Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Zwei Drittel aller Waren

Güterverkehr verlagert sich weiter auf die Schiene

09.09.14, 13:43 09.09.14, 16:30
ARCHIV --- ZUR INFRAGESTELLUNG DER VERLAGERUNGSPOLITIK DURCH DEN BUNDESRAT STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Vier Lokomotiven ziehen auf der Gotthardstrecke bei Gurtnellen, Schweiz, am 2. August 2006 einen Gueterzug. Auf der parallel verlaufenden Autobahn fahren Lastwagen in Richtung Sueden - Four locomotives haul a freight train loaded with containers of trucks on  the Gotthard route at Gurtnellen, Switzerland, on August 2, 2006. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)  === ,  === *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Schiene schlägt Strasse: der alpenquerende Strassengüterverkehr fällt weiter zurück Bild: KEYSTONE

Der alpenquerende Schienenverkehr hat im ersten Halbjahr 2014 seinen höchsten Marktanteil seit der Einführung der LSVA im Jahr 2001 erreicht: Von Januar bis Juni wurden über zwei Drittel aller Güter zwischen Nord und Süd auf der Schiene transportiert.

Der Bahnanteil im alpenquerenden Güterverkehr betrug 67,5 Prozent, 1,5 Prozentpunkte mehr als im ersten Halbjahr 2013, wie das Bundesamt für Verkehr (BAV) am Dienstag mitteilte. Damit setze sich der positive Trend des Vorjahres fort. Im Strassengüterverkehr gingen sowohl die Zahl der Lastwagen wie auch das Transportaufkommen zurück.

Von den knapp 20 Millionen Tonnen transportierten Güter wurden im ersten Semester dieses Jahres 13,4 Millionen Tonnen per Zug durch die Alpen gefahren - 5,3 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich. 

Der Strassengüterverkehr hingegen transportierte im ersten Halbjahr 2014 rund 6,5 Millionen Tonnen, 1,6 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2013. Die Zahl der alpenquerenden Güterfahrten mit Lastwagen sank um 1,3 Prozent auf auf 567'000 Fahrten. Das entspricht gemäss BAV rund 7000 Güterfahrzeugen weniger als im ersten Semester 2013.

Trotz Trend: Ziel der Alpeninitiative nicht erreicht

Das BAV begründet die positive Entwicklung des Gütertransports auf der Schiene mit den attraktiven Angeboten trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds. «Daneben dürften der schneereiche Winter und die damit verbundenen Strassensperrungen die Entwicklung auf der Strasse mit geprägt haben.»

Trotz des Trends hin zu mehr Schienengüterverkehr, kann das Verlagerungsziel, welches mit der Alpeninitiative 1994 gefordert wurde, nicht erreicht werden

Alpeninitiative

Die Alpeninitiative wurde 1989 von Umweltschutzkreisen lanciert und forderte eine Begrenzung des Alpenverkehrs, um die Alpenregion vor den negativen Emissionen des Transitverkehrs zu schützen. Im Jahr 2011 hätte nur noch eine Million Lastwagen die Schweizer Alpen durchqueren dürfen. Nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels 2018 sollten es noch höchstens 650'000 alpenquerende Fahrten sein. Im ersten Halbjahr 2014 sind es 567'000 Fahrten(wst/sda)

ZUM 20. JAHRESTAG DER ANNAHME DER ALPEN-INITIATIVE AM DONNERSTAG, 20. FEBRUAR 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Abstimmungsplakate gegen und fuer die Volksinitiative

Plakat der Gegner der Alpeninitiative Bild: KEYSTONE

(wst/sda)



Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Apple zahlt fast 16 Milliarden Steuern nach, aber die Sache hat einen Haken

Der iPhone-Hersteller Apple hat im Steuerstreit mit den Wettbewerbshütern der EU mehr als 14 Milliarden Euro (fast 16 Milliarden Franken) auf einem Treuhandkonto hinterlegt. Wie die EU-Kommission am Dienstag mitteilte, entspricht die Summe dem Profit, den Apple durch illegale Steuervergünstigungen in Irland machte. Sie soll endgültig gezahlt werden müssen, wenn EU-Gerichte über noch laufende Einsprüche von Apple und Irland entschieden haben.

Noch wehren sich Apple und Irland also auf …

Artikel lesen