Wirtschaft
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epa05141051 Ren Jianxin (L), Chairman of ChemChina (China National Chemical Corporation) and Michel Demare, Chairman of the Board during the annual press conference of agrochemical company Syngenta in Basel, Switzerland, 03 February 2016. The state-owned China National Chemical Corporation (ChemChina) has agreed to buy Swiss pesticide and seeds giant Syngenta for 43 billion dollars, which would be the biggest ever foreign acquisition by a Chinese firm.  EPA/GEORGIOS KEFALAS

China meets Switzerland: Ren Jianxin von ChemChina und Syngenta-Präsident Michel Demare.
Bild: EPA/KEYSTONE

5 Schweizer Firmen, die wie Syngenta nach China verkauft wurden – das ist aus ihnen geworden



Eterna

An Eterna display, pictured on the press day at the world watch and jewellery show Baselworld in Basel, Switzerland, on Wednesday, March 18, 2015. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Mit der Übernahme wollte China Haidan der traditionsreichen Uhrenmarke Eterna aus Grenchen wieder neues Leben einhauchen. Die Chinesen setzte auf rigorose Kostenkontrolle und Gewinnoptimierung. Sogar der CEO, Jianguang Shang, wurde ins Management von Eterna integriert. Zuletzt verzeichnete Eterna einen Personalzuwachs. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg nach Firmenangaben von 62 auf 80.

Corum

A Corum display at the world watch and jewellery show Baselworld in Basel, Switzerland, on Thursday, March 27, 2014. Baselworld opens it's doors from March 27 to April 3, 2014. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Bild: KEYSTONE

Zwei Jahre nach Eterna griff der Haidan-Konzern erneut nach einer Schweizer Uhrenfirma: Das 1955 gegründete Unternehmen Corum aus La-Chaux-de-Fonds. Auch bei Corum scheint sich die Strategie der Chinesen zu bewähren: Kurzarbeit oder Entlassungen stehen und standen nicht zur Diskussion. Corum beschäftigt 80 Personen in La Chaux-de-Fonds und 30 Angestellte im Rest der Welt.

Saurer

Eine MItarbeiterin der Saurer Textil AG in Arbon, bei der Arbeit an einer der riesigen Stickmaschinen, aufgenommen am 26. Oktober 2000. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Bild: KEYSTONE

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2012 verkaufte OC Oerlikon die Geschäftseinheiten Naturfasern und Textilkomponenten für rund 650 Millionen Franken an die chinesische Jinsheng-Gruppe. Zur Übernahme gehörten auch die Schweizer Standorte der traditionsreichen Textilmaschinenfirma Saurer in Arbon und Wattwil mit allen rund 180 Mitarbeitenden. Auch diese Übernahme scheint zu funktionieren: Jinsheng verhalf Saurer zu mehr Aufträgen auf dem asiatischen Markt. Ende 2016 soll Saurer in Schanghai an die Börse gehen.

Swissmetal

The factory premises of Swissmetal in Reconvilier, canton of Berne, Switzerland, pictured on October 23, 2013. Baoshida Swissmetal AG is an international Swiss industrial company specializing in developing, manufacturing and distributing special products made of copper and copper alloys. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Das Fabrikgelaende der Swissmetal in Reconvilier, Kt. Bern, aufgenommen am 23. Oktober 2013. Die Baoshida Swissmetal AG ist ein international taetiges Schweizer Industrieunternehmen, das auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Spezialprodukten aus Kupfer und Kupferlegierungen spezialisiert ist. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Bei der Kupferproduzentin Swissmetal waren die Chinesen die Rettung: Die Investoren der Beteiligungsgesellschaft Baoshida kauften 2012 die Werke in Reconvilier BE und Dornach SO und retteten so Dutzende Jobs. Das Metallwerk stand bereits in Liquidation.

Es gab einen Aderlass, der allerdings noch sanft ausfiel: Ein Jahr nach der Übernahme wurden 20 der 250 Angestellten im bernischen Reconvilier und im solothurnischen Dornach entlassen. Bis 2018 werden nun alle Stellen in Reconvilier zusammengefasst.

Hotel Palace Luzern

Das Hotel Palace am Donnerstag, 10. Dezember 2015, in Luzern. Die Grossbank Credit Suisse bestaetigt den Verkauf des Hotels Palace an den chinesischen Investor Yunfeng Gao. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Bild: KEYSTONE

Im Herbst letzten Jahres verkaufte der Immobilienfonds der CS das traditionsreiche Palace Hotel in Luzern an den chinesischen Investor Yunfeng Gao. Was aus dem Hotel Palace wird, muss sich erst noch zeigen. Gao hat sich kurz nach der Übernahme bereit erklärt, die nötigen finanziellen Mittel für Renovierungsarbeiten zur Verfügung zu stellen.

Gao ist in der Schweizer Hotellandschaft kein Unbekannter: Der Chinese hat bereits in zwei Hotels in Melchsee-Frutt investiert. In Engelberg plant er ein Hotelprojekt für 100 Millionen Franken.

Weitere China-Deals in Sicht

Im letzten Jahr haben auch die chinesischen Firmen HNA Group und Wanda Group nach Schweizer Firmen gegriffen: HNA kaufte den Flughafendienstleister Swissport, Wanda kaufte den Zuger Sportrechtevermarkter Infront Sports&Media.

Wie es mit diesen beiden Firmen weitergeht, ist zurzeit noch offen. Bei Swissport hiess es, das Unternehmen werde innerhalb der HNA-Gruppe weiter als eigenständiger Betrieb operieren.

Klar ist aber: Die Einkaufstour der Chinesen in der Schweiz ist noch lange nicht zu Ende. Laut der Investmentbank JP Morgan sind 2016 so viele Schweizer Firmenkäufe und -fusionen zu erwarten wie seit Jahren nicht mehr – und einige davon werden Milliardendeals. Da werden die Chinesen nicht abseits stehen.

(egg)

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22Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sheez Gagoo 07.02.2016 22:30
    Highlight Highlight By the way wird wohl in wenigen Stunden der Verkauf der Uhrenmarke Maurice Lacroix nach China bekanntgegeben.
    0 0 Melden
  • Sheez Gagoo 03.02.2016 22:52
    Highlight Highlight Die Gruppe, die Eterna und Corum übernommen hat hiess Haidian und nicht Haidan. Sie hat sich aber vor einer Weile umbenannt und zwar in Citychamp Watch & Jewelery Group Ltd.
    3 0 Melden
  • Pater Noster 03.02.2016 18:39
    Highlight Highlight Ich habe gerade gesehen, das 20 Minuten den fast genau gleichen Artikel ca. eine halbe Stunde nach Watson publiziert hat. Ist das abgeschrieben? Oder reiner Zufall?
    27 6 Melden
    • Sabina Sturzenegger 03.02.2016 20:51
      Highlight Highlight Na ja, "den fast gleichen Artikel" würd ich jetzt nicht sagen... Musst du 20 Minuten fragen, ob sie abgeschrieben haben.
      6 1 Melden
    • Pater Noster 03.02.2016 22:02
      Highlight Highlight Ja Inhaltlich unterscheiden sie sich in einigen Punkten. Ich fand es nur gerade spannend, dass beide Artikel zum gleichen Thema (Inhalt) fast gleichzeitig erschienen sind. Watson war zuerst ;-).
      1 0 Melden
    • InfinityLoop 03.02.2016 22:42
      Highlight Highlight Artikel ähnlich,vielleicht.Geh aber Kommentare lesen 🙄
      3 0 Melden
  • Kevegoal 03.02.2016 17:51
    Highlight Highlight Die Chinesen machen es immerhin besser als manche Amerikaner. Siehe GE mit Alstom.
    31 3 Melden
  • NWO Schwanzus Longus 03.02.2016 17:50
    Highlight Highlight China ist eine Wirtschaftsmacht die Langfristig den USA den Rang ablaufen werden. Ausserdem sind Deals mit Chinesen eig immer Fair.
    22 7 Melden
    • Typu 03.02.2016 18:35
      Highlight Highlight Logisch wird china das. In der geschichte war china grundsätzlich das zentrum der welt. Das wird sich wiederholen. Ihre ambitionen sind zu ausgeprägt. Bei den chinesen gehts jetzt um transfer/einkauf von know how.
      12 1 Melden
  • Lumpirr01 03.02.2016 17:43
    Highlight Highlight Umgekehrt haben natürlich auch Schweizer Firmen mehrere, jedoch eher kleinere ausländische Unternehmen gekauft. Spontan kommt mir da als Beispiel die Roche in den Sinn, welche für etwas mehr als 1 Milliarde Franken den US-Krebsspezialisten Foundation Medicine (FMI) sowie das französische Biotechunternehmen Trophos für 460 Millionen Franken gekauft haben. Zukäufe nach dem Motto "klein aber fein" macht in meinen Augen für die Schweizer durchaus mehr Sinn als der Kauf von riesigen Multis...........
    21 1 Melden
  • barmi 03.02.2016 17:17
    Highlight Highlight Eterna 2011
    Corum 2013
    = 4 Jahre? 😁
    10 0 Melden
    • Sabina Sturzenegger 03.02.2016 17:58
      Highlight Highlight Oh. 😬 Falsch gerechnet. Sorry und danke!
      13 1 Melden
  • Hans der Dampfer 03.02.2016 17:03
    Highlight Highlight Mir sind die Chinesen einfach unsympathisch. In Italien gehört denen schon halb Venedig. Sie kaufen alles Klangheimlich mit dem Geld das die Ausländischen Investoren einst in den Nullerjahren wie blöd ins Land gepumpt hatten.
    16 36 Melden
    • Gantii 03.02.2016 20:05
      Highlight Highlight klangheimlich?

      hab schon öfters solche berichte gehört (zb. swissmetals damals) - klingt für mich jetzt weniger nach heimlich..
      3 0 Melden
    • Serjena 04.02.2016 15:54
      Highlight Highlight @derSpecht wären die Italiener nicht so faul und glauben immer noch das "die goldene Eier legende Henne vom Himmel fällt" und würden so viel arbeiten wie die Chinesen hätten sie selbst dieses Geschäftsmodell aufbauen können.
      1 1 Melden
    • Biene Maja 05.02.2016 06:41
      Highlight Highlight In der globalen Geschäftswelt sind so unqualifizierte Bemerkungen und Bezeichnungen wie "unsympathisch" völlig daneben, nutzlos, sinnlos und primitiv. Ein bisschen Bildung und Ahnung von Volkswirtschaft und internationalen Beziehungen würde wahrlich helfen.
      1 1 Melden
  • Donald 03.02.2016 16:44
    Highlight Highlight Schade. Schlussendlich bringt es der Allgemeinheit nichts und auch geht es den Firmen nachher kaum besser.
    8 45 Melden
    • Duweisches 03.02.2016 17:02
      Highlight Highlight Nicht? Beispiel 4 fleissig überlesen? 🙄
      27 1 Melden
    • Scaros_2 03.02.2016 17:03
      Highlight Highlight Aber sie existieren weiterhin was > all ist.
      24 1 Melden
    • Mafi 03.02.2016 17:07
      Highlight Highlight In keinem der obrigen Fälle ging es den Firmen schlechter wie wenn sie nicht übernommen geworden wären. Im Gegenteil. Bitte Artikel lesen ;)
      29 2 Melden
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«Wir haben es in der Hand, ein Massensterben zu verhindern»

Die Artenvielfalt ist in den letzten 50 Jahren dramatisch gesunken. Das zeigt der WWF in seiner neuesten Ausgabe des Living Planet Index auf. Zum Glück findet ein Umdenken bei den Menschen statt. Das sagt Thomas Vellacott, CEO des WWF Schweiz. 

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