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ARCHIV -  ZUM TOD DES EHEMALIGEN ZURICH CEO, MARTIN SENN, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG. - Martin Senn, CEO Zurich Insurance Group an der Bilanz-Medienkonferenz in Zuerich am Donnerstag, 12. Februar 2015. Der Versicherungskonzern Zurich muss fuer 2014 trotz Umsatzplus beim Gewinn Einbussen hinnehmen: Der Betriebsgewinn (BOP) liegt mit 4,6 Mrd. Dollar 1 Prozent unter dem Vorjahreswert, der Reingewinn ging um 3 Prozent auf rund 3,9 Mrd. Dollar zurueck, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Martin Senn hat sich am letzten Freitag das Leben genommen.
Bild: KEYSTONE

Der dramatische Tod von Martin Senn – weshalb Top-Manager am Druck zerbrechen 

30.05.16, 15:09 03.06.16, 16:54


Zuerst war er Finanzchef des Versicherungskonzerns Zurich, dann wurde er befördert und 2009 zum CEO ernannt. Vergangenen Herbst endete die Karriere von Martin Senn abrupt. Er verliess die Firma überraschend. Damals hiess es, der Druck der Investoren sei nach enttäuschenden Ergebnissen zu gross gewesen. Nun hat der 59-Jährige in Klosters Suizid begangen. Senn hinterlässt zwei erwachsene Kinder und seine Ehefrau. Dem Blick sagte ein Bekannter, der Machtverlust habe Senn schwer getroffen. Er soll depressiv gewesen sein und sich nicht mehr am gesellschaftlichen Leben beteiligt haben. Vor seinem Rücktritt trübten ein Gewinneinbruch sowie eine nicht zustande gekommene Übernahme sein Amtsjahr. 

Dass die Luft in den höheren Etagen grosser Konzerne bei uns dünn ist, belegt diese traurige Liste von Suiziden:

Die Gründe waren verschiedene, viel wurde darüber spekuliert.  

«Heute belastet der gesteigerte öffentliche Wahrnehmungsdruck nach zahlreichen moralischen Verfehlungen viele Manager.»

Eugen Buss, Soziologe zeit online

Beim Finanzkonzern Zurich ist es der zweite Suizid innerhalb der letzten drei Jahre. 2013 war es der damalige Finanzchef Pierre Wauthier, der Suizid beging. Er war 53 Jahre alt. Der Fall sorgte für grosses Aufsehen. Zu diesem Zeitpunkt war Josef Ackermann Verwaltungsratspräsident – er wurde hart kritisiert. Kurz nach Wauthiers Selbstmord trat Ackermann zurück und liess sich von all seinen Funktionen entbinden. 

Josef Ackermann, ehem. Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank, spricht am Europa Forum in Luzern am Montag, 2. Mai 2016. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Josef Ackermann dieses Jahr am Europa Forum in Luzern.  Bild: KEYSTONE

Ackermanns rauer Stil 

Ackermann und Wauthier waren nicht immer einer Meinung. In einem Abschiedsbrief warf Wauthier Ackermann vor, ein unerträgliches und druckgeladenes Arbeitsumfeld geschaffen zu haben. Ackermann habe Kollegen respektlos behandelt. Ackermann wies jegliche Verantwortung für den Suizid des Finanzchefs von sich: «Dass ich in einem Brief verantwortlich oder mitverantwortlich gemacht werde, muss ich in aller Entschiedenheit zurückweisen», betonte Ackermann.

Auch eine Untersuchung einer Kanzlei, welche die Zurich in Auftrag gegeben hatte, kam zum Schluss, dass der Arbeitgeber nicht zu viel Druck auf Wauthier ausgeübt habe. Übrigens war es ausgerechnet der jetzt aus dem Leben geschiedene Senn, der damals an einer Konferenz den Analysten und Journalisten zum Suizid von Wauthier Red und Antwort stand. Er sagte, Wauthier habe exzellente Arbeit verrichtet. Und: «Es gibt keinen Link zwischen den vorgefallenen Ereignissen und dem Geschäft der Zurich-Versicherung.» 

Chefs unter immer grösserem Druck

So oder so. Das Leben der Chefs wird härter. Dies belegen nicht nur Studien, auch Top-Manager sagen es. Zeit Online zeigte dies 2014 anlässlich der nahe aufeinanderfolgenden Suizide des Zurich-Finanzchefs Wauthier und des Swisscom-Chefs Schloter auf. Im Bericht heisst es, der Druck sei in den letzten zehn bis 20 Jahren enorm gewachsen. Investoren forderten mehr denn je gute Zahlen, übers Internet baue sich in Minuten Kritik auf. 

Oswald Gruebel, ehemaliger Chef von CS und UBS, spricht am Schweizer Medienkongress des Verbandes Schweizer Medien, am Freitag, 12. September 2014, in Interlaken. (KEYSTONE/Anthony Anex).

Oswald Grübel weiss bestens, wie es ganz an der Spitze zu und her geht. 
Bild: KEYSTONE

«Wenn ich nach Hause kam, kannte mich nicht einmal mehr unser Hund.»

Oswald Grübel, ehemaliger Spitzenbanker die zeit

CEOs stehen heute im Fokus der Öffentlichkeit. Der Deutsche Eugen Buss, der das Umfeld in Chefetagen analysiert hat, sagt im selben Artikel: «Heute belastet der gesteigerte öffentliche Wahrnehmungsdruck nach zahlreichen moralischen Verfehlungen viele Manager. Sie müssen nun aus ihrer Sicht rein ökonomische Fragen auch nach moralischen Kriterien bewerten.» Die Manager bräuchten die Zustimmung von aussen, dass sie dabei Menschen entlassen und hohe Boni kassieren, finde die Gesellschaft aber nicht in Ordnung. Das führe dazu, dass sich Top-Manager abkapseln, Probleme bekommen; im Extremfall Suizid begehen. 

Die «Zeit» lässt auch Oswald Grübel, den ehemaligen CEO der Credit Suisse und Vorstandsvorsitzenden der UBS, ausführlich zu Wort kommen. Er sei noch einer der letzten CEOs der alten Schule gewesen. Heute würde er nicht mehr CEO werden wollen. «So einen Job wollen heute nur noch wenige machen, weil man bei Fehlern mit rechtlichen Konsequenzen rechen muss.» Weiter gab er zu Protokoll: Als CEO sei es unmöglich, Familie und auch noch Freizeit zu haben – wenn man den Job richtig machen wolle. «Wenn ich nach Hause kam, kannte mich nicht einmal mehr unser Hund.» (feb) 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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90
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    Alle Leser-Kommentare
  • Schaeferin 31.05.2016 07:56
    Highlight "Die Manager bräuchten die Zustimmung von aussen..." - die Manager, genau wie alle anderen Arbeitnehmer, bräuchten viel dringender eine Arbeitsatmosphäre, die von Respekt und Grenzen geprägt ist. In der es eine tatsächliche Achtung des Menschen gibt, human capital eine Wert- statt Kosten-Assoziation besetzt und work-life-balance mehr ist, als ein zahnloser Papiertiger.
    Und wir, die Normalos, die nicht-Manager, begreifen, dass es nicht "wir" gegen "die" sind, sondern Menschen gegen einen verzerrten pseudo-modernen Kapitalismus, der uns nach und nach unsere Menschlichkeit abspricht.
    16 2 Melden
    • Togakure 31.05.2016 12:51
      Highlight Bravo! Ein sowohl aus gehaltlicher als auch stilistischer Sicht vorbildlicher Kommentar – diskussionswürdig bleibt jedoch die Frage, ob der Kapitalismus nicht seit Anbeginn als 'verzerrt' und 'menschlichkeitsfeindlich' einzustufen wäre.

      Grüße

      Togakure
      7 0 Melden
    • Schaeferin 31.05.2016 16:31
      Highlight Diese Frage zu diskutieren wäre auch mir ein Anliegen, würde jedoch den Rahmen sprengen ;-)
      2 0 Melden
  • andersen 31.05.2016 06:35
    Highlight Jeder Konzern will Gewinn machen und oft wird erst bei die Arbeitsnehmer eingespart, wenn es nicht rund läuft und oft ist es wegen ein Misswirtschaft.
    CEO's entfernen sich oft von die Mitarbeiter und sind oft menschlich unerreichbar.

    Angst vor Versagen, sind oft die Gründe für Selbstmord oder schwere Depressionen oder die Menschen hat keine "Werkzeuge" mit Krisen umzugehen.
    Aber Krisen kann auch was positives an sich haben, man muss was ändern und es kann ein neues "Samenkorn" entstehen, als aus dem Leben zu scheiten.

    Depressionen sind heilbar, dass wissen viele nicht.
    2 0 Melden
  • iNDone 31.05.2016 06:08
    Highlight Mir kommen gleich die Tränen. Sorry aber ich habe kein Mitleid mit solchen Abzocker-Typen. Und die sollen nur die moralische Verantwortung für ihr handeln übernehmen, die Milionen nehmen sie ja auch.
    16 16 Melden
    • Alex23 31.05.2016 07:10
      Highlight Warum kein Mitgefühl? Der Mann ist ein Opfer eines durch und durch kranken Systems, das auf Gier aufgebaut ist. Dass er als Opfer auch zum Täter wurde (Entlassungen, Druck von oben nach unten) ändert nichts daran, dass er selbst in die gnadenlosen Räder dieser Maschinerie gelangt ist. Natürlich steht jedem Mensch auch frei, sich aus einem solchen System zu befreien. Dafür gibt es einige Beispiele (Aussteiger). Er ist gescheitert, hatte nicht die Kraft einen anderen Weg zu gehen.
      19 10 Melden
    • Turi 31.05.2016 07:26
      Highlight Alex, dann wären ja alle Menschen Opfer des Systems... Aber es gibt Menschen mit sehr viel Macht. Und Einkommen. Menschen die richtig viel zu sagen haben. Senn gehörte definitiv dazu.
      10 3 Melden
    • Alex23 31.05.2016 09:06
      Highlight Turi, das ist absolut richtig. Meine Argumentation soll auch nicht als Rechtfertigung für alles und jedes herhalten. Und wenn es um die "Aufteilung" meines Mitgefühls ginge, so würde ich sicher auch mehr davon dem armen Malocher zukommen lassen als dem in der Chefetage, der dank seiner finanziellen Absicherung gewiss mehr Wahlmöglichkeiten hat. Das heisst aber nicht, dass ich kein Bedauern für das menschliche Scheitern eines Mannes/einer Frau aufbringen kann, egal wo er/sie auf der sozialen Leiter steht.
      6 4 Melden
  • Greet 30.05.2016 21:15
    Highlight wieviele leute hat dieser manager entlassen und um ihre stellung gebracht? für die rendite der aktionäre? jährlich durften wir entlassungsmeldungen von der zurich lesen - der senn hat dabei millionen kassiert. ein selbstmord eines der hunderten gefeuerten würde es nicht mal in die zeitung schaffen.
    54 19 Melden
    • welefant 31.05.2016 00:10
      Highlight Weisst du, solche Worte stimmen mich enorm traurig. Ihre Printscreens und Meinung ist hier fehl am Platz. Vor längerer Zeit hab ich meine Ausbildung bei der Zurich gemacht und ihn oft gesehen und Rat von ihm bekommen.
      Entlassungen gibt es überall, es war ja nicht seine Absicht diese Leute zu feuern und zusätzlich deren Gehalt zu kassieren.
      Nochmals, bitte lass doch solches zukünftig...
      Ich wünsch der Familie nur das Beste. 😔😢
      22 20 Melden
    • Retarded Wizard 31.05.2016 01:17
      Highlight Alpendruide

      Deine Wünsche der Familie gegenüber sind hier fehl am Platz. Denn die werden kaum auf Watson nach Beileidsbekundungen suchen.

      Richte deine Wünsche doch persönlich aus, wenn dir der Mann am Herzen lag.

      Aber nur weil jemand tot ist, soll er deiner Meinung nach nicht mehr kritisiert werden dürfen?

      Und noch etwas; Wenn etwas überall geschieht, macht es das längst nicht gut oder richtig.
      20 16 Melden
    • Imfall 31.05.2016 02:22
      Highlight wer blitzt hier? einfach nur daneben!
      2 18 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Spooky 30.05.2016 20:51
    Highlight Martin Senn - Rest In Peace

    Er war ein guter Mensch, aber in schlechte Gesellschaft geraten.

    Er ist jetzt an einem schöneren Ort.
    10 30 Melden
    • Mehmed 30.05.2016 22:19
      Highlight "Er war ein guter Mensch" - Propaganda oder kanntest du ihn persönlich?
      23 6 Melden
    • Spooky 31.05.2016 01:23
      Highlight @Mehmed
      Meine Worte sind weder Propaganda noch kannte ich Martin Senn persönlich. Aber dass Martin Senn in schlechte Gesellschaft geraten war, ist ja offensichtlich. Er hat das Spiel dieser gierigen Menschen mitgespielt, aber er war nicht einer von ihnen. Wenn er einer von ihnen gewesen wäre, hätte er sich nicht umgebracht. Er hätte, wie zum Beispiel der schlaue Hildebrand, einfach den nächsten schamlos überbezahlten Job reingenommen. Martin Senn wollte es den falschen Leuten recht machen. Aber leider hat er die Gier der Leute um ihn herum unterschätzt. Rest In Peace, Martin Senn.
      7 12 Melden
  • Klaus K. 30.05.2016 20:33
    Highlight "Chefs unter immer grösserem Druck"
    Die Angestellten auch. Der Druck kommt dabei meistens von den Chefs.
    68 14 Melden
  • r_s 30.05.2016 20:01
    Highlight An dieser Stelle möchte ich darauf aufmerksam machen, dass ein Mensch aus dem Leben geschieden ist und viele Angehörigen in Trauer und Unverständnis zurück lässt. Die Redaktion sollte sich zu Herzen nehmen, dass der Familie nicht geholfen ist, wenn der Fall durch etliche Mutmassungen und Halbwahrheiten aus 3. Hand, eine solche mediale Dimension annimmt.
    An die anderen, die hier kommentieren: Ist dies wirklich der Anlass um sich über zu hohe Managerlöhne zu beschweren? Den Suizid durch sein Gehalt gesellschaftlich zu rechtfertigen? Diejenigen, die das betrifft: Ihr solltet euch schämen!
    76 28 Melden
    • sidi77 30.05.2016 20:11
      Highlight Danke! Endlich ein angemessener Kommentar.
      32 18 Melden
    • Patamat 30.05.2016 22:16
      Highlight Merci. Du sprichst mir aus der Seele.
      20 12 Melden
  • kEINKOmmEnTAR 30.05.2016 18:04
    Highlight Sie verdienen unmenschlich viel und müssen daher auch unmenschlich viel aushalten.
    Wie wäre es wenn sie einen menschlichen Lohn hätten und einen menschlich-belastbaren Druck hätten?
    76 23 Melden
    • TodosSomosSecondos 30.05.2016 18:34
      Highlight Das Verhältnis ist immer noch jenseits von absurd. Verdienen teils das hundertfache eines normalen Krankenpflegers, Polizisten oder Lehrers. Das wievielfache müssen sie aushalten? Nüchtern betrachtet wenns hochkommt vielleicht ein 4-5 faches und das ist grosszügig geschätzt. Bei Nichterbringung der geforderten Leistung ist man im Gegensatz zu den Normalos aber nicht nur finanziell abgesichert sondern kriegt oft noch soviel als Dank fürs Versagen hinten reingeschoben, dass man eh nicht mehr arbeiten müsste. Einfach nur lächerlich, den Druck als Erklärung heranziehen zu wollen. Narzissmus eher.
      48 33 Melden
    • Julian Steinmann 30.05.2016 18:45
      Highlight Selbst wenn die Service Public-Initiative nicht durchkommt, sollte man auf jeden Fall eine Lohnbegrenzung auf Niveau des Bu ndesrates einführen.
      20 21 Melden
    • Crecas 30.05.2016 19:01
      Highlight @TodosSomos
      Du gehst fälschlicherweise davon aus, dass die Belastung linear steigert. Dies ist aber nicht so. Beispiel: Eine Person die 50h ohne Wasser auskommen muss leider mehr als 5x stärker (100x?) als eine Person, welche 'nur' 10h ohne Wasser auskommen muss.

      Daneben machst du den Fehler, dass der Lohn nur eine Funktion der Belastung ist. Dies ist aber auch nicht so (Ausbildung, Wissen, Kampf um die wenigen Ausnahmetalente).

      Trotzdem: Es gab und gibt Lohnexzesse, das finde ich auch. Dagegen sollten sich die Firmenbesitzer wehren. Leider passiert das trotz Minder nur begrenzt.
      21 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 30.05.2016 17:54
    Highlight Wenn man die Kommentare so durchliest, bekommt man den Eindruck, dass wir jetzt auch noch Mitleid mit den armen Topmanagern haben sollten.
    Genau die Mentalität, dass wegen ihrer enormen Belastung und Verantwortung die exorbitanten Entschädigungen gerechtfertigt seien, führt unsere ganze Wirtschaft in den Ruin.
    Diese ständig gestressten von krankhaftem Ehrgeiz und Machthunger zerfressenen Egomanen, sind kaum mehr zu einer rationalen Entscheidung fähig.
    Die sollen auf ihre mit nichts zu rechtfertigenden Privilegien verzichten, ein normales Arbeitspensum verrichten und delegieren
    53 58 Melden
    • HansDampf_CH 30.05.2016 18:54
      Highlight der Job ist nicht so hart wie man sagt. Klar man wird absorbiert, hat ja aber auch Ausgleich: Hotels, Ferien und zu guten Lohn.

      Nein es ist die Macht und die Psyche die diese Leute zerfrist. Was muss man für ein armer sein, wenn man sich nur über den Titel und Job definiert...
      32 12 Melden
    • _kokolorix 30.05.2016 19:31
      Highlight De Suizid ist nicht die Folge des Jobs, sondern die Folge einer obskuren Lebenseinstellung. Wer materiell derart gut abgesichert ist und nach einem Jobverlust mit sich nichts mehr anzufangen weiss hat ein ganz schweres psychisches Problem. Ein Mann mit derartigen Problemen hat auf einem CEO Posten nichts verloren
      30 7 Melden
    • Maragia 30.05.2016 20:36
      Highlight @HansDamp_CH: Genau, ein CEO macht bestimmt 5 Wochen Ferien im Jahr... Wo lebst du?
      Und was sollen "Hotels" für ein Ausgleich sein? Übernachtest du lieber bei deiner Familie zu Hause oder im Hotel? Na? Wegen Leuten wie dir bin ich froh, dass Manager genug verdienen.
      15 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • alex DL 30.05.2016 17:18
    Highlight Nach meiner Erfahrung akzeptiert man die Spielregeln bereits auf dem Weg nach oben, man nimmt drastische Einschränkungen (Familie, Kinder, soziale Kontakte) in Kauf, die für sich nur rechtfertigen kann, wer einen ausgeprägten Hunger nach Macht und Anerkennung hat. Andernfalls geht die Gleichung nicht auf. Der Job wird zum einzigen Standbein, Misserfolge werden so zu persönlichen Niederlagen. Die Schuld bei Shareholdern und VR zu suchen ist falsch, denn sie sind Teil eines Spiels, für das man sich bewusst entschieden hat. Mein Beileid an die Familie bezieht sich darum nicht nur auf den Suizid. http://s
    43 3 Melden
  • Herbert Anneler 30.05.2016 16:09
    Highlight Martin Senn und seine Angehörigen tun mir von Herzen leid. Ein trauriges Beispiel mehr, wie unbarmherzig und seelenlos unsere Wirtschaftswelt (geworden?) ist. Und wie viele "kleinen Tode" (Angst, Burn out etc.) sterben jeden Tag viele viele andere Mitarbeitende überall im der Welt? Wie lange noch wollen wir den Preis aberwitziger Gier noch mitbezahlen? Wie lange noch wollen wir uns ihr noch beugen?!?
    61 5 Melden
    • alex DL 30.05.2016 17:28
      Highlight Korrekt, die eigene Gier treibt die Angesprochenen in diese Situation. Unser Wirtschaftssystem treibt aber ungleich mehr Menschen aus Not in lebensgefährdende Arbeits- Situationen (zB Foxconn). Mein Mitleid gilt nicht denen die wollen, sondern denen die müssen.
      24 6 Melden
  • TheMan 30.05.2016 16:03
    Highlight Ich finde es Krass. Einem "Top-Manager" schreibt man so einen Bericht. Aber dem Normalen Büezer, der Tag für Tag den Arsch aufreist, je nach Job sein leben Riskiert. Für das diese Top- Manager Ihr Lohn bekommen. Würde es nie einen solchen Bericht geben, falls sich dieser Arbeiter umbringt.
    83 25 Melden
    • Danyboy 30.05.2016 17:33
      Highlight Jeder Fall ist tragisch und den Angehörigen sollte man herzliches Beileid aussprechen. Aber es ist in der Tat so, dass es irritierend ist, warum eine Serie an Suiziden auf Managerebene "wichtiger" zu sein scheint als wenn andere betroffen sind. Solche Tendenzen sind in jedem Fall bedenklich, bei Managern scheinen die Gründe evtl etwas anders zu sein (die finanzielle Absicherung und Sicherheit scheinen einen Machtverlust vielfach nicht kompensieren zu können). Wo bei "Otto Normalbürger" Existenzängste und Scham wohl treibendere Kräfte sind. Weniger Leistungsdruck, mehr Lebensfreude!!
      21 3 Melden
  • Geisslein 30.05.2016 15:53
    Highlight Grübel: "So einen Job wollen heute nur noch wenige machen, weil man bei Fehlern mit rechtlichen Konsequenzen rechen muss" - oha, heute muss man also auch ein wenig Verantwortung übernehmen für die unanständig hohen Saläre. Das passt den Herren natürlich nicht.
    69 26 Melden
    • Scaros_2 30.05.2016 16:10
      Highlight Naja es ist viel mehr, das heute in gewissen Gebieten viel mehr Gesetzer gibt. Übers Sinn/Unsinn lässt sich diskutieren. Lebensmittel z.b. sind solche Dinge. Früher lausig heute brutal streng und viele Unternehmen hinken nach. In den USA musste letzte jahr ein CEO für 28 Jahre ins Gefägnis. Die Klagebereitschaft von vielen Kunden ist dazu äussert gross, genau so wie ihre Verantwortung weshalb das wirklich nicht mehr viele machen wollen. Lieber sitzt man 2-3 Etagen tiefer.
      10 21 Melden
    • Holly 31.05.2016 02:16
      Highlight Erst das System so aufbauen, dann darüber klagen geht natürlich nicht.
      Depressionen schauen weder nach Verdienst noch Status, es kann j e d e n treffen
      4 1 Melden
  • TodosSomosSecondos 30.05.2016 15:30
    Highlight Sorry aber nach allem, was ich hier gelesen habe, ist Herr Senn nicht am Druck sondern am gekränkten Ego zerbrochen. Er hat finanziell ausgesorgt und hätte seine Energie und seine Fähigkeiten noch für viele Jahre sinnvoll einsetzen können. Aber statt seinem Leben dadurch Sinn zu verleihen, dass er sich zum Beispiel karitativ engagiert hätte, sah er nur noch einen Ausweg, weil man ihn nicht mehr beim CEO Club mitspielen liess. Von hier aus betrachtet, mit den wenigen Informationen, die ich habe, ist nicht wirklich Staatstrauer angesagt.
    65 18 Melden
    • Patamat 30.05.2016 17:59
      Highlight Schön, dass du darüber entscheiden kannst, welche Suizidgründe Trauer verdienen und welche nicht. Mein Beileid ist trotzdem bei der Familie.
      13 15 Melden
    • TodosSomosSecondos 30.05.2016 18:29
      Highlight Wer lesen kann, ist natürlich klar im Vorteil.
      8 9 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 30.05.2016 18:29
      Highlight Der CEO-Club hat ihn ermordet? Mit der Mordwaffe Ausgrenzung?
      Richtig verstanden?
      Ausgrenzung=Mord?
      2 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pistolpete 30.05.2016 15:27
    Highlight Guten Tag. Was auch Ihr alle geschrieben und gedacht habt, ich finde es degoutant, sich darüber öffentlich zu äussern. Den Angehörigen gilt mein aufrichtiges Beileid.
    25 38 Melden
    • Scaros_2 30.05.2016 15:52
      Highlight ou da hat aber jemand ein sehr gehobenes Adjektiv gefunden mit "degoutant". Sag doch einfach "abstossend" oder "widerlich" dann verstehen die meisten welche dir ein Blitz geben was du meinst. :)

      Öffentliche Diskussionen braucht es egal zu welchem Thema.
      34 25 Melden
    • _kokolorix 30.05.2016 18:05
      Highlight Wer öffentlich das 400fache eines normalen Lohns einstreicht, bei schwachen Leistungen weiterhin Boni kassiert, der darf selbst jetzt öffentlich kritisiert werden.
      22 6 Melden
    • Holly 31.05.2016 02:19
      Highlight Depressionen unterscheiden keine Gehaltsklassen
      4 0 Melden
  • Anaalvik 30.05.2016 13:56
    Highlight Wo bleiben die Verschwörungstheorien? Das erinnert doch stark an die vergessen geglaubten Standesregeln von Gegeimlogen: Versagen wird mit dem Tod bestraft, getarnt als Freitod. Erfolg wird mit hohen, lukrativen Ämtern belohnt.
    Schliesslich ist es ganz leicht, jemanden zum Freitod zu zwingen.
    15 50 Melden
    • pun 30.05.2016 14:35
      Highlight Hab da grad einen Hut auf der Strasse gefunden, hast du den zufälligerweise verloren? ;-)
      82 5 Melden
    • Sheez Gagoo 30.05.2016 15:02
      Highlight Das ist ja das angenehme bei Watson. Die Irren, V-theoretiker und Hetzer überlassen sie Focus Online oder dem Blick.
      29 3 Melden
    • Leon1 30.05.2016 15:21
      Highlight Ich verstehe die Blitze nicht ganz?
      Der Einleitungssatz weist ja klar darauf hin, das Folgende nicht zu ernst zu nehmen.

      ...sind am Ende die Blitzer die Aluhutträger?
      14 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 30.05.2016 12:22
    Highlight Er war ein stock solider und kompetenter CEO, der leider dem absoluten Renditendenken des sog. Neo Liberalismus geopfert wurde.
    Er hat die Zurich durch die grösste Finanzkrise seit 1930 ohne grosse Verlust geführt.
    Solidität und Kompetenz sind aber leider in den Vorständen nicht mehr gefragt darum wurde er von Tom de Swaan (man der ist ü70) Knall auf Fall entlassen. Der setzt auf mehr Rendite durch grössere Risiken. Mit solide hat das nichts mehr zu tun.
    Diesem Raubtierkapitalismus ist leider bereits Pierre Wauthier zum Opfer gefallen, der sich im 2013 das Leben nahm.
    RIP Martin Senn!
    105 9 Melden
    • Asmodeus 30.05.2016 12:44
      Highlight Die Zürich hat sich eh einiges geleistet. Ich war vor 6-7 Jahren dort angestellt und habe live miterlebt wie da mit den eigenen Angestellten umgesprungen wurde.
      60 2 Melden
    • Hayek1902 30.05.2016 14:25
      Highlight Für was der so genannte "Neoliberalismus" und der "(Raub)tierkapitalismus" wieder hinhalten müssen
      14 38 Melden
  • meliert 30.05.2016 12:20
    Highlight man hört schon wieder den Namen Josef Ackermann, nur Zufall?
    19 46 Melden
    • meliert 30.05.2016 13:27
      Highlight Grufti; ich beziehe mich nicht auf DIESEN Artikel
      7 19 Melden
    • Olaf! 30.05.2016 14:40
      Highlight Wieso schreibst du denn bei DIESEM Artikel ein Kommentar?
      23 2 Melden
    • meliert 30.05.2016 17:48
      Highlight Ich beziehe mich auf den Selbstmord von Martin Senn, aber auch auf Informationen von anderen Quellen.
      2 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Asmodeus 30.05.2016 11:34
    Highlight An der Spitze ist es einsam.

    Vor Allem da man auf dem Weg dorthin oft alle anderen den Berg runter schubst.
    94 16 Melden
    • Jay Rodriguez 30.05.2016 11:39
      Highlight Wow, voll auf den Mann gespielt! Was willst du damit genau sagen?
      21 66 Melden
    • Asmodeus 30.05.2016 12:42
      Highlight Eigentlich nicht auf den Mann gespielt (deswegen das Wort oft).

      Was ich meine ist, dass man in einer Position wie CEO oft von Jobs wegen einsam ist.

      Man trifft unpopuläre Entscheidungen. Entweder zum Wohle der Firma, der Mitarbeiter oder oft zum Wohle der Aktionäre.

      Man tritt vielen Leuten auf die Füsse in dieser Position und das oft schon bevor man die Stelle inne hat.

      Und irgendwann stellt man fest, dass man ganz alleine ist.
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    • Jay Rodriguez 30.05.2016 13:19
      Highlight Auch wenn du jetzt versuchst deinen ersten Kommentar in ein allgemeines Statement (welches durchaus stimmen mag) umzudeuten, finde ich es extrem deplatziert einige Stunden nach einer Suizidmeldung so etwas zu schreiben.

      Dein anderer Kommentar zu diesem Thema lässt mich vermuten, dass da noch persönlicher Frust als ehemaliger Angestellter mit schwingt.

      Möchte eigentlich keine grosse Diskussion lostreten, aber bin der Meinung, dass man bei einem solchen Thema ein bisschen sensibler reagieren sollte. Vor allem weil die Umstände noch völlig ungeklärt sind.

      14 51 Melden
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  • Cerberus 30.05.2016 10:46
    Highlight Wir wissen doch gar nicht, weshalb er sich das Leben genommen hat. Weshalb bringen das alle mit seiner (ex)Funktion in Verbindung?
    74 12 Melden
  • pun 30.05.2016 10:13
    Highlight Ein weiteres Beispiel, dass unser gierbasiertes Wirtschaftssystem auch für die vermeintlichen Gewinner nicht gesund ist! Zeit für ein Umdenken ist bitter nötig!
    137 44 Melden
    • Toerpe Zwerg 30.05.2016 10:40
      Highlight Und "pun" kennt die Gründe für den Suizid und ist sich nicht zu schade, eine persönliche Tragödie für ein politisches Statement zu instrumentalisieren.

      Grosses (schlechtes) Kino.
      75 47 Melden
    • pun 30.05.2016 15:06
      Highlight Tut mir Leid Toerpe, dass ich versucht habe, den zweiten CEO-Suizid in recht kurzer Zeit in einen grösseren Zusammenhang zu stellen, ohne vorher oder nachher im Kommentar zu trauern. Ich habe zuvor aber eine Kerze angezündet und eine kurze Schweigeminute abgehalten. Fast so lange wie jeweils wenn 700 Menschen im Mittelmeer durch unterlassene Hilfeleistung ermordet werden.
      26 8 Melden
    • Datsyuk * 30.05.2016 16:05
      Highlight Weltbürger, was denkst du denn über dieses System? Was sind die Vorteile? Nachteile?
      7 0 Melden
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  • droelfmalbumst 30.05.2016 10:04
    Highlight RIP
    29 17 Melden
  • Toerpe Zwerg 30.05.2016 10:03
    Highlight Ein eindrücklicher Artikel über einen anderen Topshot, der sich das Leben nahm aus der Bilanz. Carsten Schloter RIP.

    http://www.bilanz.ch/unternehmen/carsten-schloter-tod-eines-ceo

    Die Luft ist oben gleich dünn wie unten. Selbstmörder sind psychisch kranke Menschen und auch CEOs sind Menschen. Wir müssen Sorge tragen ...
    47 15 Melden
    • Toerpe Zwerg 31.05.2016 07:29
      Highlight Haben Sie Daten hierzu? Ich behaupte das Gegenteil.
      1 1 Melden
  • Bijouxly 30.05.2016 09:36
    Highlight Immer wenn ich solche Meldungen lese, hoffe ich, dass Leute, die immer über die "faulen CEOs" mit dem hohen Lohn schimpfen, sich mal Gedanken machen, was es bedeutet, die Spitze einer Firma zu sein. Welcher Druck dort auf einem lastet. Wie viel man leisten muss, um nicht einfach ersetzt zu werden. Ich hoffe, ihr alle nehmt mal eure Brille ab und blickt mal ohne Neid auf den Job: Wenige wären stark genug dafür!!
    145 78 Melden
    • Andy 30.05.2016 09:57
      Highlight Was Leute wie du nie verstehen werden, ist dass der Hauptunterschied ein anderer ist: Ein CEO kann sich "ausklinken" und sein Restaurant in den Bergen gründen oder sich ein Sabbatical gönnen. Jemand in der mittleren oder unteren Hierarchie hat diese Option nicht und ist nebst immer grösseren Belastungen auch noch im Hamsterrad gefangen. Ich habe in meinen 15 Jahren Berufslaufbahn noch nie eine GL erlebt, welche wirklich dass nachhaltige Wohl des Unternehmens angestrebt hat oder wirkliche Wertschätzung für die Mittarbeiter hatte.

      Und trotzdem: Mein herzliches Beileid gilt den Angehörigen.
      142 38 Melden
    • Don Alejandro 30.05.2016 10:01
      Highlight Das ist spekulativ. Sie kennen die Gründe des Suizids nicht.
      37 9 Melden
    • Andy 30.05.2016 10:13
      Highlight @Insomniac: Dann erklär mir doch bitte, was ich so grausam falsch verstehe und warum ich keine Ahnung habe. Mal abgesehen dass ich selber schon ein kleines KMU geführt habe und in einer internationalen Firma ziemlich viel mit einer sogenannt "hochgradigen" GL zu tun habe, sehe ich meinen Denkfehler nicht. Geld macht nicht glücklich, aber es erschafft Möglichkeiten. Diese kann man nutzen oder eben nicht. Jemand der kein Geld hat, hat weniger oder nur sehr beschränkte Möglichkeiten und wird durch geschicktes Marketing darauf konditioniert, brav seine Runden im Hamsterrad zu rennen.
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  • Raembe 30.05.2016 09:29
    Highlight Man kann ja von CEOs halten was man will. Aber diese Leute stehen unter einem riesen Druck. Einige von denen fallen nach der Karriere in ein Loch und kommen wie er nicht mehr raus. An der Stelle wünsch ich der Fam. viel Kraft.
    129 13 Melden
    • Sister 30.05.2016 10:19
      Highlight Feststellung:
      Jedermann/frau in der schweiz hat jederzeit die möglichkeit veränderungen im eigenen leben vorzunehmen, die konsequenzen für eine ver-änderung wollen die menschen in der momentanen gesellschaft nicht tragen, ich finde es geht hier nicht um nicht können.........
      RIP
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