Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger geht in die Frauenmuenster Kirche anlaesslich der Trauerfeier von Schriftsteller Urs Widmer am Samstag, 3. Mai 2014 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Kritik des Ex-Bundesrates

Moritz Leuenberger ist mit Basel-Abgang der Swiss nicht zufrieden

13.07.14, 01:20 13.07.14, 09:48

Alt Bundesrat und Ex-Verkehrsminister Moritz Leuenberger zeigt kaum Verständnis für den Entscheid der Lufthansa-Führung, die Flugzeuge der Swiss aus Basel abzuziehen. «Die Tatsache, dass Swiss-Flüge mit Schweizer Personal ab 2015 durch eine neue Billigairline der Lufthansa mit günstigerem Personal ersetzt werden, lässt sich nicht schönreden», sagte er in der Schweiz am Sonntag.

Leuenberger kommt in der Frage ein gewisses Gewicht zu, weil er die Swiss Luftfahrtstiftung präsidiert, die beim Verkauf der Fluggesellschaft 2005 gegründet wurde und deren Aufgabe es ist, die Eigenständigkeit der Swiss im Lufthansakonzern zu überwachen. «Das ist genau das, was man vor neun Jahren nicht wollte», sagte Leuenberger in Bezug auf den Basel-Abzug.

Dass es weder bei Basler Politikern noch Unternehmen zu einem Aufschrei kam nach dem Entscheid, könnte aus Leuenbergers Sicht daran liegen, «dass die Identifikation mit der Swiss in der Bevölkerung zugunsten einer neuen, globalisierten Konsumentenhaltung schwindet. Der Preis und die Verfügbarkeit von Flügen werden wichtiger als das Kreuz auf der Heckflosse.»  

Leuenberger will den Rückzug dennoch an der nächsten Sitzung thematisieren und mit den Swiss-Verantwortlichen «kritisch erörtern». Er räumt indes ein, dass die Stiftung als Beirat ohne unternehmerische Kompetenzen «nichts» unternehmen könne. (trs)



Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Romeo 13.07.2014 13:09
    Highlight Swiss ist nicht Swiss. Eher SwissGerman. Hä hä. Und Leuenberger ist sowieso ein Plauderi.
    0 2 Melden
  • Alfred Steiner 13.07.2014 05:16
    Highlight Die Identifikation mit der Swiss ist genau in dem Moment verschwunden, wo ich mit Swissairaktien Geld verloren habe und schlussendlich die Swiss an die Lufthansa verkauft wurde. Ich sitz doch nicht in den Flieger, einer gefakten Schweizer Fluggesellschaft. Ich wundere mich eh, wie Deutsche unser Schweizerkreuz missbrauchen dürfen. Ah ja und noch was. Wie ist das jetzt mit dem Fluglärm über Süddeutschland ?
    4 1 Melden
  • Donald 13.07.2014 01:59
    Highlight Die Swiss wird mit einem Passagieranteil von 5% in Basel jetzt schon nur selten gesehen. Darum kümmert es wohl niemanden.
    2 0 Melden

Anbieter selber wählen: So soll der Schweizer Strommarkt liberalisiert werden

Der Bundesrat will den Strommarkt vollständig öffnen. Auch Haushalte und kleine Gewerbebetriebe sollen künftig ihren Stromlieferanten frei wählen können. Sie haben aber ebenso das Recht, in der Grundversorgung zu bleiben - mit regulierten Tarifen und Schweizer Strom.

Die Marktöffnung ist das Kernstück der Gesetzesrevision, die der Bundesrat am Mittwoch in die Vernehmlassung geschickt hat. Er will damit neue Rahmenbedingungen für den Strommarkt schaffen. Das Zeitfenster sei günstig, sagte …

Artikel lesen