Wirtschaft
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Taxis warten schön aufgereiht am Zürcher Hauptbahnhof auf Kundschaft. Bild: KEYSTONE

Täxeler liefern sich einen wüsten Preiskrieg am Zürcher Hauptbahnhof

Am HB Zürich stehen nur noch selbständige Täxeler, die die neuen Maximal-Tarife verlangen. Die etablierten Taxizentralen schalten Inserate, man solle mit ihren günstigeren Taxis fahren. 

25.06.15, 06:55 25.06.15, 10:26

Der Zürcher Taxi-Krieg geht in eine neue Runde. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, machen die unabhängigen Taxi-Fahrer den beiden grossen Zentralen 7x7 und 4/4 schwere Vorwürfe. Vier Vertreter der beiden Firmen in der sechsköpfigen städtischen Taxikommission hätten die Erhöhung der Maximal-Tarife durchgesetzt, um diese gegen die unabhängigen Fahrer zu verwenden. 

Im Plot funktioniere dies so, dass die Taxizentralen überhaupt nie vorgehabt hätten, die neuen Maximal-Tarife zu verrechnen, sondern damit die unabhängigen Fahrer auszubooten, die auf die erhöhten Tarife angewiesen seien. Der neue Maximaltarif ist mit 8 Franken Grundtaxe und 5 Franken pro gefahrenem Kilometer fast einen Drittel höher als vor der Erhöhung durch den Stadtrat. 

Unabhängige vom Markt drängen

Die Strategie der Taxizentralen funktioniere laut «Tages-Anzeiger» vor allem am Hauptbahnhof Zürich gut. Dort stehen mittlerweile fast ausschliesslich unabhängige Fahrer, die für einen schlechten Service die Maximal-Tarife verlangen. Mit Inseraten, die auf diesen Umstand aufmerksam machen und auch darauf, dass niemand verpflichtet sei, in das erste Taxi der Warteschlange einzusteigen, wollen die Taxi-Zentralen die Unabhängigen am HB Zürich aus dem Markt drängen. 

Laut Anna Spengler, der Präsidentin des Zürcher Taxiverbands, sei dank der neu erlaubten Maximal-Tarife jeder siebte der rund 800 unabhängigen Taxifahrer mit den Preisen raufgegangen, womit sie sich, «selber aus dem Geschäft» nähmen. 

«Selbst erstaunt»

Die beiden Geschäftsführer der Taxi-Zentralen 7x7 und 4x4, André Küttel und Grégoire Allet, wehren sich gegen die im «Tages-Anzeiger» erhobenen Vorwürfe gegen sie. Bei der Maximalpreis-Erhöhung sei kein Kalkül im Spiel gewesen. Sie wunderten sich selber darüber, dass viele Taxifahrer die Tarife erhöht hätten, ohne einen entsprechenden Mehrwert zu bieten. 

Nicht nur untereinander in Zürich sind die Taxi-Anbieter im Clinch, auch in anderen Schweizer Städten gibt es Reibungen. Der App-basierte Fahrdienst Uber unterbietet die herkömmlichen Taxi-Tarife teils um bis zur Hälfte im Preis. Insbesondere der Dienst UberPop, bei dem Hobbyfahrer quasi zum Selbstkostenpreis Fahrgäste befördern, lässt die Umsätze der herkömmlichen Taxi-Anbieter einbrechen. (thi)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Max Heiri 25.06.2015 10:27
    Highlight Dieses kartellähnliche System ist der Schweiz unwürdig. Ich würde sogar Uber nehmen, wenn es gleich viel kosten würde. Denn beim Aussteigen habe ich einfach nicht das latente Gefühl irgendwie über den Tisch gezogen worden zu sein.
    2 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.06.2015 07:56
    Highlight wenn sich die Taxis streiten, nehme ich Uber, oder sonst ein Taxi dass mir per App sagt was meine Reise genau kostet
    6 2 Melden
  • Nosgar 25.06.2015 07:31
    Highlight Die Schuld jenen zu geben, welche die Preise nicht erhöht haben, ist doch etwas abenteuerlich.
    9 0 Melden

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