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Nicht grösser als ein Fussball: So soll der Mars-Helikopter aussehen.  Bild: EPA/NASA

NASA will den Mars erkunden – mit einem Helikopter

12.05.18, 09:04 12.05.18, 09:23

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa will den Planeten Mars erstmals mit einem Helikopter erkunden. Das drohnenartige Fluggerät soll nur rund 1,8 Kilo wiegen und nicht viel grösser als ein Fussball sein, teilte die Nasa am Freitag (Ortszeit) mit. 

Von dem Projekt erhoffen sich die Wissenschafter beispiellose Eindrücke vom Mars aus der Vogelperspektive. Eine besondere technische Herausforderung sei allerdings die sehr dünne Atmosphäre des roten Planeten. 

Der Mars-Helikopter soll seine Reise im Juli 2020 zusammen mit einem neuen Mars-Forschungsmobil beginnen und im Februar 2021 auf dem Nachbarplaneten landen. «Die Vorstellung, dass ein Helikopter über die Oberfläche eines anderen Planeten fliegt, ist aufregend», erklärte Nasa-Chef Jim Bridenstine bei der Vorstellung des Projekts am Freitag. 

«NASA Mars Helicopter Technology Demonstration.» Video: YouTube/NASA Jet Propulsion Laboratory

Um sich in der dünnen Atmosphäre des Mars in der Luft halten zu können, müsse das Fluggerät superleicht und besonders antriebsstark sein, hiess es weiter von der Nasa. Der Höhenrekord für einen Helikopterflug auf der Erde liege bei 12'100 Metern, erklärte Nasa-Projektmanagerin Mimi Aung. Die Mars-Atmosphäre sei so dünn, dass die Flughöhe des Helikopters beim Abheben auf dem Mars schon einer Höhe von 30'500 Metern auf der Erde entspreche. 

Hohe Erträge winken

Der Mars-Helikopter soll über zwei Rotor-Paare verfügen, die sich rund 3000 Mal pro Minute drehen. Das ist zehn Mal mehr als bei einem Hubschrauber auf der Erde. Das Projekt trage ein «hohes Risiko» mit sich, räumte die Nasa ein. Es biete allerdings im Erfolgsfall auch die Aussicht auf «hohe Erträge».

Sollte der Helikopter nicht funktionieren, wird das Mars-Projekt dennoch nicht scheitern. Denn das Herzstück der Mission, ein neuer Mars-Rover, soll unabhängig vom Helikopter funktionieren. Er soll Informationen zur Bewohnbarkeit des Planeten sammeln, nach Spuren früheren Lebens suchen und Bodenschätze erforschen. (sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Waldorf 12.05.2018 13:06
    Highlight Ich bin gespannt auf die versteckten Basen der Aliens!
    7 1 Melden
  • lilie 12.05.2018 11:10
    Highlight Warum winken hohe Erträge, wenn der Mars-Helikopter funktionieren sollte? 🤔
    5 5 Melden
    • 7immi 12.05.2018 14:55
      Highlight @lilie
      vermutlich geht es hier um den wissenschaftlichen ertrag. solche aufnahmen wären die ersten ihrer art und daher speziell. der weitere wissenschaftliche ertrag wäre, dass man auf einem anderen planeten aerodynamisch fliegen kann, das gabs bisher auch noch nie. und dann ist da noch die dünne athmosphäre. alles in allem also sehr spannend und wissenschaftlich sowie technisch ertragreich.
      7 0 Melden
    • derEchteElch 12.05.2018 15:43
      Highlight Es steht „hohe Erträge“ und nicht hohe Erträge. Bitte richtig lesen.

      Die Erträge sind in dem Fall die wissenschaftlichen Daten, nicht Geld. Aber das ist schon etwas schwerer als normales Textverständnis.. 😉
      6 1 Melden
    • lilie 12.05.2018 16:55
      Highlight @7immi: Danke für die Erklärungen, das macht tatsächlich Sinn! 😀

      @derEchteElch: Warum so angriffig? Die Gänsefüsschen sind dem Zitat geschuldet, auch "hohes Risiko" sind in Gänsefüsschen.

      "Erträge" ist einfach ein merkwürdiges Wort in diesem Zusammenhang, "Erkenntnisgewinn" oder sowas wäre
      naheliegender gewesen...
      6 1 Melden
    • Joe Smith 12.05.2018 21:47
      Highlight In der originalen Mitteilung der NASA stand «high-reward project», was ein Journalist lieblos mit «hohe Erträge» übersetzt hat. Wie es auch – vorsichtig ausgedrückt – ziemlich originell ist, das amerikanische «size of a softball» mit «nicht viel grösser als ein Fussball» zu übersetzen. (Ein Softball hat einen Durchmesser von rund 11,5 cm.)
      4 0 Melden
    • lilie 13.05.2018 06:30
      Highlight @Joe Smith: Danke für den Hinweis! Tatsächlich eine etwas unglückliche Übersetzung. Vermutlich muss es da in den Agenturen manchmal schnell gehen, und nicht jeder trifft jedesmal ins Schwarze...

      Aber "rewards" passt hier wirklich besser, weil das Wort sich auch auf immaterielle "Gewinne" beziehen kann - etwa den Stolz und die Befriedigung, etwas sehr Schwieriges gemeinsam geschafft zu haben.
      3 0 Melden

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