Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Heimatschutz vs. Entwicklung

«Geradezu groteske» Petition für Berggebiete lanciert

Eine Koalition aus Berggebiets- und Wirtschaftsverbänden warnt vor «einseitigem Landschaftsschutz» in den Berggebieten. Die Bergbevölkerung habe genauso wie die urbane Bevölkerung ein Recht auf wirtschaftliche Entwicklung, heisst es der lancierten Petition.

Hinter der Petition stehen unter anderem die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete und der Bergführerverband, aber auch der Baumeister- sowie der Gewerbeverband.

Widerspruch kommt von der Umweltschutzorganisation Mountain Wilderness. Sie bezeichnet es in einer Stellungnahme als «geradezu grotesk», dass der Naturschutz als Grund für die Abwanderung aus den Tälern dargestellt wird. Vielmehr bringe der Umweltschutz Vorteile für die Bergregionen: Die «einzigartige Gebirgslandschaft» sei das grösste Kapital für den Tourismus, schreibt die Organisation.

In der am Donnerstag lancierten Petition heisst es, es sei wichtig, die Wettbewerbsfähigkeit der Bergbevölkerung zu stärken und die Arbeitsplätze in den ländlichen Regionen und Berggebieten zu erhalten und auszubauen. Dazu gehöre auch eine ausreichende Ausstattung mit Infrastrukturen wie etwa Verkehrserschliessungen und Glasfasernetze.

Mit der Petition wollen die Verbände nach eigenen Angaben Öffentlichkeit, Politiker und Behörden für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Arbeitsplätze im ländlichen Raum und in den alpinen Tourismuszentren sensibilisieren. (tvr/sda)



Abonniere unseren Newsletter

Themen
0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Warum die Frage «Wer bin ich?» zur wichtigsten Frage der Gegenwart geworden ist

Identität ist relevanter geworden als Klassenzugehörigkeit. Die Identitätspolitik führt in eine illusionäre Multi-Kulti-Gesellschaft oder zu einem neuen Faschismus. Das zeigt Francis Fukuyama in seinem neuesten Buch «Identity» auf.

Wer sich in den vergangenen 50 Jahren mit Sozialwissenschaften beschäftigt hat, stiess früher oder später unweigerlich auf die Bedürfnispyramide des Psychologen Abraham Maslow. Es handelt sich dabei um eine wissenschaftlich verbrämte Version des berühmten Spruchs des Schriftstellers Bertolt Brecht: «Das Fressen kommt vor der Moral».

Bei Maslow befriedigt der Mensch zunächst seine elementaren Bedürfnisse wie Essen und Schlafen, dann folgen Sicherheit und soziale und individuelle Bedürfnisse. …

Artikel lesen
Link to Article