Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness erstattete seinerseits Anzeige.  Bild: AP

Verletzung des Steuergeheimnisses

Suche nach Maulwurf: Razzia bei Finanzbehörden im Fall Hoeness

Wie ist die Presse an Informationen aus der Steuerakte von Uli Hoeness gekommen? Um diese Frage zu klären, lässt die Staatsanwaltschaft München jetzt Finanzbehörden in Bayern durchsuchen.

23.01.14, 12:53 12.03.14, 08:35

Ein Artikel von

In der Steueraffäre um FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness durchsucht die Staatsanwaltschaft München derzeit Finanzbehörden in Bayern. Es geht dabei um die Strafanzeige, die Hoeness selbst im Mai 2013 wegen «Verletzung des Steuergeheimnisses» gestellt hatte. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft München, Thomas Steinkraus-Koch, bestätigte gegenüber SPIEGEL ONLINE die Durchsuchungsaktion. 

Suche nach dem Leck in der Finanzverwaltung

Im Oktober 2013 sei Hoeness von «einem Presseorgan, das ich nicht näher benennen werde» ein Dokument vorgelegt worden, das Informationen aus seiner Steuerakte enthalten habe, sagte Steinkraus-Koch. Es handle sich um ein internes Dokument der Finanzverwaltung. «Nun soll geklärt werden, wer Zugriff auf diese Informationen hatte.»

Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte zuerst über die Durchsuchungen berichtet. Demnach finden sie im Finanzamt in Miesbach bei München sowie im Rechenzentrum des Landesamtes für Finanzen in Nürnberg statt. Hintergrund sei ein Schriftstück aus der Steuerakte, das in dem Magazin «Stern» abgedruckt wurde. Es beziehe sich auf Einnahmen, die Hoeness aus seiner Wurstfabrik in Franken erzielt hatte. Da die Durchsuchungsaktion am Vormittag noch nicht abgeschlossen war, wollte Steinkraus-Koch keine Details nennen.

In sieben Fällen angeklagt

Hoeness muss sich ab dem 10. März vor dem Landgericht München wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verantworten. Er ist in sieben Fällen angeklagt. Hoeness soll mit Geld, das ihm der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus geliehen hat, spekuliert und die Gewinne nicht versteuert haben. Anfang des Jahres erstattete Hoeness Selbstanzeige (hier die Chronologie des Falls im Überblick). Diese war nach Auffassung der Staatsanwaltschaft jedoch fehlerhaft. 

(aar) 



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Noch war kein Bus voll – durchzogene Bilanz nach erster Schweizer Fernbus-Woche

Seit etwas mehr als einer Woche rollen die ersten Schweizer Fernbusse durch die Schweiz. 7 Erkenntnisse.

Wer ein dickes Portemonnaie einer schnellen Verbindung vorzieht, der hat seit 11 Tagen eine weitere Option. Statt mit dem Zug kann er mit dem günstigeren Fernbus von Bern nach Zürich oder von Olten nach Basel fahren. 3 Linien durch die Schweiz bietet Eurobus seit dem 10. Juni an und vertreibt die Tickets mithilfe ihres deutschen Partners Flixbus.

Das neue Angebot «Swiss Express» freut nicht alle. So wird befürchtet, dass das neue Angebot den Bahnverkehr «torpediert». Eine erste …

Artikel lesen