Wirtschaft
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EINE BRANCHE, DIE VON NIEDRIGEN LOEHNEN BETROFFEN IST, IST DAS GASTGEWERBE. DESHALB STELLEN WIR IHNEN ZUM THEMA MINDESTLOHN UND IM VORFELD DER ABSTIMMUNG VOM 18. MAI 2014 DIESE BILDER ZUR VERFUEGUNG ---  Waiter in a restaurant in Zurich, pictured on April 7, 2014. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Tiefe Arbeitskosten im Gastgewerbe. Bild: KEYSTONE

Arbeitskosten

Ein Bankangestellter kostet 93 Franken pro Stunde, eine Kellnerin nur 38 Franken

Durchschnittlich 61.30 Franken hat eine Stunde Arbeit die Schweizer Produktions- und Dienstleistungsunternehmen 2012 gekostet. Die Höhe der Arbeitskosten variiert aber besonders im Dienstleistungssektor stark.

02.10.14, 11:33 02.10.14, 12:48

Finanz- und Versicherungsdienstleister wenden etwa mit 93.40 Franken pro Stunde im Durchschnitt am meisten Geld für den Produktionsfaktor Arbeit auf, gefolgt von Informations- und Kommunikationsunternehmen sowie dem Erziehungs- und Unterrichtswesen. Im Gastgewerbe dagegen liegen die Arbeitskosten gemäss dem BFS mit 38.30 Franken mehr als halb so tief.

Weitaus geringer fällt die Spannbreite der Arbeitskosten dagegen im Produktionssektor aus: Die tiefsten Kosten betragen 52.05 Franken pro Stunde im Baugewerbe, die höchsten Kosten 68.90 Franken in der Energieversorgung.

Die Höhe der Arbeitskosten können sich aber je nach Unternehmensgrösse beträchtlich unterscheiden: So liegen die Kosten pro Arbeitsstunde bei den Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten mit 64.50 Franken um einen Viertel höher als die 51.30 Franken bei den Kleinunternehmen mit 1 bis 9 Mitarbeitern.

Viel höhere Arbeitskosten als in der EU

Im internationalen Vergleich bewegen sich die Arbeitskosten in der Schweiz von 2012 auf hohem Niveau: Die umgerechnet 51.25 Euro pro Stunde bei Unternehmen ab 10 Mitarbeitern stehen Kosten pro Arbeitsstunde in den EU15-Ländern zwischen 21.15 Euro in Spanien und 39.35 Euro in Dänemark gegenüber. In den neuen EU-Mitgliedstaaten liegen die Kosten zum Teil gar unter 10 Euro. 

(whr/sda)



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