Wirtschaft

Stefan Bichsel ist Generaldirektor bei der Banque Cantonale Vaudoise und leitet die Division Asset Management & Trading.  Bild: ARC

«Kryptowährungen sind eine vorübergehende Mode»

Stefan Bichsel, Generaldirektor der Banque Cantonale Vaudoise (BCV), erklärt, warum er kaum noch eine Bank von innen sieht, weshalb er wenig von Bitcoins & Co. hält, und weshalb es beim Geldanlegen keinen Airbag gegen politische Risiken gibt.

16.09.17, 19:00 17.09.17, 06:33

Kantonalbanken stehen im Ruf, konservativ zu sein. Stimmt das heute noch?
Konservativ zu sein ist für eine Bank gar nicht schlecht. Es bedeutet auch, dass sie keine unsinnigen Risiken eingeht. Es hindert sie aber nicht daran, auch modern und schnell zu sein. Deshalb habe ich am liebsten, wenn man die BCV als konservativ-modern bezeichnet.  

Modern zu sein heisst heute für eine Bank: Apps statt Filialen, den Fintech-Zug nicht verpassen. Gilt das auch für Sie?
Sehen Sie (zieht sein Smartphone aus der Tasche): Wir haben sogar zwei BCV Apps und TWINT. Sie können bei uns die meisten Bankgeschäfte mit Ihrem Smartphone erledigen.  

«Die App wird zur Agentur. Sie haben dort ihr Konto, ihre Hypothek, wickeln damit ihre Börsengeschäfte ab.»

Fintech werde die Bankenszene aufmischen wie das heute mit den Medien geschieht, hört man gelegentlich. Was ist davon zu halten?
Auch wir werden unser Filialnetz einmal anpassen, aber im Kern bleibt das Geschäft erhalten. Die App wird zur Agentur. Sie haben dort ihr Konto, ihre Hypothek, wickeln damit ihre Börsengeschäfte ab, etc. Vor allem junge Leute sehen kaum mehr eine Bank von innen. Es gibt aber heute noch Menschen, die gerne auf die Bank gehen und dort in der Warteschlange plaudern. Eine Bank hat auch eine soziale Funktion. Seriöser: es gibt zwar Banktransaktionen, die Sie einfach im Internet oder mit einem App ausführen könnten. Oft ist aber ein Gespräch mit einem Berater wichtig: für eine erste Hypothek, zum Beispiel, oder wenn ein Kunde in Zeiten schwieriger Märkte  seine Asset Allocation überprüfen möchte.  

Eine Kantonalbank soll dem regionalen Gewerbe und den KMU günstige Kredite und dem Mittelstand bezahlbare Hypothekarkredite vermitteln. Warum zieht es die BCV nach Zürich?
Vor 150 Jahren war die Waadt ein Landwirtschaftskanton. Heute beträgt der Anteil Landwirtschaft an der gesamten Wirtschaft gerade mal ein Prozent. Die Waadt gehört zu den Schweizer Regionen, die am schnellsten wachsen und hat heute fast 800'000 Einwohner. Sie hat auch keine Monokultur wie Basel mit der Pharma. In der Waadt gibt es alles, vom modernsten Dienstleister über Med-Tech Unternehmen, IT-Start-Up‘s bis zum Weinbauern und sie ist eine AAA-Kanton. Am Genfersee gibt es mit von den anspruchsvollsten Kunden der Welt. Daher glauben wir auch dem Kunden in der Deutschschweiz etwas zu bieten zu haben. Das tun wir über unsere Vertretung in Zürich, die sich ausschliesslich auf das institutionelle Anlagegeschäft und den Fondsvertrieb konzentriert.  

Mehr als Wein: Der Kanton Waadt. Bild: KEYSTONE

Wie sieht es umgekehrt aus. Gehen die deutschschweizer Banken auch in die Romandie?
Eher nicht. Viele Deutschschweizer haben immer noch nicht wahrgenommen, was in der Romandie abgeht. Sie gilt immer noch als Provinz. Dabei braucht sich beispielsweise die ETH Lausanne längst nicht mehr von der ETH Zürich zu verstecken, und die Hotelfachschule Lausanne und viele andere gehören zu den besten weltweit. Das zieht viele Talente an, die mithelfen, den Wirtschaftsraum zu stärken.

Derzeit gibt es sehr viele Wirbel um die Kryptowährungen, um Bitcoins, Ether und wie sie alle heissen. Wie weit ist dieses Thema auch bei den Kantonalbanken angekommen?
Für unsere Kunden sind Bitcoins kaum ein Thema. Interessant für uns ist vor allem die damit verbundene Technologie, die Blockchain. Auch wir klären ab, in welchen Bereichen wir sie einsetzen können. Richtig eingesetzt, kann sie unser Geschäft viel effizienter und auch sicherer machen.  

«Die Investoren haben sich an die politischen Unsicherheiten gewöhnt.»

Jeden Tag entstehen neue Kryptowährungen und werden an Börsen gehandelt, die kaum jemand kennt. Hand aufs Herz: Begreifen Sie noch, was da abgeht?
Ich halte das für eine vorübergehende Mode. Was sind Kryptowährungen überhaupt? Ein Zahlungsmittel? Ein Anlagemittel? Im Alltag haben sie überhaupt noch keine Relevanz. Offenbar wickelt man damit im Darknet kriminelle Geschäfte ab. Sollten Bitcoin & Co. tatsächlich eine kritische Masse erreichen, dann müssen sie auch reguliert werden.  

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Vor rund zehn Jahren ist das Bankensystem beinahe zusammengebrochen. Wie sicher ist es heute geworden?
Die Eigenkapitaldecken der Banken sind vergrössert und die Transparenz verbessert worden. Insgesamt ist das Bankensystem deshalb viel sicherer geworden. Für die BCV war dies ohnehin nie ein Thema. Uns hat die Immobilienkrise der 90er Jahre eine Lehre erteilt, die wir nicht vergessen haben. Deshalb sind wir ungeschoren durch die Finanzkrise gekommen.  

Heute haben wir eine kritische geopolitische Situation. Nordkorea, Spannungen zwischen den USA und Russland. Die Anleger scheint dies nicht zu kümmern, die Börsen boomen weiter. Ist das nicht leichtsinnig?
Die Investoren haben sich an die politischen Unsicherheiten gewöhnt. Diese lassen sich auch schwer in das Anlageverhalten integrieren oder in einem Anlageprozess modellieren. Es gibt keinen Airbag gegen politische Krisen ausser einer generell etwas vorsichtigeren Risikopositionierung.

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49Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Petitsuisse 17.09.2017 10:26
    Highlight Was mich bei allen Banken, die ich kenne nervt, ist die Tatsache, dass man zwar fast alle Bankgeschäfte online via App oder PC erledigen kann und dann aber doch noch Gebühren zahlt. Das ist als ob man sich zu Hause selbst die Haare schneidet und dem Coiffeur bezahlt fürs Haare wegfegen.
    12 3 Melden
    • Mycroft 17.09.2017 13:51
      Highlight Weil IT Systeme wartungsfrei und gratis sind.
      14 4 Melden
  • Michael Heldner 17.09.2017 08:33
    Highlight ohne Fanboy oder ähnliches zu sein, aber das hat man auch vom Internet und Facebook gesagt ;)
    10 1 Melden
  • ZH27 17.09.2017 01:27
    Highlight Was mich immer wieder erstaunt hier auf Watson ist, wieviele Bitcoin-Fanboys es hier gibt. Anstatt zu argumentieren kommt man schnell zum Schluss, dass einer der sich Jahre lang mit Finanzmärkten befasst hat keine Ahnung hat und Bitcoin die Zukunft ist. Der Mann sagt ja im Interview sogar, dass er Blockchain als Technologie interessant findet und potentell Anwendungen sieht. Er steht lediglich Kryptowährungen in der heutigen Form negativ gegenüber. Ein wenig mehr denken und argumentieren und weniger gehype tut immer gut, insbesondere wenn man selbst investiert ist.
    41 13 Melden
    • Dagobart 17.09.2017 08:41
      Highlight OK, du willst Argumente auf die schnelle ;

      https://coinatmradar.com/blog/how-to-invest-in-bitcoin-using-atms-part-1/
      Die Charts in der Mitte sprechen bände.

      Aber ein Argument will ich hervorheben:
      Dezentralisierung !
      Die verhindert , dass Banken , das Geld aus dem nichts erzeugen können. Dies verhindert, dass Staaten Geldschwemmen anordnen können,die das Volk mit hoher inflation Bezahlen muss. Dies verhindert, dass Geld durch eine zentrale Stelle muss, an der einige wenige schalten und walten können/dürfen.
      Fairerweise: negativ punkte; steuerhinterziehung/ terrorfinanzierung!
      14 4 Melden
    • Dagobart 17.09.2017 08:48
      Highlight So, nun hätte ich gerne Argumente gelesen, wie einer der sich lange Jahre im Finanz Markt tummelt zu einer Aussage kommet wie; "ist eine Mode Erscheinung" , im gleichen Satz danach fragt , was das überhaupt ist "Anleihe oder Zahlungsmittel" und wird von kriminellen im Darknet genutzt.

      Nimmt mich wunder ob da was anderes dabei herausschaut wie; Inkompetenz, Realitätsverweigerung oder bewusste Marktmanipulation.
      10 2 Melden
    • amazonas queen 17.09.2017 09:41
      Highlight Ich bin ein echter Fanboy des Bitcoin, auch wenn er viele Macken hat. Das Entscheidende ist aber, dass er transparent ist. Alles liegt offen. Von der Geldmenge bis zur Verteilung dieser. Dass Banken damit ein Problem haben, ist klar. Und dass daher immer der Darknet Spruch kommt, ebenso. Wahrer wird es dadurch auch nicht.
      11 4 Melden
    • mining4dining 17.09.2017 10:09
      Highlight Was gibt es da zu argumentieren? Ich kenne keinen Banker der bis heute jemals etwas positives über Kryptowährungen gesagt hat.
      Kein Wunder, es ist auch die größte Konkurrenz sämtlicher Banken!
      Übrigens bin ich kein Fan
      9 4 Melden
    • TheCloud 17.09.2017 11:34
      Highlight Die Finanzprofis haben sehr wohl eine Ahnung von Bitcoin. Sie wissen, dass ihnen Milliarden an Gebühren flöten gehen könnten, aber sie wollen mit der gleichen Technologie dieselben Gebühren bei Interbanking, SWAP etc. einsparen. Somit werden die Gewinne erhöht.
      Plötzlich ist die gleiche Technik, die bei Endkunden Teufelszeug ist, sicher und zuverlässig. Das soll mal einer verstehen.
      13 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.09.2017 13:39
      Highlight ZH27: Man kannst auch vereinfacht so sagen.

      Das Bankensystem braucht Konkurrenz.
      4 1 Melden
    • ZH27 17.09.2017 15:27
      Highlight Prooving my point ;) (mit der Ausnahme von dagobart). Die Kommentare hier sind zu kurz um hier ins Detail zu gehen, aber allgemein ist es weder erwünscht noch möglich ein dezentralisiertes, anonymes Zahlungssystem zu etablieren. Kryptos in der heutigen Form können nur auf dem Rücken von realen Währungen überhaupt funktionieren, da ein Geldsystem ohne gesellschaftliche Kontrolle keinen Sinn ergibt. Und neein, ich bin kein Lobbyist. Ich halte im Moment keine Bitcoins, aber finde sie interessant. Und zwar weil man am Bitcoinmarkt vieles sehen kann, was man bei anderen Märkten nicht sieht.
      1 1 Melden
  • TheCloud 17.09.2017 01:00
    Highlight Der Ärmste sieht seine Fälle davonschwimmen. Kein Wunder sind die Geldinstitute gegen Kryptowährungen. Keine Gebühren für Kontoführung, Verwaltung etc. Ürberweisungen über die ganze Welt sind in Minuten für ein paar Franken - unabhängig vom Betrag - erledigt. Und das Ganze erst noch sicher und Inflationsgeschützt.
    Jedoch für den Verkehr untereinander sind die Banken plötzlich ganz Feuer und Flamme für die Vvorteile der Blockchain.
    17 20 Melden
    • fcsg 17.09.2017 08:37
      Highlight Du vergisst aber die massiven Probleme, die es verunmöglichen mit Kryptowährungen il breiten Rahmen zu nutzen. 1. Sicher, sind Kryptowährungen nur bedingt, da es massive Kursschwankungen gibt und Softwarefehler in der Chain immer wieder Probleme mit sich bringen. 2. Wenn man sich die Kursentwicklung in beide Richtungen anschaut, würde ich auch nicht davon sprechen, dass die Währungen inflationsgeschützt sind. Die Technologie der blockchain ist interessant, aber Kryptowährungen werden sich so nicht als Zahlungsmittel durchsetzen, weil schlicht das Vertrauen in diese Währungen fehlt.
      7 5 Melden
    • Dagobart 17.09.2017 12:36
      Highlight Du drückst dich ein bisschen ungenau aus.

      1. Kryptos sind sicher. Die Kursschwankungen kommen von den Spekulanten. Die Chain hat auch keine Fehler. Wenn , dann werden Server , Wallets gehackt , SmartContracts falsch programmiert oder privat keys unvorsichtig weiter gegeben.
      2. Inflationschutz, weil die Anzahl Coins auf 21 mio. begrenzt . Für Kursentwicklungsachterbahnen sind die Spekulanten zuständig.

      Aber ja, das vertrauen muss reifen , wenn der Tipping Point überschritten , ist auch mit der Spekulation fertig ! Es gibt aber keine Garantie dafür!
      5 3 Melden
  • amazonas queen 16.09.2017 23:55
    Highlight "Offenbar wickelt man im Darknet damit kriminelle Geschäfte ab."

    Der Mann kennt sich richtig aus. Bitcoin sind Neuland.
    19 16 Melden
    • mining4dining 17.09.2017 10:26
      Highlight Kryptowährungen sind per se zu 100% anonym, das muss nicht zwangsläufig im Darknet erfolgen...
      1 7 Melden
    • Primus 17.09.2017 12:29
      Highlight Der Artikel ist zwar bereits drei Jahre alt, aber gültiger denn je. Kryptowährungen sind bestenfalls pseudoanonym.

      https://bitcoinblog.de/2014/06/11/bitcoin-und-geldwasche-keine-gute-idee/
      0 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.09.2017 13:46
      Highlight Bitcoin sind nicht anonym. Es braucht zwar etwas Aufwand aber es ist heute schon möglich die Datenströme verfolgen, eine einzige Zuordnung zu einer Person genügt, zum Beispiel IP Adresse, und man kann das Vermögen zuordnen.

      Man das bis zu einem gewissen Punkt auch selber machen:
      https://www.blockseer.com

      Im Darknet verwendet man andere Währungen zum Beispiel Monero oder Zcash.
      2 0 Melden
  • seventhinkingsteps 16.09.2017 22:42
    Highlight Genau so scheinheilig wie JP Morgan , bei der der CEO über Bitcoins lästert und gleichzeitig die Bank in Blockchain-Projekte investiert. Jetzt kam auch noch raus, dass der CEO mehrmals versuchte eine Bitcoin Alternative patentieren zu lassen.
    35 10 Melden
    • Toerpe Zwerg 16.09.2017 23:46
      Highlight Patentieren?
      7 1 Melden
  • Dubio 16.09.2017 22:17
    Highlight Braucht ziemlich Selbstbewusstsein, einen 150 Mrd Markt als vorübergehende Mode zu bezeichnen. Die a muss die BCV aufpassen, dass sie nicht von (deutschschweizer) Banken vorgeführt wird.
    23 22 Melden
    • ZH27 17.09.2017 01:37
      Highlight Jetzt überleg doch mal, was Marktkapitalisierung im Fall von Kryptos überhaupt bedeutet. Bei Aktien macht das durchaus Sinn, da sie einen fundamentalen Wert haben (Firmen haben Assets, produzieren Dinge etc unabhängig vom Aktienkurs). Aber bei Kryptos? Anzahl Coins * aktueller Kurs? Nun Bitcoins haben aber keinen fundamentalen Wert. Der Kurs ergibt sich alleine durch die Community. Hier von Marktkapitalisierung zu sprechen und dies z.B. mit der Marktkapitalisierung von Aktien zu vergleichen ist einfach lächerlich, da dieser Wert rein theoretisch ist und nie realisiert werden kann.
      20 13 Melden
    • mining4dining 17.09.2017 10:33
      Highlight Da scheint ein lobbyist am Werk zu sein :-)
      Das was Du beschreibst ist eine Ansicht von jemandem der den Kryptomarkt im Detail noch nicht ganz versteht. In ein paar Jahren wirst Du deine Meinung redigieren.
      Und übrigens ich bin kein Bitcoin Fanboy, sondern ein Miner.
      4 5 Melden
    • loquito 17.09.2017 11:44
      Highlight Aktien von google haben was für einen Realwert? Deine Banknoten haben was für eine Garantie genau?
      6 4 Melden
    • Dubio 17.09.2017 12:54
      Highlight Was genau die Bedeutung eines MarketCaps für die realwirtschaft hat, ist müssig zu diskutieren, wenn man mit einem Banker spricht. Oder was ist der reelle Wert von Swaps, Optionen, Struktis and whatnot? Wahrscheinlich kaum was. Mit anderen Worten: Wenn ein Banker im Kryptomarkt keine Chance sieht, dann ist er von seiner Denkweise her nicht gut auf die Zukunft vorbereitet und deutlich zu wenig offen/felxibel für eine sich schnell änderende Welt.
      Ob dann auch tatsächlich investiert wird, steht auf einem anderen Blatt. Aber die Möglichkeiten anerkennen muss er.
      2 5 Melden
    • ZH27 17.09.2017 15:15
      Highlight Ah man, Market Cap bei Aktien dient ja lediglich dazu, Firmen nach Grösse zu kategorisieren. Das Mass ist schon bei einigen Firmen nicht optimal (z.B. Versicherungen, wo oft ein anderes aggregiertes Mass verwendet wird). Nichtsdestotrotz fusst die Bewertung einer Aktie hauptsächlich auf den vorhandenen Assets, Schulden und der zukünftigen Gewinnerwartung (weshalb ein Mass wie Market Cap halt Sinn macht). Das Mass macht bei Kryptos einfach deutlich weniger Sinn, da a) z.B. viele Bitcoins gar nicht wirklich auf dem Markt sind (müsste man berücksichtigen) und B) die Bewertung nicht möglich ist.
      1 0 Melden
  • Dagobart 16.09.2017 21:58
    Highlight Mich erstaunt(nicht) , dass der CEO einer Bank nicht genau weiss was Kryptos sind. Aber im gleichen Atemzug als Modeerscheinung taxiert. Inkompetent, realitätsverweigerung oder absichtlicher manipulationsversuch. Alle drei möglichkeiten lässt einen Bankdirektoren schlecht da stehen.

    Bitte : 1 satoshi für jede inkompetente Aussage eines Bankers bezgl. Kryptos. 😁
    38 19 Melden
  • mining4dining 16.09.2017 21:52
    Highlight Die Banken haben den Kryptomarkt nicht nur verschlafen und ignoriert, sie haben auch noch das Gefühl es wäre nur eine Mode Erscheinung! Blockchain ist das Zahnrad für neue Technologien und die Zukunft!
    33 17 Melden
  • p4trick 16.09.2017 21:30
    Highlight Auf der einen Seite reden alle von Nachhaltigkeit und auf der anderen loben wir ein Zahlungssystem, dass Ressourcen ohne Ende verschwendet. Geht nicht auf Punkt.
    14 8 Melden
    • TheCloud 17.09.2017 01:06
      Highlight Die Ressourcen für Kryptowährungen und Blockhain scheinen nur auf den ersten Blick hoch. Bedenke aber, dass auf der anderen Seite Mllionen Gigawatt Rechenleistung der steinzeitlichen Rehenzentren eingespart werden.
      7 5 Melden
    • Dagobart 17.09.2017 12:49
      Highlight Ressourcen ohne ende ? Du meinst den Energieverbrauch für das Mining ? Das mag aus heutiger Sicht auch sehr hoch sein. Wird aber mit der Difficulty gesteuert. Je mehr Minen umso höher der Energieverbrauch. Ist aber nicht unbedingt notwendig. Man hätte auch alle Coins vor-minen und .... verkaufen, verschenken, spenden etc. können. Kleiner Energieverbrauch, aber dubiose Verteilung!
      Bezgl. des Konsensus, gibts ja schon Bewegung von PoW zu PoS . Da könnte ein energiesparendes Raspberry ausreichen.
      ..und damit der Dialog offen bleibt mach ich mal hier keinen Punkt 😁
      3 3 Melden
  • Mafi 16.09.2017 20:12
    Highlight Herr Bichsel, Ignoranz gegenüber den Vorteilen von Blockchains und Proof of Stake gegenüber den heute verwendeten Technologien bringt nicht viel.

    Man kann Blockchains in vielen Bereichen verwenden. Wenn es ein Glaubenskrieg wird, hilft man keiner Seite.

    Bitcoin wird irgendwann aussterben, weil es Technologisch bereits veraltet wird.

    Ethereum und später IOTA stehen schon in den Startlöchern, als Plattformen, die mehr als nur eine Währung sind.

    Aber eben, aktuell sind sie noch nicht sehr ausgereift und interessant für die Massen.
    17 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 21:44
      Highlight Bitcoin mag zu mindest im Moment veraltet sein, andere Coins sind technisch einiges besser.

      Bei Währungen zählt aber dies alles nichts. Bei Währungen zählt nur das Vertrauen. Das längste Vertrauen in eine Währung hat Gold, ca. 5000 Jahre. Bei Bitcoins sind es noch nicht mal 10 Jahre, verglichen mit andern Cryptos ist das aber lang. Das kann man nicht von heute auf morgen mit einer technisch besseren Währung kompensieren.
      Bitcoin hat einpaar Schwachpunkte, das liegt aber nur zum Teil in der Technolgie.
      17 1 Melden
    • Dagobart 16.09.2017 22:03
      Highlight Ich denke , verschiedene Anwendungsbereiche verlangen nach verschieden Kryptos. Btc als backbone ,sowas wie gold. Eth als,Plattform für die erc20 Token in mannigfaltiger weise und iota für schnelle feefree Transaktion für iot.

      ..... aber wir sind ja erst am Anfang und alle teams arbeiten wie wild für ihre marktpositionierung .... spannende zeiten 👍
      17 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 20:08
    Highlight Es ist selbstverständlich das Banker gegen Cryptowährungen sind, und die regulieren wollen. Schliesslich gefärden Cryptos deren Arbeitsplätze.

    Auch anfangs der 90er Jahren hatte das Internet noch so gut wie keinen Usecase für die breite Masse.
    34 14 Melden
  • Scenario 16.09.2017 20:02
    Highlight Er hat insofern Recht, dass Kryptowährungen noch keine grosse Verbreitung haben und noch in den Kinderschuhen stecken. Er hat vermutlich auch Recht, dass Kryptowährungen früher oder später reguliert werden... Ob sich Kryptowährungen durchsetzen werden, steht noch in den Sternen, jedoch das was hinter den Kryptowährungen steht, die Blockchain, die hat es wirklich in sich und hat Potential jegliche Art von Transaktion zu revolutionieren. Vielleicht sollte sich der Herr mal über Blockchain informieren ;) nicht umsonst machen da schon grosse Player mit...
    37 18 Melden
    • mr-marple 16.09.2017 21:02
      Highlight Interview nicht gelesen? Er sagt doch explizit: "Interessant für uns ist vor allem die damit verbundene Technologie, die Blockchain. Auch wir klären ab, in welchen Bereichen wir sie einsetzen können. Richtig eingesetzt, kann sie unser Geschäft viel effizienter und auch sicherer machen. "
      35 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 21:46
      Highlight Die Banken Cryptos sind Rippel und Stellar, gibt evt. noch mehr.
      Das hat aber mit dem Bitcoin Gedanken nicht mehr viel zutun.
      8 1 Melden
  • Nichitz 16.09.2017 20:00
    Highlight Blockchaintechnologie wird die Welt verändern wie kaum eine Technologie zuvor.

    Noch nie gab es die Möglichkeit eine Abmachung zwischen zwei Partien zu 100% fair zu gestalten.

    Die Möglichkeiten die damit entstehen gehen weit über die Finanzwelt hinaus.

    Theoretische Applikationen:

    • Demokratien ohne Korruption etc.
    • Welt ohne Banken
    • Abschaffen von Grenzen (Länder aber auch Meinungsverschiedenheiten)
    • dezentrale Datensicherung (Google, Facebook verschwinden)
    • ...

    Doch braucht noch ein paar Jahre bis nur schon die ersten Realeinsätze der Technologie im Mainstream erfolgen...

    48 16 Melden
  • salamandino 16.09.2017 19:58
    Highlight Eine Aussage von jemandem, der keine Ahnug von Kryptowährungen hat, sollte man nicht Glauben schenken.
    38 15 Melden
  • G. Schlecht 16.09.2017 19:39
    Highlight Und was war die Lehre, welche in der 2. letzten Frage erwähnt wurde? Fakt ist doch nach wie vor, dass wenn sich mehr als 7% der Kunden ihr Geld bar auszahlen lassen, eine Bank kollabiert. Der Argwohn ggü. Kryptos ist verständlich, lassen die sich nicht einfach so vermehren und führen die ZBs vor. Andererseits hat er recht damit, dass Kryptos auch nichts anderes sind als eine Verrechnungseinheit, ähnlich der Schuld(Geld)Scheine. Ein Bsp. für eine deutschweizer Bank in der Romandie wäre z.B. die Bank CIC. Interessant für diejenigen, welche ihr 3a Konto zügeln möchten, da besserer Zins.
    10 3 Melden
  • herpderpschlerp 16.09.2017 19:23
    Highlight uff da scheint einer aber herzlich wenig ahnung von kryptowährungen zu haben
    37 12 Melden
    • rauchzeichen 16.09.2017 21:08
      Highlight oder einfach angst seinen job zu verlieren, wenn er ehrlich wäre
      16 8 Melden
  • Luzi Fair 16.09.2017 19:20
    Highlight Alles ist eine vorübergehende Mode. Kommt immer auf den Zeitraum an, über welchen man etwas betrachtet.

    Aber hier ein paar Aussagen in ähnlicher Richtung:
    "Internet ist nur ein Hype."
    "Ich denke, dass es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt."
    "Facebook - das ist doch nur ein Verzeichnis im Web."
    "Das mobile Telefon scheitert"
    34 9 Melden
    • jjjj 16.09.2017 22:51
      Highlight Gib mir eine hieb und stichfeste Quellenangabe für auch nur eines der Quotes...
      5 9 Melden
    • PhilippS 17.09.2017 00:49
      Highlight Internet ist nur ein Hype:
      Angeblich Bill Gates, 1993 vor Harvard-Studis

      ...Weltmarkt für 5 Computer....
      Thomas Watson, 1943, damaliger IBM Boss. Ist aber wahrscheinlich ein verdrehtes Zitat.

      Die anderen beide kenne ich nicht. Aber gibt eine ganze Menge solcher "Prognosen". Von der Dampfmaschine, die sich niemals durchsetzt, über das elektrische Licht, das keiner will, bis zur Floppy in den 80ern, deren Verweigerung WD beinahe hat in den Ruin getrieben hat...

      5 2 Melden
    • Luzi Fair 17.09.2017 08:10
      Highlight Danke Philipp, beide korrekt.

      Der mit Facebook ist von Rupert Murdoch.

      Der mit dem mobilen Telefon ist leider nicht belegt.
      0 0 Melden
    • jjjj 17.09.2017 10:02
      Highlight Siehtst du... angeblich ... verdreht...
      0 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 16.09.2017 19:18
    Highlight dafuq did i just read?
    26 7 Melden

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