Wirtschaft

Hochpreisinsel Schweiz am Beispiel von Zara

Hochpreisinsel Schweiz

Kleider von Zara sind in der Schweiz fast 40 Prozent teurer als in den Nachbarländern

Wintersportartikel und Kleider sind in der Schweiz deutlich teurer als in den Nachbarländern. Dieselben Kleider kosten in der Schweiz bis zu 40 Prozent mehr als in Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich.

01.12.14, 16:01 01.12.14, 16:12

Bei der Modekette Zara bezahlen Kunden in der Schweiz 39,1 Prozent mehr als in den Nachbarländern. Dies zeigt eine Preiserhebung der Plattform Preisbarometer.ch. Seit der ersten Erhebung der Preise im Herbst 2012 schwanke der «Zuschlag Schweiz» zwischen 25 bis 30 Prozent, teilte die Plattform mit, die von verschiedenen Konsumentenvereinigungen der Schweiz betrieben wird.

Während sich die Kleiderpreise unter den Nachbarländern kaum unterscheiden, gibt es grosse Unterschiede zwischen den verschiedenen Kleiderhändlern, wie der Vergleich von 115 Produkten von H&M, Mango, Vero Moda, Zara und Esprit zeigt. Den höchsten Zuschlag bezahlen Kunden in der Schweiz bei Zara mit 39,1 Prozent, der kleinste Unterschied findet sich bei Vero Moda mit 16 Prozent.

Billigere Elektronik

Während Schweizer Konsumenten zwar mehr für Kleider bezahlen, kommen sie Elektronikartikel meist sogar günstiger zu stehen als im nahen Ausland: So kosten dieselben 34 Produkte beim italienischen Onlineanbieter Amazon Italia 38 Prozent mehr als beim günstigsten Schweizer Onlinehändler, der Coop-Tochter Microspot. Gegenüber ihren Schweizer Konkurrenten Digitec und Brack ist Microspot zwischen 7 und 9 Prozent günstiger. (whr/sda)

Kleinere Unterschiede bei Wintersportartikeln

Mehr bezahlen müssen Schweizer Konsumenten auch bei Wintersportartikeln. Gegenüber Frankreich bewegt sich der Unterschied mit 16 Prozent etwa auf dem Vorjahresniveau. Geringere Unterschiede als noch im letzten Jahr mass das Preisbarometer im Vergleich zu Deutschland und Österreich.

In Deutschland waren die Wintersportartikel 11 Prozent billiger als in der Schweiz, gegenüber 22 Prozent im Vorjahr. Allerdings sei der Vergleich mit Deutschland mit Vorsicht zu geniessen, da er lediglich auf 20 Produkten basiere, hiess es in der Medienmitteilung. Gegenüber Österreich reduzierte sich der Unterschied von 18 auf 3 Prozent.(whr/sda)

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