Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Andreas Meyer, CEO SBB, spricht anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz der SBB AG am Dienstag, 25. Maerz 2014 im Bahnhof in Zuerich. Die SBB hat im vergangenen Jahr erstmals ueber eine Million Passagiere pro Tag befoerdert. Trotzdem sank der Gewinn um 43,6 Prozent auf 238,2 Millionen Franken. Die Gruende sind hoehere Trassenpreise und zusaetzliche Unterhaltsarbeiten bei der Infrastruktur. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

An fünf Millionen kommt Meyer nicht ran. Bild: KEYSTONE

Kaderlöhne

SBB-Chef Meyer: Nur noch knapp 950'000 Franken Lohn – bleibt weiterhin Spitzenverdiener

SBB-Chef Andreas Meyer schwingt im Vergleich der bundesnahen Unternehmen lohnmässig weiterhin obenaus: Meyer verdiente im vergangenen Jahr allerdings weniger als im Jahr davor.

25.06.14, 15:33

Der Lohn des 53-jährigen Meyer betrug im vergangenen Jahr 943'698 Franken. 2012 hatte er rund 90'000 Franken mehr und damit über 1 Million Franken kassiert.

Andreas Meyer, CEO SBB, spricht anlaesslich der Bilanzmedienkonferenz der SBB AG am Dienstag, 25. Maerz 2014 im Bahnhof in Zuerich. Die SBB hat im vergangenen Jahr erstmals ueber eine Million Passagiere pro Tag befoerdert. Trotzdem sank der Gewinn um 43,6 Prozent auf 238,2 Millionen Franken. Die Gruende sind hoehere Trassenpreise und zusaetzliche Unterhaltsarbeiten bei der Infrastruktur. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Im Kaderlohnbericht, den der Bundesrat gutgeheissen hat, wird der tiefere Lohn von Meyer mit der «tieferen Konzernzielerreichung» begründet. Die Regierung hatte sich im März nur teilweise zufrieden gezeigt mit der Leistung der SBB. Bei der Pünktlichkeit der Züge und bei der Kundenzufriedenheit stellte der Bundesrat einen «leichten Rückgang auf hohem Niveau» fest.

Der tiefere Lohn von Meyer ist denn auch auf einen Rückgang bei den variablen Leistungskomponenten, Erfolgsanteilen und Bonifikationen zurückzuführen. Der fixe Lohnanteil des SBB-Chefs lag mit 580'000 Franken hingegen leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Zweiter Platz: Post-Chefin Ruoff

Susanne Ruoff, Konzernleiterin Schweizerische Post, waehrend der Bilanzmedienkonfernz der Schweizerischen Post am Donnerstag, 13. Maerz 2014, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Post-Chefin Susanne Ruoff. Bild: KEYSTONE

Meyer ist aber weiterhin das bestverdienende Kadermitglied bei den bundesnahen Betrieben. Die Konzernleiterin der Post, Susanne Ruoff, verdiente im vergangenen Jahr 766'732 Franken.

Ein Vergleich mit dem Jahr 2012 ist nicht möglich, weil der Lohn für den Vorsitzenden der Konzernleitung wegen der Stabsübergabe von Jürg Bucher an Ruoff damals eine Periode von 15 Monaten umfasste. Ruoffs Lohn lag 2013 aber deutlich unter jenem ihres Vorgängers im Jahr 2011: Bucher hatte damals rund 920'000 Franken verdient.

Mehr Lohn bekam im vergangenen Jahr der Geschäftsführer des Rüstungs- und Technologiekonzerns RUAG. Für Urs Breitmeier, der sein Amt am 1. April 2013 antrat, sowie dessen Vorgänger sprangen insgesamt 845'651 Franken heraus. Im Jahr davor waren es noch 754'400 Franken gewesen.

Leicht gestiegen ist im vergangenen Jahr auch der Lohn von SUVA-Geschäftsleiter Ulrich Fricker. Er verdiente 627'642 Franken. Unverändert geblieben ist mit 542'800 Franken der Lohn für den inzwischen abgetretenen FINMA-Direktor Patrick Raaflaub.

SRG-Chef Roger de Weck verdiente weniger

Roger de Weck, directeur general de la SSR, parle lors d'une conference de presse de La Radio Television Suisse, RTS, sur la presentation d'un mois thematique consacre a la Suisse ce lundi 7 octobre 2013 a Lausanne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Roger de Weck. Bild: KEYSTONE

Der Lohn von SRG-Generaldirektor Roger de Weck lag ihm Jahr 2013 bei 491'670 Franken – rund 18'000 Franken weniger als im Jahr davor. Der Rückgang ist gemäss Kaderlohnreporting darauf zurückzuführen, dass die Leistungskomponente nur teilweise ausbezahlt worden sei.

Noch keine Erwähnung im diesjährigen Lohnbericht des Bundesrates fand die Vertretung der Frauen und Landessprachen in den Verwaltungsräten der bundesnahen Betriebe. Dies wird sich ändern: Seit Anfang 2014 gelten die Zielquoten der Regierung, die bis 2020 erreicht sein sollen.

Der Bundesrat hat eine Zielquote von 30 Prozent für beide Geschlechter festgelegt. Ausserdem sollen sich die Verwaltungsräte idealerweise zu 65,5 Prozent aus Deutschsprachigen, zu 22,8 Prozent aus Französischsprachigen, zu 8,4 Prozent aus Italienischsprachigen sowie zu 0,6 Prozent aus Rätoromanen zusammensetzen. (pma/sda)



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Sein Programm revolutioniert unser Essverhalten – das ist Manuel Klarmann

Isst man einen Teller Pasta mit Pistazien-Pesto statt eines Schweinsplätzlis verursacht das sechs Mal weniger Kohlendioxid. Solche konkreten Tipps liefert das ETH-Spin-Off Eaternity an Köche auf Knopfdruck. CEO Manuel Klarmann berechnet CO2-Bilanzen von Lebensmitteln und kompletten Menüs.

... Manuel Klarmann, 34, CEO des ETH-Spin-Offs Eaternity. Das Zürcher Jungunternehmen stellt Köchen auf Knopfdruck Tools zur Verfügung, mit welchen sie negative Umweltauswirkungen ihrer Restaurants aufspüren und reduzieren können. 

... ursprünglich aus Deutschland, studierte aber an der ETH und der Universität Zürich Mathematik und Computation. An der ETH legte Klarmann mit seiner Lebenspartnerin Judith Ellens 2008 auch das Fundament für Eaternity, ein Start-up, das für mehr …

Artikel lesen