Wirtschaft
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OECD gibt Zahlen bekannt

Die Schweiz gibt 3,2 Milliarden Dollar für Entwicklungshilfe aus – grosszügig oder geizig? Sehen Sie den Vergleich mit anderen Ländern

10.04.14, 20:42 11.04.14, 12:35
Maurice Thiriet, Kian Ramezani

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die neuesten Zahlen zur Entwicklungshilfe ihrer Mitgliedsländer publiziert.

Die wichtigsten Zahlen (Schweiz rot hervorgehoben):

Keiner zahlt soviel wie die USA und keiner so wenig wie Island

Relativ zahlt Norwegen am meisten und die Slowakei am wenigsten

Aufgestockt hat Japan am meisten, gestrichen Portugal am meisten

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chamudi 11.04.2014 08:24
    Highlight Wer ist jetzt hier der Rosinenpicker? Wir oder die EU? Rechnet man die Ausgaben auf Pro Kopf Ausgaben, ist die Schweiz auch hier zu oberst. Nein, wir sollten die Entwicklungshilfe massiv kürzen. Zuwerndungen nach Afrika oder die Ostländer sollten/müssen per Volksabstimmung von Fall zu Fall bewilligt werden.
    4 1 Melden
    • goschi 11.04.2014 11:05
      Highlight Sie sind mir einer jener, die eine direkte Demokratie mit Volksentscheiden mit einer absolutistischen Basisdemokratie verwechseln.
      Abgesehen von ihren komplett fehlgeleiteten Ressintements gegen einige Weltregionen, verkennen Sie, dass gerade in den Ländern, in denen Sie die Entwicklungshilfe streichen wollen diese am dringensten nötig ist, zB. weil unter Entwicklungshilfe etwa auch Projekte zur Förderung der Demokratie gehen (die Sie doch so sehr lieben, dass Sie sie schon missverstehen).

      Abgesehen davon, dass Ihr erster Satz schlicht falsch ist. Natürlich hat die Schweiz sehr hohe pro-Kopf-Ausgaben, wir haben auch eines der hächsten pro-Kopf-Einkommen, daher ist der BIP-Anteil hierbei viel relevanter als reine Summenspiele und in beiden Zahlen ist die Schweiz wohl im Oberfeld, aber nicht einsam an der Spitze.
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  • Nicoscore 11.04.2014 07:42
    Highlight Ich finde nicht, dass das was die Schweiz in Entwicklungshilfe steckt zu wenig ist. Wenn jemand das Gefühl hat, das sei zu wenig, kann er gut privat eine Organisazion unterstützen. Ich denke, dass das auch der Vertrauenswürdigste Weg ist, da einem gezeigt wird wo das Geld hingeht und man die Ergebnisse aus diesem Geld sehrn kann.
    1 0 Melden
  • Schneider Alex 11.04.2014 07:02
    Highlight Milleniums-Entwicklungsziele der UNO: Stellenwert der freiwilligen Familienplanung aufwerten!

    Die Verbesserung der Gesundheit der Mütter ist eines von acht Milleniums-Entwicklungszielen der UNO bis 2015. Darunter fällt auch die Familienplanung als Teil der Basisgesundheit. Warum die freiwillige Familienplanung nicht als eigenständiges Entwicklungsziel aufgeführt und unterstützt wird, ist unverständlich, liessen sich doch durch eine stark unterstützte Familienplanung die andern Entwicklungsziele viel leichter erreichen. Auch die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes (DEZA) spricht in ihren Konzepten und Schriften die freiwillige Familienplanung – das ist keine Geburtenkontrolle! - nie explizit als Massnahmeschwerpunkt an, obwohl sie seit 1968 als grundlegendes Menschenrecht anerkannt ist. Die ECOPOP-Initiative geht mit ihrer Forderung, der Bund müsse mindestens 10 Prozent seiner in die internationale Entwicklungszusammenarbeit fliessenden Mittel in Massnahmen zur Förderung der freiwilligen Familienplanung investieren, in die richtige Richtung.
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  • Maya Eldorado 10.04.2014 23:34
    Highlight Wir leben auch so gut, weil wir es auf Kosten der Entwicklungsländer tun. Wir haben Firmen, die hier in der Schweiz ihren Standort haben, die die Menschen in diesen Ländern unter total unwürdigen Bedinungen arbeiten lassen.
    Die Wertschöpfung wird aus diesen Ländern wegtransferiert, auch zu uns. Denken wir z.B. an Nestlé und die Zuger Firmen, die mit seltenen Erden zu tun haben!
    Ja, und die Schweiz profitiert davon. So ist es eigentlich nur recht, dass dieses Geld in solche Länder zurückfliesst, in der Hoffnung, dass es dort ankommt, wo es am sinnvollsten ist und die miserablen Bedingungen verbessern hilft.
    Dann kaufen Firmen und auch Staaten Land auf und nimmt den einheimischen die Grundlage ihrer Existenz weg.
    2 7 Melden
    • sewi 11.04.2014 08:25
      Highlight Das ist vielleicht so in Deiner Fantasie. In der Wirklichkeit stehen sich die Menschen selber im Weg. Entwicklungshilfe sollte höchstens als Hilfe zur Selbsthilfe stattfinden. Dafür sollte die Soveränität der Entwicklungsländer gestärkt werden und z. Bsp. verboten werden, alte Kleider via Tex Aid in diese Länder zu schicken. Exportsubventionen gehören auch verboten.
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    • Gelöschter Benutzer 11.04.2014 14:42
      Highlight "So ist es eigentlich nur recht, dass dieses Geld in solche Länder zurückfliesst, in der Hoffnung, dass es dort ankommt, wo es am sinnvollsten ist und die miserablen Bedingungen verbessern hilft." (Maya)

      Und genau da liegt das problem, ganz ganz selten habe ich gesehen, das "oeffentliche" gelder wirklich sinnvoll eingesetzt werden, es ist zwar jede menge muenz vorhanden, doch die industrie die sich um die wohltaetigkeiten gebildet hat verschlingt selbst schon unsummen.

      Dabei leben die wohltaetigkeitsaparatschniks ganz gut reisen first class, buchen die besten hotels, kassieren sitzungsgelder und sind nicht selten gut entloehnt. Klar es ist anstrengend/stressig staendig durch die welt zu reisen und all die armut zu sehen.

      Viel geld verschwindet auch in dubiosen organisationen und seltsamen projekten (erasmus-methoden findet laengst auch an anderen orten statt). Da werden auch schon mal strassentafeln und wegweiser finanziert wo kaum einer anzutreffen ist. Neulich hab ich gesehen wie 130 km strassenmarkierungen mit deutschen entwicklungshilfegeldern aufgemalt wurden dabei die schulen am weg keine schulbuecher, schreibzeugs oder hefte fuer die kinder haben.

      Wenn dann noch die missionierenden und pfaffen (egal welche sekte) mit involviert, sind die probleme gleich mit im programm. Dabei wird dann die hilfe mit der pflicht zum kirchen/predigtbesuch verbunden. Wenn schon hat hilfe bedingungslos jeglicher ideologie und religion zu erfolgen.

      Am besten arbeiten aus meiner erfahrung immer die noch zahlreichen privat organisierten projekte, vor allem klare ziele und die (doch eher duerftigen) spenden werden optimal zum nutzen der betroffenen eingesetzt.

      Ich erwaehne jetzt nicht wie sie "meine" projekte die ich nun seit 15+ jahren unterstutze auch foerdern koennen, doch ich bin sicher, dass sie unter ihren freunden, verwandten, bekannten jemanden haben der einen kennt der ein projekt irgendwo auf der welt betreibt und sich immer ueber jede spende freuen wird.

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  • Azrag 10.04.2014 21:02
    Highlight Die wichtige Frage wäre doch, was die Entwicklungshilfe bringt. Ich bin da sehr desillusioniert, ein Blick auf Afrika reicht dazu.
    8 0 Melden
    • goschi 10.04.2014 22:04
      Highlight Ich bin gespalten, wie immer bei solchen Dingen, kommt es extrem auf das jeweilige zielland, die durchführenden Kräfte und vor allem auch den Willen einzelner Alphatiere an.
      Es gibt viele tolle, langfristig wirksame Projekte, die echte Verbesserungen brachten und die unterstützten Regionen nachhaltig vorangebracht haben, die nur dank der Entwicklungshilfe möglich waren.
      Daneben gibt es dann halt auch Projekte die aus dem Ruder laufen, kontraproduktiv sind, nur lokalen Machtmenschen in die Tasche spielen, usw.
      Von den Misslungenen hört man natürlich, wie es der natur der Sache entspricht, viel mehr und gerade viele kleine Projekte sind komplett unauffällig, zudem ist bei so etwas immer auch das Problem, dass man im Nachhinein immer klüger ist und oftmals ist eine schlecht umgesetzte Unterstützung immer noch besser als keine.

      Ich unterstütze eine grosszügige Entwicklungshilfe, einfach weil wir als sehr wohlhabendes Land die Verantwortung haben, den weniger gut Gestellten zu helfen, wir können es uns leisten.
      Ich bin aber wie bei allen grossen Kostenstellen auch immer für eine sachlich-kritische Hinterfragung, um die Beteiligten von festgefahrenen Schematas zu bewahren und auch um die wirklich offensichtliche Geldverschwendung auf ein Minimum zu reduzieren (ganz verhindern lässt sie sich realistischerweise kaum)
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    • T-Borne 10.04.2014 22:18
      Highlight Ja, und kehren wir doch vor der eigen Türe. Was bringt die Entwicklungshilfe in der CH ? (Finanzausgleich zwischen Bund und Kantonen).
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    • goschi 10.04.2014 22:33
      Highlight @T-Borne, sehr viel, die Unterschiede des Lebensstandards haben sich in den letzten Jahrzehnten erheblich reduziert, zudem gleicht dies schlicht auch Standortvor- und Nachteile aus und ist ein Teil der Solidarität.
      3 0 Melden

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