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FILE - In this Jan. 24, 2013 file photo, Executive Producer Stephen Bannon poses at the premiere of

Der neue Mann fürs Grobe bei Trump: Stephen K. Bannon. Bild: Danny Moloshok/Invision/AP/Invision

Putin und Trump haben je einen Neuen – und mit denen wird's jetzt richtig gefährlich

Anton Vayno heisst der starke Mann im Kreml, Stephen K. Bannon soll Donald Trump ins Weisse Haus hieven. Beides sind extreme Kriegstreiber und Super-Nationalisten.

18.08.16, 14:53 09.09.16, 11:18


Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine kleine Rochade in seinem Führungsstab durchgeführt. Anton Vayno heisst der neue Stabschef im Kreml. Er ersetzt Putins langjährigen KGB-Kumpel Sergei Iwanow. Im Westen ist der 44-Jährige praktisch unbekannt. Die bekannte russische Journalistin Masha Gessen zeichnet von ihm im «New Yorker» ein beängstigendes Bild.

Anton Vayno, who has been appointed a new chief of the presidential administration, attends a meeting with Russian President Vladimir Putin and the outgoing Kremlin Chief of Staff, Sergei Ivanov, in the Kremlin in Moscow, Russia, Friday, Aug. 12, 2016. Russian President Vladimir Putin on Friday fired Sergei Ivanov, his chief of staff and one of his closest allies, in the most high-profile power reshuffle at the Kremlin in years. (Alexei Druzhinin/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Der neue Stabschef im Kreml: Anton Vayno. Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Vayno sei seit Jahren der persönliche Assistent Putins, so Gessen. Er ist aber auch Autor und Co-Autor von mehreren Büchern und wissenschaftlichen Artikeln. 2012 hat er ein langes Essay mit dem Titel «The Capitalization of the Future» veröffentlicht, eine kaum verständliche Abhandlung, die im esoterischen Schluss eines «Nooscope»-Netzwerkes endet, in dem Zeit und Raum verschmelzen.  

Die Ultranationalisten im Kreml

Handfester geht es in Vaynos Buch «The Image of Victory» zu. Es beginnt mit einem Putin-Zitat, das sinngemäss heisst: «Das Vertrauen gewinnen ist der Schlüssel». Den Inhalt fasst Gessen wie folgt zusammen: «Das Buch scheint ein grosses Rezept für globale Domination zu sein. (...) Die Grundidee scheint darin zu bestehen, den absoluten Triumph mithilfe der Taktik von Sambo – der sowjetischen Kriegskunst – zu erlangen, vor allem in der Wirtschaft.»

Anton Vayno gehört damit zum Lager der russischen Ultranationalisten. Der prominenteste Vordenker dieser Beweger heisst Alexander Dugin. Er wähnt sich in einem neuen Weltkrieg zwischen der «Landmacht» Russland und der «Seemacht» USA und hat einst Hitler und die SS verherrlicht.

Russian President Vladimir Putin, center, meets with the new Chief of the presidential administration, Anton Vayno, right, and the outgoing Kremlin Chief of Staff, Sergei Ivanov, in the Kremlin in Moscow, Russia, Friday, Aug. 12, 2016. Russian President Vladimir Putin on Friday fired Sergei Ivanov, his chief of staff and one of his closest allies, in the most high-profile power reshuffle at the Kremlin in years. (Alexei Druzhinin/Sputnik, Kremlin Pool Photo via AP)

Putin trifft sich mit dem alten Stabschef Sergei Iwanow (links) und dem neuen Anton Vayno (rechts). Bild: AP/POOL SPUTNIK KREMLIN

Die Ernennung Vaynos ist kein Zufall. In einem Zeitpunkt, in dem die gesamte Welt nur noch auf den US-Wahlkampf fixiert zu sein scheint, hat Putin begonnen, den Ukraine-Krieg wieder auf kleinem Feuer zu köcheln. Letzte Woche hat er erklärt, er würde nicht an den vorgeschlagenen Friedensverhandlungen teilnehmen. Gleichzeitig hat er die Regierung in Kiew beschuldigt, Attentate auf der Krim zu planen.

Die Ultranationalisten bei Trump

Auch Donald Trump hat sein Wahlkampf-Team umgekrempelt. Neuer starker Mann ist nun Stephen K. Bannon. Dieser hat sich von einem erfolgreichen Investmentbanker bei Goldman Sachs zu einem Ultranationalisten der übelsten Sorte entwickelt. Bannon ist der starke Mann hinter dem Onlineportal Breitbart. Seit der gleichnamige Journalist und Gründer dieses Portals an einem Herzversagen verstorben ist, hat er das Sagen.

Im Vergleich zu Breitbart ist selbst FoxNews eine Kinderpost. Neokonservative Vordenker wie William Kristol werden verhöhnt und Figuren wie Sarah Palin verherrlicht. Vor allem geht Bannon auf die Elite der Grand Old Party (GOP) los. So hat er beispielsweise die Wiederwahl von Paul Ryan in den Senat aktiv bekämpft. Ryan ist der derzeit starke Mann der Republikaner und Liebling der Koch-Brüder.

MANCHESTER, NH - FEBRUARY 08:  Breitbart News Daily Stephen K. Bannon interviews Donald Trump, Jr. for SiriusXM Broadcasts' New Hampshire Primary Coverage Live From Iconic Red Arrow Diner on February 8, 2016 in Manchester, New Hampshire.  (Photo by Paul Marotta/Getty Images for SiriusXM)

Kennt keine Schamgrenzen: Bannon bei einem Radiointerview. Bild: Getty Images North America

An die niedrigsten Instinkte appellieren

Die GOP-Elite hat denn auch bereits reagiert. «Wenn Trump beabsichtigt hat, seine alten und neuen Anhänger zu frustrieren, dann hat er genau das Richtige getan», erklärte etwa Dan Senor in der «New York Times». Er ist ein langjähriger Stratege der Republikaner, der vor vier Jahren Mitt Romney beraten hat. Auch der Berater von Marco Rubio hat reagiert und erklärt, dass Trump und Breitbart «beide an die niedrigsten Instinkte der Menschen appellieren.»

Die neuen starken Männer bei Putin und Trump sind ein weiteres Indiz dafür, dass weltweit eine üble, rotbraune Polit-Suppe gekocht wird. Alt-Stalinisten und Neo-Faschisten vereinigen sich im Kampf gegen Demokratie und Menschenrechte. Das gilt für Pegida genauso wie für den Front National: Alle hetzen gegen Muslime, vermeintliche Eliten und Lügenpresse. Sie hängen absurden Verschwörungstheorien an, etwa dass 9/11 von den Amerikanern selbst inszeniert wurde oder der Maidan-Aufstand vom CIA organisiert war.

Hetze gegen die Clintons

Aktuelles Beispiel ist das Buch «Clinton Cash» von Peter Schweizer. Darin wird die These aufgestellt, wonach die Clinton Foundation sich auf einen korrupten Handel Spenden gegen politische Begünstigung eingelassen habe. Das Buch wird derzeit auf faschistoiden Hetzseiten, Russia Today und ähnlichen Kanälen gepuscht. (Erstaunlicherweise auch auf dem vermeintlich progressiven Schweizer Onlineportal «Infosperber» – aber das ist eine andere Geschichte.)

Das neuste Elaborat der Verschwörungs-Fanatiker: «Clinton Cash».

«Clinton Cash» besteht aus unbewiesenen Behauptungen und abstrusen Verschwörungstheorien. Das erstaunt nicht, wenn man sich die Hintergründe vor Augen führt. Das Buch wurde vom erzkonservativen Milliardär Robert Mercer finanziert. Er ist auch ein wichtiger Investor bei Breitbart und ein Freund von Bannon. «Trump hat sich entschieden in Breitbarts alternativer Realität zu leben» stellt daher selbst das neokonservative Blatt «Weekly Standard» fest.

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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95
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95Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Einfache Meinung 05.11.2016 23:06
    Highlight Diese Unruhen und diese Krisen, die Viele wahrnehmen, wieso schiebt man Sie Politiker in die Schuhe, die Sie garnicht verursacht haben?
    1 0 Melden
  • Ivan der Schreckliche 18.08.2016 23:28
    Highlight Der Nobelpreistträger hat selber in einem Interview bekannt gegeben, dass die "Demonstranten" tatkräftig finanziell unterstützt wurden.
    Wieso das eine Verschwörungstheorie sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Reicht es nicht langsam mit der Hetze, Herr Löpfe?
    19 8 Melden
  • Echo der Zeit 18.08.2016 18:49
    Highlight Alt-Stalinisten und Neo-Faschisten vereinigen sich im Kampf gegen Demokratie und Menschenrechte - Leider wahr, ist in den letzten jahren immer schlimmer geworden. Aber vielleicht ist es auch nur noch ein letztes aufbäumen - Der alten Elite die Kontrolle zu waren. Im Wissens Bereich Passiert zur zeit sehr vieles und das auch schnell - das macht Angst.
    21 8 Melden
    • Echo der Zeit 18.08.2016 21:29
      Highlight Das schreckgespenst der Ultranationalisten - der vernetzte mensch - und der ist ein Milliarden geschäft einer inzwischen Milliarden schweren Industrie die immer Mächtiger wird. Die Usa werden immer multiethnischer, der cowboy republikaner nicht mehr wichtig. Putin macht westliche einflüsse schlecht in seinem Land, setzt auf starkes Nationalgefühl - für Kulturschafende wirds Heikel. Ja was, und Jetzt warten bis alle ihren Nationalkomplex verlieren und die waffen strecken und zusammen - Das Neuste Internationale Super Pokemon Pro Go Go Spielen - Die Angst alter Männer Trump/Putin?
      5 10 Melden
  • ElendesPack 18.08.2016 17:07
    Highlight Alle hetzen gegen Muslime, vermeintliche Eliten und Lügenpresse...

    Da eigentlich z.B. Pegida zum grössten Teil nicht "hetzt", sondern sich bemüht, auf reale Gefahren hinzuweisen und ich nicht ganz begreife, was an den gegenwärtigen Eliten im Westen so positiv ist und ebensowenig wieso eine weitgehend gleichlautende Medienlandschaft zu begrüssen wäre, frage ich mich, was an genannten Punkten undemokratisch sein soll.

    Rührend auch wie immer P.B.'s bedingungsloses Clinton-Fähnchen-Schwenken.
    20 91 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 19:03
      Highlight Der Lacher ist mir beinahe im Hals stecken geblieben. Pegida hetzt nicht? Ziemlich absurd und weltfremd.
      Wer Volksverräter skandiert und mit Puppen an einem Galgen rumläuft, wer Auslander bzw andersaussehende beleidigt der hetzt.
      Auf was Hinweisen tut man sachlich wie es ein gebildeter Mensch mal gelernt haben sollte
      49 10 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 19:41
      Highlight Fabio: Genau wie die Linken nicht hetzen, obwohl es jeden 1. Mai Pappnasen mit Lenin, Stalin, Mao, dem Anführer der Tamil Eelam und ähnlichen Herzchen hat. Die Mehrheit der Leute läuft dort nicht so rum und die Mehrheit der Pegidas hat keinen Galgen auf sich und beleidigt auch niemanden. Aber wenn man seine Realität nur aus seinen Lieblingszeitungen bezieht und noch nie selber gesehen hat...viel Spass dabei.
      14 39 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 20:06
      Highlight Wieviele Deppen laufen mit Stalin und Mao rum?
      Die Mehrheit sind Mitläufer der rechten Hetzer und dies ist gefährlich.
      Wer applaudiert, wenn Merkel und Co als Volksverräter angeprangert wird und wer mitmacht im Hass gegen fremdländisches ist sehr wohl ein Hetzer
      35 5 Melden
    • Echo der Zeit 18.08.2016 20:20
      Highlight @ElendesPack - In der Realität ? Dann waren sie auch schon an Pegida veranstalltungen ?
      14 3 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 21:23
      Highlight Fabio: Um genau zu sein, laufen sogar mehr Deppen mit Stalin und Mao rum als solche mit Galgen, denn von denen sah ich bislang genau einen in den Medien.
      Aber Du, Deine Ellen, mit denen Du misst....die sind im Fall verschieden lang.
      4 20 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 21:24
      Highlight Echo: Ja, zweimal. Ich dachte mir, wenn man die ganze Zeit von was liest, kann man es sich auch mal selber anschauen, vor allem, wenn man den Verdacht hat, dass es gar nicht so schrecklich sein könnte, wie alle behaupten.
      Und nun?
      5 18 Melden
    • Fabio74 22.08.2016 09:21
      Highlight Der Unterschied zwischen Stalinmasken und solchen die Verräter schreien und dazu applaudieren, die von national-befreiten Zonen reden,die applaudieren wenn Asylbewerberheime brennen ist halt ziemlich gross.
      Stalin war ein Verbrecher. Der Typ mit Maske mag dumm sein.
      5 0 Melden
    • ElendesPack 22.08.2016 10:08
      Highlight Du weisst ja nicht, was die Stalins und Maos jeweils schreien an den Demos. Ich hingegen weiss es. Ich geb Dir nen Tipp. "Marshmallows für den Klassenfeind!" ist es nicht.

      Und dass die Pegidas alle von national befreiten Zonen phantasieren, applaudieren bei brennenden Asylantenheimen etc. ist einfach nur ein Klischee, das Dir besonders gefällt, das aber einem Abgleich mit der Realität in keiner Weise standhält.
      0 7 Melden
  • Olmabrotwurst 18.08.2016 16:51
    Highlight Jawohl trump for president, dann werden wir alle sterben und mutter erde hat genug zeit um sich zu erholen, von uns menschen.
    41 18 Melden
    • Mia_san_mia 20.08.2016 11:41
      Highlight Also ich will nicht sterben und Mutter Erde muss sich von mir nicht erholen. Wenn Du sterben willst, ist das dein Problem...
      5 0 Melden
  • Lowend 18.08.2016 16:24
    Highlight Die Polit-Zombies des 3. Reiches und des kalten Krieges scheinen nun vereint im Kampf gegen die liberalen Demokratien, aus ihren modrigen Gräbern aufzustehen, um die Welt in einen neuen faschistischen Weltkrieg zu stürzen.
    Schlimm nur, wie viele geschichtsvergessende Menschen diesen übel riechenden, verwesenden Zombie-Ideologien noch immer zujubeln!
    74 32 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 16:52
      Highlight @ Lowend

      Geschichtsvergessen ist es auch, mit dem "Dritten Reich" einen Begriff der Nazi-Propaganda zu übernehmen.
      24 11 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 16:59
      Highlight Hier noch der Hintergrund dazu (habe ich in der ersten Antwort vergessen, mea culpa):

      Bis 1939 bezeichneten die Nazis ihre Diktatur selbst als "Drittes Reich" und stellten ihre Schreckensherrschaft dadurch in ein positives Licht: Das "Dritte Reich" implizierte, dass der Nazistaat die Vollendung der deutschen Geschichte wan, nämlich in einer Traditionslinie mit dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation (962–1806) und dem Hohenzollern-Kaiserreich (1871–1918) stand.
      21 8 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 17:08
      Highlight Lowend: Auf die Gefahr hin, dass Watson meinen Kommentar wie üblich nicht freischaltet, muss ich doch wieder mal sagen, wie anregend wie ich Ihre Hinweise auf das 3. Reich bei praktisch jedem Thema finde. Wirklich! Es steht nämlich direkt vor der Tür! Immer!
      23 30 Melden
    • Lowend 18.08.2016 17:47
      Highlight Der Begriff drittes Reich ist ein historischer Begriff und wenn sie mir indirekt vorwerfen, Nazivokabular zu benutzen, dann zeigen Sie nur eine besonders hinterhältige Form der Diffamierung, was Sie aber wie schon öfter gesagt sehr gut beherrschen.
      Ich habe schon früher geschrieben, dass von allen Volksverhetzern die Klugen, meist auch die gefährlichen waren und sind.
      24 14 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 17:55
      Highlight @ Lowend

      Inwiefern ist meine Reaktion auf Ihren Kommentar volksverhetzend?

      Ich habe auf die Debatte um den Begriff "Drittes Reich" hingewiesen und die Problematik des Begriffs erläutert. Er ist Nazi-Vokabular, weshalb auch normalerweise in sorgfältig arbeitenden Medien vom "sogenannten Dritten Reich" die Rede ist. Die Verwendung des Begriffs macht Sie keineswegs zum Nazi. Wie ich bereits oben erwähnt habe, zeigt sich dadurch vielmehr ein gewisses Mass an Geschichtsvergessenheit.
      15 10 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 17:57
      Highlight @ Lowend

      Hier noch zum Nachlesen; man möge sich seine eigene Meinung bilden. Ich bin mit der Übernahme von Nazi-Vokabular eher vorsichtig, auch wenn es heute nicht mehr als solches erkannt wird. Entscheiden Sie für sich selbst:

      https://de.wikipedia.org/wiki/Drittes_Reich#Kritischer_Diskurs_seit_den_1980er_Jahren
      8 7 Melden
    • Lowend 18.08.2016 18:33
      Highlight Sie insinuieren, dass ich Naziterminologie benutze. Dass ist schlicht hinterhältig.
      Was sagen sie aber zu meiner eigentlichen These, von der Sie mit diesem Scheindiskurs ablenken wollen? Rein gar nichts, denn ihr Ziel ist wie immer nur das Ablenken vom Thema.
      Zudem ist es nicht mein Problem, wenn sie sich in meinem Nachsatz "dass von allen Volksverhetzern die Klugen meist auch die gefährlichsten waren oder sind" so betroffen fühlen, Sie Förderer der Sowjetischen Produktivität. Wer sich wie sie aber durch solchen Binsenwahrheiten angegriffen fühlt, sollte mal durchatmen und kurz innehalten.
      12 16 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 18:55
      Highlight Ich insinuiere nicht, dass Sie Naziterminologie benutzen, sondern stelle es fest.

      Das "Dritte Reich" ist ein von den Nazis für ihr Unrechtsregime zweckentfremdeter theologischer Begriff. Wie bereits zweimal gesagt unterstelle ich Ihnen mit dieser Feststellung aber keine Absicht, sondern attestiere einen gewissen Mangel an historisch-sprachlichem Feingefühl. Wir setzen auch "Säuberung" in Anführungszeichen, obwohl es ein historischer Begriff ist.

      Bitte lesen Sie den Wiki-Link.

      Zum Rest Ihres Votums äussere ich mich nicht, weil ich ihm zustimme. Bei mir gilt: Keine Reaktion = Zustimmung.
      10 4 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 20:21
      Highlight Sehr tüchtig intellektuell gearbeitet, Stachanowist!
      Dafür gebührt Dir ein Orden, Genosse!
      War das aber nicht etwas gar spitzfindig?
      Was willst Du mit dieser Detailversessenen Argumentation erreichen?
      Wenn wir miteinander sprechen, verstehen wir einander eh nie 1:1...
      Wichtig ist beim Sprechen, dass es unser Denken stimuliert und Assoziationen ausgelöst werden.
      Das ist wie in der Musik, wo ein Melorhytmus eines Musikers einen nächsten Melorhytmus eines anderen Musikers auslöst, usw.
      Ausserdem ist es entscheidend, WER z.B. von "Schwarzen Schafen" spricht!
      Ist es ein Naturfreund, oder ein Nazi?
      10 7 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 21:13
      Highlight @ Rodolofo

      Gerne beantworte ich deine Fragen:

      1. Nein, das war nicht zu spitzfindig. Sprache formt das Denken und transportiert Interpretationen der Welt. Ich verachte das Nazi-Regime, weshalb ich das "Dritte Reich" als Euphemismus ablehne und mein Recht wahrnehme, darauf hinzuweisen. Warum, habe ich in meinen gefühlt dreiundsiebzig vorangegangenen Kommentaren ausreichend erklärt. Was euer Problem damit ist, ist mir nicht ganz klar.

      2. Was ich erreichen will: Dass mehr Menschen bewusst wird, dass dies ein Nazi-Begriff ist und sie anschliessend einen vorsichtigeren Umgang damit pflegen.
      6 6 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 21:52
      Highlight Und ich habe doch gerade gesagt, dass es eine Rolle spielt, WER etwas gesagt hat und in was für einem TON diese Person etwas gesagt hat!
      Political Correctness kann leicht umgangen werden, indem Ironie vorgetäuscht wird, oder aber der Politisch Korrekte Ausdruck ein Geheimcode ist für eine Verhöhnung, z.B. werden Scheinkomplimente, wie "Gutmensch", oder "Sympath" in der Rechtsnationalen Szene verwendet um "Einen von ihnen" unauffällig zu brandmarken...
      8 5 Melden
    • _kokolorix 20.08.2016 10:14
      Highlight Hier passiert gerade was der klassische Troll beabsichtigt:
      Mit einer völlig irrelevanten Debatte vom eigentlichen Thema ablenken.
      Echt jetzt, wer verschwendet soviel Zeit darüber zu diskutieren ob der Begriff 'drittes Reich' oder 'sogenanntes drittes Reich' verwendet werden sollte!
      5 1 Melden
  • rodolofo 18.08.2016 15:41
    Highlight Nochmals: Das Putin-Zitat in Vaynos Buch:
    "Das Vertrauen gewinnen ist der Schlüssel!"
    Das ist sicher richtig, doch ist dieses Vertrauen inzwischen bei den Allermeisten, die schreiben, lesen und rechnen können, verloren gegangen!
    So gesehen scheitert also Putin mit seinem eigenen Plan, da es ihm NICHT gelingt, das Vertrauen zu gewinnen!
    Trotzdem habe ich einen Weg gefunden, zu verstehen was er sagen möchte: Das genaue Gegenteil, von dem, was er jeweils sagt!
    Und Trump, der Möchtegern-Kumpel von Putin und US-Oligarch plaudert alles bereitwillig aus!
    Dafür würde Putin den Trottel am liebsten...
    19 30 Melden
    • Jason84 18.08.2016 19:05
      Highlight Der Herr Putin hat in Russland zustimmungswerte von 70-80%.
      Schaut nicht so aus als würden nur wenige darauf hereinfallen.
      14 10 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 19:39
      Highlight Wer misst denn diese Zustimmungsraten?
      Und wer würde es wagen, Putin die Zustimmung zu verweigern?
      13 8 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 20:09
      Highlight @Jason: Ist in jeder Diktatur so..
      13 7 Melden
    • Namender 18.08.2016 22:47
      Highlight Ich glaube kaum, dass die Umfragen zu Putin in Russland getürkt wurden. Wenn man davon absieht, was alles menschenrechtsverletzendes in Russland passiert, hat Putin die Wohlfahrt erfolgreich gesteigert. Wenn ein Rentner heute eine 20-mal höhere Rente bekommt als noch vor 20 Jahren, schert sich dieser Rentner kaum darum, wenn wieder einmal ein Oligarch, der aufbegehrte im Knast landet. Dies ist eine sehr subjektive Betrachtungsweise, doch gibt dies ein Verständnis dafür, warum dieser Mann soviel Rückhalt im eigenen Volk geniesst.
      9 2 Melden
    • rodolofo 22.08.2016 15:13
      Highlight Ich schaute heute ganz frühen am Morgen auf S1 einen Dok-Film über "Ivan den Schrecklichen".
      Da fielen mir einige Parallelen zur heutigen Regentschaft Putins auf.
      Die Inkarnations-Linie läuft also folgendermassen:
      Ivan der Schreckliche - Stalin - Putin
      Und ein grosser Teil des Volkes jubelte diesen sadistischen Bestien zu...
      Wegen einem nichtigen Anlass (die Frau seines Sohnes erschien ihm unpassend gekleidet) wurde Ivan tätlich. Der Sohn, der sich vor seine Frau stellte, machte den brutalen Herrscher, der sich nur gegenüber Gott verpflichtet fühlte, so wütend, dass er seinen Sohn erschlug...
      1 0 Melden
  • Thomas F. 18.08.2016 15:34
    Highlight Das gefährliche ist, dass Putin einen enormen Rückhalt in der Bevölkerung in Russland hat und die Bevölkerung nicht merkt, wie sie manipuliert wird. Zum Glück ist in den USA die Wahl von Trump noch in weiter Ferne. Die schweigende Mehrheit kann dieses Trauerspiel an Demokratie noch beenden.
    52 36 Melden
    • Radiochopf 18.08.2016 16:21
      Highlight @Thomas F. Wieviele Russen kennst du, die in Russland leben, damit du wirklich beurteilen kannst das sie manipuliert sind und Putin unterstützen? Das Putin beliebter oder einen grösseren Rückhalt hat als Obama, Trump, Clinton in der USA dürfte nicht verwunderlich sein und daran ist die US/EU-Politik selbst Schuld.. in Russland wird das Internet selbst nicht merklich zensuriert und du kannst auf jede Internetseite zugreifen, die du hier im Westen auch kannst.. die Leuten können sich also ihr eigenes Bild über Putin/Propaganda machen wenn sie möchten und kriegen auch die US/EU Medien mit..
      27 21 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 16:44
      Highlight @surtic: innenpolitisch wenig. Seine Gegner einsperren lassen, die Konflikte (Tschetschenien z.b.) ungelöst gelassen. Ausser Rohstoffe keine eigene Industrie aufgebaut
      Sich in Abchasien/ Südossetien, Ostukraine/Krim, Transnistrien eingemischt
      31 14 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 17:11
      Highlight @ Fabio

      "Ausser Rohstoffe keine eigene Industrie aufgebaut"

      In der Tat wäre mit den Ölgeldern eine weitaus klugere Wirtschaftspolitik möglich gewesen. Dennoch ist dein Fazit zur russischen Ökonomie unter Putin m.E. undifferenziert.

      Beispielsweise ist Russland seit 2015 der grösste Weizenexporteur:

      http://de.statista.com/statistik/daten/studie/262309/umfrage/groesste-weizenexporteure-weltweit/

      Ausserdem haben sich die russischen Software-Exporte in den letzten Jahren verdoppelt:

      https://rbth.com/science_and_tech/2016/01/12/russian-software-is-conquering-the-world_558643
      22 8 Melden
    • ElendesPack 18.08.2016 17:14
      Highlight Fabio: Die Rohstoffverwertung und der Abbau davon sowie die Modernisierung dieser Bereiche sind durchaus Industrien. Ausserdem sehe ich nicht ein, wieso es für ein Land schlecht sein sollte, wenn es durch seine Rohstoffe Wirtschaftswachstum bewirken bzw. das BIP steigern kann.
      7 9 Melden
    • pique dame 18.08.2016 17:52
      Highlight @radiochopf: das stimmt nicht. auch das internet wird in russland zensiert (siehe gesetz von 2012 das es der regierung erlaubt internetseiten mit "unangebrachtem inhalt" zu schliessen). Ausserdem wird mithilfe von trollen auf die sozialen medien einfluss genommen. nur sehr wenige (die intellektuelle, urbane und junge bevölkerung) informieren sich im internet, z.T weil es (auf dem land) noch nicht so verbreitet ist. deshalb informieren sich die meisten über die 2 staatlichen sender perwyj kanal und rossija, die 99 % der haushalte erreichen. andere kanäle brauchen die senderlaubnis der regierung
      21 6 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 18:15
      Highlight Ganz einfach weil man mit nur Rohstoffe direkt abhängig von den Weltmarktpreisen ist. Wenn man im Land keine Wertschöpfung, Veredelung generiert, kann man Schwankungen nicht glätten. Ausserdem würde es Jobs im Inland kreieren und Wohlstand schaffen
      Dass Putin beliebter ist klar. Jeder Diktator hat höhere Werte als Regieringschefs freier Staaten
      12 6 Melden
    • _kokolorix 20.08.2016 10:49
      Highlight Kein Land dieser Welt, das vom Verkauf von Rohstoffen lebt ist demokratisch. Die Ausbeutung von Land und Bodenschätzen sind der Garant für ungleiche Ertragsverteilung, Korruption und Unterdrückung.
      Während sich Länder, die in Ausbildung und Produktion investieren langsam weiterentwickeln, bleiben die Rohstofflieferanten stehen.
      Nur wenn die Menschen wählen können, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten und woher sie ihre Informationen beziehen, kann eine Demokratie entstehen.
      Beides ist in Putins Jahren in Russland massiv eingeschränkt worden
      5 1 Melden
    • Fabio74 22.08.2016 09:29
      Highlight @surtic: Es gibt wenig verarbeitende Industrie, wenig Effizienz in der Landwirtschaft. Nur weim die USA Raketentriebwerke kaufen heisst das nicht viel.
      Putin hat innenpolitisch versagt.
      Zuerst sollte er für einen Rechtsstaat sorgen, die Willkür abschaffen und Tschetschenien lösen sowie aufhören von Interessensphären reden
      3 0 Melden
    • ElendesPack 22.08.2016 10:11
      Highlight Hier erinnert sich niemand an die Vor-Putin-Ära wies scheint. Damals war Russland faktisch ein reiner Mafia-Staat und es wurde oftmals vom wilden Osten gesprochen, wo jedes Problem mit Morden, Erpressungen, Folter und Entführungen gelöst wurde. Firmen wurden vom organisierten Verbrechen mit recht unzimperlichen Methoden übernommen, Menschen drangsaliert und ermordert von Kriminellen, ohne dass jemand gross Etwas gemacht hätte.
      Putin hat mit den meisten Rechtsunsicherheiten aufgeräumt, aber Russland von 0 auf 100 in eine Demokratie verwandeln, kann auch er nicht.
      1 3 Melden
    • _kokolorix 22.08.2016 10:53
      Highlight Niemand hat hier behauptet, dass Jelzins Russland viel besser gewesen ist.
      Die Methoden der damaligen Oligarchen (Mafiosi) wendet nun einfach der Staat, d.H. Putin persönlich an. Wer nicht mehr genehm ist, muss nach wie vor mit Gulag, Mord oder Erpressung rechnen. Soviel zur Rechtssicherheit.
      Dass Putin eine Demokratie anstrebt ist nicht zu erkennen. Er hat durch Ausnützen von Verfassungslücken die Amtszeitbeschränkung ausgehebelt, die Gerichte zu seinen Handlangern degradiert, Presse und Medien zensiert und mit ganz groben Massnahmen, wie eben Mord, auf Regierungskurs gezwungen
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    • ElendesPack 22.08.2016 11:13
      Highlight Das mit der Amtszeitbeschränkung ist wahr, wobei zu beachten ist, dass man Russland nicht einfach mit einem Land wie den USA oder einer europäischen Demokratie mit einer viel älteren Tradition in diesen Belangen vergleichen kann.
      Die Zensur, die so oft beklagt wird, ist einerseits oftmals völlig verzerrt dargestellt und dramatisiert und andererseits hinsichtlich gewisser Konfliktbeteiligungen einfach das, was fast jede kriegsführende Nation betreibt.
      Die Verantwortung Putins für die Morde ist m.E. nach nicht erwiesen.
      Er hat einen Saustall übernommen und es wird noch lange ein solcher sein.
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  • NWO Schwanzus Longus 18.08.2016 15:32
    Highlight Ach, jede Berechtigte Clinton-Kritik ist jetzt Verschwörung? Zudem sagte der STRATFOR-Analyst Friedmann das der Maidan wohl der offensichtlichste Putsch der Geschichte war. Clinton ist in den USA extrem unpopulär man stellt sie zurecht mit Satan gleich. Es gibt viele Autokleber mit Clinton-Satan Sprüchen draif. Und so eine soll die USA Führen?Übrigens es war Bill Clinton der den Krieg zurück nach Europa brachte in dem
    37 57 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 15:58
      Highlight Soso, man stellt sie also zurecht mit dem Satan gleich...
      Interessant...
      Das sagt ja einiges über Dich aus...
      Zum Glück weiss ich nicht, wo Du wohnst.
      Und ich will es auch nicht wissen.
      36 26 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 16:47
      Highlight Es gibt einen Haufen Evangelikalee *** die alles für Satan halten was nicht ihrem Lebenswandel entspricht. Unterstützt durch die entsprechenden Medien. Also weder repräsentativ noch neu
      30 9 Melden
    • NWO Schwanzus Longus 18.08.2016 17:27
      Highlight Es ist nicht evangelikalen, sondern von ganz normalen Amerikanern. Wie ihr das jetzt als Fundamentalistisch abtut.
      7 20 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 18:16
      Highlight Wer ist der normale Amerikaner? Bitte um Definition
      12 2 Melden
    • Echo der Zeit 18.08.2016 19:00
      Highlight @Terror - Es gibt viele Autokleber mit Clinton-Satan Sprüchen draif - und noch viel mehr mit Trump Satan sprüchen drauf.
      7 2 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 19:06
      Highlight Nachtrag: Wer von Satan redet muss religiös sein, somit der nahe Schluss Evangelikale Hassprediger
      9 0 Melden
    • FrancoL 18.08.2016 19:30
      Highlight Die normalen Amerikaner sind die die wie DJ denken, fühlen, sprechen und handeln, denn DJ gibt bei fast allen seinen Kommentaren die Norm vor.
      8 1 Melden
  • Stachanowist 18.08.2016 15:26
    Highlight Über Vajnos "Nooskop" macht sich die russ. Internetgemeinde schon seit Tagen lustig. Für alle, die des Russ. mächtig sind hier der Blog, der die Geschichte entdeckt hat:

    http://redsol.ru/887/nooskop-velikoe-izobretenie-novogo-glavy-ap

    Den Link Vajnos zum Ultranationalismus sehe ich jedoch im Artikel nicht wirklich hergestellt. Globale Dominanz reicht als Argument nicht aus; diese ist letztlich das finale Ziel jeder Geopolitik von grösseren Mächten. Haben Sie ultranat. Aussagen Vajnos als Beleg, Herr Löpfe?

    Meines Erachtens ist Vajno ein Lakai, der eingesetzt wurde, um Ivanov abzusägen.
    40 5 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 15:48
      Highlight Etwas Hintergrund zu Vajno: Er stammt aus einer estnischen Diplomatendynastie, hat an der Moskauer Diplomatenschmiede MGIMO studiert und bis dato als Zahnrädchen im Verwaltungsapparat vor allem Protokolle geschrieben. Er ist ein politisches Nichts.

      Portnikov, ein ukr. Majdan-Anhänger & Russlandkritiker, sieht in Vajno das "Pferd des Caesaren" und interpretiert die Ernennung als Zeichen Putins an die anderen Kremlgrössen, dass sie jederzeit durch einen No-Name ersetzt werden können.

      Dass Vajnos krude Ideen in die Kreml-Politik einfliessen werden, hält selbst Portnikov für ausgeschlossen.
      36 5 Melden
    • Philipp Löpfe 18.08.2016 15:50
      Highlight Ich verlasse mich im Fall von Vajno auf die Angaben von Marsha Gessen.
      15 43 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 15:59
      Highlight @ Löpfe

      In Gessens Artikel taucht das Wort "Nationalist" oder ähnliches nicht auf.

      Ich bezweifle darüber hinaus, dass M. Gessen ihren Artikel auf der Lektüre & Studie von Vajnos Publikationen aufbaut. Vajnos krudes Buch wurde am 14. August durch den oben von mir angeführten Blogeintrag bekannt. Am 15. August veröffentlichte Gessen ihren Artikel dazu.

      Ich bezweifle, dass sie in der kurzen Zeit das Buch beschafft, gelesen und in einen Artikel verwandelt hat. Ihr Artikel verarbeitet in erster Linie den Blogeintrag und ist nicht gerade kenntnisreich hinsichtlich Vajno, sondern ein Blog-Digest.
      39 3 Melden
    • Philipp Löpfe 18.08.2016 16:08
      Highlight Das kann ich nicht beurteilen. Was Gessen schreibt, deckt sich aber zu einem guten Teil mit dem, was Charles Clover in seinem hervorragenden Buch "Black Wind White Snow" schreibt.
      11 30 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 16:08
      Highlight Die Entlassung von Ivanov könnte darauf hindeuten, dass im Machtapparat des Kreml Machtkämpfe stattfinden.
      Die miserable Wirtschaftslage in Russland als Folge der teuren Militärischen Abenteuer der Armee, der EU-Sanktionen und des Ölpreis-Zerfalls dürfte sowohl bei den Oligarchen, als auch bei der Russischen Bevölkerung zunehmend für Ärger und Missmut sorgen!
      In Autoritären Systemen ist es aber üblich, dass nichts von diesen Wilden Gärungen und Konspirativen Verschwörungen von Rebellen nach aussen dringt, bis es knallt!
      Das heutige Russland könnte noch einmal implodieren, wie damals die UdSSR
      17 7 Melden
    • Stachanowist 18.08.2016 16:14
      Highlight Clovers Buch wurde im Frühjahr 2016 publiziert. Wenn ich mich richtig erinnere, wird Vajno darin mit keinem Wort erwähnt, und um Vajnos Positionen geht es in Ihrem Artikel ja.
      27 2 Melden
    • silverback 18.08.2016 16:19
      Highlight «Das strategische Ziel von Putins Kriegen ist der Krieg selbst», warnt Masha Gessen, eine führende russische Journalistin und Putin-Biografin.

      Andere Imperien führen Krieg um Frieden zu stiften, schon klar. Und wie wir alle wissen, funktioniert das ja auch prächtig. Wobiii..
      20 7 Melden
    • Philipp Löpfe 18.08.2016 16:21
      Highlight #Stachanowist: Clover erwähnt ihn nicht, aber er gibt einen guten Überblick über die Szene.
      8 27 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 16:59
      Highlight @ J-P
      Putin hat einiges auf dem Kasten!
      Sonst wäre er ja nicht so mächtig und inzwischen wohl der reichste Super-Reiche Russlands!
      Aber auf Internationalem Parkett wirkt er wie eine Art "Ausserirdischer", unnahbar und gefühlskalt, wie Mr-Spok, der Vulkanier mit der reinen Vernunft.
      Wenn Putin doziert, will ihm niemand folgen, weil da kein munteres Spässchen für Auflockerung sorgt. Da ist nichts als strenge Selbstbeherrschtheit eines Herrschers, der seine Ideologie über die Menschlichkeit stellt.
      Putin ist ein "starker" Fanatiker und Machtmensch, doch gleichzeitig ein Nichts, das ratlos macht.
      14 12 Melden
    • The Return of The King, Louie the Gscheidhaferl I. 18.08.2016 17:20
      Highlight @J-P: für deine super Propanganda kriegst du sicher ein Goldsternchen ins Fleissheft vom Onkel Vlad.
      18 5 Melden
    • silverback 18.08.2016 17:22
      Highlight @rodolofo: Ohne jetzt Putin irgendwie verherrlichen zu wollen und wirklich ernst gemeint, hast du jemals ein längeres Interview mit Putin angeschaut bei Youtube? Nachlesen ist schwieriger, wird bei uns ja nirgends veröffentlicht in den Mainstreammedien. Höchstens paar verzerrende Ausschnitte.
      8 11 Melden
    • Datsyuk * 18.08.2016 18:54
      Highlight Rodolfo, Putin hat eigentlich Humor..
      5 2 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 19:09
      Highlight @JP Kriegt man für Geschichtsklitterung einen Orden oder Geld?
      Die Krim ist mit der Ukraine unabhängig geworden von Russland anerkannt 1994.
      Das Heim ins Reich holen ist eine Annexion und somit Unrecht. Eine illegitime Abstimmung ändert daran nichts.
      Die Schuld nun beim bösen Westen suchen ist nicht nur billig sondern falsch.
      Es gab NIE eine Abmachung betreffend NATO-Erweiterung. Der einzige Deal war bei den 2+4-Gesprächen zur deutschen Wiedervereinigung keine NATO-Truppen auf Ex-DDR-Boden. Und das hält man ein....
      13 8 Melden
    • Fabio74 18.08.2016 19:11
      Highlight 2.Teil: Sämtlich Mittel-/Osteuropäischen Staaten sind souverän und entscheiden selber wem sie sich anschliessen. Es geht Russland null und nichts an.
      Die letzte NATO-Erweiterungsrund fand 2004 statt. Über 10 Jahre später ist Putin dann beleidigt?
      Auch der Putsch in Kiew gibt Putin kein Recht einzugreifen, ebenso wenig wie die Entscheidung der Ukraine sich nach Westen zu orientieren.
      Der Wohlstand in Polen ist höher als in Russland.
      Ein Eurasien kanns nicht geben, solange sich Russland nicht an westliche Werte wie Rechtsstaat und Demokratie hält
      16 9 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 19:49
      Highlight @ silverback
      Ja, habe ich.
      3 1 Melden
  • Lowend 18.08.2016 15:24
    Highlight Gegen diese erzkonservativen, ultranationalistischen Polit-Monster in Diensten von Trump und Putin kommen mir unsere rechtsnationalen, ultrareaktionären Politiker von der rechten Front wieder wie liebe Chorknaben vor!
    35 30 Melden
    • Lowend 18.08.2016 15:59
      Highlight Welch Wunder, wie bei allen andern Artikeln kommt einer, der die Diskussion auf die Ebene der persönlichen Diffamierung drücken will. Ein echter Troll eben und das coole ist einzig, dass die echten Eidgenossen mich nicht mehr nach Sibirien, sondern nun nach Syrien schicken wollen.
      Momou, ächt kreativ!
      38 18 Melden
  • WolfCayne 18.08.2016 15:23
    Highlight Guter Artikel! Kleines Korrigendum:
    Sambo - der sowjetische(n) Kriegskunst Pediga - Das für Hunde heisst Pedigree
    6 15 Melden
  • giandalf the grey 18.08.2016 15:23
    Highlight Well... Fuck.
    21 5 Melden
  • Michael Scofield 18.08.2016 15:22
    Highlight Weshalb sollte 9/11 nicht von den Amerikanern inszeniert gewesen sein? Fast alles spricht für eine Eigeninszenierung.
    36 34 Melden
    • Sapere Aude 18.08.2016 16:00
      Highlight Nehmen Sie Ockhams Rasiermesser, eine Operation unter falscher Flagge in diesem grossen Ausmass ist äusserst schwierig geheim zuhalten. Was durchaus im Bereich des möglichen liegt ist, dass die USA den Anschlag zugelassen hat.
      23 8 Melden
    • rodolofo 18.08.2016 16:41
      Highlight Dass es die Amis selber waren, glaube ich nicht.
      Aber vielleicht wollten sie 9/11 nicht unbedingt verhindern...
      Die Informationen vom Geheimdienst über Terroristische Aktivitäten waren zwar, verschwanden aber vorübergehend in einer Schublade...
      In welcher Schublade die Geheimen Informationen vom Geheimdienst zwischengelagert wurden, bleibt natürlich geheeeeeimmm!
      11 2 Melden
  • smoking gun 18.08.2016 15:20
    Highlight Sehr geehrter Herr Löpfe. Ich hab wirklich nicht gewusst, dass die "Süddeutsche" eine faschistoide Hetzseite ist.

    Weil diesen Artikel habe ich dort entdeckt:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/us-praesidentschaftswahl-die-multi-millionen-deals-von-bill-und-hillary-clinton-1.3116462

    Ich werde die "Süddeutsche" künftig meiden.
    33 9 Melden
  • Firefly 18.08.2016 15:08
    Highlight Pediga --> Pegida
    15 1 Melden

Innerer Dialog - Heute: Sommer

Motzzentrum: Immer so heiss. Immer so heiss. Immer so heiss.  

Empathie: Silvia hat imfall auf Facebook gepostet, dass es bei ihr in den Wanderferien im Death Valley noch viel heisser ist.  

Ironie: Etwa mit einem Screenshot der Wetter-App?! Neiiiii, wie originell, du.  

Logik: Wenigstens sind die im Death Valley ehrlich mit der Namensgebung, ich war gestern in Bern, das im Moment eigentlich «Burn» heissen müsste.  

Ironie: Ou du, Gratulation, ein Hitze-Wortspiel, …

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