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Ceres rotiert im Zeitraffer: Die weissen Flecken sind gut zu erkennen. GIF: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Am Freitag ist es soweit

Was hat es mit den Weissen Flecken auf dem Planeten Ceres auf sich? Raumsonde «Dawn» soll das Rätsel lösen

03.03.15, 22:08 04.03.15, 09:08

Nach acht Jahren und fast fünf Milliarden Kilometern soll die Raumsonde «Dawn» am kommenden Freitag, dem 6. März, endlich den Zwergplaneten Ceres erreichen. Schon jetzt liefern Kameras an Bord spektakuläre Bilder vom Himmelskörper. Der nur 1,6 Meter lange und 747 Kilogramm schwere Flugkörper ist nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde NASA die erste Sonde überhaupt in der Umlaufbahn eines Zwergplaneten. 

Gespannt sind die Wissenschafter vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) im US-Staat Kalifornien besonders auf die Aufklärung eines Mysteriums: Sie hoffen, dass «Dawn» mit immer besseren Aufnahmen dazu beiträgt, das Rätsel der ominösen weissen Flecken in einem Krater auf der Oberfläche des Zwergplaneten zu lösen. 

Zuletzt veröffentlichte Bilder vom 19. Februar wurden aus einer Distanz von 46'000 Kilometern aufgenommen; ihre Auflösung beträgt vier Kilometer pro Pixel. Das ist immer noch zu wenig, um erkennen zu können, warum die Flecken so viel Licht – es sind mindestens 40 Prozent – reflektieren. 

Ceres

Eisiger Planet

«Dawn» soll Ceres mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten mehrere Monate lang erforschen. Der 1801 entdeckte Zwergplanet misst im Durchmesser etwa 950 Kilometer und gilt als wahrer Eisklumpen – allein sein Eismantel soll 100 Kilometer dick sein. Darunter vermuten die Forscher Wasser. 

Ceres ist im Planetoidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter beheimatet. Planetoiden sind kleinere Himmelskörper aus der Frühzeit des Sonnensystems, die die Sonne umkreisen. Manche sind mehrere Hundert Meter, andere Hunderte Kilometer gross. 

In dem Planetoidengürtel vermuten NASA-Wissenschaftler «einige der grossen Mysterien» über die Anfänge unseres Sonnensystems vor 4,6 Milliarden Jahren. Sie nannten die Sonde deswegen «Dawn», auf Deutsch «Morgendämmerung». Die Planetoiden enthalten quasi den «Bauschutt» unseres Sonnensystems. 

Erste Station: Asteroid Vesta

«Dawn» hat auf seiner insgesamt rund 342 Millionen Franken teuren Mission schon viel hinter sich: Nachdem die Reise wegen zu hoher Kosten und technischer Probleme schon abgesagt worden war, konnte die Sonde nach einer Kehrtwende der NASA dann im September 2007 doch noch vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida starten. 

Knapp vier Jahre später erreichte sie ihr erstes Ziel: Vesta. Der vor mehr als 200 Jahren entdeckte Asteroid, der einen Durchmesser von nur rund 500 Kilometern hat, ist der hellste in unserem Sonnensystem. Mehr als ein Jahr lang umrundete und erforschte «Dawn» Vesta und lieferte zur Freude der Wissenschaftler unendlich viele Fotos und Messdaten. Im September 2011 machte sich die Raumsonde dann auf den Weg zu Ceres. (dhr/sda/dpa)

Mehr zum Thema: Komet «Tschury»

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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