Wirtschaft

Wenn Reichtum zur Dekadenz wird: Superparty im Film «The Great Gatsby».

Wann kommt es zum Aufstand gegen den neuen Geldadel?

Ungleichheit ist für Ökonomen das Gleiche wie die Klimaerwärmung für die Ökologen: Eine Gefahr für die Menschheit. Wie lange werden sich Mittelstand und Arbeiter das noch bieten lassen?

06.01.16, 11:33 07.01.16, 17:32

Anfang Januar treffen sich die amerikanischen Ökonomen jeweils zu ihrem jährlichen Kongress. Heuer findet er in San Francisco statt und steht ganz im Zeichen eines einzigen Themas: der Ungleichheit. Besonders ein Paper sorgt dabei für Diskussionsstoff. Es stammt von Nicholas A. Bloom, Ökonomieprofessor an der Stanford University. Er hat Daten über die Vermögensverteilung in den USA der letzten 35 Jahre ausgewertet.

Bill Gates & Co. sind nur die Spitze des Eisbergs

Das Resultat ist unmissverständlich: Rund 250'000 Amerikanerinnen und Amerikaner – ein Viertelprozent der erwerbstätigen Bevölkerung – besitzen einen immer grösseren Anteil des gesamten Vermögens. Bekannte Namen wie Mark Zuckerberg, Bill Gates und Warren Buffett sind dabei nur die Spitze des Eisberges. «Es ist eine grössere Gruppe, und sie laufen allen anderen davon», sagt Bloom.

«Wir haben zwei unterschiedliche Steuersysteme, eines für Normalverdiener und eines für diejenigen, die sich die ausgeklügelten Dienste der Steuerexperten leisten können.»

Victor Fleischer,  Universität von San Diego

Das Resultat ist jedoch nicht erstaunlich. Schon vor rund zwei Jahren hat der französische Ökonom Thomas Piketty diese These in seinem überraschenden Bestseller «Das Kapital des 21. Jahrhunderts» aufgestellt. Doch Piketty wurde danach sofort in die Ecke der Altlinken und Neo-Marxisten gestellt und danach ignoriert. Nicholas Bloom jedoch lehrt nicht nur an einer der renommiertesten Universitäten der USA, der gebürtige Brite ist auch ein bekennender Anhänger der konservativen Partei.

Hat die Ungleichheit aufs Tapet gebracht: Thomas Piketty.
Bild: CHARLES PLATIAU/REUTERS

Bloom stellt klar, dass die explodierende Ungleichheit kein Privileg der Amerikaner ist. In allen entwickelten Ländern, auch in Grossbritannien, Deutschland und selbst Schweden lässt sich diese Entwicklung feststellen. «Es ist ein wahrhaft globales Phänomen geworden», stellt Bloom in der «New York Times» fest. «Ich kenne keinen seriösen Ökonomen, der bestreiten würde, dass die Ungleichheit zugenommen hat. Die Debatte dreht sich nur noch um das Ausmass.»

Die Schweiz – das sei nur kurz erwähnt – hat gemäss einer Studie der Credit Suisse die höchste Anzahl von Superreichen pro Einwohner.

Thomas Piketty ist salonfähig geworden

Wie weit Pikettys These zum allgemein akzeptierten Mainstream geworden ist, zeigt auch die jüngste Ausgabe von Foreign Affairs. Das wohl renommierteste Politmagazin der Gegenwart stellt das Thema Ungleichheit in den Mittelpunkt. Gleich zu Beginn hält der Politologe Ronald Inglehart auch fest: «Pikettys Buch ist in einigen Details korrigiert worden, aber seine These, wonach die wirtschaftliche Ungleichheit in den meisten entwickelten Ländern rasch zunimmt, trifft offensichtlich zu.»

«Ich kenne keinen seriösen Ökonomen, der bestreiten würde, dass die Ungleichheit zugenommen hat. Die Debatte dreht sich nur noch um das Ausmass.»

Nicolas a. Bloom, Stanford University

Zur Erinnerung: Für Thomas Piketty war die extreme Vermögenskonzentration in der Belle Epoque ein zentraler Grund für den Ersten Weltkrieg. Zu einer Wiederholung der Geschichte wird es jedoch nicht kommen. Der klassische Klassenkampf gehört der Vergangenheit an. «Der Kampf findet nicht mehr zwischen Arbeiterklasse und Mittelstand statt», schreibt Inglehart, «sondern zwischen einer winzigen Elite und der grossen Mehrheit aller Bürger.»

Klassenkampf war gestern

Die politischen Fronten haben sich deshalb verschoben. Es trifft nicht mehr zu, dass Arbeiter links und Mittelständler tendenziell rechts wählen. Vielmehr entscheidet sich der progressive Mittelstand heute für rot-grün, während sich die Arbeiter den rechtskonservativen Parteien zuwenden, in der Schweiz etwa der SVP. Nochmals Inglehart: «Die Wählerschaft ist nicht mehr nach Klassen polarisiert, sondern nach Werten.»

Die schmale Elite der Superreichen wird auch politisch immer einflussreicher. Der Geldadel muss immer weniger an den Fiskus abliefern. Ein Heer von Anwälten und Steuerexperten sorgt dafür, dass die Superreichen jedes noch so winzige Schlupfloch zu ihren Gunsten ausnützen können. Das hat Folgen. So hat die New York Times kürzlich gemeldet, dass der Anteil am gesamten Steueraufkommen der reichsten Amerikaner schrumpft: Von einst 20,9 Prozent auf 17,6 Prozent im Jahr 2012, aus dem die letzten Zahlen stammen.

Tom Cruse als Steueranwalt im Film «The Firm». 

Der Geldadel kauft sich die Politik

«Wir haben zwei unterschiedliche Steuersysteme, eines für Normalverdiener und eines für diejenigen, die sich die ausgeklügelten Dienste der Steuerexperten leisten können», erklärt daher Victor Fleischer, Rechtsprofessor an der Universität von San Diego. «Entgegen dem Prinzip der progressiven Besteuerung sinkt an der kleinen Spitze der Einkommensverhältnisse die effektive Steuerbelastung.»

Diese Entwicklung findet wohlgemerkt unter einem demokratischen Präsidenten statt. Barack Obama ist es zwar gelungen, ein paar Auswüchse seines Vorgängers wieder auszubügeln, den Trend stoppen oder gar umkehren konnte er jedoch nicht. Sollte im kommenden Januar ein Republikaner ins Weisse Haus einziehen, dann werden die bereits absurden Verhältnisse geradezu grotesk. Alle Präsidentschaftsanwärter der GOP wollen die Steuern für die Reichen nochmals massiv senken. Am weitesten lehnt sich dabei Ted Cruz aus dem Fenster: Er plädiert für eine Flat Tax von zehn Prozent für alle.

«Rund um den Globus spricht sich eine Mehrheit für den Abbau der Ungleichheit aus. Nur Gesellschaften, die sich den veränderten Bedingungen anpassen, überleben.»

Ronald Inglehart, «Foreign Affairs»

Das neue Bündnis: Mittelstand und Arbeiter gegen den Geldadel

Allerdings besteht die Gefahr, dass die Superreichen ihr Blatt überreizen. Es mehren sich die Anzeichen eines Widerstands gegen die Steuerprivilegien des neuen Geldadels. Die Menschen sind heute viel besser ausgebildet, besser informiert und nicht länger gewillt, diese Zustände zu billigen. Wenn sich Mittelstand und Arbeiterklasse nicht mehr gegenseitig bekämpfen, sondern sich gegen den neuen Geldadel verbünden, dann wird es für diesen eng werden.

Ist ein solches Bündnis denkbar? «Langfristig wahrscheinlich schon», sagt Ronald Inglehart. «Rund um den Globus spricht sich eine Mehrheit für den Abbau der Ungleichheit aus. Nur Gesellschaften, die sich den veränderten Bedingungen anpassen, überleben. Trotz der gegenwärtigen Lähmung haben die Demokratien immer noch die Kraft, dies zu tun.»

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66
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    Alle Leser-Kommentare
  • Tubel500 07.01.2016 08:22
    Highlight Eines der Hauptprobleme ist die Kurzsichtigkeit bei einem Grossteil der Wähler. Es gibt wohl kaum durchschnittlich verdienende, welche Ungleichheit gut finden. Wenn es jedoch konkret um Lösungen (wie z.B. die Abschaffung der Pauschalbesteuerung) geht, sind schnelle Lösungen oder Angstmache der Reichen/Rechten das überzeugendere Argument .
    39 2 Melden
    • nigital_Fatives 07.01.2016 18:46
      Highlight Das Hauptproblem ist, dass so ein Artikel gerade mal vier Kommentare hat und diverse Artikel über irgendwelche B-Promis bis zu Hundert...
      8 0 Melden
    • nigital_Fatives 07.01.2016 19:02
      Highlight Oh, hat mir da ne ganz falsche Zahl angezeigt.. nimm es zurück, wurde ja fleissig diskutiert, zum Glück :) Aber bin trotzdem der Meinung, dass solche Themen viel zu wenig in den Medien thematisiert werden. Was man nicht weiss, macht einen nicht heiss...
      4 1 Melden
  • Schneider Alex 07.01.2016 06:46
    Highlight Während sich die HNWI Vermögensverwalter leisten können und bei Aktienbewegungen jeder Art meist mitverdienen, verpassen die Verdiener im Mittelfeld oder darunter meist die günstigsten Kauf- und Verkaufstermine und sind à la longue Verlierer an der Börse. Der schöne Spruch „Geld verschwindet nicht, es wechselt nur den Besitzer“ gilt insbesondere für die modernen Finanzmärkte; sie verteilen es vor allem um; in der Regel auf die dem Kapitalismus so nachhaltig eigene Weise: von unten nach oben. Zahl und Vermögen der HNWI wachsen, der Mittelstand verliert.
    17 0 Melden
  • Schneider Alex 07.01.2016 06:45
    Highlight Umverteilung via Börse: von unten nach oben!

    9% der reichsten Steuerpflichtigen in der Schweiz verfügten 2003 über 70% des Reinvermögens (Aktiven minus Passiven, vor Sozialabzügen); 0.1% sogar über rund 20% des Reinvermögens. In der Schweiz gab es 2010 243'000 High Networth Individuals (HNWI), eine Spezies, die pro Kopf über ein liquides Vermögen von mehr als 1 Million US-Dollars verfügt (Totales Vermögen abzüglich Betriebs-, Immobilien- und sonstiges festangelegtes Vermögen).

    9 0 Melden
  • Mortimer 07.01.2016 00:47
    Highlight Herr Gott nochmal.... Wo hab ich bloss diese Studie der ETH ZH hin getan?!? Die vor ein paar Jahren nur ganz kurz in einem kleinen Artikel behandelt wurde. In dieser Studie zeigte die ETH auf, dass die die gesamte Wirtschaft weltweit von 120 Finanz-Clans kontrolliert wird. Ich dachte damals, dass kann nicht sein, dass MUSS eine Verschwörungstheorie sein. Das würden wir uns ja nie gefallen lassen. ...Ich finde sie echt nicht mehr. Schade. Vieleicht kann jmd von euch weiter helfen? Dankeschön
    18 0 Melden
    • bromberus 07.01.2016 06:22
      Highlight Meinst du vielleicht: Vitali et al. (2011) "The network of global corporate control"?
      5 0 Melden
    • Philipp Löpfe 07.01.2016 09:24
      Highlight Dei meint er wahrscheinlich. Es sind übrigens 143 Unternehmen in der ETH-Studie.
      4 0 Melden
    • Bernhard Kobel 07.01.2016 12:00
      Highlight Und hier noch der passende TED-Talk: https://www.ted.com/talks/james_b_glattfelder_who_controls_the_world
      0 0 Melden
    • Mortimer 07.01.2016 17:40
      Highlight Vielen Dank euch! Ich war mir wegen der Anzahl nicht mehr sicher und wollte daher nicht was falsches schreiben und übertreiben ;))
      3 0 Melden
  • RatioRegat 07.01.2016 00:13
    Highlight Danke für diesen sehr lesenswerten Artikel, Herr Löpfe.

    Die neuste Ausgabe der Foreign Affairs kann ich im übrigen sehr Empfehlen.
    9 1 Melden
  • Jol Bear 06.01.2016 19:17
    Highlight Die Feststellung der zunehmenden Vermögensungleichheit ist das eine. Interessant wären nun Ursachen und Vorschläge zu diskutieren. Eine der oft verschwiegenen Mitverursacher ist die masslose Flutung der Märkte mit Geld durch die politisch vereinnahmten Zentralbanken. Da das "aus dem Nichts produzierte Geld" nicht im Wirtschaftskreislauf landet sondern in den Finanzmärkten, werden bisherige Aktionäre und Firmeneigentümer ohne Leistung zu erbringen, reicher und reicher. Jene ohne Wertpapiere treten an Ort.
    27 3 Melden
    • Kookaburra 06.01.2016 21:09
      Highlight Und die Geldschöpfung der anderen Banken ist noch viel schlimmer... (Sicher kennt ihr die Geschichte vom Goldschmid Fabian. Sonst gucken auf Youtube:)
      Und, dass die Zentralbanken (wie etwa die Fed) Privat(!) sind.
      Ich bin schon auch für Gewaltentrennung, aber Gewisse Dinge sollte das Volk (der Staat) einfach nicht aus der Hand geben!
      Ausserdem hat sich die Geldmenge seit der Krise08 um glaub etwa das Zwanzigfache aufgebläht. (Um den Wahnsinn weiter zu treiben und den Chlapf zu verzögern.)
      22 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 19:14
    Highlight Danke Herr Löpfe für diesen Artikel.
    39 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 18:43
    Highlight Wenn der letzte Lohnsklave an seinem Hungerlohn verreckt ist, spätestens dann merken die Reichen, das es für sie auch aus ist, und sie mit ihrem Geld nichts mehr kaufen können, weil ja keiner mehr da ist, der für ihren Konsum produziert.
    Vielleicht merken die Reichen das lange vorher und beginnen durch gigantische Infrastruktur- und Forschungsprojekte, quasi modernen Formen des Baus von Pyramiden, ihr Geld zurückzupumpen in die Basis ihres Reichtums: die Lohnsklaven. Solche Projekte sollten Prestigeobjekte sein, nicht Jets und Yachten. Ich träume weiter ...
    23 1 Melden
    • maxy 06.01.2016 20:56
      Highlight Schon die Römer wussten dass man Sklaven nicht einfach hungern lassen kann, weil sonst ihre Arbeitsleistung einbricht. Man muss ihnen so viel geben dass ihre Leistung gerade nicht einbricht. Prekariat nennt man das heute. Sklaverei ist ja zum Glück illegal, und wäre schon nochmals eine ganze Kategorie schlimmer. Ob die Reichen ihr Geld für private Raumfahrt, Paläste oder für Forschungsprojekte ausgeben spielt nicht so eine grosse Rolle - der entscheidende Punkt ist die Fremdbestimmung über menschliche Lebenszeit.
      17 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 16:50
    Highlight alles nur neid - lasst uns endlich in ruhe....
    14 64 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 17:10
      Highlight ist kein Neid! !!
      Die Probleme der Reichen möchte ich nicht haben.
      37 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.01.2016 16:24
      Highlight korrektur - gehöre nicht mehr zum geldadel - meine hausbank,hat sich soeben für den kommafehler entschuldigt.
      4 0 Melden
  • Bernhard Kobel 06.01.2016 16:27
    Highlight Ein erster Schritt wäre, nicht mehr SVP zu wählen, denn die beschäftigt die Stimmbürger mit Empörungsthemen, während Hintergrund die Umverteilung organisiert wird.
    99 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 16:45
      Highlight die alternative wäre SP, aber dann müsste ich als Normalverdiener früher oder später mein weniges das ich habe mit anderen teilen. Oder?
      23 41 Melden
    • phreko 06.01.2016 17:35
      Highlight @Beat, ja wenn die "Grossen" endlich mitbezahlen müssten, dann müsstest du kaum mehr bezahlen. Aber wahrscheinlich werden deine Vertreter eher der Unternehmenssteuerreform zustimmen und dich indirekt mehr bezahlen lassen...nicht?
      47 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 18:16
      Highlight Als Normalverdiener musst du vor allem mehr zahlen, wenn die Reichen noch mehr für sich selbst behalten.
      48 2 Melden
    • Jol Bear 06.01.2016 20:23
      Highlight Ach, die böse böse SVP, das ewige Hindernis zum Paradies. Ohne sie würde sich die Vermögensverteilung, auch in den USA, schlagartig verändern. Und in der Schweiz würde die Umverteilung zu Gunsten der Bauern auch aufhören. Und der problematische globale Klimawandel wäre ohne die knapp 30% Schweizer SVP-Wähler auch gleich Schnee von gestern.
      12 36 Melden
    • Kookaburra 06.01.2016 21:20
      Highlight Die SVP ist, meiner Meinung nach, diesbezüglich gar nicht mehr viel schlimmer, wie die SP.
      Und auch die CVP ist nicht wirklich besser - und die FDP ist eine Katastrophe, für den Normalbürger. Alle Parteien triefen doch unterdessen vor Geldadel.

      Und auch wenn ich in vielen Sachen nicht mit ihm einverstanden bin, so hat doch einer mal dazu das Maul im Parlament aufgemacht.
      13 7 Melden
  • Adrian Schwarz (1) 06.01.2016 15:26
    Highlight Mit Zuckerberg, Bezos, Gates, Page und Brin befinden sich allerdings auch gleich 5 Milliardäre unter den 20 reichsten der Welt, die ihr Vermögen in extrem kurzer Zeit aufgebaut haben und das als Pioniere im Zuge der digitalen Revolution. Weshalb ich denke,dass in Zukunft sehr viel davon abhängen wird, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt, welche Interessen Kinder,Schüler und Studenten hegen, wie Lehrpläne aufgebaut sind und was generell für Möglichkeiten geboten werden, neue Märkte und Technologien zu erschließen, in denen Arbeitnehmer zu Vermögen kommen. Das hängt alles zusammen.
    19 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 18:17
      Highlight Ja, 5. Aber es können nicht alle Arbeitnehmer Milliardäre werden. Oder wie muss ich deinen Kommentar verstehen?
      20 0 Melden
    • Adrian Schwarz (1) 06.01.2016 21:57
      Highlight Nein, da stimme ich dir zu. Aber diese 5 (und ein paar andere wie Steve Jobs und auch Elon Musk) stehen stellvertretend für Fortschritt und Entwicklung bzw. das Streben danach, sich selbst zu verwirklichen. Damit will ich sagen: Sicher gibt es viel Reichtum, der unbegründet und auch unmoralisch entstanden ist. Aber ebenso gibt es Armut, die ihre Ursache in Trägheit, Desinteresse und Gleichgültigkeit hat. Ich bin überzeugt davon, dass es nach wie vor möglich ist, ein komfortables Leben zu führen, dazu braucht es aber Mut, Neugier und Ausdauer.
      12 15 Melden
    • Gelöschter Benutzer 07.01.2016 20:47
      Highlight "Ich bin überzeugt davon, dass es nach wie vor möglich ist, ein komfortables Leben zu führen, dazu braucht es aber Mut, Neugier und Ausdauer."

      Da hast du recht. Auch wenn meiner Meinung nach das Attribut Glück noch fehlt. Millionen Menschen werden nie in ihrem Leben die Chance auf ein komfortables Leben bekommen. Egal wie viel sie investieren!
      3 0 Melden
  • Ref 06.01.2016 14:03
    Highlight Seit wann sind Rund 250'000 Amerikanerinnen und Amerikaner – ein Viertelprozent der Bevölkerung? Somit wäre die Einwohnerzahl der U. S. A. um ca. einen Drittel geschrumpft.
    Hoffe es ist ein Fehler der Redaktion, denn sonst kann ich ein Paper eines Stanfordprofessors nicht ernst nehmen, wenn er schon bei der leichtesten Rechenaufgabe scheitert.
    P. S. Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.
    26 4 Melden
    • Laurent 06.01.2016 14:19
      Highlight natürlich ist die erwerbstätige bevölkerung gemeint. ist angepasst, merci.
      29 0 Melden
    • Philipp Löpfe 06.01.2016 14:46
      Highlight Danke an Ref. Er hat aufgepasst und haarscharf erkannt, dass auch Genies nicht gegen Flüchtigkeitsfehler gefeit sind...
      39 7 Melden
    • Ref 25.11.2016 15:00
      Highlight Danke für die Korrektur.
      Soll ja auch kein Schundblatt sein😜
      Und ein bisschen Spitzzüngigkeit soll man mir nachsehen!
      1 0 Melden
  • däru 06.01.2016 14:01
    Highlight Wenn doch nur die Arbeiterklasse endlich verstehen würde, dass der Geldadel nicht ihre Interessen vertritt..
    Dazu ist aber faktenbasierende Aufklärung und Bildung nötig, was leider nicht so sexy ist wie Bildchen, Emotionen und Angst.

    Hansjörg Wyss sollte mal ein paar hundert Millionen locker machen, Medienhäuser kaufen und den Bildungsfernen die Fakten beibringen. Halt mit Bildli und Emotionen. Ist dann aber rechtsstaatlich auch wieder heikel. Hach...
    49 13 Melden
    • HansDampf_CH 06.01.2016 15:00
      Highlight Der Zweck heiligt die Mittel...
      18 1 Melden
    • jSG 06.01.2016 18:45
      Highlight Darum wird bei der Bildung gespart um die SVP Wählerschaft zu vergrössern.
      38 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 13:58
    Highlight Liegt vielleicht das Problem darin, dass die Wirtschaft immer mehr zum Selbstzweck verkommt? Die Wirtschaft sollte doch für den Menschen da sein. Ein System à la Duttweiler selig. Gewinn machen: Ja gerne, immer noch mehr Gewinn machen? Völlig ok, aber auch nur dann wenn der Mensch, sprich Mitarbeiter, am Ende der Gelackmeierte ist. Ich weiss, ich träume, aber die sind wenigstens gratis. und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich am Schluss.
    56 1 Melden
  • Chili5000 06.01.2016 13:26
    Highlight Ich weiss nicht wieso alle den Reichen den schwarzen Peter zuschieben wollen. Wir sind ja unseres Glücks eigener Schmied! Hätte ich eine Uni besucht hätte ich grössere Chancen gehabt. Ausserdem ist es ein leichtes aus einem Vermögen mehr zu machen. Das die Reichen immer reicher werden ist logisch in meinen Augen. Die steuern sollten sowieso eine Obergrenze haben!
    10 127 Melden
    • Philipp Löpfe 06.01.2016 14:49
      Highlight Das mit der Uni stimmt leider schon lange nicht mehr. Es gibt sehr viele arbeitslose Akademiker - und mit dem Verdienst ist es auch nicht mehr so toll. Wenn du es genau wissen willst - hier ein Tipp: Robert Reich "Saving Capitalism".
      53 5 Melden
    • HansDampf_CH 06.01.2016 15:02
      Highlight Das ist die fehlende Aufklärung das verständnis für echten Reichtung.

      Richtig Reich wird man heute nicht mehr mit echter Arbeit...


      29 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 18:19
      Highlight Vielleicht ist jeder seines Glpckes Schmied - hier gehts es aber ums Geld. Und es können nicht alle Reich werden, sonst wären sie ja nicht mehr reich.
      7 5 Melden
    • Dan Ka 06.01.2016 19:51
      Highlight @Hansdampf: Top Film, danke für den Beitrag!
      3 0 Melden
  • Hayek1902 06.01.2016 13:20
    Highlight was ist das problem bei einer flattax mit steuerfreibetrag? sie ist progressiv, unbürokratisch und extrem transparent. würde zudem eine ganze unnötige industrie + einen riesigen staatlichen behördenaperat überflüssig machen und somit milliarden freisetzen.
    13 55 Melden
    • däru 06.01.2016 13:55
      Highlight Sie bekämpft eben genau die Ungleichheit nicht. Progressiv ist sie höchstens indirekt, der Grenzsteuersatz ist nach dem Freibetrag linear.
      Vermögenserträge und Vermögen, die nicht durch einen realen Arbeitsgegenwert "verdient" wurden und sich in astronomischen Höhen befinden, sollen progressiv besteuert werden. Dazu muss sich eine aufgeklärte Gesellschaft bekennen. Punkt.
      55 5 Melden
    • Hayek1902 06.01.2016 16:05
      Highlight natürlich ist die indirekt progressiv, aber das ist ja der sinn. wieso sind linke so vernarrt in ein bürokratisches, ineffizientes system mit grenzsteuersätzen? wenn ihr mehr ausgleich wollt, dann erhöht den steuersatz und die transferzahlungen statt beim steuersystem rumzuschrauben. Das ist ökonomisch viel effizienter.
      3 28 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 18:30
      Highlight Ein extremes Beispiel: Nehmen wir an, alle müssten 50% Steuern zahlen. Für einen Milliardär ist das schmerzhaft, aber kein Problem. Dann hat er statt 3 Mia nur noch 1,5. Jemand am Existenzminimum kann aber niemals die Hälfte seines Geldes abgeben. Nicht einmal "Normalverdiener" können das. Deshalb ist eine Pauschalsteuer nicht fair. Auch wenn sie nur 10% oder 1% beträgt.
      29 2 Melden
    • Charlie Brown 06.01.2016 20:17
      Highlight @dreamer: Unabhängig ob man das gut oder schlecht findet - verstehen sollte man es schon. Der Mensch am Existenzminimum ist im Bereich des Freibetrages und zahlt eben keine Steuern.
      10 2 Melden
  • Asmodeus 06.01.2016 13:10
    Highlight Es gibt nen Grund wieso wir gegen Muslime, Ausländer, Homosexuelle oder sonst andersartige Menschen aufgewiegelt werden.

    Solange wir uns gegenseitig streiten ignorieren wir die Wirtschaftselite die sich mit unserer Arbeit nen goldenen Arsch verdient.

    Langfristig wird das gesamte System einen riesigen Knall erleben. Entweder das oder wir werden in einen grösseren Krieg getrieben, damit wir damit beschäftigt sind zu überleben.

    Der Knall wird aber nicht in der Schweiz geschehen. Dafür geht es dem Grossteil der Leute finanziell zu gut. In den USA auch nicht. Da ist der Grossteil zu ungebildet.
    84 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 18:31
      Highlight Dummheit schützt vor Hunger nicht. Wenn die Not gross genug ist, dann wehrt sich auch der US-Bürger. Der ist übrigens nicht dümmer als wir. Nur wir sagen dem "brav".
      13 2 Melden
    • Lexxus0025 07.01.2016 10:23
      Highlight Ich finde nichtmal dass Minderheiten die sind gegen die die Gesellschaft was hat (grösstenteils)
      Ich meine wir glotzen doch alle nur noch auf smartphones, netflix und co.
      Das hält beschäftigt und sorgt dafür dass die Arbeitskühe nicht miteinander reden. Somit kann da auch nur schwer eine Gegenbewegung entstehen.
      Ist so bei Teils grossen Firmen wie Foxcon; Fliessbandarbeit, reden verboten.
      4 0 Melden
  • DerWeise 06.01.2016 12:50
    Highlight Naja, so lange man dem Normalo einreden kann, dass es ihm doch gut gehe und er die klappe halten soll, die Wirtschaft zu Grunde geht, falls er ne Woche mehr Ferien bekäme oder er nebenbei noch ein Rassist ist, wenn er neoliberale Instrumente wie Personenfreizügigkeit kritisiert welche für den Normalo alles verteuern und diese Teuerung direkt in die Taschen der Eliten wandert (z.B. vertuerte Mieten oder niedrigere Löhne) ...wird sich kaum was ändern....
    64 12 Melden
    • R&B 06.01.2016 13:06
      Highlight @DerWeise: Sie müssen sich nicht mehr als Rassist beschimpfen lassen, denn die hohen Mieten stammen vom Lobbying der Vermieter, also den Reichen.
      37 10 Melden
    • DerWeise 06.01.2016 13:16
      Highlight Keine Angst, dass werde ich nicht...

      Oder sie entstehen u.a. auch durch Angebot und Nachfrage auf begrenztem Raum.
      12 5 Melden
    • DerWeise 06.01.2016 13:21
      Highlight ...und ja Lobbying klar, nur gibts Lobbying nicht erst seit paar Jahren oder?
      17 3 Melden
    • ZH27 07.01.2016 09:46
      Highlight Die hohen Immobilienpreisen in der Stadt (Zürich) entstehen aber auch durch Regulationen von Gebäudehöhen und die die Tatsache, dass wir uns mit der Kulturlandinitiative für eine teure und (wirtschaftlich) ineffiziente landwirtschaftliche Produktion auf Flächen entschieden haben, die auch besiedelt werden könnten. Das bezahlen wir alles über hohe Immobilienpreise und hohe Mieten. Die Preise steigen weiter und es profitieren natürlich diejenigen von solchen Regulationen, die bereits Immobilien besitzen. Das hat nichts mit Personenfreizügigkeit zu tun, das Problem ist hausgemacht.
      0 2 Melden
    • R&B 08.01.2016 13:12
      Highlight @DerWeise: die Preissteigerungen in den letzten Jahren kommt hauptsächlich von der steigenden Gier, die nun keine Angst mehr vor den Kommunisten haben muss. Wegen der UdSSR wurden die Sozialeinrichtungen im Westen etabliert und seit dem Zusammenbruch werden diese wieder demontiert und der Kapitalismus zeigt uns seine wahre hässliche Fratze. Ich bin Unternehmer und glaube an die Marktwirtschaft, aber nicht an rücksichtslose Gier.
      0 0 Melden
  • Matthias Studer 06.01.2016 12:39
    Highlight Ok, für das muss man wahrlich kein Professor einer Elite-Uni sein. Jeder, der mit offenen Augen durchs Leben geht sieht das.
    Leider scheint das den meisten Schweizer egal zu sein oder sind sogar dafür.
    60 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 06.01.2016 12:18
    Highlight .
    20 5 Melden
  • Angelika 06.01.2016 12:07
    Highlight Und sie kaufen auch hier die Abstimmungen. Die zur Erbschaftssteuer zuletzt. Dabei wären ja kaum 2% der Bevölkerung davon betroffen gewesen. Die Schafe öffnen dem Wolf die Tür...
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    • phreko 06.01.2016 15:39
      Highlight Erst wenn Leute ihre Heimat verlassen müssen, weil sie sich das Leben dort nicht mehr leisten können, beginnen sie zu Denken. Kenne ich von Zuger bekannten, die lange ihre tiefen Steuern grandios fanden.... bis sie selbst eine Bleibe suchen mussten.
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  • karl_e 06.01.2016 11:52
    Highlight Mittelstand und Bauern/Arbeiter haben schon einmal gegen den Adel verbündet, nämlich 1789. Das Ergebnis ist bekannt.
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    • Der Tom 06.01.2016 12:08
      Highlight Ja aber was soll man stürmen? Die haben dazugelernt und "Festungen" gebaut von denen alle abhängig sind. Heute würde man sich mindestens kurzfristig selber schaden und langfristig denkt kaum jemand.
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    • glüngi 06.01.2016 13:12
      Highlight @Der Tom, wir stürmen die Goldküste xD
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    • karl_e 06.01.2016 15:05
      Highlight Stimmt, eine Bastille haben wir keine, aber der Paradeplatz ist auch recht symbolträchtig. ;)
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    • Skeagle 06.01.2016 16:16
      Highlight Man muss auch nichts stürmen. Es würde reichen sich abzukoppeln wie man es z. B. in Wörgl 1932 gemacht hat oder heute in vielen eigenständigen selbstverwaltenden Kommunen durchgeführt wird. Gibt auch eine schöne Doku dazu die sich um eine solche Kommune dreht (mir ist der Name entfallen aber sie lässt sich mit ein paar simplen Schlagwörtern bestimmt auf YT finden).
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    • dath bane 07.01.2016 11:40
      Highlight Das Problem ist, dass der Besitz der Superreichen heute dezentralisiert ist und die Supereichen vor der Stürmung der Goldküste in den Flieger steigen und in die Villa in der Karibik auswandern. Der Abfluss von Kapital kann nur verhindert werden, wenn die Verantwortlichen über Nacht (!) festgesetzt und handlungsunfähig gemacht werden. Ist halt nicht so rechtstaatlich, einfach so Leute fürs superreich sein ins Gefängnis zu werfen, aber ich denke, gerade Ideen aus der Schweiz haben international eine hohe Glaubwürdigkeit. Auch andere Ideen sind prüfenswert, das führt aber zu Unschlüssigkeit.
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