Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05428401 (FILE) A file photograph showing a US Air Force  C-5 Galaxy Outsize Cargo Transport Aircraft landing at Incirlik air base in Adana, Turkey, 10 August 2015. The US embassy released a statement on 16 July 2016 stating, 'Be advised that local authorities are denying movements on to and off of Incirlik Air Base. The power there has also been cut. Please avoid the air base until normal operations have been restored.' This follows a statement by Turkish Prime Minister Binali Yildirim saying, that his country considers itself at war with any nation that stands by the US-based Muslim cleric Fethullah Gulen who is currently lives in Pennsylvania and is the man Turkey blames for the coup.  EPA/SERDAR YILDIZ *** Local Caption *** 52112629

Eine C-5 Galaxy der US Air Force landet auf dem türkischen Militärflughafen Incirlik. 
Bild: SERDAR YILDIZ/EPA/KEYSTONE

Warum der missglückte Putsch in der Türkei für die USA gefährlich ist

Der missglückte Putsch in der Türkei wird die Macht von Präsident Tayyip Erdogan stärken und die Demokratie schwächen. Für die geopolitischen Interessen der USA ist dies eine gefährliche Entwicklung.



Als ein gewisser General Somoza 1936 in Nicaragua die Regierung stürzte und eine Diktatur errichtete, soll der damalige US-Präsident Franklin Roosevelt allfällige moralische Bedenken achselzuckend mit folgender Bemerkung aus dem Weg geräumt haben: «Er mag ein Hurensohn sein, aber er ist unser Hurensohn.» (He is a son of a bitch, but he is our son of a bitch.»)  

Der Zerfall der «islamischen Demokratie»

Ähnliche Überlegungen dürfte man sich derzeit wohl wieder im Weissen Haus machen. Der gescheiterte Putsch in der Türkei ist Wasser auf die Mühle von Präsident Erdogan. Er macht aus seinen Machtgelüsten kein Hehl, hat bereits eine gross angelegte Säuberungswelle eingeleitet und spricht von einer Wiedereinführung der Todesstrafe.

Supporters of Turkish President Tayyip Erdogan attend a pro-government demonstration at Taksim square in Istanbul, Turkey, July 17, 2016.REUTERS/Ammar Awad

Feiernde Erdogan-Anhänger auf dem Taksimplatz in Istanbul.
Bild: AMMAR AWAD/REUTERS

All dies passt nicht mehr in das Bild einer «islamischen Demokratie», als welche die Türkei bisher gepriesen wurde. Im besten Fall wird sich das Land in eine «gelenkte Demokratie» im Sinne von Russland entwickeln, im schlimmsten in einen fundamentalistischen Scharia-Staat, wie dies einige Experten bereits befürchten.  

«Wir haben eine Welt, die aus den Fugen gerät, und die Vereinigten Staaten, die sich zurückziehen. Das ist eine toxische Kombination.»

Richard Haass

Diese Entwicklung widerspricht den Interessen des Westens und der USA diametral. Die Türkei ist der wichtigste Verbündete im Kampf gegen den «IS». Sie ist auch Mitglied der NATO, und die USA unterhalten in Incirlik einen Luftwaffenstützpunkt mit 1500 Soldaten. Von diesem Stützpunkt aus starten die Kampfjets für ihre Einsätze in Syrien und dem Irak.

Die Türkei ist gleichzeitig das Bollwerk gegen die Flüchtlingsströme aus den Kriegsgebieten im Nahen Osten und Afghanistan geworden. Nach dem Brexit kann es sich die EU nicht mehr leisten, wie im letzten Herbst Flüchtlinge im grossen Stil aufzunehmen und ist deshalb auf den Goodwill von Erdogan angewiesen.

Die USA sind bereits mit Russland und China beschäftigt

Das bedeutet, dass die beiden wichtigsten Pfeiler des westlichen Bündnisses direkt mit dem türkischen Schicksal verknüpft sind. Und das wiederum bedeutet mehr Unsicherheit zu einem Zeitpunkt, in dem die Welt aus westlicher Sicht bereits sehr unsicher geworden ist. Die Führungsmacht USA muss sich nicht nur mit Wladimir Putin herumplagen. Auch das Verhältnis zu China hat sich merklich abgekühlt, zuletzt wegen des Konflikts um die Inseln im Südchinesischen Meer.

epa05429431 Turkish parliamentary speaker Ismail Kahraman, Turkish President Recep Tayyip Erdogan and former president Abdullah Gul attending funeral ceremony of Erol Olcok and his son Abdullah Tayyip Olcok and journalist Mustafa Cambaz, who were killed in a coup attempt on 16 July, during the funeral, in Istanbul, Turkey, 17 July 2016. Turkish Prime Minister Yildirim reportedly said that the Turkish military was involved in an attempted coup d'etat. Turkish President Recep Tayyip Erdogan has denounced the coup attempt as an 'act of treason' and insisted his government remains in charge. Some 104 coup plotters were killed, 90 people - 41 of them police and 47 are civilians - 'fell martrys', after an attempt to bring down the Turkish government, the acting army chief General Umit Dundar said in a televised appearance.  EPA/SEDAT SUNA

Opfer des Putsches werden zu Grabe getragen.
Bild: SEDAT SUNA/EPA/KEYSTONE

Dabei schien zumindest am Bosporus lange alles im grünen Bereich zu sein. Unter Erdogan erbrachte die Türkei nicht nur den Beweis, dass Islam und Demokratie miteinander verträglich sind, auch die Wirtschaft entwickelte sich prächtig. Der ehemalige US-Botschafter in Russland, Michael McFaul, erklärt deshalb im «Wall Street Journal» wehmütig: «Nach dem Kollaps der Sowjetunion war das Momentum auf unserer Seite. In den letzten Jahren hat sich das ins Gegenteil gedreht. Es fühlt sich wie das Ende einer Ära an.»

Die Bilder: Militärputsch in der Türkei

Nach dem Debakel im Irak möchten sich die USA am liebsten aus dem Nahen Osten zurückziehen. Präsident Barack Obama will auf keinen Fall «boots on the ground», will heissen: Bodentruppen schicken. Auch Donald Trump will bekanntlich die US-Boys möglichst rasch nach Hause holen. Richard Haass, Präsident des amerikanischen Council of Foreign Relations, erklärt deshalb im «Wall Street Journal»: «Wir haben eine Welt, die aus den Fugen gerät, und die Vereinigten Staaten – immer noch das wichtigste Land –, die sich zurückziehen. Das ist eine toxische Kombination.»  

Die Demokratie ist auf dem Rückzug

Der verstorbene Politologe Samuel Huntington sprach einst von einer «Dritten Welle» der Demokratie. Er meinte damit, dass nach der Nelkenrevolution in Portugal im Jahr 1974 sich die Demokratie weltweit auf einem zuvor kaum für möglich gehaltenen Siegeszug befand. Heute ist das Gegenteil zu beobachten. Die Türkei ist ein Musterbeispiel dafür: Aus dem ehemaligen Musterdemokraten Erdogan ist ein autoritärer Strongman geworden – und die USA müssen sich damit abfinden, erneut mit einem «Hurensohn» zurechtzukommen.

Putsch in der Türkei

200 Raketen auf Israel gefeuert

Link to Article

Wegen «Terrorismus»: Türkei zensiert weitere kritische Sender

Link to Article

Jetzt schlägt Gülen zurück: «Erdogan hat Putschversuch selbst inszeniert»

Link to Article

Türkische Regierung setzt 28 gewählte Bürgermeister ab

Link to Article

Türkei schafft Platz für Putschisten und entlässt fast 36'000 Verurteilte aus Gefängnissen

Link to Article

Schweiz muss die Menschenrechte in der Türkei überprüfen – wir sind gespannt auf das Resultat

Link to Article

Eklat in der Türkei: Minister lässt nach Interview mit deutschem TV-Sender den Film beschlagnahmen

Link to Article

Erdogan droht Rom: «Italien sollte sich um die Mafia kümmern, nicht um meinen Sohn»

Link to Article

Türkei fordert von den USA offiziell die Verhaftung Gülens

Link to Article

Putschversuch mit Ansage: «Es war nur eine Frage der Zeit»

Link to Article

Warum der missglückte Putsch in der Türkei für die USA gefährlich ist

Link to Article

Staatsfeind Nummer eins: Zu Besuch bei Erdogan-Gegner Gülen

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Ein junger Jude verliebt sich in eine Schickse – Orthodoxe fühlen sich im falschen Film

Link to Article

Hallo, Impfgegner – diese 7 Antworten zur Grippeimpfung sind speziell für euch

Link to Article

Die 11 schönsten Höhlen der Welt, in denen du dich vor der Fasnacht verstecken kannst

Link to Article

Mayotte – Europas zerrissenes Paradies am Ende der Welt

Link to Article

Die tiefe Spaltung der USA ist alarmierend – und ein Zeichen der Zeit

Link to Article

Eklat beim F1-Grand-Prix von Brasilien: Verstappen pöbelt Ocon nach dem Rennen an

Link to Article

Es ist Tag der schlechten Wortspiele oder wie wir vom Sport sagen: Heimspiel!

Link to Article

Diese 10 Dinge kommen Ausländern als Erstes in den Sinn, wenn sie an die Schweiz denken

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Wie zwei Nerds die Welt eroberten – und ihre Ideale verrieten

Link to Article

Wichtig: Eine Rangliste der 18 besten Drunk Foods aus aller Welt 🍺🍕🍻🍔🍺

Link to Article
Alle Artikel anzeigen
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Abonniere unseren Newsletter

32
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
32Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Therealmonti 19.07.2016 08:04
    Highlight Highlight Nein! Der missglückte Putsch in der Türkei ist nicht für die USA gefährlich. Sondern vor allem für Europa und den Rest der Freien Welt. Die USA werden die Grenzen dichter machen, sich noch weniger um die Weltbelange kümmern. Dies mit einem Trump als Präsidenten noch viel mehr, aber auch mit Clinton. We are fucked, hat ein Türke getwittert. Das selbe kann auch das freie Europa sagen.
    28 1 Melden
  • Hasjisjn 18.07.2016 22:15
    Highlight Highlight Welcher Beweis wurde erbracht, dass in der Türkei die Demokratie funktionierte?
    33 4 Melden
  • Beobachter24 18.07.2016 21:18
    Highlight Highlight "... Die Türkei ist der wichtigste Verbündete im Kampf gegen den «IS». ..."
    Das war jetzt sehr dreist, Herr Loepfe

    - Die Türkei ist der wichtigste Verbündete der USA um den IS im Geheimen zu unterstützen - das kommt der Wahrheit wesentlich näher.

    Dass sich dies (meine Version) ändern könnte, dafür gibt es kleine Anzeichen (http://goo.gl/Z6l7KH), ich glaube es aber erst, wenn die Grenze zwischen Syrien und der Türkei "dicht" ist (und der Nachschub an frischen Waffen und Kämpfen komplett aufhört).

    Zum Rest des Artikels evtl. später mehr.
    28 6 Melden
    • Nicolas Flammel 18.07.2016 23:24
      Highlight Highlight Ich glaube, das Erdogan eben nicht mehr der Hu....... der USA ist. Ich denke vieles was "die Türkei" gemacht hat (Unterstützung des IS, Abschuss des russischen Jets) ging eben hauptsächlich von der türkischen Armee aus, die, wie man jetzt gesehen hat, nicht gerade ein Freund Erdogans ist. Die türkische Armee ist seit langer Zeit ein Instrument der US-Interessen im nahen Osten und Erdogan will sich nicht mehr länger Erpressen lassen und stattdessen seine eigene Aussenpolitik machen. Deshalb muss er gestürzt werden.
      6 15 Melden
  • Ismiregal 18.07.2016 20:57
    Highlight Highlight Clinton könnte in dem Fall doch nicht so schlecht sein wie ich dachte.
    7 14 Melden
    • Beobachter24 18.07.2016 21:16
      Highlight Highlight @ Ismiregal

      "Clinton könnte in dem Fall doch nicht so schlecht sein wie ich dachte."

      Kannst Du das ein wenig ausführen? Wie und wieso glaubst Du das?
      17 0 Melden
    • Ismiregal 19.07.2016 03:45
      Highlight Highlight Ich denke Clinton wird nicht so eine "lame duck" sein wie es obama war. Sie ist ja eher als die aufgefallen die immer und überall intervenieren und die amerikanischen Interessen durchsetzen will. So wird sie eher zur Rolle des Welpolizisten stehen als ein Trump oder auch Sanders. Und laut Löpfe braucht es das genau in Zukunft.
      7 13 Melden
  • Slant 18.07.2016 20:15
    Highlight Highlight Deutsche Geschichte wiederholt sich...
    User Image
    45 3 Melden
    • Slant 18.07.2016 20:22
      Highlight Highlight Bei der Parlamentswahl 2002 errang er mit seiner AKP einen überragenden Wahlsieg, konnte allerdings aufgrund des bestehenden Politikverbots das Ministerpräsidentenamt nicht übernehmen. Nach der damaligen Rechtslage konnte nur ein Parlamentsabgeordneter zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Daher wurde sein Stellvertreter Abdullah Gül Ministerpräsident. Erst nach einer Verfassungsänderung, die sein Politikverbot aufhob, und der Annullierung der Wahl in der Provinz Siirt konnte er nachträglich als Abgeordneter ins Parlament einziehen. Er wurde am 12. März 2003 Ministerpräsident.
      27 0 Melden
    • Slant 18.07.2016 20:23
      Highlight Highlight Nach vier Monaten wurde er vorzeitig entlassen. Politikbeobachter urteilten später, Erdogan sei während seiner Haft ein anderer geworden und habe dem politischen Islamismus abgeschworen. Bei den Parlamentswahlen 2002 durfte Erdogan wegen des verhängten Politikverbots zwar nicht antreten, seine Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung gewann die Wahl aber trotzdem. Zunächst wurde Erdogans Vertrauter Abdullah Gül Ministerpräsident, der heutige Staatspräsident der Türkei. Erst 2003 nach einer Verfassungsänderung konnte Erdogan dann das Amt des Ministerpräsidenten übernehmen.
      Quelle: reddit.com
      19 1 Melden
  • Ignorans 18.07.2016 19:08
    Highlight Highlight Ein Gefahr für die VSA sind vielleicht soziale Ungerechtigkeit, Rassismus oder eine fehlgeleitete Notenbank, aber sicher nicht die Lage eines tausende Kilometer entfernte, mittelgroßen Landes...
    16 34 Melden
    • Ismiregal 18.07.2016 20:25
      Highlight Highlight Wäre schön wenn es so einfach wäre.
      20 4 Melden
    • Lami23 18.07.2016 22:47
      Highlight Highlight Dein Name passt immerhin.
      15 5 Melden
  • DerGrund 18.07.2016 18:30
    Highlight Highlight Ich habe irgendwie das Gefühl dass die Türkei das Afghanistan/Irak/Syrien/Libyen von Morgen wird. Wenn man sich Fotos aus diesen Ländern aus den 70ern anschaut sieht man eindrucksvoll, wie schnell unter falschen Einflüssen aus säkularen, progressiven und freien Ländern, die sich auf den ersten Blick gar nicht so sehr von europäischen Ländern unterscheiden, zerstörte, unterdrückte Failed-States werden können.
    84 3 Melden
    • Lami23 18.07.2016 22:46
      Highlight Highlight Leider wahr.
      15 0 Melden
  • Alex23 18.07.2016 17:42
    Highlight Highlight Der verstorbene Politologe Huntington sprach von einem Siegeszug der Demokratie, was sich nicht bewahrheitet hat.
    Das zeigt mal wieder, was von den Prophezeiungen von Politologen, Ökonomen und Sonstwie-ogen zu halten ist. Weltgeschehen ist eine fragile Sache und es braucht nicht viel, damit die kunstvoll konstruierten Kartenhäuser zusammenbrechen.
    Tja, und ansonsten stimmt wohl, was Herr Löpfe schreibt. Nicht gut. Alles gar nicht gut.

    Übrigens: Er macht aus seinen Machtgelüsten keinen Hehl. Nicht: kein Hehl.
    35 13 Melden
    • Spooky 18.07.2016 19:00
      Highlight Highlight @Alex23 kein oder keinen: beides ist richtig

      [https://de.wiktionary.org/wiki/Hehl]
      13 6 Melden
    • Alex23 18.07.2016 19:37
      Highlight Highlight Spooky, nein. Das ist ein Akkusativ und "Hehl" ist maskulin.
      8 7 Melden
    • Spooky 18.07.2016 20:25
      Highlight Highlight Alex. Bin nicht so sicher wie du. Gemäss wiktionary ist bei Hehl sowohl maskulin (der Hehl) als auch sächlich gestattet (das Hehl). Das Hehl heisst aber im Akkusativ: kein Hehl.
      8 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 18.07.2016 17:17
    Highlight Highlight Zwar eine kontrafaktische These und deshalb nicht belegbar - dennoch möchte ich Folgendes hier äussern:

    Ein erfolgreicher Putsch hätte aus Sicht der NATO auch negative Konsequenzen haben können. Eine säkulare Türkei könnte engere Beziehungen mit Russland eingehen. Erdogan mit seinem islamischen Kurs stellt aus Sicht Moskaus einen potenziellen Destabilisator des russischen Südens dar (Kaukasus), was die Vertiefung der Beziehungen bremst. Diese Bedenken wären mit einer säkularen Junta ausgeräumt, Moskau und Ankara könnten engere Bande knüpfen. Das wiederum möchten die USA auf keinen Fall.
    30 6 Melden
    • Stachanowist 18.07.2016 18:52
      Highlight Highlight @ Atlantis

      Dass Davutoğlu in der Flugzeugkrise lauter gekläfft hat also Erdoğan liegt wohl eher daran, dass das so diplomatisch geschickter war. Aussenminister werden gerne mit deutlicheren Tönen vorgeschickt, während sich die Staatsoberhäupter dezenter geben (Lavrov und Putin haben auch eine solche Arbeitsteilung).

      Dass Erdoğan sich entschuldigt hat und einige eingefrorene Projekte wieder aufgenommen wurden, darf nicht zu hoch bewertet werden. Der labile Frieden im Nordkaukasus hat für Putin höchste Priorität. Erdoğan gefährdet diesen indirekt.
      15 1 Melden
  • TanookiStormtrooper 18.07.2016 15:37
    Highlight Highlight Uiuiui... Hoffen wir mal, dass Erdogan (oder seine Groupies) den letzten Satz nicht lesen, sonst gibt es bald auch noch eine Anzeige gegen Philipp Löpfe...
    102 7 Melden
    • Dä Brändon 18.07.2016 15:56
      Highlight Highlight Der letzte Satz gefällt mir, der Vergleich Türkei - Russland ist lächerlich. Obwohl Russland nicht unbedingt bekannt für ihre Demokratie ist, ist sie dennoch um einiges demokratischer als die Türkei.
      64 32 Melden
    • Fabio74 18.07.2016 16:56
      Highlight Highlight Inwiefern ist Russland demokratischer?
      37 20 Melden
    • René Obi 18.07.2016 16:58
      Highlight Highlight Inzwischen kann man das sogar behaupten... Schlimm genug
      36 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Ohne WLAN ins Bett – warum Schweizer Hotels und Restaurants offline gehen

Ein Zimmer ohne WLAN. Essen ohne Smartphone. Die Schweizer Gastronomie und Hotellerie entdeckt den Flugmodus.

«Free WLAN!». Mit diesem Angebot versuchen uns Restaurants bereits seit Jahren in ihre Lokale zu locken. Doch nun, wo gefühlt jedes Lokal gratis den Zugang zum Internet anbietet, könnte der Trend kippen. Von Online zu Offline. Sprich: Demnächst halten wir vielleicht Ausschau nach Restaurants, in denen das Smartphone keinen Platz hat.

Davon überzeugt ist Daniel Häni vom «Unternehmen Mitte». Das Kaffeehaus war vor rund 20 Jahren das erste Lokal in Basel, das gratis WLAN anbot. Nun ist die Mitte …

Artikel lesen
Link to Article