Wirtschaft

Larry Ellison hat die Firma Oracle gegründet, die später für ihre Datenbanksysteme bekannt und zu einem Milliardenkonzern werden sollte. Bild: Getty Images North America

Mitbegründer arbeitet weiter in der Firma

Oracle-Chef Larry Ellison tritt als CEO zurück

18.09.14, 23:53

Der Konzernchef des US-Software-Konzerns Oracle, Larry Ellison, gibt sein Amt ab. Aus der Firma verabschiedet er sich aber nicht. Wie das Unternehmen am Donnerstagabend bekannt gab, übernimmt er die Stelle als Technischer Geschäftsführer (CTO) und Executive Chairman.

An seine Stelle treten als Doppelspitze Safra Catz und Mark Hurd. «Wir drei arbeiten seit mehreren Jahren gut zusammen», erklärte Ellison. Dies solle «auf absehbare Zeit» so bleiben. Ellison war 1977 einer der Mitbegründer des Unternehmens, das später zu dem Datenbank-Riesen heranwuchs.

Weiter Vollzeit dabei

Hurd soll sich um Verkauf, Marketing und Strategie kümmern. Catz bleibt zuständig für Finanzen und übernimmt die Bereiche Recht und Produktion. Der 69-jährige Ellison wolle sich trotz des Rückzugs weiter in Vollzeitarbeit dem Unternehmen widmen, heisst es in der Mitteilung.

Experten zeigten sich von Ellisons Rücktritt von der Firmenspitze überrascht. Zwar habe es entsprechende Spekulationen gegeben, sagte Daniel Ives von FBR Capital Markets. Der Zeitpunkt löse jedoch Verwunderung aus. «Die Wall Street wird viele Fragen haben.» 

In der Schweiz ist Ellison vor allem auch als erbitterter Konkurrent des Segelsyndikats Alinghi um den Schweizer Milliardär Ernesto Bertarelli im America's Cup bekannt. 2010 gelang es Ellison nach einem langwierigen Rechtsstreit, das Boot von Alinghi in Valencia auf dem Wasser zu schlagen. 2013 verteidigte das Oracle-Team den Titel.

Mehr Umsatz, fast gleich viel Gewinn

Zudem gab Oracle seine Unternehmenszahlen für das erste Geschäftsquartal bekannt. Dabei wirkte sich ein Rückgang um 7,6 Prozent beim Hardware-Absatz auf das Gesamtergebnis aus: Der Umsatz stieg zwar um drei Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel leicht auf 2,18 Milliarden Dollar nach 2,19 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Oracle-Aktie verlor im nachbörslichen Handel 2,4 Prozent. (sda/reu/dpa)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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