Wirtschaft

Nach der Unterzeichnung der Fotografentermin: lldefonso Guajardo, Mexikanischer Wirtschaftsminister mit John Kley, Premierminister Neuseelands.
Bild: EPA/MFAT

Trotz massiver Proteste: Transpazifisches Freihandelsabkommen von 12 Staaten unterzeichnet

Das im Oktober vereinbarte Freihandelsabkommen zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten ist am Donnerstag im neuseeländischen Auckland feierlich unterzeichnet worden. Vor dem Konferenzgebäude, in dem die Zeremonie stattfand, protestierten Tausende gegen den Vertrag.

04.02.16, 01:53 04.02.16, 06:17

Das im Oktober vereinbarte Freihandelsabkommen zwischen zwölf Pazifik-Anrainerstaaten ist am Donnerstag im neuseeländischen Auckland feierlich unterzeichnet worden. Vor dem Konferenzgebäude, in dem die Zeremonie stattfand, protestierten Tausende gegen den Vertrag.

«Nein zum TPP» – Demonstranten vor dem Weissen Haus. 
Bild: Getty Images North America

Mehrere tausend Demonstranten versuchten vergeblich, die Zufahrtsstrassen zum Konferenzzentrum zu blockieren. Sie zogen mit Trillerpfeifen und Trommeln durch die Strassen.

«TPP liberalisiert den Handel. Das ist eindeutig im Interesse unserer Länder und Bürger»

John Key, Premierminister Australien

Neuseeland verliere durch die Bestimmungen des Vetrags an Souveränität und es gingen Jobs verloren, monierten sie. Vielerorts kam es zu spontanen «Hakas» – den traditionellen Begrüssungstänzen der Maori-Ureinwohner, die auch der Einschüchterung dienen sollen.

Die Unterzeichnung ging aber ohne Unterbruch über die Bühne. Vertreter der zwölf Länder posierten anschliessend unter den Flaggen der Mitgliedsländer für ein Foto. «TPP liberalisiert den Handel. Das ist eindeutig im Interesse unserer Länder und Bürger», sagte Neuseelands Premierminister John Key.

Ratifizierung dauert zwei Jahre

Die zwölf Staaten hatten sich nach jahrelangen Verhandlungen auf die Gründung der Transpazifischen Partnerschaft (TPP) geeinigt. Das ist die Liste der Länder, die mitmachen: 

Zusammen stehen diese Länder für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung. Nicht dabei ist China, die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt.

Nach der Unterzeichnung beginnt der Ratifizierungsprozess. Jeder Staat müsse das Abkommen ohne Änderungen binnen zwei Jahren billigen, hatte der neuseeländische Handelsminister Todd McClay erklärt. Es ist unklar, ob dies gelingt – es gibt Kritik in einzelnen Ländern wegen Verschlechterungen bei Arbeitnehmerrechten, Umweltschutz und Zugang zu Medikamenten.

US-Präsident Barack Obama begrüsste aus der Ferne die Vereinbarung und forderte den Kongress auf, sie «so schnell wie möglich» zu ratifizieren. Das transpazifische Freihandelsabkommen «stärkt unsere Führung im Ausland und stützt Arbeitsplätze hier in den USA», erklärte Obama in Washington. (sda/afp)(wst/sda/afp)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wilhelm Dingo 04.02.2016 07:46
    Highlight TTIP, TTP, TISA und CETA werden zu einem US-zentrierten Welthandel führen. China, Afrika und der mittlere Osten bleiben draussen. Was sind die Vorteile / Nachteile für die Schweizer Bevölkerung? Ich hätte gerne mehr Infos zum Thema.
    3 0 Melden
  • MaskedGaijin 04.02.2016 07:45
    Highlight «TPP liberalisiert den Handel. Das ist eindeutig im Interesse unserer Banken und Multis» wäre wohl ehrlicher gewesen.
    5 0 Melden
  • _kokolorix 04.02.2016 07:09
    Highlight frage an watson:
    ist der inhalt immer noch geheim, bzw. müssen die länder das im blindflug ratifizieren?
    1 0 Melden

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