Wirtschaft

Putin-Fan: Jean-Marc Probst, Präsident von Handel Schweiz. Bild: zvg

Präsident von Handel Schweiz voller Bewunderung

«Putin ist immer einen Zug voraus»

Der Präsident von Handel Schweiz, Jean-Marc Probst, outete sich als wahrer Putin-Fan: «Ich habe Respekt für den Präsidenten Russlands. Ich betrachte ihn wie einen Schachspieler, der immer einen Zug voraus ist.» Damit stösst er auf Kritik. 

22.10.14, 09:36 22.10.14, 09:56

Fabian Hock und Antonio Fumagalli / Aargauer Zeitung

Ein Artikel der

Der Schweizer Handel hält nicht viel von Kritik am russischen Präsidenten Wladimir Putin. Im Gegenteil: Jean-Marc Probst, Präsident des Dachverbands der Handelsunternehmen Handel Schweiz, outete sich gestern in Zürich als wahrer Putin-Fan: «Ich betrachte ihn wie einen Schachspieler, der immer einen Zug voraus ist.» 

Er selbst habe «Respekt für den Präsidenten Russlands». Dass die Schweiz die Verhandlungen mit Russland über ein Freihandelsabkommen aus politischen Gründen ausgesetzt hat, bedauert er. 

Das Nachbarland Ukraine kommt bei Probst wesentlich schlechter weg: «Meine persönliche Meinung zum Thema Ukraine ist, dass dieses Land nicht zur EU gehört», sagte er — und nahm sich im selben Atemzug auch gleich noch die Türken vor: Auch die Türkei gehöre dort nicht rein. Ukraine und Türkei sind für Probst «eine neutrale Zone zwischen Ost und West respektive zwischen Orient und Okzident». Deren Integration stelle ein hohes Risiko dar, sagte er. «Wie kann sich die EU vorstellen, so ein korruptes Land wie die Ukraine zu integrieren?» 

Das hat gesessen. Die korrupten Ukrainer auf der einen, der kluge Stratege und zuverlässige Handelspartner Putin auf der anderen Seite. Und dazwischen die — in Handelsfragen— offenbar nicht ganz so neutrale Schweiz. 

Bundeshaus ist empört

Die dem Dachverband angeschlossenen Branchenverbände wollten die Aussagen zu Russland und zur Ukraine nicht kommentieren. Im Bundeshaus geben die brisanten Äusserungen von Probst dagegen zu reden. Christa Markwalder, Co-Präsidentin der parlamentarischen Gruppe Schweiz-Ukraine, spricht von «politischem Opportunismus» des Verbandspräsidenten: «Ich kann nachvollziehen, dass sich eine Handelsvereinigung gegen den Nachvollzug von Sanktionen ausspricht. Aber die unkritische Einschätzung der aggressiven Expansionspolitik Russlands ist völlig unverständlich», sagt die FDP-Nationalrätin. 

Zudem zeuge es von einer «arroganten Sichtweise», wenn man die Ukraine zu einem «Pufferstaat» zwischen Ost und West degradiere. «Es müsste auch im Interesse der im Handel tätigen Unternehmen sein, dass der bewaffnete Konflikt in der Ostukraine endlich beendet wird», so Markwalder. 

SP-Nationalrat Andi Gross, der mehrfach als Wahlbeobachter in der Ukraine und in Russland weilte, ist über Probsts Referat ebenfalls empört: «Mit seinen Aussagen illustriert er, dass er für seine Geschäfte auch über Leichen geht. Es ist ihm egal, ob jemand grundlegende Verträge bricht, Zusagen ignoriert, Friedensordnungen untergräbt und andere Völker enteignet.» Probst gehe es «einzig und allein darum, dass er etwas kaufen oder verkaufen und damit Profit erzielen kann», so Gross. 

Immer einen Zug voraus? Der russische Präsident Wladimir Putin. Bild: POOL/REUTERS

Schweiz soll neutral bleiben

Andere Schweizer «Ukraine-Politiker» zeigen sich auf Anfrage gelassener: «Ein Bundesrat oder Diplomat könnte sich solche Aussagen nicht erlauben — ein Verbandspräsident schon», sagt Nationalrat Lukas Reimann (SVP, SG). Er teile überdies Probsts Meinung, dass die Schweiz als neutrales Land ihre Position halten und stärken solle. 

Filippo Lombardi, pikanterweise Co-Präsident der parlamentarischen Gruppe Schweiz-Ukraine wie auch Schweiz--Russland, kann das Bild von Putin als Schachspieler nachvollziehen: «Russland möchte verhindern, dass die Ukraine in die Nato aufgenommen wird. Solange das Land einen offenen territorialen Konflikt hat, ist dies aufgrund der Statuten gar nicht erst möglich», sagt der Tessiner CVP-Ständerat. 

Für Probst ist jedenfalls klar: die Schweiz braucht Russland als Handelspartner. «Der Kleinstaat Schweiz kann sich das Risiko nicht leisten, sich ein schuldenfreies Land mit etwa 500 Milliarden Reserven und einer starken Wirtschaftsentwicklung zum Feind zu machen», sagt er. An Sanktionen solle man sich keinesfalls beteiligen — sie zeigten in diesem Fall ohnehin keine Wirkung. Probsts durchaus gewagtes Argument: «Sanktionen gegen ein Volk wie die Russen, das seit Jahrzehnten Entbehrungen gewöhnt ist, haben überhaupt keinen Effekt: Dies stärkt eigentlich nur dessen Zusammenhalt.» Stattdessen solle man die Schranken abbauen und freien Handel zulassen. Der Verband plädiert daher für die Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. 

Grosse Umsatzerwartungen

Solche Abkommen hat die Schweiz mit der Europäischen Union und 38 weiteren Staaten, darunter seit drei Monaten auch China. Schweizer Firmen verkaufen vor allem Maschinen, Uhren und Instrumente an die Chinesen — im vergangenen Jahr im Wert von insgesamt 8,7 Milliarden Franken. Importiert wurden Waren im Wert von 11,4 Milliarden Franken. 

Vom neuen Abkommen erwartet der Verband ein Fünftel mehr Umsatz. «Das war beispielsweise bei Japan der Fall», sagt Kaspar Engeli, Direktor von Handel Schweiz. Der Trend der ersten drei Monate bestätige die Erwartungen: «Im Vorjahresvergleich ergibt sich bereits für diese Zeit ein Plus von rund 12 Prozent.» 

In China führt der rege Handel laut Probst zu höheren Sicherheitsstandards und besserer Qualität. Und auch russische Probleme könnten durch engere Handelsbeziehungen zumindest teilweise gelöst werden. Ein intensiver Warenaustausch mit Russland könnte helfen, «friedensfördernde Gespräche» in Gang zu bringen. Die Schweiz solle daher eine doppelte Strategie fahren: Den Handel intensivieren und zugleich Gespräche führen, lautet seine Empfehlung. 
(Nordwestschweiz)​

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
26
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Joshzi 22.10.2014 19:54
    Highlight Was mich nachdenklich macht ist, wieviel Sympathie ein System hierzulande geniesst, das seine Opposition systematisch unterdrückt, die Medien kontrolliert und unliebsame Journalisten beseitigt - seit Putins Machtantritt wurden über 40 Journalisten ermordet - Schwule und Lesben als kriminelle brandmarkt und Übergriffe durch rechtsnationale faschistische Schkägertrupps anheizt. Was ist bloss los mit einer Schweiz, in der es Menschen gibt die eine EU als Gefahr für die Freiheit ansehen, Russland aber als "würdigen" Partner?
    0 3 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 00:13
      Highlight Ich glaube, viele Leute sympathisieren plötzlich mit dem russischen System, weil die westlichen Politiker und Medien im Ukrainekonflikt völlig einseitig Russland als Schuldigen sehen. Dabei sieht die Lage vielschichtig aus. Die Eu hat mit ihrem Russland gegenüber unfairen Assoziierungsabkommen mit der Ukraine einen epochalen Fehler gemacht, die NATO mit der Osterweiterung, die USA mit der Maidan-Unterstützung. Und nun wollen EU, NATO und USA allein Putin den Schwarzen Peter zuschieben. Darum sympathisieren plötzlich so viele mit Russland, obwohl sie dessen Politik prinzipiell nicht billigen.
      4 1 Melden
    • Joshzi 23.10.2014 15:12
      Highlight Das ist jetzt wohl ein Witz. Russland überfällt seinen Nachbarn mit Soldaten und Panzern, was soll daran bitte einseitig sein?
      0 2 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 15:41
      Highlight Lieber Joshzi, ich sage ja nicht, dass man Russland nicht kritisieren darf. Aber man müsste auch einmal die miserable Ukrainepolitik des Westens ansprechen (das wird in unseren Medien leider nicht getan). Zu russischen Soldaten und Panzern gibt es viele von der Ukraine und der NATO gestreute Vermutungen, da die Ukraine und die NATO jedoch Kriegsparteien sind und im Krieg IMMER gelogen wird, muss man vorsichtig mit diesen Informationen umgehen (die OSZE hat bis heute nicht bestätigen können, dass Russland auf irgend eine Art und Weise in der Ukraine tätig ist). Googeln Sie "Propagandaschau"
      2 0 Melden
    • Joshzi 23.10.2014 18:10
      Highlight Es gibt keine noch so miserable Politik, die das Vorgehen mit Militär rechtfertigt und wenn eine selbständige Nation wie die Ukraine irgendwo beitreten will, dann hat Russland das zu respektieren. Was sind das für abstruse Ansichten, welche einem sourveränen Land seine Eigenständigkeit absprechen?
      0 3 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 19:34
      Highlight Nochmal, es geht nicht darum die Politik Russlands zu rechtfertigen, sondern die Medien und die Politik sollten ein möglichst objektives Bild des Konfliktes aufzeigen, damit sich der Leser ein eigenes Bild machen kann. Zurzeit läuft leider ziemlich ein einseitiges Russland-Bashing, obwohl die Ukraine mit Streubomben die eigene Bevölkerung bombardiert. Bezüglich der Ukraine als "eigenständigem Land", empfehle ich Ihnen das vorzügliche Interview mit dem Russland-Kenner und ehemaligen Berater von sieben (!) US-Präsidenten Raymond McGovern, welches Sie hier finden: http://weltnetz.tv/video/585
      2 0 Melden
    • Joshzi 23.10.2014 19:56
      Highlight Russland führt Krieg gegen eine souveräne und eigenständige Nation - an dieser Tatsache führt kein Internet-Link vorbei!
      0 2 Melden
    • Joshzi 23.10.2014 20:26
      Highlight Russland wird noch viel zu positiv bewertet, das lässt ihre Sicht erahnen.
      - Unterdrückung jeder Opposition, auch durch Gewalt
      - Drastische Strafen für jede Kritik am System
      - Militarismus
      - Personenkult
      - Missachtung von Menschenrechten und Missbrauch der Rechtsstaatlichkeit
      - Kontrollierte Massenmedien, über 40 Journalisten wurden seit 2001 (Putins Machtantritt) getötet
      - Faktischer Ein-Parteienstaat, keine Opposition im Parlament
      - Kriminalisierung und Gewalt gegen Minderheiten, Schwule und Lesben
      Russland ist meiner Ansicht nach ein faschistischer Unrechtsstaat!
      0 2 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 22:01
      Highlight In all Ihren aufgezählten Punkten bin ich Ihrer Meinung und möchte da auch gar nicht widersprechen. Zwei kleine Denkanstösse trotzdem. Erstens: In Russland läuft vieles falsch, das lässt sich nicht abstreiten. Das Problem bei Ihrer Betrachtung ist jedoch, dass Sie Russland von 2014 mit der Schweiz von 2014 vergleichen. Da jedoch Russland bis 1989 kommunsitisch regiert wurde und nicht in einem libertären System wie der Schweiz zur Demokratie finden konnte, müssen Sie Russland noch etwas Zeit geben. In den USA (im Bundesstaat Utah) war auch noch bis 2007 Homosexualität strafbar ...
      2 0 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 22:06
      Highlight ... aber selbstverständlich lässt sich damit kein Unrecht kleinreden. Man muss aber auch die Fortschritte anerkennen, die ein Staat vollbringt. Wenn man die Regierungen und Rechtssysteme aller Länder auf der Welt mit der Schweiz vergleichen möchte, kämen die meisten Länder dabei verdammt schlecht weg. Darum: Ich sage ja schon die ganze Zeit, dass man Russland kritisieren soll und kritisieren darf. Aber nur weil eine Regierung viel Dreck am Stecken hat, muss man bei Konflikten trotzdem bei der medialen Berichterstattung möglichst obkjektiv, ausgeglichen und bei den Fakten bleiben ...
      1 0 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 22:11
      Highlight ... daher nun zum zweiten Denkanstoss. Das Problem ist, dass von der Prämisse ausgegangen wird: Weil Russland böse ist, muss sie alle Schuld am Ukrainekonflikt haben. Diese Sicht ist aber mehr als naiv. Wenn Russland die Opposition, die Homosexuellen etc. unterdrückt, heisst das noch lange nicht, dass sie Waffen nach Russland liefert. Man kann nicht von einem Unrecht auf ein anderes schliessen. So einfach ist die Sache eben leider nicht. Darum muss man bei Konflikten wie demjenigen in der Ukraine kritisch die Behauptungen begutachten und nicht blindlings alles glauben, was die EU erzählt ...
      1 0 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 22:16
      Highlight Ich fordere lediglich dazu auf, dass man den Tatsachen ins Auge sieht und nicht weil man Russland schon als böse abgestempelt hat, ihm alles Unrecht unterschiebt, wofür es gar keine Beweise gibt. Ein weiterer Link, nicht zur Rechtfertigung der russischen Position, sondern zur Erklärung, warum die russische Position so zu sein scheint, wie sie ist, finden Sie beim altbewähren infosperber, nämlich hier: http://www.infosperber.ch/Politik/Ukraine-Der-Russe-ist-an-allem-schuld
      0 0 Melden
    • poesie_vivante 23.10.2014 22:33
      Highlight Es sollte natürlich heissen "Waffen an die Separatisten liefert" ;-)
      0 0 Melden
    • Joshzi 24.10.2014 09:49
      Highlight Eine Separatistenorganisation, welche Monate zuvor noch gezwungen war einen 2. Weltkrieg Panzer aus dem Museum zu holen hat plötzlich moderne russische Panzer und schwere Geschütze. Zufälligerweise nachdem sich die russische Armee zu Zehntausenden vor der ukrainischen Grenze platziert hat. Sie verwenden das Wort "naiv", dem kann ich nur zustimmen. Und sowieso, Sie unterwandern ihre eigene Argumentation. Von einer "ausgewogeneren" Berichterstattung ist nun plötzlich keine Rede mehr. Ich gratuliere zu dieser Einsicht. Russland pfeift auf die Menschenrechte, auf Rechtsstaatlichkeit und die Völkerrechte allgemein und ich meine: Ja, dass gibt uns allen das Recht hinter den Handlungen Russlands eine Gefahr für den Weltfrieden zu vermuten. Dieses Land ist beherrscht von ein paar Oligarchen und stellt meiner Ansicht nach das grösste Pulverfass seit dem Nationalsozialismus dar. Kriege in Abachasien, Tschetschenien, Georgien zeigen auf, dass die herrschende Clique durch Gewalt und Terror ihren Machtbereich in der Region ausdehnen will. Wir sollten eigentlich etwas gelernt haben aus der Katastrophe von vor 75 Jahren.
      0 1 Melden
    • poesie_vivante 24.10.2014 11:37
      Highlight Doch, auf die ausgewogene Berichterstattung bestehe ich immer noch! Russland als böse und die EU, NATO und USA als Friedens- und Demokratiebringer zu feiern, das ist naiv. Es geht hier um Geopolitik. Die EU und die USA haben ganz klare Interessen an der Ukraine und haben daher auch die Maidan-Aktivisten unterstützt. Putin hat, so viel ich weiss, noch keine Protestwellen in der EU oder in Amerika unterstützt. Wenn Sie eine Quelle haben, die gesicherte Informationen hat, dass der russische Staat (nicht einzelne russische Freiwillige) die Separatisten unterstützten, lasse ich mich gerne belehren.
      1 0 Melden
    • poesie_vivante 24.10.2014 11:39
      Highlight Ich werde hier jedoch in die Rolle des Russland-Verteidigers gedrängt, in die ich - wie schon gesagt - gar nicht schlüpfen möchte, da auch ich Putin sehr skeptisch gegenüberstehe.

      Bei Konflikten, wie dem Ukrainekonflikt, die das Potential haben, einen Flächenbrand auszulösen, muss man aber mit gegenseitigen Schuldzuweisungen sehr vorsichtig umgehen. Es kann nicht sein, dass es kein einziger Beweis gibt, dass die Separatisten die MH 17 abgeschossen haben, aber trotzdem die EU und die USA mit dieser Schuldzuweisung die russischen Sanktionen verschärfen.
      1 0 Melden
    • poesie_vivante 24.10.2014 11:43
      Highlight Gefährlich und hysterisch hat bis jetzt in diesem Konflikt nicht Putin reagiert, sondern die NATO, EU und die USA. Wenn ich denke, was der Kriegstreiber und nun ehemalige Generalsekräter der NATO Anders Fogh Rasmussen für kriegshetzerische Parolen verkündet hat, wird mir fast schlecht. Da steht der Westen Russland in nichts nach. Dies müsste eben auch einmal zur Sprache kommen. Es ist einfacher, auf anderen herzumzuhacken (hier Putin), anstatt einmal die eigenen Fehler einzugestehen. Wie tendenziös die Berichterstattung ist, lässt sich hier nachverfolgen: http://propagandaschau.wordpress.com
      0 0 Melden
    • Joshzi 24.10.2014 16:28
      Highlight Was bitte soll man daran ausgewogen darstellen, wenn ein Land einen seinen souveränen Nachbarn überfällt. Das kann und soll nicht relativiert werden! Russland wird noch viel zu nachsichtig behandelt in dieser Geschichte. Hier steht Russland am Pranger, das Thema Nato ist ein anderes Thema und mir erscheint das als ziemlich hilfloser Versuch der sachlichen Diskussion zu entrinnen. In den Anden ist eine Ziege gestorben, und? Hier geht es um das Verhalten Russlands und unsere Haltung dazu und nicht um das Verhalten der Nato. Ausgewogen heisst nicht relativieren!
      0 0 Melden
    • Joshzi 24.10.2014 16:30
      Highlight "Gefährlich und hysterisch hat bis jetzt in diesem Konflikt nicht Putin reagiert, sondern die NATO, EU und die USA. Wenn ich denke, was der Kriegstreiber"
      Das grenzt an Realitätsverweigerung. Russland hat die Ukraine in den Krieg getrieben und das alleine ist gefährlich. Dieses an den Haaren herbeiziehen von Gründen ist doch lächerlich.
      0 0 Melden
    • Joshzi 24.10.2014 16:40
      Highlight Schauen Sie poesie_vivante. Mit dem Finger auf andere zeigen ist einfach kein Argument für ihre Behauptung, dass es eine "ausgewogenere" Berichterstattung geben müsse bezüglich Russland. Missachtung von Völkerrecht, der Menschenrechte und der Krieg in der Ukraine können nicht genug sanktioniert und geächtet werden. Russland ist der Kriegstreiber, Russland missachtet das Völkerrecht und wie wir dazu stehen, als Menschen und als Schweiz, das sollte das Thema sein. Die Welt ist böse, na und? Das gibt Russland kein Recht, all das zu Missachten, was wir aus zwei Weltkriegen erarbeitet haben.
      0 0 Melden
  • Adonis 22.10.2014 10:52
    Highlight Herr Probst, Sie müssen sich schämen. Ich war während dem Eisernen Vorhang in diesen Regionen. Sie haben keine Anhnung, was Sie da sagen. Falls Sie gelegentlich in den Kreisen Ihrer Klasse und der speziellen Oberschcht in Moskau verkehren, ist's verständlich.
    9 8 Melden
  • Rondi 22.10.2014 10:20
    Highlight Jean-Marc Probst hat voll und ganz recht.
    9 10 Melden
    • Adonis 22.10.2014 10:52
      Highlight "Rondi" Sie sind ein Plapperi! Haben keine Ahnung von Kommunismus und Diktaturen.
      4 5 Melden
    • Angelo C. 22.10.2014 13:43
      Highlight Rondi : Natürlich hat er völlig recht, Putin ist ein Staatsmann, seine Gegenspieler in der EU und den USA (samt Nato) dagegen richtige "Abziehbildchen", welche Geister gerufen haben, die sie nun nicht mehr richtig loswerden! Sanktionen à gogo mit Bumerangeffekten oekonomischer Art. Das Euro-Turbo Christa Markwalder das "nicht gut" findet, ist natürlich mehr als nachvollziehbar :-)! Die Schweiz tut gut daran, es mit Russland nicht zu verderben: guter Handelspartner und Joker für alle Fälle...
      4 0 Melden
  • saukaibli 22.10.2014 10:18
    Highlight Wenn ich so Schach spielen würde wie Putin, wäre ich längst Schach-Weltmeister. Aber leider muss man sich bei Schach-Meisterschaften gewisse Spielregeln halten, was Putin nicht tut. Also Schach nach Putin: Ich haue meinen schwächeren Gegner K.O. und schmeisse seine Figuren vom Brett. Und zu Jean-Marc Probst: Wie heissen schon wieder Menschen, die sich in unmoralischer Weise für Geld anbieten?
    12 6 Melden
  • Joshzi 22.10.2014 10:18
    Highlight Was soll bitte bewundernswert daran sein, seinen Nachbarn mit Panzern und Soldaten zu überziehen? Gut, für die Wirtschaft war Krieg schon immer ein gutes Geschäft. Dass die SVP gewisse Sympathien für ein totalitäres Regierungssystem zeigt, das kann auch nicht verwundern.
    7 7 Melden

Russland «klaut» ganze Fabriken

Was der «weisse Konvoi» wirklich transportierte

Die Welt rätselt, was die 280 russischen Lastwagen im «weissen Konvoi» in die Ukraine transportierten. Auf den starken LKW befanden sich nur ein paar wenige Paletten mit Hilfsgütern. Tatsächlich holte sich Russland aber eine ganze Fabrik.

Sogar zweihundertprozentig regierungstreue Russen lachten lauthals heraus, als sie die Begründung der russischen Regierung hörten, warum jeder Kamaz-Lastwagen im so genannten «Hilfskonvoi» nur zwei, drei Paletten Hilfsgüter geladen hatte: «Die Kamaz-LKW konnten nicht vollständig beladen werden, um einen übermässigen Verschleiss der fabrikneuen Lastwagen zu vermeiden. Voll beladen wären die Kamaz-LKW zudem auf Bergstrassen zu langsam gefahren, um die Hilfsgüter …

Artikel lesen