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CEO of Swiss Stadler Rail Peter Spuhler stands in front of a driver's cabin as he talks to journalists during a media event at a Stadler Rail plant in the northeastern Swiss village of Altenrhein April 15, 2014. Stadler Rail celebrated the start of the production of 25 double-deck trains ordered by Russian railway operator Aeroexpress for interurban rail lines between Moscow and its international airports Sheremetyevo, Vnukovo and Domodedovo. REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND - Tags: TRANSPORT BUSINESS)

Peter Spuhler hat mit seiner Stadler Rail die Nase vorn. Bild: Reuters

Riesenauftrag

SBB vergibt Milliarden-Auftrag an Spuhlers Stadler Rail

Gute Nachrichten für den Thurgauer Zugbauer: Die SBB kauft 29 neue, internationale Züge für den Nord-Süd-Verkehr von Stadler Rail. Das Auftragsvolumen beträgt knapp eine Milliarde Franken.

09.05.14, 11:44 09.05.14, 13:56

«Der Entscheid fiel klar aus, Stadler Rail hat die Vergabekriterien mit deutlichem Vorsprung am besten erfüllt und uns einen sehr kundenfreundlichen Zug offeriert», wird SBB-Chef Andreas Meyer in einer Mitteilung vom Freitag zitiert. Neben dem Kauf der 29 Züge sichert sich die SBB vertraglich auch eine Option für bis zu 92 weitere Züge. 

Die Eurocity-Züge sollen schrittweise ab 2019 eingesetzt werden und zuerst zwischen Basel/Zürich und Mailand verkehren. Sie fahren bis zu 250 Stundenkilometer schnell und verfügen über jeweils 800 Sitzplätze. Die neuen Züge ersetzen langfristig die Neigezüge des Typs ICN und ETR 610. Für die Übergangszeit bis Ende 2019 hat die SBB zusätzlich acht Neigezüge bestellt.

Bild: STADLER RAIL GROUP

Alstom und Talgo unterliegen

Stadler Rail spricht von einem «wichtigen Meilenstein». «Wir sind sehr stolz, dass wir die hohen Anforderungen des Fahrzeugpflichtenhefts mit unserem Konzept optimal erfüllen konnten», wird Konzernchef Peter Spuhler in der Mitteilung zitiert. Nach Angaben von Stadler Rail handelt es sich um den ersten einstöckigen Niederflur-Hochgeschwindigkeitszug.

Die SBB hatte den Auftrag im April 2012 ausgeschrieben. Neben Stadler Rail haben auch Alstom und Talgo eine Offerte eingereicht. Laut Mitteilung überzeugte das Angebot von Stadler Rail vor allem durch seine hohe Gesamtwirtschaftlichkeit und Innovation. Die Züge werden im Bussnang TG gefertigt. Der Kaufvertrag wird voraussichtlich Anfang Juni unterzeichnet. (whr/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • thierry_haas 09.05.2014 17:31
    Highlight Bravo, somit bleibt das Geld im Land, die Qualität wird top sein und so langsam haben wir mit Stadler Rail einen Hersteller der auch auf dem internationalen Markt selbstbewusst auftreten kann. Weiter so Herr Spuhler!
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  • mauchmark 09.05.2014 13:06
    Highlight Aus aktuellem Anlass... ;-)
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    • khargor 09.05.2014 13:57
      Highlight Du bist exakt 3 Monate zu spät :)
      1 0 Melden
  • sewi 09.05.2014 12:29
    Highlight Bravo Schengen Spuhler....hoffentlich dürfen auch ein paar Einheimische daran arbeiten.....
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