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EGE Import Export an der Zürcher Josefstrasse darf keine Lebensmittel mehr verkaufen.
yelp

Immo-Riese vertreibt türkische Quartierläden mit Verkaufsverbot für Lebensmittel

Die Quartieraufwertung im Zürcher Langstrassenviertel trifft nun auch zwei beliebte türkische Quartierläden. Die Immo-Verwalterin Swiss Prime Site verbietet den Geschäften Lebensmittel zu verkaufen. Doch das ist, was die tun. 



Die grösste Immobilienverwalterin der Schweiz, die Swiss Prime Site, erhält heute schlechte Presse im «Tages-Anzeiger». Deren Tochterfirma Wincasa verbietet dem türkischen Quartierladen Dirok Market Lebensmittel zu verkaufen, ansonsten der Mietvertrag nicht verlängert werde. Begründet wird das Verbot damit, dass schon Migros und Denner in unmittelbarer Nähe das gleiche täten.   

Da Denner mit einer Filiale im gleichen Gebäudekomplex nach eigenen Angaben keine Konkurrenzschutz-Klausel im Mietvertrag hat, vermuten Quartierbewohner, dass Swiss Prime Site und Wincasa den Dirok Market schlicht loswerden wollen, um einen Swisscom oder Sunrise-Shop einzuquartieren. 

Prozessieren oder nicht prozessieren?

Für die Betreiber des Dirok Market bedeutet das Lebensmittelverbot das Ende der Geschäftstätigkeit, denn vor Gericht gehen will die Besitzerfamilie nicht. «Das kostet nur viel Geld und könnte das Ende unseres Ladens höchstens hinausschieben», sagt Besitzerin Fatma Yapici. 

Auch an der Josefstrasse versucht die Wincasa einen orientalischen Lebensmittelhändler mit derselben Methode los zu werden. EGE Import Export handelt hauptsächlich mit Lebensmitteln und hat ein angeschlossenes Restaurant und einen Barbiershop. Weil sich der Besitzer Erol Kutlu weigerte, seinen Laden zu schliessen, verlängerte ihm die Wincasa 2013 den Mietvertrag nicht. Im Gegensatz zu den Yapicis prozessiert Kutlu gegen die Wincasa. Derzeit liegt der Fall vor Obergericht. (thi) 

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andersen 12.03.2016 09:03
    Highlight Highlight Der Lösung: Die Leute gehen in Denner und Migros jetzt einkaufen, die Familie kann sich beim Denner oder Migros bewerben.

  • Spooky 12.03.2016 01:08
    Highlight Highlight Lädelisterben - alles schon gehabt!
  • Robert K. 10.03.2016 21:00
    Highlight Highlight Ich frage mich warum die sonst so für Quartierlebendigkeit sich engagierende Stadtregierung nichts macht.
  • mvrisita 10.03.2016 16:14
    Highlight Highlight Dann sagen aber alle das "die Ausländer" nicht arbeiten wollen.
  • atomschlaf 10.03.2016 14:45
    Highlight Highlight Corporate racism?
  • MacB 10.03.2016 13:55
    Highlight Highlight Die Wincasa ist auf der Beliebtheitsskala etwa auf der gleichen Stufe wie die Cablecom...inzwischen sogar wohl drunter.
  • The Writer Formerly Known as Peter 10.03.2016 13:52
    Highlight Highlight Unbedingt Hilfe holen. Vielleicht hilft hier auch der Mieterverband und stellt einen Anwalt? Nicht klein beigeben und kämpfen. David gegen Goliath... jeder weiss heute wie die Geschichte ausging. Kann ja nicht sein, dass wir uns unser Zürich durch Spekulanten kaputt machen lassen.
    • The Writer Formerly Known as Peter 10.03.2016 20:27
      Highlight Highlight Ich glaube, das muss nichts heissen. Das Mietgericht ist ziemlich liberal. Und wer da mit einer Anwaltshorde auftritt macht sich auch nicht unbedingt sympathischer. Natürlich wird Wincasa weiterziehen. Dann wird man eben schauen müssen. Doch sicher ist da noch gar nichts.
  • Knuddel 10.03.2016 12:53
    Highlight Highlight Das ist schlichtweg eine Sauerei. In türkischen Läden wird man sehr freundlich bedient und die Ware ist super frisch, meine Erfahrung. Ueberall Migros, Denner, Coop, dieser langweilige Einheitsbrei. Den wenigen Quartierläden, die es noch gibt sollte man Sorge tragen. Aber eben, Kohle, Kohle, Kohle... 💰💰💰
  • Kyle C. 10.03.2016 12:52
    Highlight Highlight Mit der Wincasa hatte ich auch schon "zu tun". Das ist jedoch eine andere Geschichte. Mein Tipp an die Betreiber: Sammelt Geld und prozessiert! Und wenn es nur aus Protest ist. Mit dem Medienbericht ist ja schon einmal für die Aufmerksamkeit gesorgt, das erhöht die Chancen für ein gutes Funding.

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