Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Studie zu Managerlöhnen

In der Schweiz öffnet sich die Lohnschere weiter – und diese Manager sahnen am meisten ab

23.06.14, 15:52 24.06.14, 10:38

Simon Jacoby, Sven Rüf
Sven Rüf
Sven Rüf

In Schweizer Unternehmen hat sich die Lohnschere im Jahr 2013 weiter geöffnet. Dies zeigt die jährliche Studie zu den Managerlöhnen der Gewerkschaft Travail Suisse. Mit über 1:200 ist der Unterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Lohn bei Nestlé, UBS, Roche, Novartis und Lindt&Sprüngli am grössten. Am besten schneiden Coop, Post, Migros und Ruag mit einem Verhältnis von 1:20 oder tiefer ab (siehe Grafik oben).

Diese Manager verdienen am meisten im Vergleich zu ihren Angestellten:

Wie das Beispiel UBS zeigt, muss nicht immer der CEO das grösste Gehalt einstreichen. In diesem Fall ist es Andrea Orcel, der Chef der Investmentbank mit 11,4 Millionen Franken.

Bei den Unternehmen am unteren Ende der Rangliste sind die tiefsten Löhne ähnlich hoch wie bei Nestlé, UBS und Roche. Die Schere geht hier aber weniger weit auf, weil die Spitzenlöhne um ein Vielfaches tiefer sind.

Das sind die Top-Verdiener

In absoluten Zahlen verdient Severin Schwan, CEO von Roche, mit 13,7 Millionen Franken am meisten. Gefolgt von seinem Novartis-Kollegen Joseph Jimenez mit 13,2 Millionen und Nestlé-CEO Paul Bulcke mit 12 Millionen Franken. 



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

5
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Toerpe Zwerg 23.06.2014 16:33
    Highlight Die "Lohnschere" wird anerkanntermassen mit dem Gini Koeffizienten gemessen. Aber das spielt doch keine Rolle für den lonken Propagandisten, Hauptsache man bedient die Reflexe des Publikums. Adieu Informationsgehalt.
    4 5 Melden
    • skap 23.06.2014 19:31
      Highlight das stimmt so nicht ganz. der gini koeffizent zeigt die einkommensschere im land, nicht in der einzelnen firma. das sind zwei paar schuhe, herr zwerg. zudem sind indizes nicht immer unumstritten. man könnte natürlich den gini koeffizenten für jede einzelne firma ausrechnen, aber das verändert nichts daran dass diese zahlen stimmen. ausserdem müssen sie sich noch überlegen dass der gini koeffizent ähnlich wie ein "durchschnitt" (arithmetisches mittel) ist. dabei weiss man aber nicht ob viele durchschnittlich sind oder ob es einfach massive unterschiede gibt, wobei die hälfte über- und die andere hälfte unterdurchschnittlich ist. daher nimmt man auch in verschieden ökonomischen modellen den median oder auch den modus. gibt noch zig andere möglichkeiten.
      2 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 23.06.2014 22:44
      Highlight Äha. Drum steht im Titel "in der Schweiz". Gini Koeffizient als "artihmetisches Mittel"? *staun*. Der Erkenntnisgewinn bezüglich "Lohnschere" tendiert gegen Null, wenn man nur das (Einzahl!) Spitzensalär mit dem niedrigsten Salär ins Verhältnis setzt. Die Anwendung des Gini-Koeffizienten auf "eine Firma" ist - sorry, ziemlich schwachsinnig - genauso wie der Vergleich Roche mit Ruag. Next.
      1 0 Melden
    • skap 24.06.2014 11:35
      Highlight der erkenntnisgewinn tendiert nur gegen null wenn es ihnen sche*ssegal ist dass ein einzelner mensch 200x mehr verdient als die schlechtbezahlteste einzelperson. wenn sie nun so denken à la "wenn es dem durchschnittsschweizer gut geht, ist doch sche*ssegal wie es dem ärmsten geht" naja... dann habe ich nichts mehr zu sagen und kann nur an ihre menschlichkeit appellieren. ausserdem: wieso sollten die toppositionen von roche mehr verdienen als die von ruag oder coop? weil es sich um ein gigant in der pharmaindustrie handelt?! absolut lächerlich. aber whatever, bei personen die ungleichheit als linke propaganda bezeichnen ist die hoffnung eh schon verloren.
      0 1 Melden
    • skap 24.06.2014 11:41
      Highlight p.s. ich habe nicht gemeint dass der gini koeffizent ein arithm. mittel ist. was ich erklären wollte, ist dass wenn bei 80% der bevölkerung die verteilung relativ gut ist aber 5% ein übermass an vermögen haben und 15% in armut leben, wird die ungleichheit nicht ganz so dramatisch aussehen. nun, heisst dass das die verteilung dann ok ist? oder sollen wir vielleicht lieber schauen, dass es auch den 15% gut geht und die obersten 5% nicht völlig überproportional viel besitzen bzw. einsacken. naja, das ist wohl eine frage der einstellung.
      0 0 Melden

18'000 Bauarbeiter demonstrieren in Zürich für Rente mit 60 und mehr Lohn

Über 18'000 Bauarbeiter haben am Samstag in Zürich für die Rente mit 60, mehr Lohn und besseren Schutz für ältere Bauarbeiter demonstriert. Sollte der Baumeisterverband Lösungen verweigern, drohen die Gewerkschaften mit Streik.

Mit Tröten, Trillerpfeifen und Fahnen marschierten die Bauarbeiter ab 13 Uhr vom Central durch die Zürcher Innenstadt zum Helvetiaplatz. Angeführt wurde der Demonstrationszug von einem Bagger.

Die Gewerkschaften Unia und Syna hatten zur bewilligten Kundgebung aufgerufen - …

Artikel lesen