Wirtschaft

Nix war's! Schweizer Reallöhne treten 2018 fast auf der Stelle

26.10.17, 12:34 26.10.17, 12:50

Die Löhne sollen 2018 durchschnittlich um 0,7 Prozent steigen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der UBS. Allerdings dürfte dieser Anstieg durch eine Teuerung von 0,6 Prozent fast ganz aufgefressen werden. Die Reallöhne stagnieren damit mit +0,1 Prozent beinahe.

Bereits im laufenden Jahr betrug der Nominallohnanstieg 0,7 Prozent. Die UBS-Ökonomen rechnen mit einer Teuerung von 0,5 Prozent 2017, weshalb die teuerungsbereinigten (realen) Löhne mit 0,2 Prozent stärker steigen dürften als 2018, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag hervorgeht. Die Grossbank hat 341 Unternehmen befragt.

Während unter anderem in der Medienbranche, dem Baugewerbe sowie im Detailhandel die Lohnerhöhungen kaum mit der Teuerung mithalten dürften, können sich Beschäftigte in der Pharmaindustrie, im Maschinenbau sowie in der Telekommunikationsbranche auf Salärerhöhungen von einem Prozent einstellen.

Der erwartete Reallohnanstieg scheine niedrig, schreibt die Grossbank. Grund dafür sei die Lohnpolitik der letzten Deflationsjahre. Damals hätten die Unternehmen von Lohnsenkungen abgesehen, weshalb sie nun auch mit einer starken Erhöhung zögern.

Die Teuerung spielt bei Lohnverhandlungen eine grosse Rolle. Allerdings machen Gewerkschaften geltend, dass bei der Inflation mit den Prämienanstiegen der Krankenkassen ein gewichtiger Kostenfaktor ausgeklammert wird.

Die Unternehmen zeigten sich in der Umfrage weiter zuversichtlich für die wirtschaftliche Entwicklung und die Entwicklung der Arbeitslosenquote im kommenden Jahr. So erwarten lediglich 11 Prozent einen Anstieg der Arbeitslosenrate, 2017 rechnete noch gut ein Viertel der Firmen damit. Ein Fünftel geht nun für 2018 gar von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit aus. (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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36
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 27.10.2017 11:13
    Highlight Der Fall ist klar, das ist eine direkte Folge der Personen-Freizügigkeit. Warum will die Industrie und die restliche Geschäftswelt daran festhalten ? Klar warum, so kann man älteren Schweizern kündigen und jüngere billigere Ausländer einstellen usw. Den Bundesrat interessiert das nicht gross, die rechten machen es aus obgenannten Gründen und die linken wollen unbedingt in die EU. Was verwerflicher ist weiss ich nicht.
    3 2 Melden
  • LeChef 26.10.2017 19:38
    Highlight Wenn das Arbeitsangebot (im ökonomischen Sinne; also die Anzahl Arbeitskräfte) jedes Jahr um 20'000-40'000 Vollzeitstellen wächst, ist es kein Wunder, dass das Reallohnwachstum stagniert.

    Habe das letzthin in einem anderen Kommentar geschrieben und wurde dafür geblitzt, aber auch wenn man vor der Realität die Augen verschliesst, geht sie deswegen nicht einfach weg.
    11 1 Melden
  • Wölfli beim Lamm 26.10.2017 16:04
    Highlight Die Frage, was hat die PFZ dem unteren Mittelstand bis heute gebracht, ist berechtigt und leicht zu beantworten. Nicht. Aber steigende Neumieten, verstopfte Strassen, steigende Gesundheitskosten, Umweltverschmutzung usw. Ein Jobwunder vielleicht? Wenn auch bei stagnierenden Löhnen und Renten? Denkste. Die konstante Arbeitslosenrate beträgt zw. 3 und 3,5%!
    15 7 Melden
    • TheMan 27.10.2017 15:50
      Highlight Die Ausgesteuertenhsind aber nicht in diesen 3,5%. Sonst wären es um einiges Mehr.
      2 1 Melden
  • manhunt 26.10.2017 15:18
    Highlight jetzt habt euch doch nicht so. dividenden wollen schliesslich auch von etwas bezahlt sein. ihr bekommt zwar keine lohnerhöhung, obwohls der wirtschaft besser geht, dafür haben die oberen zehntausend wieder ein paar milliönchen mehr auf dem konto. immerhin etwas, oder nicht?
    22 3 Melden
    • ZH27 26.10.2017 16:11
      Highlight Ja und meine und deine Pensionskasse, die ihre Gelder ebenfalls angelegt haben. Die Welt ist deutlich weniger schwarz-weiss als man denkt.
      6 6 Melden
    • Posersalami 26.10.2017 16:13
      Highlight Ja! Denk doch mal einer an die armen Shareholder Value. Die wollen doch auch etwas zu Essen!1!!11 Gar nicht auszudenken was mit unserer Wirtschaft geschehen würde wenn die Leistungsträger auf einmal weniger leistungsloses Einkommen hätten.. wir würden alle stööööörben!
      8 5 Melden
  • Posersalami 26.10.2017 14:37
    Highlight "Allerdings machen Gewerkschaften geltend, dass bei der Inflation mit den Prämienanstiegen der Krankenkassen ein gewichtiger Kostenfaktor ausgeklammert wird."

    Die Gewerkschaften sollen sich bitte auflösen. Seit Jahren schaffen die es nicht, die Anliegen der Arbeiter würdig zu vertreten! Auflösen, neu gründen und die Anliegen mit Streiks in die Teppichetage prügeln wenn es sein muss. Dass das bürgerliche Parlament nichts gegen dieses Lohndumping unternimmt verwundert mich hingegen überhaupt nicht.
    17 13 Melden
    • PhiLem 26.10.2017 14:46
      Highlight Kollege, die heutigen Gewerkschaften sind ohnehin ein Witz. Volle Zustimmung
      18 3 Melden
    • Philipp Burri 26.10.2017 16:22
      Highlight Word!
      2 2 Melden
    • Mss.Fork 26.10.2017 16:25
      Highlight Streiken könnte fatale folgen haben. Ich denke für viele unternehmen die ihren sitz ürsprünglich nicht in der schweiz hatten ist die stabilität ein grosser pluspunkt.
      5 3 Melden
  • jjjj 26.10.2017 13:28
    Highlight Erhält eigentlich irgendjemand von euch regelmässige Lohnerhöhungen?
    Ich spreche jetzt nicht von Beförderungen/ abgeschlossenen Weiterbildungen...

    Mir scheint das wäre ein Gerücht...
    35 2 Melden
    • Nastor 26.10.2017 17:13
      Highlight In der Industrie ist das normal, jedenfalls bei uns. Ich habe bisher jedes Jahr eine Lohnerhöhung erhalten, auch meine Arbeitskollegen (selbst diejenigen, die über 50 sind.)
      Erwähnt werden muss aber, dass es unserer Firma blendend geht und wir ein Jahresrekord nach dem anderen einfahren. Anderswo kann das natürlich anders aussehen
      (um kein Neid zu erwecken möchte ich noch anfügen, dass ich auch viel Arbeiten muss für diese Lohnerhöhungen. 9 bis 10h Tage sind gar nicht mal so selten bei mir)
      5 3 Melden
    • Posersalami 27.10.2017 23:36
      Highlight Ich bekomme auch fast jedes Jahr mehr Geld. Aber auch ich arbeite 9h täglich und der Laden brummt..
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 26.10.2017 13:25
    Highlight Mit Dank an die Wohlstandsnivelierung durch die PFZ (SP et. al.)

    (Mehr und günstigere Konsumenten am Mittagstisch).
    11 12 Melden
  • Lowend 26.10.2017 13:10
    Highlight Man müsste vielleicht präzisieren, dass es im Artikel um die Löhne der Arbeiter und der Angestellten geht, denn das bedingungslose, steuerfreie Grundeinkommen der Teppichetagen wird auch 2018 unter gütiger Mithilfe des bürgerlichen Parlaments und der SVP massiv zunehmen.
    52 18 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2017 13:26
      Highlight Die sozialistischen Parlamente sind da gerechter gell ... Maduro und ja China :D oder NK.

      10 22 Melden
    • strieler 26.10.2017 14:40
      Highlight und das wär sicher anderst, würde man die Unternehmen nicht so stark besteuern ;), dann bekämen plötzlich alle was ab..
      7 3 Melden
    • PhiLem 26.10.2017 14:48
      Highlight Dein Ernst? Oh warte da is ja ein 😉 dabei ..... 😂😂😂
      2 6 Melden
    • Majoras Maske 26.10.2017 14:55
      Highlight Die "sozialistischen Parlamente" auf anderen Kontinenten sind für schweizer Misstände relativ bedeutungslos würd ich mal sagen... Aber vermutlich sind eh Ausländer schuld und nicht jene an der Macht, oder?
      7 4 Melden
    • Posersalami 26.10.2017 15:19
      Highlight @Wolfus: In China zumindest steigt der Mindestlohn (!) jedes Jahr um 5-6%.. was glauben sie denn, wie die in kurzer Zeit 350 mio Menschen aus der Armut gebracht haben?
      7 5 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2017 16:02
      Highlight @Poser: Der Reihe nach:

      mein glückliches Herz liest, dass die Globalisierung in China 350 mio Menschen aus der Armut gebracht hat (pöser Kapitalismus a.k.a. "Sozialismus chinesischer Prägung").


      2 6 Melden
    • Posersalami 26.10.2017 16:49
      Highlight Ja, staatlich gelenkter Kapitalismus hat dieses Wunder vollbracht. ZB, indem man jedes Jahr den Mindestlohn kräftig erhöht, einfach so.
      2 3 Melden
    • Liselote Meier 26.10.2017 16:54
      Highlight @Wolfus; China fährt den selben weg wie die NÖP zu Beginn in der Sowjetunion. Die Schlüsselindustrie ist nach wie vor verstaatlicht.

      Es ist eine Hybride Ökonomie, der Weltpolitischen Lage angepasst. Die Globaliserung läuft heute nach dem angelsachsischem Prinzip ab, wenn China dominierend wird, wird dies noch Schule mache, wirst schon sehen. Das Sozialimus nur in einem Land nicht funktionieren kann, weiss auch die KP in China. Dazu braucht es schon ein globales Gewicht.





      3 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.10.2017 18:09
      Highlight ehm interessant, aber das gibt ein Zielkonflikt vorallem mit dem Islam .....
      2 6 Melden
    • LeChef 26.10.2017 19:39
      Highlight Steuerfrei...?
      2 2 Melden
    • TheMan 27.10.2017 15:49
      Highlight So ein Schmarren. Die Löhne stagnieren dank der PFZ und den Linken. Für was mehr Lohn ausgeben, wen es Billige Arbeitskräfte gibt. Somit kann der Lohn ohne Problem gedrückt werden. Das die Teppichetage sich mehr Lohn zuspricht, ist und bleibt immer so. Und solange die SP nicht Fähig ist bezüglich dem, eine Gute Initiative dem Volk vorzulegen, wirds auch nicht besser. Übrigens die SP Wirtschaftspartei hat heute schöne Werbung veröffentlicht auf 20min. Mit einer Grossen Lüge. Sie seine für Unabhängigkeit. Die SP, die in die EU will. Mit fast allen Wirtschaftverbänden.
      1 4 Melden
    • Liselote Meier 27.10.2017 16:05
      Highlight Wenn eine Mehrheit gegen GAV's und Mindestlöhne sind muss man nicht rumheulen und andern die Schuld in die Schuhe schieben. Oder glaubst du Ernsthaft ohne PFZ wären die Löhne höher? Lach.

      3 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.10.2017 16:49
      Highlight @Liselotte:

      ähm deine Gegenargumente sind: "Lach" ?!

      Tja, das grösste Versagen der SP wird die PFZ bleiben ... den hiesigen Arbeiter der Idee Europas geopfert (eigentlich der Aushebelung des Nationalstaates).

      1 3 Melden
    • Posersalami 27.10.2017 17:48
      Highlight @ Wolfus: Die PFZ wurde von einer Breiten Mehrheit getragen! Hören sie endlich mal auf mit ihrer Phobie vor einer 20% Partei, die alleine gar nichts erreichen kann in diesem Land.

      Ihr grösstes Versage ist es, die Propaganda der SVP aufzusaugen wie ein Schwamm und unreflektiert wiederzugeben.

      Des weiteren hat Liselotte recht mit dem was sie sagt. Wir hatten ja die Möglichkeit einen Mindestlohn einzuführen. Die SVP war ja in der ersten Reihe der Verhinderer..
      1 1 Melden
    • TheMan 27.10.2017 19:22
      Highlight Posersalami die SVP hat auch nur 30% und kann alleine auch nichts machen. Wir werden bezüglich EU aber von Links bis Mitte/Mitte Rechts so ziemlich verarscht. Die GAV nützen genau nichts. Ich kenne Firmen, die Sagen: wir haben den GAV nie Unterschrieben also müssen wir uns auch nicht daran halten. Und wen wir ehrlich sind, stimmt das. Das einzige, was nützen würde für bessere Löhne wäre PFZ vernichten. Dan hätten Firmen Probleme neue Arbeiter zu finden und müssten Ihre Arbeiter richtig entlöhnen sonst hauen die zur Nächsten Firma ab, welche mehr bezahlt.
      1 1 Melden
    • Posersalami 27.10.2017 22:46
      Highlight Ohne PFZ gibts nur bald keine Wirtschaft mehr, die Stellen anbietet. Ohne Zugang zum EU Binnenmarkt fällt der wichtigste Partner weg, buw. man hängt die Hürde dafür sehr hoch. Die Bauern sind davon ja nicht betroffen also ist alles in Ordnung!

      Aber gut, die Rechten beweisen ja immer wieder, dass sie mit trivialen logischen Aufgaben überfordert sind.
      2 2 Melden
    • TheMan 28.10.2017 11:15
      Highlight Poserlsalami, dir ist schon klar, Das es der Schweiz auch vor der PFZ und Bilateralen gut ging? Nein ich würde sagen, für den Arbeitnehmer sogar besser. Mann/Frau musste keine Angst haben, das der Job durch Billige Ausländer Besetzt wird. Die Mieten der Wohnung waren gut, man hatte keine Existenzangst. Mitt der Bilateralen und der PFZ hat sich das geändert. Übrigens in meiner Linksregierten Gemeinde, haben Sie alle Sozialhilfbezügier die Wohnung gekündigt, die Blöcke abgerissen und Blöcke mit Exklusiven Wohnungen gebaut. Wohin die Leute gingen, war den Linken egal.
      2 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 28.10.2017 12:28
      Highlight @Poser:

      Woher nur immer die Drohung "Ohne Zugang zum EU Binnenmarkt" kommt ?! Grundsätzlich: Handel ist eine Einbahnstrasse?

      Tja fail.
      2 1 Melden
    • ujay 29.10.2017 05:31
      Highlight @The Man. Es gibt Jobs in der Schweiz, für die sich keine schweizerischen Arbeitnehmer finden lassen. Die gehen eher zur RAV, als diese anzunehmen. Im Gegensatz zu dir, weiss ich, von was ich rede. Den Blödsinn von der Verknappung der Arbeitnehmer, die höhere Löhne bringen soll, glaubst auch nur du. Es gibt Branchen, die können nicht mehr bezahlen und wenn nötig, produzieren die halt im Ausland. Ökonomie ist wohl nicht deine Stärke. Mit Gleichungen, keine PFZ = höhere Löhne, lässt ist am Stammtisch nach einigen Bierchen vielleicht Applaus holen. Nüchtern betrachtet ist diese Theorie aber Nonsens.
      1 1 Melden
    • LeChef 29.10.2017 12:03
      Highlight Ujay: Ich habe zufällig eine ökonomische Ausbildung, und den "Blödsinn von der Verknappung der Arbeitnehmer, die höhere Löhne bringen soll" glaube ich auch...

      Eine Wirtschaft ist kein statisches Gebilde. Preisanpassungen regeln Vieles, und schaffen auch Anreize für die, die lieber zum RAV gehen, als zB. im Altersheim zu arbeiten.

      Dass ein höherer Labour Supply in der grossen Mehrheit der Fälle entweder zu höherer Arbeitslosigkeit, tieferen Reallöhnen, oder beidem führt, ist auch empirisch relativ gut belegt (e.g. Card 2001, Borjas 2003, D'Amuri/Ottaviano/Peri 2010).

      2 0 Melden

Von wegen Käse, Schokolade und Uhren: Die Schweiz ist Vizeweltmeister im Waffenhandel

Laut einer neuen US-Studie liefert pro Kopf kaum ein Land mehr Waffen an Entwicklungsländer als wir Schweizer.

Die Schweiz ist ein Top-Exportland. Nicht nur bei Waren wie Käse, Schokolade und Uhren. Sondern auch bei Waffen. Vor allem bei Waffen an Entwicklungsländer.

Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie des US-amerikanischen Congressional Research Service (CRS). Demnach war die Schweiz 2015 der weltweit siebentgrösste Rüstungslieferant an Entwicklungsländer: Sie lieferte Rüstungsgüter im Wert von 700 Millionen Dollar an sogenannte «developing nations».

Pro Kopf umgerechnet, belegt die neutrale Schweiz …

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