Wirtschaft
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SOZIALPOLITIK

Diese sechs Zahlen sollten Sie kennen, wenn Sie über die Mindestlohninitiative abstimmen

Die Gewerkschaften haben ihre Initiative zur Einführung eines Mindestlohnes lanciert. Am 18. Mai stimmen wir darüber ab. 

4000 Franken pro Monat

Soviel soll jede oder jeder Erwerbstätige in der Schweiz verdienen, wenn wir der Mindestlohninitiative der Gewerkschaften zustimmen. Das entspricht einem Stundenlohn von 22 Franken.

329 000 Erwerbstätige

verdienen heute weniger als den vorgesehenen Mindestlohn. Das entspricht 250'000 Vollzeitstellen oder 9 Prozent aller Erwerbstätigen.

1560 Millionen Franken

So hoch belaufen sich die gesamtwirtschaftlichen Kosten, wenn die Initiative angenommen wird. Sie setzen sich zusammen aus 1 399 Millionen Franken direkten Lohnkosten und 161 Millionen Franken Sozialbeiträgen der Arbeitgeber.

Umfrage

Werden Sie der Initiative zur Einführung eines Mindestlohnes zustimmen?

394 Votes zu: Werden Sie der Initiative zur Einführung eines Mindestlohnes zustimmen?

  • 45%Ja
  • 50%Nein
  • 5%Ich enthalte mich

260 Millionen Franken

Wird der Betrag von rund 1,6 Milliarden Franken auf sechs Runden verteilt, dann belaufen sich die Kosten pro Jahr auf diesen Betrag. 

460 Franken pro Monat

So viel beträgt die durchschnittliche Lohnerhöhung für diejenigen, deren Lohn unter dem Mindesteinkommen liegt. Auf sechs Runden verteilt ergibt dies durchschnittlich 77 Franken pro Monat.

570 Millionen Franken

So viel sparen Bund, Kantone und Gemeinden, wenn die Mindestlohninitiative angenommen wird. Das teilt sich wie folgt auf: 296 Millionen Franken weniger Sozialbeiträge, 173 Millionen Franken mehr Steuereinnahmen und 100 Millionen Franken weniger Sozialhilfe.

Zusammenstellung: (pl)
Quelle: Beat Baumann, Ökonom Unia: «Der finanzielle Anpassungsbedarf bei der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohnes»  



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    Alle Leser-Kommentare
  • mope 01.03.2014 16:48
    Highlight Highlight Ich denke, dieser Mindestlohn ist iO, wenn...ja, wenn!...dieser zulasten der Abzocker in gewissen Teppichetagen geht. Tut er das nicht...selbstverständlich tut er das nicht...geht es zulasten der Unternehmen, welche dies in aller Regel nicht verkraften können. Ist das Ziel, eine neue Stelle zu mindestens! 22 Franken zu suchen, weil der bisherige Arbeitgeber Konkurs anmelden muss?
    1 1 Melden
  • Wolfsblut_2 27.02.2014 22:45
    Highlight Highlight Typischerweise arbeiten in vielen Tieflohnbranchen vor allem Frauen – oder sogenannte Fremdarbeiter. Beide werden als weniger wert eingestuft und die Arbeit von Frauen einfach als Zusatz- oder Nebenverdienst betrachtet. Instinktiv ist das noch immer so, obwohl der Verstand das vehement bestreitet und das urige Bauchgefühl durch logisch klingende und mit Zahlen und Drohungen unterlegte Argumente übertüncht wird.
    Doch egal, ob Mann oder Frau: Businesspläne, deren Gewinn auf Löhnen basiert, die kein Auskommen erlauben, sind eine Sauerei.
    3 2 Melden
  • papparazzi 27.02.2014 17:42
    Highlight Highlight Also ich finde,wirkliche Solidarität äussert sich immer auch in einem fairen Salair. ut (dp)
    4 0 Melden
  • Cyrill Schöni 27.02.2014 17:02
    Highlight Highlight Obwohl ich gegen jeden Mindestlohn bin, ist dieser Mindestlohn einfach viel zu hoch. Der Lohn welcher heute die Produktivität wiederspiegelt, ist viel tiefer als diese CHF 22.- wenn nun dieser Mindestlohn kommen würde, wäre Arbeitslosigkeit garantiert. Und ja ich hab lieber einen tieferen Lohn als gar keinen!
    5 6 Melden
    • klugundweise 27.02.2014 18:03
      Highlight Highlight Sie sind also der Meinung, Löhne weit unter 22.- Franken sind ok, wer damit nicht zurecht kommt geht aufs Sozialamt?
      Übrigens: die Produktivität stieg in der Schweiz wesentlich stärker an als die Lohnerhöhungen. Betreffend Verlust von Arbeitsplätzen: sehen Sie unten.
      4 2 Melden
    • Cyrill Schöni 27.02.2014 19:17
      Highlight Highlight Ich bin der Meinung, dass einen Lohn Marktgerecht bezahlt werden soll. Jede Marktintervention geht früher oder später schief, davon bin ich überzeugt. Wir sprechen hier von kleinen Unternehmen die Leute zu diesen Preisen anstellen weil sie müssen. Nur weil es einen Mindestlohn gibt, steigt der Umsatz der Unternehmung noch lange nicht, das ist absurd. Also werden Arbeitsplätze vernichtet, was hoffentlich niemand will.
      2 2 Melden
    • goschi 27.02.2014 19:53
      Highlight Highlight Ich habe schon divers Arbeiten gemacht, die schlicht nicht 22.-/Std wert waren.
      Das ist unabhängig davon, dass jeder von seiner Arbeit leben können soll, es ist einfach nicht praktikabel diese dann doch recht hohe Grenze generell für alle und überall einzuführen.
      3 2 Melden
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  • klugundweise 27.02.2014 17:00
    Highlight Highlight Wer 100% arbeitet soll genug zum Leben haben und nicht auf von Steuerzahler finanzierte Sozialleistungen angewiesen sein.
    Mit einem Mindestlohn gehen KEINE Arbeitsplätze verloren:
    - mehr Lohn = mehr Konsum = zusätzliche Arbeitsplätze
    - genügend Lohn = keine Nebenjob nötig = freie Arbeitsplätze
    - Hungerlöhne werden vorallem im Dienstleistungsbereich bezahlt, diese
    Jobs können nicht ins Ausland verlegt werden.
    Beispiel: der reichste Europäer (Besitzer der Modekette Zara) zahlt seinen Verkäuferinnen Hungerlöhne, zügelt selber Riesengewinne ab und wir zahlen über die Steuern sein Personal mit!
    7 6 Melden
  • goschi 27.02.2014 16:00
    Highlight Highlight Einige hier begehen den fatalen Fehler und glauben, dass es primär die bösen Banker seien, die die tiefen Löhne verursachen, Tatsache ist, dass es aber oft kleine Unternehmen sind die solche Löhne zahlen, weil schlicht nicht mehr drin liegt.
    Das Coiffeurstudio kann nicht einfach plötzlich mehr zahlen, denn der Chef ist da idR auch kein Millionär, der Blumenladen kann auch nicht plötzlich mehr zahlen und auch sonst bei vielen KMU ist schlicht nicht mehr da.

    Zu den bösen "Tradern, Bankern, Spekulanten" die ihr schon für derart verkommen und böse haltet, aber dann geht ihr in einer innigen Naivität davon aus, dass diese achso gierigen Menschen plötzlich zu Gunsten einiger Niedrigverdiener auf ihren Gewinn verzichten?
    Eure Argumentation hat hier eine klitzekleine Lücke.

    Und dann schön brav ins Ausland einkaufen gehen, weil ja in der Schweiz alles zu teuer ist, man will der Verkäuferin ja dann doch nicht den höheren Lohn finanzieren...
    8 4 Melden
    • mak 27.02.2014 19:25
      Highlight Highlight kurz zu den Coiffeurstudios:
      Ich gehe davon aus dass es allen etwa gleich gut bzw. schlecht geht, das heisst dass allen z.B. 10% Gesamteinnahmen fehlen.

      Da bleibt allen Studios ja nur eine Möglichkeit, die Preise zu erhöhen und weil dies alle machen wird einfach diese Dienstleistung ein wenig aufgewertet.

      Unter dem Strich wäre doch dies fairer da nicht der Steuerzahler, über die Sozialleistungen, den Rest zahlen müsste sondern sie sich selber finanzieren könnten.

      Oder versteh ich das falsch?
      1 3 Melden
    • goschi 27.02.2014 20:32
      Highlight Highlight Nicht alle Firmen können die Preise einfach erhöhen, weil sie auch im Wettbewerb stehen.
      Ich nenne mal als Beispiel die graphische Branche, Druck, Verpackung und Buchbinderei, die Löhne dort haben seit Jahren am stagniert und sind von ehemals gut zu eher mau gewandert.
      Die Branche ist auch auf eine ziemlich grosse Anzahl an Hilfsarbeitern angewiesen, die mehrheitlich keine 4'000.-/Monat erhalten, mehr bezahlen liegt aber schlicht nicht drin, da die Branche im europäischen Konkurenzkampf liegt und eine Rendite von unter 5% aufweist, da wird also auch kein böser Manager reich damit (im Gegenteil, meist werden die Besitzer aktuell nur arm damit).
      Man kann schlicht davon ausgehen, dass bei Annahme der Inititive noch mehr Firmen dieser eh schon darbenden Branche schliessen werden.

      Und ähnliche Beispiele gibt es zuhauf, wenn man sich einfach einmal von den sehr oft schlicht weltfremden Illusionen der idealistischen Initianten entfernt.
      2 1 Melden
    • klugundweise 27.02.2014 23:13
      Highlight Highlight Für die grafische Industrie gibt es längst einen Gesamtarbeitsvertrag mit Mindestlöhnen, die im Schnitt bereits heute deutlich über Fr. 4000.- liegen.
      Wo liegt das Problem? Etwas mehr Selbstwertgefühl bei der Einschätzung der eigenen Leistung könnte nicht schaden!
      0 1 Melden
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  • Raphael Bühlmann 27.02.2014 15:38
    Highlight Highlight Das Bedingungslose Grundeinkommen wird die viel radikalere, wirksamere und wichtigere gesellschaftliche Veränderung bringen. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich beim Mindestlohn stimmen soll, am Schluss würde eine Annahme die Einführung des BGE nochmal erschweren.
    6 4 Melden
    • Raphael Bühlmann 27.02.2014 19:58
      Highlight Highlight Es gibt bei jeden System Missbrauch. Das alleine ist kein genügendes Argument gegen das BGE. Ausserdem behaupte ich, dass mehr gearbeitet und der Gesellschaft beigetragen wird, wenn das BGE eingeführt wird, weil dann jeder tun kann, was er/sie kann und will und der Zwang der Arbeit für ein Einkommen wegfällt.
      0 2 Melden
    • goschi 27.02.2014 20:33
      Highlight Highlight ergo landen wir in einer komplett unproduktiven Nicht-Wirtschaft?
      0 2 Melden
    • Raphael Bühlmann 27.02.2014 23:00
      Highlight Highlight Ganz im Gegenteil. Gerade die Kreativität wird ja dadurch gefördert. Wir müssen einsehen, dass wir einen unglaublichen technologischen Fortschritt erleben, durch den viele, wenn nicht die meisten Jobs überflüssig werden. Davor müssen wir keine Angst haben. Unsere Arbeit wird schon in nicht zu ferner Zukunft anders aussehen. Die Menschen sind tatsächlich in ihrer Natur nicht faul, sondern wollen arbeiten, wollen sich engagieren und etwas beitragen. "Thinking outside the box" ist das Gebot der Stunde.
      0 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • elivi 27.02.2014 12:52
    Highlight Highlight ok das sieht so aus dass man davon ausgeht das die jetztigen Stellen so erhalten werden. Ich bin mir zielich sicher falls es angenommen wird benutzen die Unternehmungen ein work-arround. Kann sein das ein nun die arbeit von zwei machen muss nach dem prinzip mehr lohn mehr arbeit. Oder man stellt 'on-call' an anstatt fest, oder macht daraus ein praktikum oder oder oder. Ob es wirklich die Armut bekämpft ist fraglich, könnte man nicht ein kompromis machen für die unter 4000 muss man eine Ausbildung/Weiterbildung unterstützen damit die eben nicht mehr 'ungelehrte' sonder gelehrt sind für den Job und daher auch über die 4000 kommen können.
    6 0 Melden
  • Oki 27.02.2014 12:45
    Highlight Highlight Und wer bezahlt denn diese 1 560 000 000 Franken? Die Mehrkosten werden also auf die Produkte umgewälzt und jeder Schweizer Haushalt bezahlt dann jährlich 700 Franken mehr? Hier fehlen noch ein paar Zahlen.
    7 1 Melden
    • Franz-Dominik Imhof 27.02.2014 15:04
      Highlight Highlight Die Mehrkosten werden auf die exorbitanten Kapitalgewinne umgewälzt. Die Superkapitalisten haben etwas weniger im Steuerfreien Kässeli. Durch den Stimulus (niedrige Einkommen gegeben ihren Lohn zu einem höheren Prozentsatz aus als Supperreiche) wird zudem ein Teil der Kosten durch Wachstum wieder reingeholt.
      5 3 Melden
    • Kza 27.02.2014 15:18
      Highlight Highlight Höhere Löhne bedeuten auch mehr Kaufkraft. Einen grossen Teil "bezahlen" also die Direktbetroffenen gleich selber, weil sie durch den höheren Lohn auch mehr Geld ausgeben können.
      5 4 Melden
  • Wolfsblut_2 27.02.2014 12:44
    Highlight Highlight Sind die 1560 Millionen Franken Lohnkosten die Summe der Gesamtlohnkosten oder die Differenz zwischen der jetzt anfallenden Lohnkosten unter Mindestlohn und der möglichen zukünftigen?
    2 0 Melden
    • Antonios Tsianakas 27.02.2014 13:45
      Highlight Highlight Kurz gerechnet, dürfte dass wirklich nur die Differenz sein. Das Problem sehe ich aber ganz irgendwo anderes:

      Ich mache mit drei Freunden ein "Start up" auf. Müssen wir uns jetzt je 4000.- auszahlen, auch wenn wir nur mit 2500.- durchkommen würden?
      2 2 Melden
    • Franz-Dominik Imhof 27.02.2014 15:07
      Highlight Highlight Nein. Absatz 3 der Initiative ermöglich für besondere Arbeitsverhältnisse Ausnahmen. Geschäftsführende Gesellschafter einer KMU werden sicher dazu gehören.
      5 1 Melden

«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

60 Prozent der Tierarten sind in den letzten 50 Jahren verschwunden. Ist es also gerechtfertigt, von einem sechsten Massensterben zu sprechen? Ja, heute sterben 100 bis 1000 Mal mehr Arten aus als in vergangenen Zeiten. Das ist einmalig – und wir Menschen sind die Ursache. Der Living Planet Index des WWF untersucht die Populationstrends und zeigt so Veränderungen sehr früh an.

Ist dieses Massensterben nicht mehr aufzuhalten? Die kurze Antwort lautet: doch. Taucht man tiefer in die Daten ein, …

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