Wirtschaft

Der Neoliberalismus ist gleich effizient wie die DDR: Willkommen im Postkapitalismus!

Der britische Wirtschaftsjournalist Paul Mason rechnet mit der bestehenden Wirtschaftsordnung ab und skizziert, wie eine erfolgreichere Variante aussehen könnte.

29.09.15, 14:37

Nach dem Fall der Berliner Mauer schien alles klar zu sein: Kommunismus und Sozialismus hatten sich als untauglich erwiesen, freie Marktwirtschaft und Demokratie würden fortan für Freiheit und Wohlstand rund um den Globus sorgen. Heute ist wenig von dieser rosigen Vision übrig geblieben: Massenmigration, Klimawandel und Überalterung bedrohen Gesellschaft und Demokratie. Ein mit Schulden aufgepumptes Finanzsystem gefährdet die Wirtschaft, und der rasante technische Fortschritt wird zum Jobkiller. Ist also der Kapitalismus selbst zum Auslaufmodell geworden?

Was ist mit der Wirtschaft los? Eine watson-Serie – Teil 1

Manipulierte Zinsen und Abgaswerte, nervöse Finanzmärkte und wachsende Ungleichheit: Was ist mit der Wirtschaft los? Eine watson-Serie geht den Gründen nach und zeigt Zukunftsperspektiven auf. 
bild: watson

Ja, sagt der britische Wirtschaftsjournalist Paul Mason. Die zentrale These seines kürzlich erschienenen Buches «Postcapitalism» kann man in eine schlechte und eine gute Nachricht aufteilen. Die schlechte lautet: Der Neoliberalismus hat versagt und ist zu einer Art DDR des 21. Jahrhunderts verkommen. Er hat weder Wohlstand für alle noch Demokratie gebracht – stattdessen absurden Reichtum für eine Elite und zunehmend prekäre Zustände für alle anderen.

Die gute Nachricht kann man wie folgt zusammenfassen: Der Kapitalismus ist ein sehr wandelbares System und hat sich schon mehrmals veränderten Umständen angepasst. Die inneren Widersprüche des Systems werden deshalb eine neue Wirtschaftsordnung erzwingen, und der technische Fortschritt wird sie auch ermöglichen.

Zwei Ostberliner Arbeiter bewehren die Krone der Mauer in Berlin mit Glassplittern, August 1961.
Bild: AP

Aber der Reihe nach: Bei seiner «Der Neoliberalismus ist am Ende»-These kann sich Mason auf einen unverdächtigen Zeugen stützen: auf die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Der mächtigste Thinktank der reichen Länder stellte in einer 2014 veröffentlichten Studie klar: Europa und die USA müssen bis 2060 rund 50 Millionen Zuwanderer aufnehmen, nicht aus moralischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen.

«Ohne sie wird die Zahl der Erwerbstätigen und die Zahl der Steuerzahler derart schrumpfen, dass die Staaten pleitegehen werden.»

Paul Mason

Wenn wir nichts ändern und alles so weiter läuft wie bisher, dann sieht die Zukunft gemäss OECD zappenduster aus. «Los Angeles und Detroit werden aussehen wie Manila heute – übelste Slums neben streng bewachten Hochhäusern», schreibt Mason. «Stockholm und Kopenhagen werden den zerstörten Industriestädten Amerikas gleichen. Jobs für den Mittelstand wird es keine mehr geben. Der Kapitalismus wird sich im vierten Jahrzehnt seiner Stagnation befinden.»

In den Slums von Manila: Filipinos bereiten in ihrer Hütte Essen zu. 
bild: epa

Es ist undenkbar, dass die Menschen eine solche Entwicklung widerstandslos akzeptieren werden. Mason analysiert zunächst, wie es zu dieser Misere gekommen ist. Das theoretische Rüstzeug holt er sich bei Nikolai Kondratjew. 1938 liess Stalin den in Ungnade gefallenen russischen Ökonomen hinrichten. Er hat die These vertreten, wonach sich die Wirtschaft in Zyklen von jeweils 50 Jahren entwickelt. Der Treiber hinter diesen Zyklen ist jeweils der technische Fortschritt.

Im Zuge der «Grossen Säuberung» unter Stalin wurde Nikolai Kondratjew nach acht Jahren Haft am 17. September 1938 von einem Militärtribunal zum Tode verurteilt und noch am gleichen Tag erschossen.
bild: wikipedia

Seit der industriellen Revolution hat es gemäss Kondratjew vier solcher Zyklen gegeben. Der erste dauerte von 1790 bis 1848 und brachte uns die Dampfmaschine und die moderne Fabrik. Zwischen 1848 und 1890 entstand dank Eisenbahn, Telegrafen und Dampfschiffen eine globalisierte Wirtschaft. Elektrizität, Telefon, wissenschaftliches Management bestimmten den dritten Zyklus, der von 1890 bis 1945 dauerte. Der vierte Zyklus dauerte von 1940 bis 2008 und stand im Zeichen von Transistor, Nylon, Massengütern und Atomenergie.

Die Atomenergie gehört nach Kondratjew in den vierten Zyklus.
gif: giphy

Inzwischen müssten wir uns in einem von der Digitalisierung getriebenen fünften Zyklus befinden. Doch er will nicht so Recht in Gang kommen. Stattdessen hat der Neoliberalismus den vierten Zyklus künstlich verlängert. Die Folgen sind paradox:

«Zum ersten Mal in der Geschichte besteht die Möglichkeit, dass wir eine Krise mitten im Überfluss erleben.»

Paul Mason

«Die Güter, die hergestellt werden, können nicht gekauft und gebraucht werden – eine Situation, die im Feudalismus oder im Altertum als völlig verrückt angesehen worden wäre», schreibt Mason.

Verantwortlich für diese Entwicklung ist der Sieg des Neoliberalismus über die Gewerkschaften. Nach dem Zweiten Weltkrieg sassen die Gewerkschaften ebenfalls an den Schalthebeln der Wirtschaftsmacht. Im Zuge des Reagan/Thatcherismus wurden sie zerschlagen.

Der einjährige «Miners' Strike» 1984/85 gegen die konservative Politik der «Iron Lady». 
bild: thecitizen

Das Resultat ist ein Mittelstand, dessen Lohn stagniert oder gar schrumpft und eine Wirtschaft, die – weil die Kaufkraft der Erwerbstätigen abnimmt – immer stärker auf Kredit und Schulden angewiesen ist. Gesellschaftspolitisch hat die Atomisierung der Arbeitnehmer dazu geführt, dass uns das Gemeinschaftsgefühl abhanden kommt.  

Der Sieg des Neoliberalismus steht jedoch auf tönernen Füssen. Nicht militante Gewerkschafter oder bärtige intellektuelle Rebellen bedrohen heute die bestehende Wirtschaftsordnung, sondern – wie Mason den neuen Staatsfeind karikiert –, der «Techno-Bourgeois im T-Shirt, der seine Informationen in der Cloud aufbewahrt und ultra-liberale Positionen in Sachen Sexualität, Ökologie und Wohltätigkeit hat». Allerdings, Revolution ist nicht die Sache dieser Techno-Bourgeois:

«Sie haben keinerlei Interesse daran, den alten Kapitalismus zu überwinden, und ihr Interesse an Politik ist minim.»

Paul Mason

Der Techno-Bourgeois gewöhnt sich immer mehr daran, Dinge gratis zu erhalten. «Free stuff» verträgt sich nicht mit Marktwirtschaft. Wenn Güter und Dienstleistungen keinen Preis mehr haben – wie das immer häufiger der Fall ist –, dann wird das Gesetz von Angebot und Nachfrage ausser Kraft gesetzt.

Musik beispielsweise könnte heute problemlos gratis allen zur Verfügung gestellt werden. iTunes muss daher nicht – wie das die Marktwirtschaft vorsieht – den Mangel bekämpfen, sondern künstlich erzeugen. «Apples Leitlinie müsste, korrekt ausgedrückt, die Verhinderung des Überflusses von Musik sein», stellt Mason fest.

Nicht nur Informationen und Musik ändern so ihren Charakter. Unternehmen wie Nike oder Adidas bieten heute schon nicht mehr bloss Sportschuhe an, sondern Schuhe plus Informationen. Will heissen: Die Schuhe werden mit einer App verkauft, die alles Erdenkliche messen kann.

«Wir befinden uns nicht mehr in einer Welt, in der Produktion und Konsumation klar getrennt sind. Wir befinden uns in einer Welt, in der Ideen, Verhalten und Interaktion mit dem Kunden entscheidend geworden sind für den Erfolg einer Marke. Die Grenzen von Produktion und Konsumation werden verschwommen.»

Paul Mason

Im Neoliberalismus laufen parallel zwei völlig gegensätzliche Prozesse ab: Einerseits entsteht mit dem Techno-Bourgeois ein immer besser ausgebildeter und dank IT immer besser informierter Bürger. Andererseits versuchen die Unternehmen, sich in einer Wirtschaftsordnung mit sinkenden Grenzkosten ihre Profite zu sichern, indem sie mächtige Monopole bilden.

«Der grösste Widerspruch des modernen Kapitalismus besteht darin, dass wir einerseits die Möglichkeit haben, genügend gemeinschaftlich produzierte Güter herzustellen. Andererseits haben wir ein System von Monopolen, Banken und Regierungen, die verzweifelt darum kämpfen, die Kontrolle über Macht und Information zu behalten», stellt Mason fest.

Die grösste Gefahr für den Kapitalismus besteht darin, dass der Preismechanismus unterhöhlt wird. Das führt dazu, dass sich allmählich die Bedeutung von Arbeit zu ändern beginnt. Sie verliert ihren zentralen Platz in der Wirtschaftsordnung. Auch die traditionelle Arbeiterkultur löst sich auf. Gleichzeitig entsteht eine neue Produktionsweise.

Dieser Prozess erfordert jedoch Zeit, sehr viel Zeit sogar. Auch der Kapitalismus ist nicht schlagartig entstanden. Bis die Leibeigenschaft überwunden und Handel und Wissenschaft sich entwickelt hatten, dauerte es Jahrhunderte, und es waren dazu unzählige kleine Veränderungen nötig.

Fronarbeit für den Leibherrn im feudalen England ca. 1310.
bild: wikipedia

Eine postkapitalistische Wirtschaftsordnung wird deshalb nicht mit einer Revolution quasi über Nacht entstehen:

«Es wird lange dauern, es wird Verwirrung herrschen, und wir müssen das Konzept ‹Wirtschaftssystem› neu definieren.»

Paul Mason

Ebenso ist es sinnlos, darauf zu hoffen, dass eine kämpferische Arbeiterklasse den Wandel zu einer neuen Wirtschaftsordnung erzwingen wird. Karl Marx habe zwar den Kapitalismus verstanden, sich aber bei der Einschätzung der Arbeiterklasse völlig verschätzt, stellt Mason fest.

Marx' «Kommunistisches Manifest» beginnt mit den Worten: «Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus».
bild: fotonin

Auch der Neoliberalismus hat sein Pulver allmählich verschossen. Die Zeiten, in denen «jede Finanzkrise mit billigem Geld und jede terroristische Bedrohung mit einem Drohnenangriff bekämpft werden konnte», nähern sich dem Ende. Der Neoliberalismus muss nicht nur seinen inneren Widerspruch – den Zerfall des Preissystems – überwinden, sondern gleichzeitig auch externe Schocks wie den Klimawandel, die Überalterung der Gesellschaft und die Massenmigration in den Griff bekommen. Es ist schwer vorstellbar, dass ihm das gelingen wird.  

Der Postliberalismus soll keine Wiederkunft des Kommunismus sein.

Der Postkapitalismus wird kein neuer Versuch in Sachen Kommunismus werden, weder im sowjetischen noch im chinesischen Sinn. Niemand kann heute schon vorhersehen, wie eine postkapitalistische Wirtschaftsordnung aussehen wird. Ansätze sind jedoch erkennbar, etwa in der Neubelebung der Genossenschaften, der Sharing Economy oder der Peer-to-Peer-Bewegung. Mason ist überzeugt, dass eine Art Wikipedia-Staat in greifbare Nähe gerückt ist. Ein Staat, in dem «kooperative, selbstbestimmte, nicht hierarchische Teams die technisch am meisten fortgeschrittene Arbeitsweise bilden werden».

(Gestaltung: Anna Rothenfluh)

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77Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • LeChef 17.08.2016 18:27
    Highlight Eine Auseinandersetzung mit dem gesamten Text würde den Rahmen sprengen. Aber schon die 50-Jahre-Zyklus These ist lächerlich. Es gibt keinen Grund, warum technischer Fortschritt genau über diese Zeitspanne wachstumswirksam sein sollte. Warum nicht länger oder kürzer? Was teilt den technischen Fortschritt in Segmente, wo er doch immer inkrementell auf sich selbst aufbaut? Diese These ist getränkt vom marxistisch-deterministischen Geschichtsbild. Null theoretische Grundlage, und viel zweifelhafte Empirie. Wer seine Ausführungen darauf aufbaut, kann gar nicht zu sinnvollen Schlüssen gelangen.
    1 7 Melden
  • zigi97 17.12.2015 00:52
    Highlight Ich bin mit Mason einverstanden, dass das aktuelle System nichts taugt. Dieses System hat aber nicht mehr viel mit Kapitalismus zu tun.
    Wir haben eine Regierung, die massiv in den freien Markt eigreift und ihn so zerstört, was zur entstehung der von Mason kritisierten Monopolen führt (in einem freien Markt bekommt der monopolist schnell Konkurrenz und das Monopol verschwindet). Hinzu kommt das Geldsystem, das Reichtum systematisch von oben nach unten verteilt.
    Was wir brauchen ist ein wirklich freier Markt.
    4 31 Melden
  • The Eggi 03.10.2015 00:04
    Highlight Nur Sieger und nur Verlierer! Neoliberalismus erlaubt keinen Mittelstand! Wäre es nicht urmenschlich einen Ausgleich zu erreichen? Der Ausgleich liegt in der Mitte. Aber dann müsste ich Steuern zahlen, für Leute die ich nicht einstellen willl. Es ist kompliziert...
    12 2 Melden
  • Gelöschter Benutzer 01.10.2015 15:02
    Highlight Ich kann mit Masons Erklärungsversuchen nichts anfangen. Nichts ist schlüssig und alles ein bisschen schwurbelig.
    Meine Hypothese ist, dass während der letzten ca. 30 Jahren weltweit die Produktivität deutlich scheller stieg als die Weltbevölkerung. Das führte zu Überangeboten und folglich zu Preiszerfällen und letzlich zum Horten des Geldes. Ich sehe nur einen Ausweg: Halbierung der Wochenarbeitszeit bei gleichbleibendem Lohn. Das würde den Konsum und die Wirtschaft ankurbeln. Oder: Was nützt mir das Geld auf dem ich throne, wenn der letzte verhungert ist, den ich hätte anheuern können?
    24 4 Melden
  • The Host 30.09.2015 21:01
    Highlight Alle Güter (ausser Luxus) gratis für jeden führt zu Vollbeschäftigung und ermöglicht die selbstverwirklichung der Individuen. Nach einer Übergangsphase des Überflusses würde sich die Gier verflüchtigen und der wahre Wohlstand hätte Platz. Denn wenn alle alles haben können, braucht niemand dem anderen neidig zu sein.
    26 1 Melden
  • blumenstraussenfleisch 30.09.2015 12:45
    Highlight Dass einem derartigen Artikel soviel Resonanz entgegengebracht wird (65 Kommentare), lässt mich, zumindest geltend für die watson-Community, ein wenig aufhorchen (bezgl. Glauben an Menschheit verlieren).
    Gut, wenn Leser nicht nur Interesse zeigen, wenn irgend ein Parlamentarier sein Schnäbi fotografiert oder Ähnliches...:-)
    26 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.09.2015 12:11
    Highlight Das ist mal ein wirklich interessanter artikel! Wenn alle leute so denken & mit optimissmus und gemeinschaftlichen gedanken in die zukunft schauen würden, wirds bestimmt ein aufregendes jahrhundert :D
    33 1 Melden
  • Schneider Alex 30.09.2015 06:04
    Highlight "Es ist ausserordentlich riskant, spekulatives Kapital ungehindert hin und her fliessen zu lassen. Man hat erkannt, dass der oftmals kurzfristige Horizont der Wall Street unvereinbar ist mit wirtschaftlicher Entwicklung, die eine langfristige Strategie und Planung erfordert." (Aus Joseph Stiglitz: Die Chancen der Globalisierung, 2008, Seite 12).
    28 1 Melden
  • Karl33 29.09.2015 23:28
    Highlight am meisten beeindruckt hat mich ein statement von hayek, einem der gründerväter des neoliberalismus, das er wiederholt in seinen schriften plazierte: der reine neoliberalismus verträgt sich nicht mit arbeiterrechten und gewerkschaften, und letzten endes auch nicht mit volksentscheiden und demokratie. wie wahr...
    57 0 Melden
  • Aninana 29.09.2015 21:03
    Highlight Der Kapitalismus erfüllt nur seinen Zweck solange er den Menschen dient. Im Moment ist das nicht mehr ganz der Fall.
    35 2 Melden
    • Tsunami90 29.09.2015 21:21
      Highlight Zu etwa 1% erfüllt er die Aufgabe noch XD
      33 2 Melden
  • Max Heiri 29.09.2015 20:50
    Highlight Diese Massenmigration gibt es ja eben weil die Leute es sich überhaupt leisten können zu flüchten. Zudem wird verkannt wie viele Millionen Leute der böse Kapitalismus jährlich aus der Armut in Asien holt.
    12 53 Melden
    • Tsunami90 29.09.2015 21:25
      Highlight Die Leute kommen nicht wegen weil sie es sich leisten können. Die Kommen weil sie es sich nicht leisten können dort zu bleiben. So oder so: Der Kapitalismus bleibt Schuld. :P
      Und wegen den Asiaten: Für uns Europa hat der Kapitalismus bis 1980 erheblichen Sinn gemacht. Aber alles hat ein Ende.
      44 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.10.2015 14:08
      Highlight Mit dem Geld, das er seinem Schlepper in den Rachen wirft, könnte der junge Mann in seiner Heimat sich eine Existenz aufbauen, oder den Armen seines Landes helfen. So einer ist weder arm noch verzweifelt. Wer arm ist, hat keine Mittel zur Flucht. Wer verzweifelt ist bleibt und kämpft, weil ihm nichts anderes geblieben.
      5 30 Melden
  • gfc 29.09.2015 20:02
    Highlight Die Staatsquote steigt von Jahr zu Jahr und nun soll der freie Markt - der entsprechend an Bedeutung verliert - an allem Schuld sein?
    7 31 Melden
    • _kokolorix 29.09.2015 21:00
      Highlight die staatsquote steigt in der schweiz nicht, sie sinkt!
      höhepunkt 2003 ~38%, 2012 ~34%.
      die zusammenhänge mit der staatsquote sind sehr umstritten, da sich für jede erklärung passende und widersprüchliche beispiele finden.
      das die aktuelle marktordnung zu monopolen und umverteilung von unten nach oben führt, ist hingegen praktisch unbestritten.
      52 2 Melden
    • Tsunami90 29.09.2015 21:34
      Highlight Die Staatsquote ist kaum eine sehr einfach zu deutende Kennzahl. Die Vergangenheit zeigt zum beispiel das Staatsquoten steigen können wenn die Wirtschaft eine Kriese durchlebt. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird die Staatsquote wahrscheinlich sogar noch weiter ansteigen müssen.
      18 1 Melden
  • Libertas 29.09.2015 18:41
    Highlight Was für ein sozialistischer Blödsinn. Aber man muss ja nur den Namen des Autors anschauen. Da kann nichts gescheites rauskommen.
    Das Problem ist, dass unsere Wirtschaft total überreguliert ist, in allen Bereichen. Neoliberalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung! Der Kapitalismus hat uns enormen Wohlstand geliefert. Soziale Marktwirtschaft und unzählige Regulierungen führen zu Fehlentwicklungen und Systemversagen, und vernichtet schlussendlich unseren Wohlstand wieder.
    18 109 Melden
    • DerWeise 29.09.2015 19:40
      Highlight ... und hat u.a. dazu geführt, dass das obere 0.1% mehr hat, als die unteren 90% zusammen und nebenbei innerhalb weniger Jahrzenten den Planeten zerstört wird. Von wegen Systemversagen ;)
      Dein Wohlstand wird nicht lange halten, wenn du die Ressourcen, welche uns die oberen paar % übrig lassen, mit immer mehr Mio Menschen teilen musst. Viel Spass.
      79 4 Melden
    • _kokolorix 29.09.2015 21:10
      Highlight auf deinen kommentar müsste man eigentlich gar nicht eingehen. er strotzt vor ignoranz und unwissen.
      trotzdem sei hier noch einmal festgehalten: der kapitalismus funktionierte solange gut wie die gewerkschaften etwa die hälfte der macht hatten. das garantierte, dass die löhne hoch genug waren um die nachfrage aufrecht zu erhalten. seit thatcher und reagan die macht der gewerkschaften mit gewalt einschränkten, geht es nur noch bergab. profitieren tun nur noch die reichsten paar prozent alle anderen verlieren laufend. zum glück sind die ausländer an allem schuld...
      71 5 Melden
    • DerWeise 29.09.2015 21:18
      Highlight @koko
      "...zum glück sind die ausländer an allem schuld..." überflüssige Line...
      13 18 Melden
    • _kokolorix 29.09.2015 22:04
      Highlight @weise
      ja,ja hast recht, den Seitenhieb für die SVP hätte ich mir verkneifen sollen
      36 2 Melden
    • crust_cheese 01.10.2015 09:33
      Highlight So in etwa, wie weniger Spielregeln in der Champions League zu einem allgemein faireren und seriöseren Spiel führen würden, nicht wahr? Gerade Grosskonzerne pressen doch gerne jeden Rappen aus jeder Quelle, die nicht der Chefetage entspringt; Preisabsprachen und Kartelle sind bereits heute ein Problem - da soll sich das bessern, wenn ihnen noch weniger Regeln auferlegt werden...?
      30 0 Melden
  • suschisi 29.09.2015 18:09
    Highlight Der Lead verspricht leider deutlich mehr, als der Text dann liefert. Vom Ausblick fehlt (fast) jede Spur, und der hätte mich am meisten interessiert. Schade.
    14 14 Melden
    • geissenpetrov 29.09.2015 18:19
      Highlight "Was ist mit der Wirtschaft los? Eine watson-Serie – Teil 1"
      Ich für meinen Teil bin sehr gespannt auf die Fortsetzung ;)
      36 3 Melden
  • The Destiny 29.09.2015 17:48
    Highlight Darum wird im Nahen Osten also gekämpft, um HR.

    "Der mächtigste Thinktank der reichen Länder stellte in einer 2014 veröffentlichten Studie klar: Europa und die USA müssen bis 2060 rund 50 Millionen Zuwanderer aufnehmen, nicht aus moralischen, sondern aus wirtschaftlichen Gründen." period.
    12 3 Melden
    • Tsunami90 29.09.2015 21:36
      Highlight
      Man kann es auch so sehen :)
      8 1 Melden
    • Gelöschter Benutzer 01.10.2015 14:21
      Highlight Ich wette, dass die Aufzucht eigener HR billiger ist, als der Import inkompatibler HR, welche noch via teure Integrations- und Repressionsmassnahmen (gg. Kriminalität, Rassenunruhen und Terrorismus & Steuerhinterziehung) arbeitsplatztauglich und steuerzahlend gemacht weden muss.
      0 9 Melden
    • Bess Wiss 04.10.2015 15:18
      Highlight Doch, destiny, die Integration etc. schafft interimistisch Arbeitsplätze für gut ausgebildete "Einheimische" (Sozialarbeiter, Dolmetscher, RechtsanwältInnen... MitelständlerInnen).
      1 3 Melden
    • The Destiny 04.10.2015 15:34
      Highlight @Bess Wiss

      Du musst mich mit einem Troll verwechselt haben.
      1 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 16:54
    Highlight In einem SF-Roman (Titel vergessen) ging das so:
    Konzerne hatten die Position der Nationen eingenommen. Man wurde nicht mehr als Schweizer oder Amerikaner geboren, sondern als Nestl'aner oder Monsant'er. Mitten in einer globalisierter Welt ohne verbliebene Nationen konnte das überall sein. Ausschlaggebend war nur, in welchem Konzern die Eltern waren. Die Konzerne stellten Ausbildung, Gesundheitssystem und alles (für sie) Nötige. Wer den Konzern wechseln wollte, musste sich freikaufen wie eine Hure von ihrem Zuhälter.

    Manchmal frag ich mich, ob wir auch real dorthin steuern.
    51 2 Melden
    • _kokolorix 29.09.2015 21:26
      Highlight vor über 30 jahren gab es die sf serie 'die terranauten' welche ich als jugendlicher regelmässig las.
      die dort beschriebene welt funktionierte in etwa so wie du das beschreibst. eine handvoll konzerne haben die macht unter sich aufgeteilt, wobei jeder eine bestimmte palette der produktion für sich beanspruchen darf.
      wenn man die heutige entwicklung in die zukunft extrapoliert, ist ein solches szenario tatsächlich denkbar. allerdings haben jegliche voraussichten in sf (jule verne, 1984, back to the future, etc) eine erhebliche abweichung zu den eingetretenen realitäten, was mich hoffen lässt...
      11 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 22:43
      Highlight Diese Serie hab ich nie gelesen. Klingt aber ähnlich. Produktion statt Konzern. Ich muss mich mal durch meine Bibliothek kämpfen. Vielleicht find ich den Titel ja noch. Ich hab einfach zu viele Bücher.
      Deiner Hoffnung schliesse ich mich gerne an :-)
      6 0 Melden
    • _kokolorix 30.09.2015 10:59
      Highlight gibt ne Website dazu:
      http://www.terranauten.de/
      0 0 Melden
  • BennyG 29.09.2015 16:18
    Highlight Wow.
    Habe erst kürzlich meine Diplomarbeit über den Neoliberalismus und seinen Zusammenhang zum Sozialdarwinismus verfasst.
    Dieser Artikel liest sich für mich wie eine kleine Zusammenfassung meiner Arbeit. Mich freut es immer wieder wenn sich Menschen mit diesem Thema beschäftigen, und sich so mehr Gedanken machen als unsere 0815 Informationsportale.

    Unsere zum reinen Humankapital verkümmerte Gesellschaft, welche nur noch reagiert und nicht mehr agiert, tut es gut Berichte zu lesen welche den Horizont erweitern und zum Nachdenken anregen.
    92 7 Melden
    • Cross 29.09.2015 16:32
      Highlight Kann man deine Arbeit irgendwo nachlesen?
      27 2 Melden
    • BennyG 29.09.2015 16:48
      Highlight Meine Arbeit ist nie publiziert worden, nein. Aber ich gebe sie noch so gerne an interessierte weiter. Sofern das Bedürfnis vorhanden ist.
      18 2 Melden
    • BennyG 29.09.2015 17:16
      Highlight Nein kann man leider nicht. Meine Arbeit wurde leider nie veröffentlicht. Jedoch stelle ich sie Interessierten Lesern noch so gerne zu.
      Das einzige was ich dafür als Gegenwert möchte, ist eine ehrliche und offene Kritik dazu.
      8 2 Melden
    • Schlumpfinchen 29.09.2015 17:50
      Highlight @BennyG deine Arbeit würde mich auch sehr interessieren.
      Sehr interessant dieser Artikel, danke.
      7 1 Melden
    • Hayek1902 29.09.2015 19:32
      Highlight diplomarbeit - sozialdarwinismus - neoliberalismus... wird wohl so wissenschaftlich gewesen sein wie ein Esoterikbuch
      12 44 Melden
    • BennyG 30.09.2015 08:23
      Highlight @Hayek1902 :) Nein ich würde meiner Arbeit auch nicht das Prädikat Wissenschaftlich verleihen, dazu habe ich zu sehr meine eigene Meinung eingeflochten. Aber es war auch nicht mein Ziel eine wissenschaftliche Abhandlung zu schreiben, sondern dem Leser und mir selbst die andere Seite der "Medaille" zu zeigen.

      Das man das Problem der heutigen Wirtschaft monokausal mit dem Neoliberalismus zu begründen versuchen finde ich ebenso falsch wie ihn einfach zu entschärfen.

      @Schlumpfinchen und Cross schreibt mir doch auf Neoliberalismus@gmx.ch eine E-Mail. So kann ich euch die Arbeit zukommen lassen.

      9 0 Melden
  • Daniel Flückiger (1) 29.09.2015 16:08
    Highlight Es ist immer wieder interessant, wie gut einige Intellektuelle Prozesse analysieren können, aber ihre Distanz zur Praxis sie auf falsche Schlüsse bringt. So wie jede Produktionsweise bisher nur durch massive soziale Kämpfe grundsätzlich verändert wurde (wie z.B franz. Revolution), kann die skizzierte Umwälzung nur durch die aktive Tätigkeit einer sozialen Klasse (wie lächerlich: Techno-Bourgois) geleistet werde. Dafür sollte mensch sich unter anderem die Inspiration bei einem bärtigen alten Mann holen, der meinte: Die Philosophen haben die Welt nur erklärt, es käme darauf an sie zu verändern!
    23 3 Melden
    • Hayek1902 29.09.2015 19:33
      Highlight kumpel, marx ist schon lange widerlegt. lies schumpeter
      4 20 Melden
    • strieler 04.10.2015 13:38
      Highlight @Hayek1902
      der steht im Antiquariat einfach nicht bei den Kommunisten/ Sozialisten sondern bei den Kapitalsisten - ist also genauso überholt..
      vor allem hat seine latente Angst vor dem Sozialismus seine eigene z.T. sehr treffende Kritik am Kapitalismus stark abgeschwächt - bzw. seinen Glauben an die Erneuerungskraft des Kapitalismus deutlich überhöht...
      Besitzende Dynastien (also Erfolg und Reichtum) waren seiner Analyse nach im Kapitalismus nur temporär möglich - die Realität sieht da wie gesagt wohl anders aus... seine schöpferische Zerstörung ist zu einer zerstörerischen Kraft verkommen
      3 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 16:07
    Highlight Der Mensch ist nun einmal was er ist. Das System kann sich ändern, der Mensch aber bleibt Mensch. Es wird immer Herrscher und Untertanen geben. Zumal das Volk immer infantiler wird und die Herrscher immer raffiniertere Mittel zur verfügung haben. Die Herren der Schöpfung passen schon auf dass sich daran nichts ändern wird.
    9 24 Melden
    • Tsunami90 29.09.2015 21:43
      Highlight "Es wird immer Herrscher und Untertanen geben. Zumal das Volk immer infantiler wird und die Herrscher immer raffiniertere Mittel zur verfügung haben."

      Und wenn ich das nicht akzeptieren mag? Was ist zu tun?
      18 0 Melden
  • dracului 29.09.2015 16:00
    Highlight Der Kapitalismus ist durch Evolution entstanden, aber die mächtigen Kreationisten dieser Ordnung haben uns zu marktwirtschaftlichen Zombies konditioniert. Durch die Abhängigkeit vom selbstgedruckten Geld sind wir fortgeschritten in eine selbstverschuldete Neo-Unmündigkeit. Der technische Fortschritt ist primär Ablenkung mit wenig Nutzen. Mehr Information bedeutet nicht besser informiert und schon gar nicht handlungsbereiter zu sein! Was ist eigentlich aus den Hippies oder der Kibbuz-Bewegung geworden? Wir sind nur wieder gläubiger geworden - die einen an Gott und die anderen an das Geld.
    25 5 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.09.2015 18:44
      Highlight Der technische Fortschritt ist ohne Nutzen? Wow. Das nenne ich mal eine gewagte Behauptung. Ich mein, Gesundheit Hygiene und Lebenserwartung, Mobilitaet, Zugang zu Bildung und Information und Moeglichkeiten zur Multiplikation der eigenen Meinung, gewaltige Innovationsspruenge in der Unterhaltung und Kultur . etc. Pp. alles voellig unabhaengig von technologischem Fortschritt oder per se nutzlos?
      10 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 21:08
      Highlight Nutzlos für die charakterliche Entwicklung der Menschen. Und damit auch nutzlos für die Entwicklung eines gesunden Systems. Die viel gerühmte menschliche Intelligenz wird v.a. dazu verwendet, tierische Triebe zu befriedigen anstatt ein System zu entwickeln, das sich nicht selbst in den Ruin treibt.
      Wir sind wie die Lemminge an der Klippe.
      19 1 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.09.2015 22:21
      Highlight Kulturpessimismus ist nichts weiter als ein Ausdruck konservativer Werte und die Definitionsmacht ueber erwuenschte charakterliche Entwicklungen spreche ich Ihnen ab. Weiter waere dann erstmal empisisch zu belegen, welche Parameter sich in der Gesellschaft ueber die Zeit wie veraendert haben. Zum beispiel streite ich jetzt einfach mal ab, dass sich die Gesellschaft in den letzten 100 Jahren entsolidarisiert hat und behaupte das Gegenteil. Es gibt mehr engagement, mehr Spenden, mehr Freiwilligenarbeit ...
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    • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 22:56
      Highlight Sehr pathetisch formuliert :-)

      Mehr Engagement, Spenden und Freiwilligenarbeit weil es mehr Menschen gibt oder weil der Mensch besser geworden wäre? Deine Definitionsmacht oder was?

      Ich sehe insgesamt einen Aufwärtstrend der Menschlichkeit. Es lässt sich aber nicht ausmachen, ob es durch die Vermehrung der Spezies oder durch charakterliche Entwicklung bedingt ist. Sicher ist, dass der Kapitalismus in heutiger Form nicht nur den Planeten zugrunde richten wird. Eine Änderung ist dringendst notwendig.
      8 0 Melden
    • Toerpe Zwerg 30.09.2015 00:13
      Highlight Mich erstaunt ebenfalls die Selbstverstaendlichkeit mit der vorausgesetzt wird, jede andere Wirtschaftsordung wuerde automatisch pfleglicher mit natuerlichen Ressourcen umgehen. Dieser Beweis waere erst noch anzutreten. Soweit ich das ueberblicken kann, hat das System entgegen aller Annahmen der Pessimisten und Romantiker ganz erhebliches in Sachen Umweltschutz und Nachhaltigkeit zustande gebracht in den letzten 40 Jahren - sehr vieles ist sehr viel besser geworden. Die Krux ist nun, dass es ein hohes Wohlstandsniveau voraussetzt, den Fokus hierauf zu richten und besser zu werden.
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    • Toerpe Zwerg 30.09.2015 00:15
      Highlight Und genau da habe ich noch keine Vorschlaege vernommen, welches andere System konkret in der Lage waere, diesen allgemeinen Wohlstand zu schaffen.
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  • saukaibli 29.09.2015 15:40
    Highlight Solange ein Grossteil der Wähler immer noch die den Neoliberalismus zelebrierenden Parteien wählt, wird sich kaum was ändern. Solange sich die Menschen von den Neoliberalen einschwatzen lassen, dass die Ausländer daran schuld sind, dass die meisten wenig und ganz wenige extrem viel haben, solange wird sich nichts ändern. Ich befürchte eher, dass wir auf dem Weg sind den Film "Idiocracy" zur Realität werden zu lassen.
    54 3 Melden
    • Lutz Pfannenstiel 29.09.2015 17:16
      Highlight Meinsch aber nid öppe eus ...?
      15 1 Melden
    • Crecas 29.09.2015 18:30
      Highlight @Saukaibli
      Spielst du auf die Schweiz an? Hier wählt ja eine Mehrheit nicht Neoliberal.
      4 6 Melden
    • Toerpe Zwerg 29.09.2015 18:46
      Highlight Da verwechselt einer Liberalismus mit Nationalkonservativismus. Es sei verziehen, von Links schaut alles nicht Linke irgendwie gleich aus.
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    • Crecas 29.09.2015 18:59
      Highlight Scheint so...

      Ist trotzdem erstaunlich, dass Saukaibli offensichtlich denkt, dass es so ist. Vor allem da ja die grösste Partei auf der rechten Seite [SVP] alles andere als eine Neoliberale Politik betreibt!
      5 5 Melden
    • Captain Downtown 29.09.2015 19:56
      Highlight macht die svp eben doch. unzählige studien weisen darauf hin dass die svp in den bereichen rüstung, chemie, rohstoffe (und chemie und rohstoffe sind die nr. 1 & 2 der wirtschaftsleistung) eben sehr wohl äusserst wirschaftsorientiert ist.
      13 0 Melden
    • Jol Bear 29.09.2015 20:12
      Highlight Neoliberale Parteien? SP und Grüne nicht, da sind sich alle einig. CVP, BDP, Grünliberale sind klassische Vertreter einer stark vom Staat gelenkten Marktwirtschaft (wie CDU in Deutschland), FDP in Ansätzen liberal, aber bei ihren Wirtschaftsvertretern endet der Liberalismus, wenn von staatlichem Einfluss die eigenen Branche profitiert, SVP: typische Vertreter eine staatlich geplanten Landwirtschaft und antiliberalem Grenzschutz. Also kaum Liberale am Horizont. Das Problem: keiner weiss, was "Neoliberalismus" ist, er wird populistisch als Metapher gebraucht um Zentralismus zu befeuern.
      15 4 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 21:20
      Highlight Neoliberalismus hat heute nichts mehr mit dem ursprünglichen Liberalismus.

      LIBERALISMUS im ursprünglichen Sinne meinte die Freiheit des Individuums in sozialer Ordnung, Politik und Ökonomie.

      NEOLIBERALISMUS, wie er seit den 70ern verstanden wird, ist nur eine Umschreibung für Marktfundamentalismus. Oder etwas simpler formuliert: "Alle Macht den Bonzen, nieder mit dem Stimmvieh!"
      23 1 Melden
    • DerWeise 29.09.2015 21:21
      Highlight "SP und Grüne nicht" Naja... Nicht offiziell. Aber ihr Unvermögen führt immer wieder dazu, dass sie z.B. neoliberale Konzepte wie die freie Mobilität des Humankapitals - für den Normalo auch gerne Personenfreizügigkeit genannt - bis auf Blut verteidigt werden....
      7 2 Melden
    • Jol Bear 29.09.2015 22:12
      Highlight Na ja rhabarber, nichts für ungut, aber Ihr Verständnis von "Neoliberalismus" entspricht scheinbar genau der populistisch geprägten Metapher, welche nichts mit der eigentlichen Bedeutung des Begriffs zu tun hat. In der Tat gesteht der Neoliberalismus dem Staat sogar weit mehr regulierende Aktivität zu als es bei andern liberal orientierten Wirtschaftsformen vorgesehen ist.
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    • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 23:05
      Highlight Nun ja. Neoliberalismus ist einer der am breitest gedeuteten Begriffe. Fast schon wie Freiheit. Bald jeder versteht etwas anderes darunter. Die Form von Neoliberalismus, die du beschreibst ist die Form, die ich als ursprüngliche Idee kenne, die aber leider nicht mehr so gelebt wird. Kurzes Googeln ergibt sofort etliche verschiedene Erklärungen. Also werden wir bei der Definition dieses Begriffs wohl auf keinen gemeinsamen Zweig kommen. Vielleicht wär es besser, ihn zu meiden.
      11 0 Melden
  • Yolo 29.09.2015 15:26
    Highlight Sehr guter und spanender Artikel. Grosses Lob von mir!
    43 6 Melden
    • _adrian 29.09.2015 15:58
      Highlight Geile Siech.
      15 2 Melden
    • alessawardo 29.09.2015 16:38
      Highlight Sollte ich jetzt auch noch meine Smartspider als Bild reinhauen?
      11 1 Melden
    • Yolo 30.09.2015 06:41
      Highlight Hei, du hast mein Smartspider fast geklaut... ^^

      @alessawardo: Nope, dein Blingtron ist style genug :-P
      3 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 29.09.2015 15:26
    Highlight Freie Marktwirtschaft? Ja wo denn? Wir leben in einer hoch regulierten sozialen Marktwirtschft - ja, so heisst das System - in welcher primaer Regulierungsversagen diagnostiziert und fuer Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht werden muss. Ah ja, wir ausser der Elite leben in prekaeren Verhaeltnissen? In diesem Fall muss die Bedeutung des Ausdrucks prekaer voellig neu definiert werden.
    17 45 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.09.2015 16:47
      Highlight Auf welchem Planeten lebst du? Es kann nicht derselbe sein, wie der auf dem dieser Artikel in Watson publiziert wurde.
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    • Jol Bear 29.09.2015 18:39
      Highlight @ToerpeZweg: völlig korrekt, Neoliberalismus im eigentlichen Sinn herrscht praktisch in keinem Staat der Welt. Schon gar nicht in Europa, sogar auch nicht in der vergleichsweise, z.B. hinsichtlich Regulierung des Arbeitsmarktes liberaleren Schweiz. Und die Tendenz geht immer eindeutiger in Richtung Ausdehnung des staatlichen Einflusses, Zunahme von Steuern, Regulierung der Produktion, Erhöhung der Staatsquote usw. In der Politik gibt es kaum mehr Leute, welche (Neo-)Liberale Grundsätze vertreten, siehe Deutschland, wo die FDP bedeutungslos geworden ist.
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    • Toerpe Zwerg 29.09.2015 18:47
      Highlight Gibt es das mit Substanz? Nochmals: Wo genau herrscht freie Marktwirtschaft? Sachdienliche Hinweise werden belohnt.
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    • Hayek1902 29.09.2015 19:35
      Highlight Halleluja unter den watson leser gibt's noch andere ausser die autonomen immergleich-falschen parolen schwinger. vorschlag: Liberland, wenn es denn mal entsteht
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  • DerWeise 29.09.2015 15:24
    Highlight Toller Artikel.

    Schön, wenn es zwischen reaktionären Anti-SVP- und 20Min-Werbeeinnahmen-Neid Artikel mal was mit Substanz zu lesen gibt.

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  • G-Man 29.09.2015 15:10
    Highlight Sehr lesenswerter Artikel mit interessanten Denkansätzen danke!
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  • Philipp Burri 29.09.2015 15:01
    Highlight Schöner Traum. Ich glaub aber es ist realistischer, dass Nestle, Novartis und wie die (***Lieber Herr Burri, sie glauben hoffentlich nicht im Ernst, dass wir diese hier fehlenden Worte freischalten?! die Redaktion***) die nicht mithelfen, ihre Version des Traums durch billige Arbeit und nutzlosen Konsum am Leben zu erhalten.. und weil wir lieber mit unseren Smartphones Katzenbilder googeln und dümmliche Selfies schiessen als uns zu wehren, könnte das auch gelingen...
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    • Philipp Burri 29.09.2015 15:17
      Highlight Haha :-) doch ich hab euch das eigentlich irgendwie zugetraut... aber ich bin jetzt auch nicht masslos enttäuscht.. nur ein wenig ;-) Dann geh ich halt auch Katzenbilder googlen und hoffe, das Problem löse sich irgendwann von alleine, wenn ich nur genug Filme gratis aus dem Internet herunterlade
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