Wirtschaft
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«Lindt & Sprüngli» steigert Umsatz auf satte 1.4 Milliarden Franken



Der Schokoladenhersteller «Lindt & Sprüngli» ist trotz rekordhoher Rohstoffpreise und Frankenstärke weiterhin kräftig gewachsen. Im ersten Halbjahr 2015 kletterte der Umsatz um 17,4 Prozent auf 1.4 Milliarden Franken. Unter Ausklammerung der im Vorjahr übernommenen amerikanischen Firma Russell Stover betrug das organische Wachstum 9,4 Prozent. 

ZUM ERSTEN HALBJAHR 2015 DES SCHWEIZER SCHOKOLADENHERSTELLERS LINDT UND SPRUENGLI STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG - Blick auf den Sitz des Schokoladenkonzerns Lindt & Spruengli, aufgenommen am Montag, 14. Juli 2014 in Kilchberg. Wie heute bekannt wurde, kauft Lindt & Spruengli in der groessten Firmenuebernahme seiner Geschichte den traditionsreichen US-amerikanischen Suessigkeitenhersteller Russell Stover.(KEYSTONE/Ennio Leanza)

«Lindt & Sprüngli» freut sich über Zucker-Umsätze. Bild: KEYSTONE

Das solide Wachstum komme sowohl aus den europäischen Kernmärkten, Nordamerika, wie auch aus den Aufbaumärkten. «Lindt & Sprüngli» erzielte laut Mitteilung vom Dienstag «deutliche Marktanteilsgewinne in allen strategisch wichtigen Ländern und Segmenten».

In Lokalwährungen wuchsen die Erträge inklusive Russell Stover um 24,9 Prozent. Demgegenüber steht ein negativer Währungseinfluss auf den Umsatz aufgrund der Frankenstärke von 7,5 Prozent Minus. Mit dem Wachstum von 17,4 Prozent in Franken egalisierte die Firma exakt den im Gesamtjahr 2014 erzielten Wert.

Die langfristige Wachstumsstrategie zahle sich aber auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen aus, schreibt das Traditionsunternehmen. «Lindt & Sprüngli» sei in nur leicht wachsenden und teilweise stagnierenden Schokolademärkten auf Erfolgskurs geblieben.

Schokolade von Lindt & Spruengli, fotografiert an einer Medienkonferenz in Kilchberg am Dienstag, 11. Maerz 2014. Der Schokoladenhersteller Lindt & Spruengli hat im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn erzielt. Der Reingewinn schoss um knapp ein Viertel auf 303 Millionen Franken nach oben. Damit hat der groesste Edelschokoladenhersteller der Welt erstmals die Marke von 300 Millionen geknackt.  (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Dank Investitionen in die Marke und in die Produktionskraft gelinge es, die Preiserhöhungen an den Rohstoffmärkten über Effizienzoptimierungen und Kapazitätssteigerungen zumindest teilweise zu verkraften und Premium-Produkte anzubieten, für die punktuelle Preiserhöhungen akzeptiert würden. Ein weiterer Erfolgsfaktor sei das eigene, weltweite Ladennetz.

Übernahme verdauen

Die rekordhohen Rohstoffpreise und die anhaltende Frankenstärke machten aber auch den Schweizern zu schaffen. Gewinnzahlen werden im Halbjahr nicht genannt, das Unternehmen macht auch keine konkrete Gewinnprognose für das Gesamtjahr. Die Integration von Russell Stover habe im laufenden Jahr oberste Priorität. Die grösste Akquisition der Firmengeschichte verlaufe nach Plan und werde zügig vorangetrieben, hiess es.

Danach werde «Lindt & Sprüngli» wiederum am langfristigen Ertragsziel bezüglich einer Steigerung der Betriebsgewinn-Marge (EBIT-Marge) von 20 bis 40 Basispunkten festhalten. Beim Umsatz bestätigte das Unternehmen für 2015 das Ziel eines organischen Wachstums von 6 bis 8 Prozent.

(sda)

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