Wirtschaft
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Altenrhein

Der Flugplatz Altenrhein von oben.
bild: zvg

Wer von Altenrhein SG nach Wien fliegt, bestimmt den Preis selber – aber klappt das auch? Ein Besuch vor Ort

Als erste Fluggesellschaft überhaupt lässt People's Viennaline ihre Passagiere den Ticket-Preis selber bestimmen. Wer will, kann für einen Franken von Altenrhein nach Wien fliegen. Was das mit den Menschen macht, zeigt ein Besuch. 



Ein kleiner Teil von Altenrhein liegt am Bodensee. Dort herrscht Idylle. Der Rest der Ostschweizer Gemeinde ist eher schmucklos. Industrie beherrscht den Ort.

Doch es gibt einen Flughafen. Oder besser gesagt einen Flugplatz. Wegweiser mit der Aufschrift «Flugplatz Altenrhein» lotsen zum Airport. Um diesen besser bekannt zu machen, haben sich die Verantwortlichen folgendes einfallen lassen. Die Fluggesellschaft, die von Altenrhein nach Kroatien, Griechenland oder Italien fliegt, bietet Tickets für die Route nach Wien an, bei denen der Passagier den Preis bestimmt. 

Altenrhein

Der Eingang: Am Flugplatz Altenrhein ist alles ein bisschen kleiner.
bild: watson 

Und tatsächlich. Kurz nach 13.30 Uhr tröpfeln mehr und mehr Leute in die zuvor leere Schalterhalle. Eine ganze Gruppe gibt Gepäck am Check-In-Schalter auf. Alle haben im Voraus gebucht. Es geht rasch, die Wege sind kurz. Da bleibt sogar noch Zeit für ein Bierchen in der Bye Bye Bar.

«Wie viel ich bezahlt habe, ist Privatsache.»

Passagier aus der Schweiz

Ein Mann, der seine Mütze tief in die Stirn gezogen trägt, steht jetzt am Schalter. Was er sagt, ist schwer zu verstehen. «Noch Tickets nach Wien?», ist irgendwann hörbar. «Ja, wir haben noch Plätze frei», antwortet die Frau hinter dem Schalter freundlich und lächelt.  Sofort zückt der Mützenträger sein Portemonnaie und steckt ihr Bargeld entgegen. Wie viel, ist nicht erkennbar. Er möchte es auch nicht preisgeben, als er sein Ticket in den Händen hält. Das gehe niemanden etwas an.

Umfrage

Passagiere können den Flugpreis selber bestimmen - eine gute Idee?

  • Abstimmen

534 Votes zu: Passagiere können den Flugpreis selber bestimmen - eine gute Idee?

  • 14%Ja. Gut für mich, dann bezahl ich nämlich nix kchchchch
  • 18%Nein, die Fluggesellschaft geht so zu Grunde.
  • 68%Interessantes Modell, mit etwas Solidärität könnte es sogar funktionieren.

Ein junger, gut gekleideter Brillenträger – auch er spricht leise am Schalter – ist wenig später ebenfalls Besitzer eines Wien-Tickets. «Klar profitiere ich vom Angebot, wie viel ich bezahlt habe, ist Privatsache.» Draussen schüttet es wie aus Kübeln, die Maschine aus Wien landet. Eine Frau in fortgeschrittenem Alter hat für ihren Flug soeben 50 Franken hingeblättert. Fotografieren lässt sie sich nicht. Sie schätze das Angebot, sagt sie. Mit ihrem Einkommen lägen Kurztrips per Flugzeug eigentlich nicht drin.

Altenrhein

Reger Betrieb vor dem Nachmittagsflug in der winzigen Schalterhalle. 
bild: watson 

In der Schalterhalle könnte man schlicht eine soziale Studie durchführen: Es erstaunt, dass die Schnäppchenjäger sich so verschlossen geben. Es scheint, als ob sie sich für ihr Tun schämen.

Schlecht ausgelastete Flüge füllen 

Das Angebot gibt es seit etwas mehr als zwei Wochen. Es gilt ausschliesslich für die Nachmittagsflüge Altenrhein – Wien und umgekehrt. Und nur unter der Woche, nicht samstags und sonntags. Die Airline fliegt viermal täglich aus der Ostschweizer Provinz in die österreichische Metropole und zurück. Die beiden Nachmittagsflüge waren bisher unterdurchschnittlich ausgelastet. Deshalb die Aktion. 

«Zurück fliege ich für einen Euro. Die sind selber schuld, wenn sie so etwas anbieten.»

Passagierin aus Österreich

Gemäss People's-Viennaline-Sprecher Thomas Mary stellen sich täglich zwischen 5 und 30 Personen, die den Preis selber wählen, an den Schalter.

Das müssen sie auch. Wer billig fliegen will, kann nicht im Voraus buchen. Solche Tickets können nur vor Ort und frühestens eine Stunde vor Abflug gekauft werden. Ob es dann noch Platz hat, ist unsicher. Nur die Anzahl Sitze, die nicht über den normalen Weg an den Mann gebracht werden konnten, werden für das Spezial-Angebot freigegeben. Und für diese gilt: First come, first serve. 

Altenrhein

Rund um den Flugplatz sind Industrie-Betriebe angesiedelt.
bild: watson

Erst im Flugzeug vom Angebot erfahren hat eine Studentin aus Wien, die jetzt in Altenhein auf den Bus nach St.Gallen wartet. Sie diskutiert mit einem Pärchen, welches sie auf dem Weg in die Schweiz kennengelernt hat. Leicht genervt meint sie: «Hätte ich davon gewusst, hätte ich sicher nicht weit über 100 Euro bezahlt.» Zum Glück habe sie noch keinen Rückflug gebucht. Fast drohend fügt sie an: «Zurück fliege ich für einen Euro. Die sind selber schuld, wenn sie so etwas anbieten.»

Welcher Preis ist ein fairer Preis?

Ob es Personen gibt, die tatsächlich für bloss einen Franken fliegen, will Mary nicht sagen. Er möchte nicht, dass sich die Passagiere an einem Richtpreis orientieren. «Die Leute sollen sich Gedanken machen über den Wert eines Fluges, das ist uns wichtig.» Was nichts koste, sei nichts wert, so Mary weiter. Für einen Studenten liege ein «fairer» Preis wahrscheinlich tiefer als für einen gut verdienenden Manager. «Zehn Prozent des selbstbestimmten Preises gehen übrigens an das Kinderdorf Pestalozzi in Trogen», fügt er an. 

Altenrhein

So wirbt die Fluggesellschaft vor Ort.
bild: watson 

Ob die Botschaft bei den Passagieren ankommt, bleibt fraglich. «Warum seid ihr hier und wie viel habt ihr bezahlt?», fragt die Studentin das Paar im Bus. Er guckt seine Partnerin kurz an, bevor er antwortet. «Ehrlich gesagt, sind wir geflogen, um des Fliegens Willen; bei diesen Preisen kann man das schon mal machen». Eine Nacht würden sie in St.Gallen verbringen, bevor es wieder zurück nach Wien geht. Zum Spezialpreis – den auch sie nicht verraten wollen – selbstverständlich. 

Das Variabel-Preis-Angebot gilt noch bis Ende Oktober. Wie es danach weitergeht, ist offen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • theeagle 16.06.2016 18:04
    Highlight Highlight Ich empfinde es als eine sehr gelungene Aktion. Zum ersten mal macht man sich wirklich Gedanken darüber, was es einem selber wert ist.

    Die Normalpreise der People's sind gar nicht so hoch wie sie scheinen. Wenn man sich die Tarifbedingungen des teuersten Fluges durchließt und diesen mit anderen Airlines (Swiss etc.) vergleicht, fliegt man mit dem 319€ Tarif zu einem recht günstigen Preis. Die Swiss verlangt den gleichen Preis mit (fast) den selben (sogar schlechteren) Konditionen. Dazu kommt noch, dass die Parkplätze in Altenrhein wesentlich günstiger sind und die Anreise auch kürzer ist.
  • MaxHeiri 16.06.2016 14:09
    Highlight Highlight Ich finde die Idee aus Marketingsicht gut, indem man aufzeigt, dass man ab St.Gallen direkt nach Wien fliegen kann. Auf der anderen Seite ist halt das Problem da, dass man seine Einnahmen kannibalisieren könnte, indem plötzlich brav zahlende Kunden ihre Tickets auch so beziehen.
  • crazyfuffi 16.06.2016 13:30
    Highlight Highlight Das ist rein betriebswirtschaftlich nicht so abwegig wie es tönt.
    Man spricht in diesem Zusammenhang von Fixkosten, die unabhängig von der Anzahl Passagiere anfallen (Lohn Crew, Spritverbrauch etc.) Und variablen Kosten, die pro Passagier anfallen (evtl. Verpflegung an Bord, falls diese Inbegriffen ist etc.)

    Die Variablen Kosten sind wohl ziemlich tief und somit kann die Airline eben auch bei tiefen Preisen einen sogenannten Deckungsbeitrag erzielen, der zur Gewinnerzielung oder zur Bezahlung der Fixkosten verwendet werden kann.
    • Gsnosn. 16.06.2016 16:38
      Highlight Highlight Ich habe dein Text nicht gelesen aber ich muss antworten! Geiles Logo hast du!!!
  • 7immi 16.06.2016 13:09
    Highlight Highlight Für die airline ist es kein verlust, da sie sonst leer zurück fliegt (da extrem tiefe auslastung). so gesehen bessert jeder euro die bilanz auf. das ist also kein "neuartiges tarifsystem" sondern wirtschaftliches denken, um die finanzielle lücke zu schliessen und marketing. würde sie das auf allen flügen einführen, wäre sie wahrscheinlich schnell bankrott. die gewinnmargen der airlines sind nämlich ohnehin schon mikrig, die preise am limit.
    • Charlie Brown 16.06.2016 13:33
      Highlight Highlight @7immi: Stimmt fast. Jeder Passagier löst gewisse zusätzliche Kosten aus, sei es nur das zusätzliche Kerosin oder der erhöhte Aufwand für die Reinigung. Die Flughafentaxen können wir wahrscheinlich weglassen, die kommen wohl so oder so 1:1 noch zum Ticketpreis hinzu.

      Insofern ist es eine klassische Grenzkostenbetrachtung, welche die kurzfristige Preisuntergrenze festlegen sollte.
    • 7immi 16.06.2016 15:52
      Highlight Highlight das ist richtig, hoch sind diese kosten aber nicht. auch die zusätzlichen treibstoffkosten fallen auf der kurzstrecke nicht ins gewicht. ausserdem bezahlen die fluggesellschaften eine strafe auf leere sitze in wien, soviel ich weiss...
    • SJ_California 16.06.2016 17:19
      Highlight Highlight 7immi, das scheint mir ein logischerer Grund zu sein als die Deckungsbeitragsrechnung. Wäre noch interessant zu wissen, wie hoch diese Strafgebühr pro Platz ist. Wäre doch eine Rechercheaufgabe für Watson!
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheDoc 16.06.2016 12:54
    Highlight Highlight Mein Preis: 100.- pro Flug für diese Distanz
    • Charlie Brown 16.06.2016 13:36
      Highlight Highlight Der Flieger hat 76 Plätze, gibt in dem Fall pro Flug CHF 7'600 Umsatz.

      Das Angebot würde dann nicht lange aufrecht erhalten, wenn alle Sitze zu dem Preis weggingen. Und andere zahlen dann sogar nur 1 Euro. Was das Grounding noch ein wenig beschleunigen würde...
    • Johnny Guinness 16.06.2016 16:30
      Highlight Highlight auf der homepage kosten die Hinflüge zwischen 119 und 311 CHF, was ich doch recht viel finde. Heute fliegt man fuer 600 franken nach nyc retour, ob das gut ist, ist eine andere Frage, aber es is Realität. Ich hätte jetzt 110 franken retour bezahlt, aber jetzt, da ich weiss wie viel die Tickets normalerweise kosten, hätte ich skrupel nur 110 zu bezahlen. Wie sieht der Konsens auf Watson aus, was wuerdet ihr bezahlen_
    • SJ_California 16.06.2016 17:23
      Highlight Highlight Hin- und zurück für weniger als 400.- würde ich gerne bezahlen, allerdings nur solange ich nichts von diesem Angebot weiss. Ich glaube wenn man etwas gratis haben kann legt man höchstens einen symbolischen Preis hin. Das menschliche Hirn funktioniert nun mal so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Human 16.06.2016 12:37
    Highlight Highlight Dann weiss ich ja nun wie ich dieses Jahr doch günstig nach Budapest komme 😁
  • Anded 16.06.2016 12:25
    Highlight Highlight Wäre wohl besser, wenn man den Preis kurz zusammen mit dem Verkäufer besprechen müsste. Man muss ja nicht seine Finanzen offen legen. Man gibt an warum man nach Wien fliegen möchte, was man dort so vor hat, und wie man das eigne Budget so einschätzt (keine Zahlen). Danach schlägt der Verkäufer einen fairen Preis vor. Wer es nötig hat, kann auch hier lügen. Das schlechte Gewissen dürfte dann aber noch grösser sein. Und wer nicht reden möchte soll einfach den normalen, vollen Preis bezahlen.
  • sailinj 16.06.2016 11:23
    Highlight Highlight Die Firma ist selber Schuld wenn sie sowas anbietet.... :-D das war der lustigste Spruch...
    Im Ernst: absolut keine Privatsache was die Leute zahlen. Jeder ders nicht sagt hat ein schlechtes Gewissen. Einige Konsumenten sind wohl in der Lage ein solches Angebot zu verstehen. Alle anderen sollens bitte bleiben lassen oder per Anhalter fahren.
    Die Geiz ist Geil und Schnäppchen-Kultur ist alles Andere als geil...
    • Fumo 16.06.2016 11:55
      Highlight Highlight "Die Geiz ist Geil und Schnäppchen-Kultur ist alles Andere als geil"

      Aber die 300% Gewinnmargekultur ist in Ordnung?
      Und um vorzubeugen, die Gewinnmarge ist der Reingewinn. Denn es ist sowas wie: "Aber es müssen auch Löhne und Infrastruktur bezahlt werden blablabla" zu erwarten ;)
    • Charlie Brown 16.06.2016 13:29
      Highlight Highlight @Fumo: 300% Gewinnmarge würde bedeuten, dass ein Flug zu "weit über 100 Euro" (der im Artikel genannte Preis) gerade mal "weit über 25 Euro" Vollkosten auslöst. Die "weit über 75 Euro" wären dann die 300% Gewinnmarge. Also wären die Vollkosten für den Flug bei Vollbesetzung (selbst bei 200 Euro Ticketpreis) um die 3'800 Euro. Man muss nicht BWL studiert haben, um zu verstehen, dass das Quatsch ist. Aber es würde vielleicht helfen...

      Zum Vergleich: Easyjet hatte 2015 eine pre tax margin von 14.6 %. Ich habe keine Ahnung, wie du auf Grössenordnungen von 300% kommst. Bitte sage es mir.
    • Fumo 16.06.2016 13:35
      Highlight Highlight Vielleicht indem ich seinen Begriff "blablabla-Kultur" aufgegriffen habe und es wegen "Kultur" genau so allgemein gemeint habe wie er und nicht nur auf diesen einen Fall der Luftfahrtbranche?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dewar 16.06.2016 11:23
    Highlight Highlight Weiss gerade nicht, was ich davon halten soll... Einerseits finde ich solche Angebote gut, weil es einen den Wert von Dingen, Dienstleistungen und Arbeit hinterfragen lässt. Wir machen uns viel zu selten Gedanken über Qualität und die wahren Kosten unseres Konsums. Auch können sich so auch Leute mal was leisten, deren schmales Budget es ihnen normalerweise nicht erlaubt. Gerade beim Fliegen finde ich es aber auch problematisch, da Flüge sowieso viel zu billig sind. Fliegen soll meiner Meinung nach teuer sein, genau wie Autofahren und sonst alles, dessen Kosten man nicht in Geld aufwiegen kann.
  • nukular 16.06.2016 11:10
    Highlight Highlight Ich bin mehr als zufrieden mit der airline. Wenn man in wien studiert und mal heim möchte, ist man damit sehr schnell. Auch finde ich die 99euro nicht viel. Man bekommt da im flugzeug was kleines zu essen und zum trinken gibts vom bier über cola bis zum wein fast alles. Auch finde ich die sitze mehr als nur bequem. Viel besser als im öbb railjet 7h rumzugurken, bei den billigen sitzen. Da zahle ich lieber 50euro mehr und bin 3x schneller daheim.
    P.s ich glaube kaum, dass die studentin oben im artikel für 1euro zurückfliegt...wenn man weiss was der flug wert ist, zahlt man auch dementsprechend.
    • Maon 16.06.2016 13:53
      Highlight Highlight Nimm den Schlafwagen, da hast du auch Service inbegriffen und zahlst ca. 87.-
      Ausserdem verlierst du keine Zeit, da du über Nacht unterwegs bist...
    • nukular 16.06.2016 14:54
      Highlight Highlight Schlafwagen nur im notfall.. daa kann ich genau so gut 10fr mehr zahlen und fliegen. Denn auch als standartpreis um 99fr/euro ist das fliegen noch billig.
    • Maon 16.06.2016 15:57
      Highlight Highlight Und der ökologische Aspekt ist egal?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fumo 16.06.2016 10:47
    Highlight Highlight Gratis Pizza, Flüge so günstig wie man möchte und beides funktioniert. Ob der Drang nach Wachstum vielleicht doch nicht das Beste für die Wirtschaft ist?
    Aber nein, 6 Wochen Ferien? Da gehen Firmen kaputt. 1:12? Niemals! Das führt zur Ruin des Marktes. BGE? Geht's noch? Dann bricht ja alles zusammen...
    Schön zu sehen dass einzelne Betriebe beweisen dass Geld nicht alles ist und man rein mit den nötigsten überleben kann.
    • Raembe 16.06.2016 11:10
      Highlight Highlight Was bringt es abgelehntem nachzutrauern? Vorwärts schauen!
    • Kyle C. 16.06.2016 11:18
      Highlight Highlight Wäre schön wenn wirklich alles so romantisch ist wie von dir beschrieben. Hinter beiden Aktionen kann man trotzdem Wachstumsgedanken erkennen wenn man will. Aber, wenn allen Seiten gedient ist und solche Aktionen auch noch symbolisch für eine andere, neue Art von Markt stehen, dann will ich diesen Trend auch als erfrischende Innovation feiern.... :)
    • Charlie Brown 16.06.2016 11:21
      Highlight Highlight Gratis Pizza funktioniert nur so lange wie nur jene davon profitieren, die nicht anders können und genügend da sind, die für ihre Pizzen bezahlen.

      Selbstgewählte Preise für Flüge funktioniert genau für die "Restenverwertung" und so lange, wie die Erträge mindestens die Grenzkosten decken.

      Würde die Fluggesellschaft heute alle Sitze zum "was-es-dir-Wert-ist"-Preis verkaufen, könnte sie übernächste Woche Konkurs anmelden. So gut kenne ich die Geiz-ist-geil-Konsumenten. Leider.

      1:12, 6 Wochen Ferien und BGE sind zwar schöne populistische Stichworte, mir fehlt da aber der Zusammenhang.
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