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Forscher weisen Wasserstoff auf Supererde nach



Zum ersten Mal haben Astronomen nach eigenen Angaben verschiedene Gase in der Atmosphäre einer sogenannten Supererde identifiziert. Die Lufthülle des fernen Planeten enthalte Wasserstoff und Helium, aber kein Wasser, berichten die Wissenschaftler.

ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 16. Fenruar 16.00 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER STUDIEN EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN. HANDOUT - This artist·s impression shows the exoplanet 55 Cancri e as close-up. Due to its proximity to its parent star, the temperatures on the surface of the planet are thought to reach about 2000 degrees Celsius. Scientists were able to analyze the atmosphere of 55 Cancri e. It was the first time this was possible for a super-Earth exoplanet. Photo: ESA/Hubble, M. Kornmesser/dpa (zu dpa

Exoplanet 55 Cancri e (Künstlerische Darstellung): 2000 Grad Celsius heiss.
Bild: ESA

Forschende des University College London (UCL) und der belgischen Katholieke Universiteit Leuven haben die Atmosphäre eines fernen Planeten analysiert, der den doppelten Durchmesser der Erde hat. Ihre Erkenntnisse über diese Supererde stellen die Astronomen nun im Fachblatt «The Astrophysical Journal» vor, wie das UCL am Dienstag mitteilte.

Supererden gelten als häufigster Planetentyp in unserer Galaxie, der Milchstrasse. Es handelt sich dabei um Planeten, die etwas mehr Masse haben und etwas grösser sind als die Erde, aber längst nicht so gross und schwer wie die Gasriesen in unserem Sonnensystem.

Unwirtlicher Planet

Die jetzt untersuchte Supererde trägt die Katalognummer «55 Cancri e» und umkreist eine Sonne im Sternbild Krebs. Der Exoplanet hat etwa die achtfache Masse unserer Erde. Allerdings umrundet «55 Cancri e» seinen Heimatstern so nah, das ein Jahr dort nur 18 Stunden dauert. Auf der Planetenoberfläche wird es durch die Nähe zum Stern geschätzte 2000 Grad Celsius heiss.

Nicht nur durch die Hitze ist Leben auf dem Planeten nach unseren Massstäben ausgeschlossen. Mit dem «Hubble»-Weltraumteleskop gelang es dem Team jetzt, den chemischen Fingerabdruck der Atmosphärengase des Planeten zu analysieren. Dabei stiessen die Wissenschaftler auf Wasserstoff und Helium, die der Planet offensichtlich aus seiner Entstehungszeit behalten hat.

ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 16. Fenruar 16.00 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER STUDIEN EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN. HANDOUT - This artist·s impression shows the super-Earth 55 Cancri e (R) in front of its parent star. Using observations made with the NASA/ESA Hubble Space Telescope and new analytic software scientists were able to analyse the composition of its atmosphere. It was the first time this was possible for a super-Earth. 55 Cancri e is about 40 light-years away and orbits a star slightly smaller, cooler and less bright than our Sun. As the planet is so close to its parent star, one year lasts only 18 hours and temperatures on the surface are thought to reach around 2000 degrees Celsius. Photo: ESA/Hubble, M. Kornmesser/dpa (zu dpa

Supererde vor Stern (Künstlerische Darstellung): Umlaufzeit 18 Stunden.
Bild: ESA

Giftige Atmosphäre

Ausserdem fanden die Forscher Spuren von Cyanwasserstoff (HCN), die allerdings durch weitere Untersuchungen noch bestätigt werden müssen. «Cyanwasserstoff oder Blausäure ist hochgiftig, also ist es vielleicht kein Planet, auf dem ich gerne leben würde», sagte Mitautor der Studie Jonathan Tennyson vom UCL.

Die Supererde ist nicht der erste Planet eines anderen Sterns, bei dem die Atmosphäre analysiert wurde. Andere Forscher haben bei verschiedenen grösseren Exoplaneten bereits Atmosphärenbestandteile identifiziert, darunter auch Wasser.

Das «Hubble»-Teleskop hat nach UCL-Angaben bereits die Lufthüllen zweier anderer Supererden ins Visier genommen. Dabei hätten sich jedoch keine chemischen Bestandteile identifizieren lassen.

(sda/dpa)

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