Wirtschaft

Flughafen von Scharm el Scheich.
bild via sharm-el-sheikh-airport.com

Lufthansa streicht Flüge nach Scharm el Scheich, Edelweiss und Helvetic Airways werden morgen nun doch fliegen 

05.11.15, 11:13 05.11.15, 19:35

Die Anzeichen verdichten sich, dass Metrojet 9268 aufgrund eines Bombenanschlags über dem Sinai abstürzte. Grossbritannien und Irland haben alle Flüge von und nach Scharm el Scheich gestoppt. Derzeit werde nach Wegen gesucht, Touristen vor Ort mit Sonderflügen zu evakuieren. Auch ein US-Regierungsvertreter äussert die Vermutung, wonach eine Bombe den Absturz verursachte, bei dem alle 224 Insassen ums Leben kamen.

Dieser Easyjet-Flieger steckt am Flughafen von Scharm el Scheich fest.

Nun setzt die Lufthansa-Gruppe, zu der die Swiss gehört, ihre Flüge auf die Sinai-Halbinsel ein. Der Swiss wiederum gehört Edelweiss Air an, die jeweils am Freitag einen Flug von Zürich nach Scharm el Scheich durchführt. Dieser entfällt bis auf weiteres.

«Aufgrund der aktuellen Situation auf der Sinai-Halbinsel stellen die Fluggesellschaften der Lufthansa Gruppe vorsorglich bis auf weiteres den kommerziellen Flugbetrieb auf den Sinai ein. Die Lufthansa Gruppe wird sich zum weiteren Vorgehen eng mit den Behörden abstimmen. Geplant waren zwei wöchentliche Flüge der Fluggesellschaften Edelweiss und Eurowings nach Scharm el Sheich.»

Mitteilung Lufthansa-Gruppe

Zuvor hatten die grossen Schweizer Reiseveranstalter erklärt, derzeit bestehe kein Handlungsbedarf. 

Entgegen den Ankündigung der Lufthansa Group fliegt die Edelweiss weiterhin nach Scharm el-Scheich. In Übereinstimmung mit der Risikoeinschätzung des EDA will der Schweizer Ferienflieger seinen Flug vom Freitag durchführen, wie das Unternehmen mitteilte.

Die Lage werde von Edelweiss in Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden laufend beobachtet und beurteilt. Edelweiss werde sich weiterhin an den Reisehinweisen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) orientieren.

Die Lufthansa-Gruppe erklärt in ihrer Mitteilung, sich um die Rückführung zu kümmern. Laut Kuoni wären morgen sechs ihrer Kunden an Bord des Edelweiss-Flugs gewesen. 

Flüge von Helvetic Airways nach Sharm el Sheikh

Nach einer Lagebeurteilung und Risikoeinschätzung mit den relevanten Behörden (u.a. EDA) hat Helvetic Airways entschieden, die Flüge von Zürich nach Sharm el Sheik (2L7752/7753) bis auf weiteres wie geplant durchzuführen. Entsprechende, erhöhte Sicherheitsmassnahmen wurden in die Wege geleitet.

Die Situation wird zusammen mit den schweizerischen und ägyptischen Behörden laufend analysiert und beurteilt. Helvetic Airways orientiert sich an den Reisehinweisen des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten.

«Helvetic Airways beobachtet die Situation in Scharm el Scheich sehr genau und ist in ständigem Kontakt mit den zuständigen Behörden. Die Sicherheitsmassnahmen wurden dementsprechend auf maximale Stufe erhöht. Der Flug morgen wird (aus jetziger Sicht) planmässig durchgeführt.»

Tobias Pogorevc, Finanzchef Helvetic Airways

Umfrage

Würdest du derzeit nach Scharm el Scheich fliegen?

675 Votes zu: Würdest du derzeit nach Scharm el Scheich fliegen?

  • 26%Ja
  • 67%Nein
  • 7%Weiss nicht

In den Reisehinweisen für Ägypten des Aussendepartements (EDA) wird der Absturz von Metrojet nicht spezifisch erwähnt. Allerdings heisst es mit Verweis auf Scharm el Scheich:

«Reisende müssen sich bewusst sein, dass das Risiko von terroristischen Akten auch in den Badeorten im südlichen Sinai und auf den Zufahrtstrassen zu den Badeorten weiterhin besteht.»

EDA-Reisehinweise Ägypten

Flugzeugabsturz Metrojet im Sinai

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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15
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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 18:03
    Highlight Ich habe gerade ein paar Tage vor dem Absturz gebucht. Natürlich geh ich trotzdem. Ich mag Abenteuerreisen eigentlich eh viel lieber.
    3 8 Melden
  • MM 05.11.2015 16:07
    Highlight Zur Umfrage: Nein, ich würde nicht nach Scharm el Scheich fliegen. Und nein, ich hätte es auch vor einem halben Jahr nicht getan. Eines gewissen erhöhten Risikos konnte man sich bewusst sein. Die Reise-(Warn-)Hinweise bestanden schon damals.
    17 5 Melden
  • Roger Gruber 05.11.2015 13:00
    Highlight Was könnte IS für ein Motiv haben, ausgerechnet ein russisches Flugzeug zu attackieren? Wenn man unseren Medien glauben kann, dann kämpt Russland ja gar nicht gegen den IS, sondern nur gegen "gemässigte Rebellen". Andererseits wird uns gesagt, dass die USA schon sein langem einen unerbittlichen Kampf gegen den IS führt. Müsste dann nicht eher ein US-Liner das Ziel gewesen sein? Oder ist es vielleicht doch nicht ganz so, wie man uns erzählt...
    9 23 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 13:51
      Highlight Lieber Roger, unsere Medien sind genauso unglaubwürdig wie die russischen😂
      18 15 Melden
    • ramonke 05.11.2015 14:34
      Highlight die westlichen medien behaupten nicht das russland den is nicht angreifft. sie sagen nur das die russen einfach alles zerschiessen das assad im weg steht. und da gehören die rebellen aber auch der is dazu
      27 2 Melden
    • Libertas 05.11.2015 16:17
      Highlight Jetzt fängt der selbe Verschwörungsmist schon wieder an. Nur weil der Roger Gruber meint, der IS hätte kein Motiv ein russisches Flugzeug anzugreiffen. Na dann waren es doch sicher die Amerikaner, wenn nicht die Illuminaten, oder der Chüngelizüchterverein Hingerlangenegg, das weiss man doch...

      17 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 16:40
      Highlight Hat doch nichts mit Illuminaten Verschwörung ezc. zu tun. Gerade den Amis glaub ich nicht mal die Zahl zum Defizit😉 Die haben bewiesen, dass sie nicht vertrauenswürdig sind. Man sehe Sadams Gift- und Atombomben - die man nie gefunden hat....
      9 9 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 17:55
      Highlight Vielleich weil wenige bis keine US-Flieger von Sharm-el-Scheich über die Sinaihalbinsel fliegen?
      6 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 05.11.2015 18:55
      Highlight Vielleicht will die IS auch Ägypten selbst schaden. Täglich landen Flieger aus Russland in Hurghada und Sharm el-Sheikh. Gut möglich, dass man dem Tourismus schaden will. Kann natürlich auch sein, dass man einfach einen Flieger ausgesucht hat..
      2 0 Melden
  • M@ Di11on (亚光狄龙) 05.11.2015 12:38
    Highlight Für Billigtouristen genau der richtige Ort.
    4 24 Melden
  • DerWeise 05.11.2015 12:25
    Highlight wäre jetzt von der journalistischen Arbeit her noch cool gewesen, zu erläutern, inwiefern die Airlines die Sicherheit vor massiv Ort hochfahren (wollen)...
    16 1 Melden
    • Kian 05.11.2015 20:44
      Highlight Das sagen sie aus offensichtlichen Gründen nicht.
      1 2 Melden
    • DerWeise 10.11.2015 18:02
      Highlight offenbar müssen Passagiere vor Abflug ihr Gepäck identifizieren
      0 0 Melden
  • Philboe 05.11.2015 11:33
    Highlight Nun denn gibt es halt wieder einmal Tauchferien für 350.- in Sharm- El-Sheik. Es ist alles eine Frage wie man sich verhält und was man macht im Ausland. das Risiko für Anschläge besteht heutzutage Weltweit nicht nur in solchen Feriendestinationen.
    11 36 Melden
    • Kian 05.11.2015 11:59
      Highlight Ausser im Flieger ist eine Bombe, dann ist es ziemlich egal, wie man sich verhält...
      75 6 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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