtung für die nichtdenker, nur weil die parteien diese attribute tragen, heisst das nicht, das dies auch sämtliche mitglieder betrifft.
      16 22 Melden
    • phreko 15.02.2018 14:08
      Highlight Highlight R. Peter, welche Start-up Typen können sich teuren Wohnraum leisten?
      Diesen brauchen bloss die Investoren, wie auch die breiten Strassen für ihre dicken Autos.

      Die FDP versucht bloss ein gutes Klima für Investoren, aber nicht für die Kreativen/Techies selbst zu schaffen. Da besteht ein fundamentales Problem.
      10 3 Melden
  • Jol Bear 14.02.2018 18:47
    Highlight Highlight Der Engländer, der wegen der Personenfreizügigkeit seinen Restaurant-Job wegen einer billigeren Arbeitskraft aus Osteuropa verliert oder Ein-Euro-Jobber in Deutschland sehen die Situation anders als gut bezahlter Angestellte in Zürich. Vielleicht machen die bürgerlichen Kritiker in Zürich nur gerade die gemäss Umfrage 2% Unzufriedenen aus. Da wird also bei den Wahlen nichts ändern. Aber in England, Italien oder Deutschland machen die, denen es mies geht, eben einen viel höheren Anteil aus, das müssen die gutsituierten endlich zur Kenntnis nehmen. Wahlen und Abstimmungsresultate lügen nicht.
    45 9 Melden
    • Dominik Treier (1) 14.02.2018 21:58
      Highlight Highlight Das nicht, die Frage ist nur ob man mit sozialstaatlichem und Sündenbockpolitik der vielen neuen europäischen Parteien besser fährt...
      20 7 Melden
    • Dominik Treier (1) 14.02.2018 22:39
      Highlight Highlight sozialstaatlichem Abbau war oben gemeint... Autokorrektur...
      11 0 Melden
    • Jol Bear 14.02.2018 22:41
      Highlight Highlight Ob man mit den "neuen" Parteien besser fährt, ist keinesweg sicher. Die meisten von deren Wählern sind sich dessen wahrscheinlich auch nicht sicher. Für sie gilt wohl, dass sie mit den bisherigen nicht gut gefahren sind und wollen deshalb nichts anderes als einen Wechsel.
      18 1 Melden
  • Maracuja 14.02.2018 18:09
    Highlight Highlight Als Kleinverdienerin ist mir eine langweilige Regierung, die gut verwaltet, lieber als irgendwelche Utopisten, die Geld für fragwürdige Visionen zum Fenster rauswerfen. Arbeitsplätze, zahlbare Wohnungen, riesiges Freizeit- und Bildungsangebot halte ich für wertvoller als den von Herrn Blunschi gewünschten Sitzplatz im ÖV. Wenn es irgendwelchen Hipstern zu bieder ist, dann sollen sie sich einen passenderen Wohnort suchen. Eine bürgerliche Wende würde nur eine Verschlechterung für Normalverdiener bringen.
    55 13 Melden
    • Lichtblau 14.02.2018 19:34
      Highlight Highlight Mir ist Zürich mittlerweile eher ein bisschen zu hip, zu voll und zu party. Als Eingeborene staune ich aber öfter über die Zürich-Begeisterung von Zugewanderten, z.B. von Deutschen urbaner Herkunft. Viele freuen sich geradezu rührend über die hiesige Lebensqualität - da sehe ich unsere Stadt auch wieder mit anderen Augen.
      25 5 Melden
  • detsch 14.02.2018 17:45
    Highlight Highlight Was geschiehz wenn Bürgerliche ihr Mantra durchsetzten sieht man auch in Luzern: Nach Steuersenkung zu wenig Geld in der Staatskasse, da wird eben der Schulunterricht zusammen gestrichen und es positiv als eine zusätzliche Woch Ferien verkauft....Die eliten wissen eben doch wie mans machen soll... Schöne neue Welt...
    74 16 Melden
    • Philipp Löpfe 14.02.2018 18:59
      Highlight Highlight #Lordo: Das letzte Mal, als ich die Zahlen gechekt habe, war es umgekehrt: Die Stadt hat ihr Budget im Griff, der Kanton nicht.
      65 9 Melden
  • Fruchtzwerg 14.02.2018 17:37
    Highlight Highlight Löpfe hat so Recht!
    Ich bin mittlerweile seit 1.5 Jahren auf Weltreise und kann über die sogenannten “firstworldproblems” in der Schweiz nur noch den Kopf schütteln.
    Ein Land, in dem Billag/No Billag derzeit offenbar das grösste Problem zu sein scheint. Pervers.

    Uns geht’s verdammi gut, weltweit beneiden uns alle, nur merkt’s zuhause irgendwie keiner mehr...
    68 20 Melden
    • Knety 14.02.2018 18:03
      Highlight Highlight Viele Schweizer brauchen das Jammern wie die Luft zum atmen. Und immer daran denken, den anderen geht es immer besser als einem selbst.
      37 9 Melden
    • IchSageNichts 14.02.2018 18:37
      Highlight Highlight Du vertausch Ursache und Wirkung. Nur weil wir uns um so "Schrott" kümmern, sind wir so stabil und prosperieren. Ein Land ist kein Sportflugzeug sondern ein Supertanker und nur langsames und stetiges Korrigieren bringt uns ans Ziel. Ist zwar immer ein Kritikpunkt an der direkten Demokratie aber ich denke die Vorteile überwiegen. Und soweit gibt mir die Realität recht.
      41 2 Melden
    • supremewash 14.02.2018 20:10
      Highlight Highlight Perspektive! Wir leben nunmal in der Schweiz, wo unsere Alltagssorgen und Zukunftsängste das nackte Überleben nicht beinhalten. Wertschätzung und Demut sind sicher angebracht. Aber trotzdem, oder gerade darum, dürfen/sollen/müssen wir auch leidenschaftlich über Billag, Krippenplätze und anderen "Schrott" diskutieren.
      27 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaskedTruth 14.02.2018 17:37
    Highlight Highlight Um es auf den simplen Nenner zu bringen:
    Mir scheint, es ist uns langweilig...!
    30 3 Melden
  • Ökonometriker 14.02.2018 17:22
    Highlight Highlight Nun wie heisst es so schön: Wenn es dem Esel zu wohl ist, geht er auf dem Eis tanzen.
    Diese Selbstgefälligkeit sah man schon früher - und sie endete stets im Kataklysmus. Auch heute verschliessen die Eliten gerne die Augen vor den Problemen des Volkes. Lohndruck, steigende Wohnungs- und Gesundheitskosten, verstopfte Infrastruktur: alles wird ignoriert, bis das Volk Radikallösungen will und Populisten wählt. Folgt keine Lösung, wählt man noch extremer - die Spirale drehte sich früher so lange, bis sie im 2. WK endete.
    Besser wir gehen daher Probleme an, bevor sie uns über den Kopf wachsen.
    41 4 Melden
    • Knety 14.02.2018 18:06
      Highlight Highlight Na ja. Ich kenne ein paar Deutsche die AfD wählten weil sie den Elfenbeinturmparteien (was für ein cooles Wort) einfach ein Fuck You geben wollten. Ich denke die radikalen Parteien werden längerfristig wieder verschwinden.
      16 2 Melden
    • DonChaote 14.02.2018 21:14
      Highlight Highlight @knety
      Da kommt mir grad ein schönes bonmot in den sinn, welches ich mal in D irgendwo auf einem transparent gelesen habe:
      „Aus protest afd zu wählen ist wie in der bar aus der toilette zu trinken, weil einem das bier nicht schmeckt!“
      (genaue quelle unbekannt)
      20 4 Melden
    • Knety 14.02.2018 22:03
      Highlight Highlight Haha, der ist gut. Aber die Deutschen übertreiben auch immer. In 10 Jahren wird die AfD das sein, was die Republikaner in der Schweiz sind.
      Geschichte.
      6 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sarkasmusdetektor 14.02.2018 17:16
    Highlight Highlight Das Problem ist eben, dass es der Wirtschaft zwar gut geht, viele aber nichts davon haben (oder dies zumindest glauben). Solange niemand der wachsenden Ungleichheit entgegenwirkt, wird es so weiter gehen, nicht zuletzt weil diejenigen, die Verbesserungen versprechen in Wahrheit genau das Gegenteil tun.
    39 0 Melden
    • B-Arche 14.02.2018 18:12
      Highlight Highlight Genau. In der Schweiz hat niemand etwas davon...
      Ein Kassierer bei Lidl in der Schweiz hat einen höheren Lebensstandard als überall in Europa. Ein Schweizer Sozialhilfeempfänger hat das Beste Auskommen in ganz Europa.

      Bleibt mal auf dem Teppich!
      20 7 Melden
  • henkos 14.02.2018 17:15
    Highlight Highlight Ich muss Löpfe widersprechen: Eine Minderheitenregierung ist das beste, das Deutschland nach der Generation Merkel passieren kann. Denn in einer solchen müssen im Parlament Inhalte mehrheitsfähig werden, was viele Deutsche freuen wird.
    19 8 Melden
    • äti 14.02.2018 17:57
      Highlight Highlight .. oder endlose Blockaden.
      12 3 Melden
  • Swisslord 14.02.2018 17:12
    Highlight Highlight In den USA gibt es Menschen, welche kein sauberes Trinkwasser haben. In Deutschland gibt es eine grosse Gruppe Menschen in 1-Euro-jobs nur damit die Arbeitslosenstatistik besser aussieht und in England wissen wir ja, wie viel ein Menschenleben wert ist, wenn man arm ist seit dem brennenden Tower in London.
    Ich weiss nicht, ob die Menschen wegen solchen Ereignissen Populisten auf den Leim gehen aber wenn ja, kann ich es zumindest verstehen. Jedenfalls ist es zynisch angesichts dieser Tatsachen davon zu reden uns geht es ja gut daher muss sich nichts ändern.
    107 22 Melden
    • Dominik Treier (1) 14.02.2018 21:56
      Highlight Highlight ie Roosevelt schon sagte: "Ich bin Skeptisch gegenüber Statistiken, denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Schlucker im Durchschnitt je eine halbe Million..." Es gibt in all diesen Ländern eben Menschen die überdurchschnittlich von der Wirtschaft der es "gut" geht profitieren und deshalb sagen die Statistiken auch den Menschen gehe es insgesammt gut... Die Menschen welche das Gegenteil erleben wählen dann eben veränderung... Leider oft in eine Richtung die die Probleme noch verstärkt und sich einfach jemand Wehrlosen als Sündenbock sucht.
      16 1 Melden
  • Illyria & Helvetia 14.02.2018 17:07
    Highlight Highlight Ich will das Ganze irgendwie nicht glauben, dass wir vor einem grossen Chaos stehen. Aber es hat schon was. Ich sehe das selbst in meinem Umfeld oder allgemein in der Gesellschaft. Es reicht, sich die (sehr schönen und freudigen) Freizeitaktivitäten der Menschen in den sozialen Medien anzuschauen und gleichzeitig die trotzdem herrschende, gegenteilige, eher bedrückte und unzufriedene Stimmung. Wieso ist das so, frage ich mich. War das schon immer so? Saudade gibt es schon lange, auch Goethes Werther, vielleicht sind wir einfach nur wieder zu dramatisch und brauchen fesselnde(re) Nachrichten.
    26 3 Melden
  • meine senf 14.02.2018 16:56
    Highlight Highlight Prime-Tower, jö, so herzig. Mit dem Roche-Bau 1 verglichen :)
    10 32 Melden
    • Schne 14.02.2018 17:34
      Highlight Highlight Herzig, dafür schön ;)
      10 4 Melden
    • meine senf 14.02.2018 20:11
      Highlight Highlight Die Zürcher sind doch nur neidisch auf den Hafen. Bei uns werden die Hafenkräne auch benutzt.
      6 2 Melden
  • locogoa 14.02.2018 16:54
    Highlight Highlight Mit Visionen sollte man es halten wie altkanzler Helmut Schmidt

    „Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen“

    😉
    33 12 Melden
    • lichtler 14.02.2018 19:19
      Highlight Highlight Lustig einer hat heute behauptet das Zitat sei von Adenauer...
      4 0 Melden
    • phreko 14.02.2018 20:20
      Highlight Highlight Wohin soll der gute alte Elon?
      2 0 Melden
  • Nominator 14.02.2018 16:53
    Highlight Highlight Die meisten wissen es nicht und andere wollen es nicht wahrhaben, dass wir auf dem Weg zum Dritten Weltkrieg sind. Wer solches schreibt verdrängt die schon lange erkennbare Wahrheit. Und wer glaubt das sei eine Verschwörungstheorie dem sei ans Herz gelegt, es gibt noch einen Vierten. Also kein Weltuntergang in Sicht, aber immer mehr irrationale Dinge.
    14 46 Melden
    • Hierundjetzt 14.02.2018 17:38
      Highlight Highlight Aha. Nur weil es auf youtube ist, muss es noch lange nicht stimmen. Welche Indikatoren sprechen den für einen „Weltkrieg“? Bitte begründen. Begründungen beginnen immer mit „weil“
      24 3 Melden
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 14.02.2018 17:48
      Highlight Highlight Nach dem Krieg ist vor dem Krieg
      12 3 Melden
    • Nominator 14.02.2018 18:20
      Highlight Highlight Hierundjetzt, weil sich die Geschichte wiederholt. Und verschonen Sie mich mit Youtube-Interpretationen. Die Indikatoren beginnen schon in der Bibel und enden mit seriösen Recherchen über hellsichtige Menschen. Da gilt es nur, über einen langen Zeitraum zu beobachten und versuchen zu verstehen. Wenn einer im bayrischen Wald vor vielleicht 70 Jahren sagte: «Wenns die Toten mit dem Auto fahren...», dann meinte er wohl die selbstfahrenden Autos, weil er nicht verstand wie das funktionert. Aber wieso sollte er auf so eine Idee kommen? Das sind Marksteine für Zeiträume.
      2 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ThomasHiller 14.02.2018 16:43
    Highlight Highlight Wenn die Mehrheit der Menschen in unseren mittel- und westeuropäischen Länder auch nur dazu in der Lage wäre, halb so viel zu leisten wie sie es vor allem von der Politik erwarten, würde ich ihnen das Meckern über die Politik ja zugestehen.
    Die meisten sind aber davon weit entfernt und sollten deshalb vielleicht weniger über die Politiker meckern, sei es nun in der Schweiz oder auch Deutschland.
    74 22 Melden
    • FrancoL 14.02.2018 17:45
      Highlight Highlight Ja Sie treffen den Nagel auf den Kopf und zwar so richtig mit Volldampf, denn Sie sprechen einen Missstand an den die wenigsten gern hören mögen. Man verlangt viel und ist kaum bereit viel zu leisten.
      Danke für diese klare und mehr als nur richtige Aussage.
      27 1 Melden
    • Hiker 14.02.2018 18:07
      Highlight Highlight Oh ja Herr Hiller. Viele wissen heute sehr genau was ihnen ihrer Meinung nach zusteht. Nur was sie geben sollten das ignorieren Sie geflissentlich. PolitikerInnen Bashing ist äusserst beliebt. Hauptsächlich auf diejenigen die Verantwortung zu tragen bereit sind. Andere Politiker welche „kä Luscht“ haben und hauptsächlich mit Vorderungen von sich reden machen die dann die anderen erfüllen müssen (siehe MEI) werden hochgejubelt. Zum Glück gibt es Orte in der Schweiz in denen gute Arbeit und Verantwortungsbewusstsein belohnt wird. Weiter so Zürich (auch wenn ich kein Züri fan bin als Berner😂)
      12 1 Melden
    • Dominik Treier (1) 14.02.2018 22:46
      Highlight Highlight Alles Was die Gemeinschaft und der Staat bieten können steht allen zu. Doch so lange manche denken sie müssten dazu nicht so viel beitragen wie sie können ist es eben zu wenig für die die es brauchen....
      6 1 Melden
  • der nörgler 14.02.2018 16:41
    Highlight Highlight Wohin bürgerliche Regierungen mit ihren Steuersenkungen führen kann man in Zug schön sehen. Versucht da mal eine bezahlbare Wohnung oder einen Krippenplatz zu finden. Gemeinschaftszentren? Fehlanzeige. Kulturelles Ödland, in dem am Abend die Trottoirs hochgeklappt werden.
    Ich liebe Zürich und die Lebensqualität, welche man hier hat. Und dafür zahle ich gerne Steuern. Und mit einer bürgerlichen Regierung wär es damit schneller aus, als man neoliberal buchstabieren kann.
    197 48 Melden
    • Hallo22 14.02.2018 17:50
      Highlight Highlight @der nörgeler Ob man viele Steuern oder viel Miete zahlt ist hans was heiri.... klar ist Zug vom kulterellen Angebot bescheidener als Zürich. Dabei muss aber auch berücksichtigt werden, dass Zug nicht mal halb so gross wie Zürich ist.
      6 6 Melden
    • B-Arche 14.02.2018 18:10
      Highlight Highlight Man geht dann in Zürich in den Ausgang und verstopft die vom Kanton Zürich instandgehaltenen Strassen und geniesst von Zürchern subventionierte Kultur.

      Wieder zuhause in Zug klopft man sich auf die Schulter wie steueroptimiert man doch lebt und macht sich über Zürcher lustig "die so viel Steuern bezahlen".

      Dasselbe hier in NYC mit den verstopften Strassen aus Delaware und aus New Jersey.
      20 1 Melden
    • Hoppla! 14.02.2018 18:29
      Highlight Highlight Ist ein Vergleich Zürich vs. Zug nicht eventuell etwas Äpfel mit Birnen verglichen?

      Aber ich sehe hier auch keinen Zusammenhang im deiner Aussage. Geh mal auf Neuenburg. Gleich wenige Einwohner wie Zug und auch eher still. Und die Steuern sind immens hoch und Krippenplätze hat es.
      2 3 Melden
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