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Festhalten! Air-Berlin-Pilot verabschiedet sich mit spektakulärem Manöver

17.10.17, 08:27 17.10.17, 16:32


Der letzte Air-Berlin-Flug soll zwar erst am 27. Oktober stattfinden. Doch die Abschiedstour läuft bereits. So auch in Düsseldorf. Dort landete am Montag der letzte Air-Berlin-Flieger, der in den USA gestartet war.

Für den Pilot der A330 Anlass für ein ganz besonderes Manöver: Statt nach dem Landeanflug sanft aufzusetzen, startet er die Maschine durch und fliegt eine enge Linkskurve am Flughafengebäude vorbei:

Das eindrückliche Video der Flughafenmitarbeiterin Jule T.  Video: YouTube/Jule T.

Der spezielle Landungsanflug blieb nicht unbemerkt. Jule T. arbeitet im Sicherheitsbereich des Flughafens. Sie filmte die Landung von einem Fenster im Terminal B aus. «Wir waren über die Höhe verwundert, in der die Maschine sichtbar wurde», erzählt T. gegenüber rp-online.de

Die Ehrenrunde vom Boden aus

Danach habe der Flieger eingedreht und sei auf das Gebäude zugeflogen. «Da wir bis dahin nicht wussten, dass sie eine Ehrenrunde dreht, war es ein komisches Gefühl, als der A330 auf uns zukam», erzählt die 33-Jährige weiter. Es habe sich dann aber am Flughafen schnell rumgesprochen, dass es sich um keinen Notfall sondern einer Ehrenrunde gehandelt habe.

Die Ehrenrunde von Flug AB7001 Bild: screenshot flightradar24.com

Ein Sprecher von Air Berlin bestätigt denn auch, dass es keinen technischen Grund für das Durchstarten und die Runde von Flug AB 7001 gegeben habe. Dass es sich um eine Ehrenrunde gehandelt habe, wollte er aber nicht weiter kommentieren. Die Maschine landet nach dem Manöver sicher. Beschwerden von Passagieren hatte es keine gegeben.

Bereits der Start der Maschine in Miami war aussergewöhnlich. Die Flughafen-Feuerwehr verabschiedete den Flieger mit Wasserfontänen: 

(mlu)

«Erlebnisreiche» Landung in Zürich dank Sturmtief «Sebastian»

Video: srf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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30
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30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • coronado71 17.10.2017 17:49
    Highlight Die "Ehrenrunde" ging korrekt nach Süden in die für DUS vorgeschriebene Platzrunde in so einem Fall. Ein Pilot muss auch kein Go-Around mit der Flusi "verhandeln bzw. begründen" - sagt es und tut es dann. Dass die Leute im Tower vermutlich ahnten, dass er was im Schilde führt, war zu erwarten. Es war schliesslich ein spezieller Flug, entsprechend auch die mediale Aufmerksamkeit.
    13 0 Melden
    • pedrinho 17.10.2017 23:03
      Highlight aha alless korrekt ... dann sie dir mal die "missed apch" procedure an.

      wenn das manoever nicht mit dem tower abgesprochen und bewilligt war, dann .....

      warum hab ich immer so ein seltsames druewcken in der magengegend, wenn ich nicht ganz vorne links oder rechts sitze.
      0 0 Melden
    • 7immi 17.10.2017 23:08
      Highlight @coronado
      das stimmt so nicht. wäre die maschine wie vorgesehen rund eine nautische meile geradeaus geflogen und dann nach süden abgedreht wäre alles ok gewesen. das ist die normale go around und platzrunde gemäss anflugkarte und es wäre nichts passiert. diese "kurve tief über dem boden" und dem abweichen vom standardverfahren birgt risiken, daher wohl die ermittlungen der behörden. ich kann einen lowpass/go around gut verstehen, auch als showeinlage. man sollte sich einfach an die regeln halten, denn diese wurden durch blut und leben erkauft in der luftfahrt...
      3 0 Melden
  • pedrinho 17.10.2017 14:40
    Highlight ein guter pilot kann das !
    ob es sinnvoll ist in landekonfiguration ohne wichtigen grund einen go arround einzuleiten, na ja....

    Es gibt gute und es gibt alte piloten - die guten kommen jeweils in die zeitung, meisst unter der rubrik ungluecke, die alten geniessen ihre pension.
    3 9 Melden
  • ghawdex 17.10.2017 14:25
    Highlight Der "Vorfall" von einem weiteren Standort am Boden und vom Tower aus

    10 1 Melden
  • Chrigu BE 17.10.2017 11:22
    Highlight Eindrucksvolles Zeichen vom Airport Miami.
    Die "Fliegergesellschaft" fühlt sich offensichtlich zusammengehörig.
    58 0 Melden
  • amore 17.10.2017 11:13
    Highlight Schön, dass es noch Piloten gibt, die neben dem streng reglementierten Fliegen Kreatives einlegen. Kam ich doch mal von Mailand nach Zürich mit SWISS zu einem schönen Alpenflug. Da um die Mittagszeit der Anflug in ZRH sehr dicht ist und die meisten Warteschlaufen über dem Baselbiet fliegen müssen, beantragte der Pilot bei der ATC kurz vor Airolo, den offiziellen direkten Flugweg zu verlassen, um links weg über die Walliser und Berner Alpen zu fliegen. Fazit: Eine wunderbare Abwechslung für die PAX, danach keine Warteschlaufen, kein Mehrverbrauch von Sprit. Einfach genial.
    74 2 Melden
    • 7immi 17.10.2017 23:25
      Highlight kreativ waren die piloten der swiss, die piloten der airberlin waren zu wenig kreativ und haben wichtige regeln im platzverkehr gebrochen. mit ein bisschen kreativität hätte man das fast gleiche manöver ohne risiko und regelbruch hingekriegt: low-pass anfragen und gut ist. an vielen gesetzen und abläufen in der luftfahrt klebt blut, die sollte man nicht einfach so brechen oder ignorieren...
      1 0 Melden
  • Don Quijote 17.10.2017 10:47
    Highlight Kein Problem, Merkel zahlt ja die Extrakosten für Treibstoff ;-)
    9 59 Melden
    • Blutgrätscher 17.10.2017 11:37
      Highlight Das hat grad in etwa so viel sinn gemacht wie "thanks obama!" zu sagen, weil du den Bus verpasst hast
      65 2 Melden
    • Don Quijote 17.10.2017 14:37
      Highlight Wer mich kennt, der hätte gemerkt, dass das nur ein bisschen Ironie war. Jänu, jetzt hab ich halt eine schlechte Blitz/Herz-Ratio bekommen. :-) Wäre auf alle Fälle gerne drin gesessen bei dieser Extrarunde.
      12 3 Melden
    • welefant 17.10.2017 15:30
      Highlight Bekommst trotzdem eine rose!
      7 1 Melden
  • Hardy18 17.10.2017 10:28
    Highlight Das ist doch mal eine Verabschiedung.
    32 0 Melden
  • Tobias K. 17.10.2017 10:09
    Highlight Reiner PR-Gag zum Abschied. So ein Manöver wäre gar nicht möglich ohne die Zustimmung der Flugsicherung. Auch die Aufnahme deutet klar darauf hin, dass die Mitarbeiterin auf diesen Flug gewartet hatte, um die Ehrenrunde zu filmen. Aber sicher mal eine Abwechslung.
    30 8 Melden
    • 's all good, man! 17.10.2017 12:06
      Highlight Denke auch, dass das abgesprochen war. «Dass es sich um eine Ehrenrunde gehandelt habe, wollte er aber nicht weiter kommentieren.» (Sprecher Air Berlin), sagt ja auch schon einiges. Das würde doch nie und nimmer toleriert werden, wenn ein Pilot das einfach so aus Jux von sich aus machen würde.

      Die Flughafenmitarbeiterin muss nicht zwingend eingeweiht gewesen sein und könnte ja auch nur deshalb gefilmt haben, weil sie wusste, dass der letzte Flug aus MIA im Landeanflug ist und einfach dieses Ereignis als solches festhalten wollte.
      28 0 Melden
    • rauchzeichen 17.10.2017 14:48
      Highlight ja der pilot hätte bei eigenmächtigem handeln seinen job verloren. moment mal... kann es sein dass ihn das nicht mehr interessiert?
      17 0 Melden
    • Tobias K. 17.10.2017 15:01
      Highlight Rauchzeichen: Muss ja nicht sein, dass der Pilot seine Stelle verliert. Kann ja auch sein, dass er bei Mutti Lufthansa weiterfliegen kann.
      3 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nuka Cola 17.10.2017 10:05
    Highlight Das mit den Wasserfontänen finde ich jetzt persönlich kritischer als die Ehrenrunde, denn es gab schon einige (relativ) flieger, die wegen Eisbildung in wichtigen Ausseninstrumenten kritische Probleme bekamen.
    4 52 Melden
    • Füttert die Tauben! 17.10.2017 11:39
      Highlight Von Miami aus? Glaube dort sollte es genug warm sein.
      39 4 Melden
    • fcsg 17.10.2017 11:44
      Highlight Wenn das kritsich wäre, müsste bei Regen der Flugbetrieb eingestellt werden. Vereisung kann tatsächlich ein Problem sein, aber nicht am Boden bei sommerlichen Temperaturen, sondern durch Eiskristalle in den Wolken. Das führt aber äusserst selten zu Problemen, da die wichtigsten Instrumente so gebaut werden, dass es zu keiner Vereisung kommt.
      43 2 Melden
    • Nuka Cola 17.10.2017 16:57
      Highlight @philip,eventuell ist es dir nicht unbedingt bekannt, aber dort oben wo Flugzeuge fliegrn ist arschkalt.

      @fscg, vorne beim "Flugi" hats kleine Flügelie, wenn bei den runden Gummilippen dort wasser rein kommt, kann es sein, dass diese nicht mehr korrekt funktionieren, und daher dem Autopiloten falsche Werte liefern. - Ein sehr guter bekannter von mir welcher in der Ausbildung zum Linienpilot (im AGS-Raum) ist, hat auch schon erzählt, dass er dann auch für einen Menschen sehr stressig ist, richtig festzustellen, welches Gerät denn nun defekt ist.
      4 3 Melden
  • bcZcity 17.10.2017 09:03
    Highlight Ist ja verständlich wenn ein Pilot seinen Spass haben und ein wenig "Maverick" spielen möchte. Aber bitte nicht mit Passagieren an Bord!!
    17 129 Melden
    • 90er 17.10.2017 09:44
      Highlight Wo liegt das Problem? Solange er vorher die Passagiere über seine Ehrenrunde informiert hat, sehe ich darin kein Problem ;)
      107 4 Melden
    • helmut 17.10.2017 09:57
      Highlight Ist ja wie zum Einparken ansetzten und dann doch weiterfahren. Auch nicht gefährlicher als sonst.
      27 0 Melden
    • ch ch ch 17.10.2017 10:05
      Highlight So wie es aussieht, ist er die übliche Route geflogen wie wenn man einen „Go Around“ machen müsste. Somit sehe ich da auch kein Problem...
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