Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Kampagne für das Wahljahr 2015

Juso will sich für die Rechte von Lehrlingen einsetzen

13.12.14, 19:24
Junge Leute nehmen an der Delegiertenversammlung der JUSO Schweiz in Schaffhausen am Samstag, 13. Dezember 2014 teil. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Juso-Delegierte an der Versammlung in Schaffhausen. Bild: KEYSTONE

Die Juso Schweiz plant für das Wahljahr 2015 eine Kampagne für die Rechte der Stifte und Stiftinnen. Das haben die Delegierten in Schaffhausen entschieden und die Kampagne knapp bevorzugt gegenüber der von der Geschäftsleitung vorgeschlagenen Fifty-Fifty-Initiative. 

Im Oktober hatten sich die Delegierten für ein Projekt im Bereich Wirtschaftsdemokratie ausgesprochen. Am Samstag in Schaffhausen beschloss die Delegiertenversammlung nun die Lancierung einer Kampagne für die Rechte der Lernenden, wie die Juso mitteilte. Lehrlinge und Lehrtöchter und auch junge Arbeitende hätten heute keinerlei Mitbestimmungsrecht. Sie seien zudem oft Opfer von massiver Ausbeutung. Ziel der mehrteiligen, grossen Kampagne sei, dies zu ändern.

Fifty-Fifty-Initiative knapp unterlegen

«Das Recht auf Demokratie darf nicht länger vor dem Arbeitsplatz enden. Eine zukunftsträchtige, gerechte Wirtschaft für alle muss auch die Arbeiterinnen und Arbeiter ermächtigen, mitzubestimmen und es ihnen ermöglichen sich zu wehren, insbesondere den Lernenden.»

Parteipräsident Fabian Molina

Die Kampagne wurde aus fünf Projekten ausgewählt. Sie obsiegte knapp gegen die von der Geschäftsleitung vorgeschlagene Fifty-Fifty-Initiative. Diese hätte unter anderem mehr Mitsprache für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Unternehmen mit mehr als 50 Angestellten verlangt.

«Es war ein strategischer Entscheid. Die Juso wollte nach der 1:12-Initiative und der Spekulationsstopp-Initiative ausserparlamentarisch aktiv werden», sagte Zentralsekretär Dario Schai auf Anfrage zu dem Entscheid. Mit dem nun gewählten Projekt wolle die Partei junge Leute für die Politik gewinnen. Gerade Lernende würden von der Politik vernachlässigt, und sie seien am Arbeitsplatz grossen Schwierigkeiten ausgesetzt. Offiziell lanciert wird die Kampagne an der Jahresversammlung der Juso am 28./29. März 2015 in Bern

Juso-Praesident Fabian Molina an der Delegiertenversammlung der JUSO Schweiz in Schaffhausen am Samstag, 13. Dezember 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Soll ins SP-Vizepräsidium: Juso-Chef Molina. Bild: KEYSTONE

Molina für SP-Vizepräsidium nominiert

Weiter befassten die Delegierten sich mit Personalgeschäften. Sie nominierten Molina für das Vizepräsidium der SP Schweiz. Er soll die Nachfolge des zurücktretenden David Roth antreten. Die Wahl findet am SP-Parteitag am 14. Februar 2015 statt.

Schliesslich fassten die Delegierten die Abstimmungsparolen für den 8. März 2015. Sie lehnen sowohl die Initiative der CVP für steuerfreie Kinder- und Ausbildungszulagen ab als auch die Volksinitiative, mit der die Grünliberalen eine Steuer auf nicht erneuerbare Energieträger anstelle der Mehrwertsteuer verlangen. (sda)



Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Der Staat soll Stillpausen für berufstätige Mütter bezahlen

Im ersten Lebensjahr des Kindes haben Mütter Anrecht auf bezahlte Stillpausen, finanziert vom Arbeitgeber. Im Alltag werde dieses Recht aber oft missachtet, sagt eine Expertin. Deshalb soll neu die Erwerbsersatzordnung (EO) dafür bezahlen, fordert eine Nationalrätin.

Wie familienfreundlich ist der Schweizer Arbeitsmarkt? Das Thema ist hochpolitisch: Stichworte sind etwa Krippenfinanzierung, Tagesschulen oder Vaterschaftsurlaub. Weniger im Fokus von Politik und Medien hingegen steht das Thema Stillen am Arbeitsplatz. Das könnte sich nun ändern. Eine vor Kurzem eingereichte Motion verlangt jetzt, die Stillpausen zukünftig durch die Erwerbsersatzordnung EO zu finanzieren.

Eigentlich ist die heutige Sachlage klar. Per 1. Juni 2014 wurde das Arbeitsgesetz …

Artikel lesen