Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

UBS erhöht Reingewinn im dritten Quartal – aber das Schweizer Geschäft leidet weiter

27.10.17, 06:53 27.10.17, 08:20


Die Grossbank UBS hat im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal einen Reingewinn von 0,9 Milliarden Franken geschrieben, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Schweizer Geschäft litt unter Negativzinsen und höheren Kosten.

Der Reingewinn wurde durch die Höherbewertung von latenten Steueransprüchen vor allem im US Wealth Management beeinträchtigt. Der Gewinn vor Steuern stieg im dritten Quartal mit 39 Prozent auf 1,2 Milliarden Franken deutlich, wie die UBS am Freitag mitteilte.

Das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft verbesserte sich in allen Ertragskategorien. Der operative Gewinn erhöhte sich von 504 Millionen Franken im Vorjahresquartal auf 587 Millionen Franken.

Das US-Vermögensverwaltungsgeschäft verzeichnete Nettogeldabflüsse von 2,3 Milliarden Dollar, weil bewusst weniger Vermögensverwalter (Broker) rekrutiert wurden. Der operative Gewinn sank um 5 Millionen auf 315 Millionen Franken im dritten Quartal.

Hoher Gewinn im Investmentbanking

Satt waren die Gewinne der Investmentbank. Der Vorsteuergewinn von Juli bis September betrug 269 Millionen Franken (Vorjahr 161 Millionen Franken). Hohe Einnahmen generierten Geschäfte mit Aktienderivaten. Die Marktvolatilität blieb weiter niedrig – was sich negativ auf das Geschäft auswirkte.

Das Schweizer Geschäft mit Privat-, Firmen- und institutionellen Kunden litt weiterhin unter den Negativzinsen. Wegen hohen Technologieausgaben stiegen zudem die Kosten. Der operative Gewinn sank von 453 Millionen Franken im Vorjahresquartal auf 411 Millionen Franken.

Wie die Bank weiter mitteilte, hatte sich die Situation bei den Risikopuffern wieder verbessert. Nachdem die harte Kernkapitalquote (CET1) im zweiten Quartal auf 13,5 Prozent schrumpfte, stieg sie per Ende September auf 13,7 Prozent.

«Wir erzielten gute Resultate in allen Unternehmensbereichen, mit Asien/Pazifik als einem wichtigen Treiber des profitablen Wachstums», kommentiert CEO Sergio Ermotti die Leistung.

Für das Gesamtjahr gab sich die UBS verhalten optimistisch: Geopolitische Spannungen stellten nach wie vor ein Risiko für die Anlegerstimmung dar. Zudem setzten tiefe und negative Zinsen, insbesondere in der Schweiz und der Eurozone, die Nettozinsmarge unter Druck, wobei die Normalisierung der US-Geldpolitik dies teilweise kompensieren könnte. (sda)

«Ein Steh-Lunch ist das ‹F*ck You› der Geschäftsessen»

Video: watson/Simon Balissat, Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

«Who is America?» – 7 Fakten über die neue Skandal-Show von Sacha Baron Cohen

Warum das chinesische Modell über den Westen siegen wird

Die 10 wichtigsten Fragen und Antworten zur WM 2022 in Katar

Hat die Queen gerade Trump getrollt? Diese Bloggerin ist davon absolut überzeugt

Ein kleiner Vorgeschmack, was uns bei der nächsten WM erwartet

So gross müsste ein Gebäude sein, um die gesamte (!) Menschheit zu beherbergen

Nach diesen 5 Dokus wirst auch du deine Ernährung hinterfragen

Wie mich Sekten mundtot machen wollten – und was ich daraus gelernt habe

«Nur no ä halbs Minipic»: Lara Stoll steckt für 127 Stunden mit dem Finger im Abfluss fest

Erkennst du alle Filme an nur einem Bild? Wer weniger als 7 hat, muss GZSZ* gucken!

8 Dinge, die purer Horror sind, wenn sie morgens vor deinem ersten Kaffee passieren

Bei welchen Fluglinien hast du gratis oder günstig WLAN? Der Preisvergleich zeigt's

Das sind die Tops und Flops der WM

Erste Verurteilungen nach Ausschreitungen in Paris

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Abweisende Vegetarier, skeptische Metzger – das Laborfleisch hat fast keine Freunde

Die Nachricht machte am Dienstagmorgen schnell die Runde. Die Coop Tochter Bell Food Group investiert in kultiviertes Rindfleisch. Mit rund 2.3 Millionen Franken beteiligt sich der Schweizer Fleischproduzent am holländischen Start-up Mosa Meat, das bereits seit Jahren am Fleisch tüftelt, das kein Leben auf dem Gewissen hat. Am Fleisch, das die ganze Branche auf den Kopf stellen könnte.

Der Schweizer Fleisch-Fachverband SFF winkt ab. «Wir sehen mittelfristig keine Bedrohung für die …

Artikel lesen