Wirtschaft
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epaselect epa04979332 Nestle CEO, Paul Bulcke looks on as he arrives during the nine-month sales press conference of food giant Nestle Group, in Vevey, Switzerland, 16 October 2015. Nestle's organic growth slowed down to 4.2 percent in the first nine-month from 4.5 percent in the half-year, losing its five percent organic growth target for 2015. Nestle, for the third consecutive year, fell short of its long-term growth objective due to unstable conditions in emerging markets affecting European consumer-product companies and retailers, media reported.  EPA/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Bulcke lobt die Schweiz. Vor allem die Integration von Ausländern sei exemplarisch.
Bild: EPA/KEYSTONE

Nestlé-Chef Bulcke lobt die Integration von Ausländern in der Schweiz

12.12.15, 11:20 12.12.15, 11:33


Für Nestlé-Chef Paul Bulcke sind die bilateralen Verträge wichtig, um Spezialisten ins Land zu holen. In einem Interview lobt er die Schweiz für geringe Arbeitslosigkeit und gute Integration von Ausländern - und warnt gleichzeitig vor Fehlentwicklungen.

«Für uns sind diese Verträge wichtig», sagt Bulcke im «NZZ»-Interview zu den Bilateralen, «sie schaffen sichere Rahmenbedingungen». Nestlé sei bei der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative auf eine Lösung angewiesen: Am Hauptsitz in Vevey sind laut Bulcke Mitarbeiter mit rund hundert verschiedenen Nationalitäten im Einsatz.

«Wir haben Forscher aus vielen Ländern, die wollen wir nicht verlieren. Sollte es schwierig werden, Spezialisten ins Land zu holen, müssten wir dorthin gehen, wo diese Flexibilität noch besteht, das ist doch logisch.»

«Wie viel ist zu viel?»

Auf die Frage, ob er Verständnis habe für die Aussage, es gebe zu viele Ausländer in der Schweiz, antwortet der belgische CEO: «Was heisst zu viel?» Wenn man sehe, wie erfolgreich die Schweiz sei, «wie gering die Arbeitslosigkeit und wie gut die hier arbeitenden Ausländer integriert sind, ist es dann zu viel?»

Trotz des Lobs gibt sich Bulcke besorgt über Entwicklungen in den letzten Jahren. Es habe wiederholt Vorstösse gegeben, welche die Stärke und Rechtssicherheit der Schweiz bedroht hätten.

Die Abzocker-Initiative etwa bezeichnet er als «Populismus». In diesem Fall habe sich eine kurzfristige, nicht sehr weise Sicht durchgesetzt. Mit anderen Volksentscheiden hingegen - dem Nein zur 1:12-Initiative und dem Nein zur sechsten Ferienwoche - scheine es, «als kehre die Weisheit zurück». (sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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    Alle Leser-Kommentare
  • EvilBetty 12.12.2015 11:42
    Highlight Ein anderer Weg wäre natürlich den Nachwuchs in der Schweiz zu fördern... aber man spart ja lieber bei der Bildung...
    12 2 Melden

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