Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Umfrage der KOF zeigt

Unternehmen wollen Investitionen senken – wegen der Zuwanderungsinitiative

25.04.14, 10:51 25.04.14, 18:50

Die Annahme der Zuwanderungsinitiative drückt auf die Investitionsbereitschaft der Firmen. Eine Sonderumfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) zeigt, dass 2,6 Prozent der befragten Firmen ihre Investitionen bereits in diesem Jahr senken wollen. 

In den Folgejahren nimmt die Neigung für weitere Senkungen deutlich zu. 5,8 Prozent der Firmen wollen ihre Investitionen für 2015 zurückfahren, wie aus der am Freitag veröffentlichten Umfrage der KOF hervorgeht. Für 2016 sind es bereits 7,5 Prozent der befragten Unternehmen, die angeben, ihre Investitionen zu drosseln. 

«Die meisten von uns befragten Firmen warten ab, gehen von einem tieferen Wachstum aus und rechnen mit höheren Rekrutierungskosten», sagt der Leiter der Konjunkturforschungsstelle Jan-Egbert Sturm. Ebenso deuten Firmen, die die Wahl zwischen der Schweiz und anderen Standorten haben, an, ihre Geschäftstätigkeit vermehrt ins Ausland verlegen zu wollen.

Fast die Hälfte der befragten Unternehmen sehen mittelfristig ein schlechtes Wachstumspotenzial

49,2 Prozent der befragten Unternehmen gehen davon aus, dass das Wachstumspotenzial mittelfristig sinkt. 39,7 Prozent der Firmen sehen künftig keine Veränderung. Quelle: KOF

Sonderumfrage

Die Umfrage wurde zwischen dem 25. Februar und dem 21. April 2014 bei mehr als 8'000 Unternehmen durchgeführt. Über 2'700 Unternehmen aus dem verarbeitenden Gewerbe, dem Baugewerbe und dem Dienstleistungsbereich nahmen daran teil. (sza)

Steigende Kosten bei der Personalrekrutierung

Auswirkungen durch die Annahme der Initiative befürchten die Umfrageteilnehmer insbesondere bei der Personalpolitik: Nahezu ein Drittel der Unternehmen rechnet mit steigenden Kosten für die Personalrekrutierung. «Für Firmen mit grossem Ausländeranteil und erhöhter Investitionssicherheit ist die Wahrscheinlichkeit von geringeren inländischen Investitionen und Personalabbau ab 2015 hoch», sagt Jan-Egbert Sturm.

Für das nächste Jahr gaben 7 Prozent der Betriebe an, eine zurückhaltendere Personalpolitik zu verfolgen, wie es weiter hiess. Die KOF hatte bereits im März die Prognosen für die Schweizer Wirtschaft gesenkt. (sza)

Mehr zur Zuwanderungsinitiative auf watson



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 26.04.2014 06:15
    Highlight Ist doch gut, wenn die Investitionstätigkeit in der Schweiz zurückgeht. Unternehmen sollen dort investieren, wo ihre Arbeitnehmenden wohnen.
    2 1 Melden
  • Lumpirr01 25.04.2014 16:20
    Highlight Ja, hoffentlich kommt da endlich eine Reduktion. Es kann doch nicht immer so weitergehen mit dem Verschwinden von Grünflächen, immer mehr Bevölkerung, Verkehrszunahme bis zum Kollaps an den Kreiseln, Baustellen noch und nöcher und die Gier nach immer mehr wirtschaftlicher Aktivität bei leider gleichbleibendem Lebensraum!!!
    2 1 Melden

Vom Kampfjet-Piloten zum Bio-Bauern

Die Ukraine ist der grösste Brotkorb Europas. Langsam entdecken die Bauern die biologische Landwirtschaft – dank Schweizer Hilfe und dank aussergewöhnlichen Pionieren.

Vasyl Loban war einst Kampfjet-Pilot der sowjetischen Armee. Er stand damit an der Spitze der damaligen Prestige-Hitparade, denn kaum jemand wurde in der ehemaligen UdSSR mehr geachtet als Militärpiloten. Die UdSSR zerbrach und als Ukrainer war Loban seinen Job und sein Prestige los.

Doch Jammern gehört nicht zu seinem Repertoire. Kurzerhand gründete er ein lukratives Geschäft als Benzinhändler. Eines Tages konnte das Dorf Khudoliivka in der Region Poltava Lobans Rechnungen nicht mehr …

Artikel lesen