Wirtschaft
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FC Bayern Munich president Uli Hoeness talks to journalists during a news conference in Munich, southern Germany, Monday, June 24, 2013. (AP Photo/Matthias Schrader)

FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness erstattete seinerseits Anzeige.  Bild: AP

Verletzung des Steuergeheimnisses

Suche nach Maulwurf: Razzia bei Finanzbehörden im Fall Hoeness

Wie ist die Presse an Informationen aus der Steuerakte von Uli Hoeness gekommen? Um diese Frage zu klären, lässt die Staatsanwaltschaft München jetzt Finanzbehörden in Bayern durchsuchen.

Ein Artikel von

Spiegel Online

In der Steueraffäre um FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness durchsucht die Staatsanwaltschaft München derzeit Finanzbehörden in Bayern. Es geht dabei um die Strafanzeige, die Hoeness selbst im Mai 2013 wegen «Verletzung des Steuergeheimnisses» gestellt hatte. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft München, Thomas Steinkraus-Koch, bestätigte gegenüber SPIEGEL ONLINE die Durchsuchungsaktion. 

Suche nach dem Leck in der Finanzverwaltung

Im Oktober 2013 sei Hoeness von «einem Presseorgan, das ich nicht näher benennen werde» ein Dokument vorgelegt worden, das Informationen aus seiner Steuerakte enthalten habe, sagte Steinkraus-Koch. Es handle sich um ein internes Dokument der Finanzverwaltung. «Nun soll geklärt werden, wer Zugriff auf diese Informationen hatte.»

Der Bayerische Rundfunk (BR) hatte zuerst über die Durchsuchungen berichtet. Demnach finden sie im Finanzamt in Miesbach bei München sowie im Rechenzentrum des Landesamtes für Finanzen in Nürnberg statt. Hintergrund sei ein Schriftstück aus der Steuerakte, das in dem Magazin «Stern» abgedruckt wurde. Es beziehe sich auf Einnahmen, die Hoeness aus seiner Wurstfabrik in Franken erzielt hatte. Da die Durchsuchungsaktion am Vormittag noch nicht abgeschlossen war, wollte Steinkraus-Koch keine Details nennen.

In sieben Fällen angeklagt

Hoeness muss sich ab dem 10. März vor dem Landgericht München wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe verantworten. Er ist in sieben Fällen angeklagt. Hoeness soll mit Geld, das ihm der damalige Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus geliehen hat, spekuliert und die Gewinne nicht versteuert haben. Anfang des Jahres erstattete Hoeness Selbstanzeige (hier die Chronologie des Falls im Überblick). Diese war nach Auffassung der Staatsanwaltschaft jedoch fehlerhaft. 

(aar) 



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