Wirtschaft

Schweiz-EU

Novartis-Produktion in der Schweiz bei Ende der Bilateralen gefährdet

03.08.14, 11:35

Bei einem Scheitern der bilateralen Verträge der Schweiz mit der EU als Folge des Ja zur Masseneinwanderungsinitiative wäre die Produktion von Novartis hierzulande in Gefahr. Die bilateralen Verträge seien «extrem wichtig», sagte Novartis-Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt.

«Wir produzieren viel in der Schweiz. Wenn für Exporte in die EU plötzlich zusätzliche Prüfungen nötig werden, müsste man sich überlegen, ob wir weiterhin in der Schweiz produzieren», sagte Reinhardt in einem Interview mit dem «SonntagsBlick»: «Ich hoffe, dass diese Situation nie eintritt.»

Auch die Personenfreizügigkeit mit der EU, die durch die Masseneinwanderungsinitiative in Frage gestellt ist, ist für Novartis wichtig: In den Basler Werken beschäftige der Pharmakonzern 11'300 Mitarbeiter aus über 100 Nationen, sagte Reinhardt. 30 Prozent seien Schweizer, 35 Prozent seien Grenzgänger und 35 Prozent stammten aus anderen Ländern.

«Wir sind stark auf ausländisches Personal angewiesen. Wenn wir nicht mehr im Ausland rekrutieren können, ist das ein Standortnachteil für Basel», sagte der Novartis-Präsident. (aeg/sda)

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wir stimmen ab!

Die EU und die Schweiz – ein schwieriges Verhältnis: Was hältst du von der Beziehung? Wir wollen deine Meinung wissen

Das Thema EU brennt den Schweizern unter den Nägeln. Das zeigt Eveline Widmer-Schlumpfs Aussage, dass sie bald eine EU-Abstimmung will. Doch konkret ist noch lange nichts. Hier kannst du schon mal sagen, wie du dir das Verhältnis zur EU vorstellst.

Die Nerven liegen blank: Am Montag hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga in Brüssel einen Korb von der EU bekommen: Das Personenfreizügigkeitsabkommen ist nicht verhandelbar, sagt die EU. Am Mittwoch forderte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf dann eine «rasche Abstimmung» in der Schweiz über die Beziehungen zur EU.

Doch, was soll das alles? Worüber sollen wir überhaupt abstimmen? Die Antwort bis jetzt lautet: Das weiss noch kein Mensch, die Politik muss sich zuerst finden. 

Klar ist …

Artikel lesen