Wirtschaft
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FILE - In this April 25, 2011 file photo, Post-it notes are on display at an Office Depot in Mountain View, Calif. Some lower expenses helped 3M post a higher profit in the second quarter, the Post-it maker reported Thursday, July 23, 2015, but foreign currency translation pressured its revenue. (AP Photo/Paul Sakuma, File)

Wegen jahrzehntelanger Umweltverschmutzung muss der Konzern 3M eine Millionenbusse zahlen.  Bild: AP/AP

Post-it-Hersteller verpestet jahrelang Umwelt – und erhält jetzt die teure Quittung

21.02.18, 03:10 21.02.18, 06:12


Es ist ein Fall, der stark an die Oscar-prämierte Geschichte von Erin Brockovitch erinnert. 

Der US-Mischkonzern 3M hat sich im Rechtsstreit mit dem Bundesstaat Minnesota wegen Vorwürfen jahrzehntelanger Umweltverschmutzung auf einen Vergleich geeinigt. Das für Scotch-Klebeband und Post-it-Sticker bekannte Unternehmen zahlt demnach 850 Millionen Dollar.

Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, fliesst die im Rahmen eines Kompromisses vereinbarte Summe in einen Investitionsfonds des Bundesstaates für «Wasserqualität und Nachhaltigkeit».

epa05278204 (FILE) A file photo dated 05 November 2014 showing an exterior view of the Dutch head office of international technology company 3M in Delft, The Netherlands. 3M reported their 1st quarter 2016 results on 26 April 2016, saying their 1st quarter operating income was 1.8 billion USD and operating income margins for the quarter were 24.1 per cent, up 1.3 per centage points year-on-year. First-quarter net income stood at 1.3 billion USD, while the company converted 74 per cent of net income to free cash flow.  EPA/KOEN VAN WEEL

850 Millionen Dollar Busse muss der 3M-Konzern zahlen.  Bild: EPA/ANP FILE

Chemikalien in den Mississipi gekippt

Die Staatsanwaltschaft hatte 3M vorgeworfen, Minnesotas Umwelt mindestens 50 Jahre lang durch Fluorchemikalien verpestet zu haben. Diese sollen bei der Herstellung von Scotchgard-Imprägnierspray und anderen Produkten in den Boden gesickert und in den Mississippi gekippt worden sein.

Minnesota hatte 2010 auf fünf Milliarden Dollar geklagt. 3M legt den Rechtsstreit mit der Millionenzahlung bei, weist die Vorwürfe der Umweltverschmutzung aber zurück. (sda/dpa)

Der Mensch zerstört die Tierwelt

Video: srf

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • NotWhatYouExpect 21.02.2018 08:57
    Highlight Geld Regiert die Welt.

    In ~2012 gab es doch auch mal ein Geldwäsche Skandal mit der Bank "HSCB"? Die haben danach auch nur kurz mit dem Checkheft gewedelt und die sache war gegessen.


    Die Armen kommen in den USA für etwas Gras in den Knast (je nach Bundesstaat) und die Reichen können Milliarden umsetzten und Zahlen sich danach mit einer lächerlichen summe raus.

    Viele Konzerne sind zu Gross und die Staaten haben angst davor solch einen Konzern richtig zu Sanktionieren. Auch die Konzern Bosse kommen immer wieder mit dem Argument, dass darunter nicht alle Mitarbeiter leiden sollen.
    44 1 Melden
  • Herren 21.02.2018 08:29
    Highlight Ein Vorstoß der SVP in der Schweiz sieht vor, dass bei einem solchen außergerichtlichen Vergleich, wie ihm 3M erzielt hat, Journalisten keinen Einblick in die Gerichtsakte mehr nehmen dürfen. Ich finde das bedenklich.
    78 5 Melden
  • Plöder 21.02.2018 07:23
    Highlight Man muss sie USA doch lieben für diese liberalen Gesetzte.
    Statt 5Mrd. 850Mio. zahlen und schwupp di wupp schon vergeben und vergessen.
    Für eine jahrelange Umweltverschmutzung!
    164 9 Melden
    • henkos 21.02.2018 09:41
      Highlight In der Schweiz wird überhaupt nicht bezahlt. Finden Sie das besser?
      28 12 Melden
  • RhabarBär 21.02.2018 07:01
    Highlight Ich finde es schade, dass eine Firma Milliardengewinne macht, dabei die Umwelt missachtet, und wenn es dann zu Klagen kommt, 'halt' mit seinen Gewinnen die 'Busse' bezahlt. Aber als Busse wird so ein Konzern das nicht betrachten, sondern als Legal-Investment. Besser wäre es, wenn verantwortliche Mitarbeiter persönlich Verantwortung tragen würden und Gerichte Fälle zu einem Schuldspruch bringen würden, statt sich aussergerichtlich zu einigen.
    66 3 Melden
    • bebby 22.02.2018 03:49
      Highlight Sehe ich nicht unbedingt so, erstens weil die Verantwortung in solchen Fällen nach unten delegiert wird und zweitens, weil eine Busse den Aktienkurs nach unten bewegt, damit die Kapitalkosten für das Unternehmen erhöht und den Aktionären Druck macht zur Veränderung der Anreize an das Management. Es sind ja oft die falschen, monetären Anreize, welche das Management zu solchen Aktionen verleiten. Besser langfristig gesperrte Aktien als kurzfristige Optionen. Bei Optionen kann einem Management das langfristige Wohlergehen egal sein, weil der Strike jedes Jahr neu gesetzt wird.
      0 0 Melden
  • Tikvaw 21.02.2018 04:38
    Highlight Ach kommt schon. Die Marktwirtschaft regelt doch alles zum Guten und die "Unternehmen" kontrollieren sich selber.
    Slogans wie derjenige der Syngenta:
    "Corporate Responsibility is part of everything we do."
    sind doch eindeutig, das muss man einfach glauben.

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