Wirtschaft

Sanktionen des Westens zeigen Wirkung: Die Vermögen der reichsten Russen schmelzen dahin

Die Sanktionen des Westens gegen Russland, der Fall des Rubel und der Sturz der Aktien an der Moskauer Börse haben das Vermögen der russischen Oligarchen schrumpfen lassen. 

16.04.15, 16:49

Das Gesamtvermögen der 200 reichsten Geschäftsleute schrumpfte letztes Jahr um 15 Prozent. Das entsprach einem Rückgang von 481 auf 408 Mrd. US-Dollar, wie die US-Zeitschrift «Forbes» ermittelt hat. Sie veröffentlichte die Zahlen am Donnerstag auf ihrer russischen Internetseite. Gemäss den Angaben ging die Zahl der Milliardäre in Russland um 111 auf 88 zurück.

Einige von ihnen, der Regierung nahestehende Oligarchen, seien direkt von den Sanktionen betroffen. Unter ihnen ist laut «Forbes» zum Beispiel der an Banken und am Energiesektor beteiligte Gennadi Timtschenko, dessen Vermögen um 4,6 Milliarden auf 10,7 Mrd. Dollar zusammenschmolzen sein soll.

Bauunternehmer Arkadi Rotenberg soll 2,6 Mrd. Dollar eingebüsst haben. Der an Banken beteiligte Juri Kowaltschuk schliesslich soll über 750 Mio. Dollar Vermögen weniger verfügt haben als im vergangenen Jahr.

Der reichste Russe konnte sein Vermögen steigern

Es gibt aber auch Geschäftsleute, die trotz der schwierigen Lage im vergangenen Jahr ihr Vermögen noch mehrten. Dazu gehört laut «Forbes» der ehemalige Vize-Regierungschef Wladimir Potanin. Dieser Grossaktionär des Rohstoffkonzerns Norilsk Nickel steigerte sein Vermögen um 2,8 Mrd. auf 15,4 Mrd Dollar steigerte.

Damit steht er auf Platz eins auf der Liste der reichsten Russen. Ihm folgt Michail Fridman, der sein Geld in Banken, im Telekommunikationssektor und im Einzelhandel verdient und dessen Vermögen im vergangenen Jahr um 3 Mrd. Dollar schrumpfte.

Auch der ehemals reichste Russe, Alischer Usmanow, verlor 4,2 Mrd. Dollar, und gleich erging es Viktor Vekselberg, der 3 Mrd. Dollar einbüsste. Auf Platz fünf der «Forbes»-Liste rückte Alexej Mordaschow auf, der sein Vermögen im vergangenen Jahr um 2,5 Milliarden auf 13 Mrd. Dollar mehrte. (whr/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • David Müller 16.04.2015 21:10
    Highlight Vermögen verschwinden nicht. Gazprom bleibt Gazprom und Rosneft bleibt Rosneft. Einzig der Geldwert und somit auch Aktienwert kann sich vermindern.
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    • Gelöschter Benutzer 17.04.2015 14:29
      Highlight Und die konzerne werden staerker als zuvor aus der krise kommen.
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  • Gelöschter Benutzer 16.04.2015 17:53
    Highlight peanuts bzw. was kuemmerts mich ob ich im moment 120 oder nur 90 papiermilliarden habe.

    Aber habt ihr euch schon mal gefragt was alls die gewoehnliche bauern, arbeiter und klein/mittelbetriebe die ihre produkte nicht mehr exportieren koennen und auf ihren investitionsschulden sitzen waehrend die ruestungsindustrie kraeftig expandiert und ihre regierungen die betroffenen banken retten.

    Kein embargo hat je diejenigen getroffen welche wirklich etwas veraendern koennten. Die politiker schuettels vor lachen ab der dummheit der befuerworter.
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    • cassio77 16.04.2015 19:55
      Highlight zzyyxx hat vollkommen recht. diese dümmlichen massnahmen treffen immer die schwächsten am härtesten, aber wer interessiert sich schon für diese?
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    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 16.04.2015 20:37
      Highlight Das ist Kalkül.
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    • Gelöschter Benutzer 17.04.2015 14:27
      Highlight immerhin 6 blitze..........;)

      .......uebrigens
      Das nahrungsmittel-embargo betrifft bis anhin europäische exporte im wert von rund 12 milliarden EUR
      (Statistikbehörde Eurostat)


      Auch wenn der euro immer weniger wert ist, ist das eine stolze summe. die durch den "kleinen mann" getragen wird.


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