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IN SPACE - JULY 8:  In this handout provided by the National Aeronautics and Space Administration (NASA), the dwarf planet Pluto (R) and it's largest moon Charon is shown at distance of about 3.7 million miles from NASA's New Horizons spacecraft July 8, 2015. The craft is nearing its July 14 flyby when it will close to a distance of about 7,800 miles (12,500 kilometers) from Pluto. The 1,050-pound piano sized probe, which was launched January 19, 2006 aboard an Atlas V rocket from Cape Canaveral, Florida, is traveling 30,800 mph as it approaches. The color information in the image, obtained earlier in the mission from instruments, has been added.  (Photo by NASA/JHUAPL/SWRI via Getty Images)

Aufnahme vom 8. Juli: Pluto und sein Mond Charon. Bild: Getty Images North America

«New Horizons» im Anflug: NASA zeigt neue Bilder von Pluto

Mars und Jupiter hat sie hinter sich gelassen, nun erreicht die Sonde «New Horizons» Pluto – nach neun Jahren Flug. Die ersten Fotos sind beeindruckend, doch Forscher fürchten sich vor vagabundierenden Steinen.

13.07.15, 22:38 14.07.15, 09:00


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Als «New Horizons» losflog, war Pluto noch ein Planet. Im Januar 2006 startete die NASA-Sonde vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida. Sieben Monate später degradierte die Internationale Astronomische Union (IAU) den vergleichsweise kleinen Pluto zum Zwergplaneten.

This combination of images from July 1 to July 3, 2015, provided by NASA shows Pluto at different distances from the New Horizons spacecraft. NASA's New Horizons spacecraft is on track to sweep past Pluto next week despite hitting a

Serienfotos vom 1. bis zum 3. Juli 2015: Die Aufnahmen wurden aus einem Abstand von 15, 13 und 12 Millionen Kilometer gemacht. Details der Oberfläche sind nur schemenhaft erkennbar. Bild: AP/NASA

Seit mehr als neun Jahren ist «New Horizons» unterwegs, hat rund fünf Milliarden Kilometer zurückgelegt, ist an Mars, Saturn, Uranus, Jupiter und Neptun vorbeigeflogen, bevor nun am Dienstag der Höhepunkt Reise ansteht: Auf rund 12'000 Kilometer soll sich «New Horizons» dem Pluto nähern und ihn mit seinen sieben wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen.

Pluto is pictured in this July 7, 2015 handout image from New Horizons’ Long Range Reconnaissance Imager (LORRI). The image has been combined with lower-resolution color information from the Ralph instrument. This image — the most detailed yet returned by the Long Range Reconnaissance Imager (LORRI) aboard New Horizons -- has been combined with lower-resolution color information from the Ralph instrument. REUTERS/NASA-JHUAPL-SWRI/Handout via Reuters  THIS IMAGE HAS BEEN SUPPLIED BY A THIRD PARTY. IT IS DISTRIBUTED, EXACTLY AS RECEIVED BY REUTERS, AS A SERVICE TO CLIENTS. FOR EDITORIAL USE ONLY. NOT FOR SALE FOR MARKETING OR ADVERTISING CAMPAIGNS

Die Farbaufnahme stammt vom 3. Juli. Schemenhaft ist unten rechts eine Struktur zu erkennen, bei der es sich offenbar um einen grossen Krater handelt. Bild: NASA/REUTERS

Wenn man aus dieser Distanz auf Manhattan schauen würde, erklärt Missionsleiter Alan Stern, könnte man die Seen im Central Park ausmachen.

IN SPACE - JULY 11:  In this handout provided by the National Aeronautics and Space Administration (NASA), the dwarf planet Pluto is shown at distance of about 2.5 million miles July 11, 2015. NASA's New Horizons spacecraft is nearing its July 14 flyby when it will close to a distance of about 7,800 miles (12,500 kilometers). The 1,050-pound piano sized probe, which was launched January 19, 2006 aboard an Atlas V rocket from Cape Canaveral, Florida, is traveling 30,800 mph as it approaches.  (Photo by NASA/JHUAPL/SWRI via Getty Images)

Foto vom 9. Juli (Abstand 5,4 Millionen Kilometer): Die geologischen Strukturen treten deutlich stärker hervor. Bild: Getty Images North America

Die Mission bleibt bis zur letzten Sekunde spannend. Weil die etwa klaviergrosse und rund 500 Kilogramm schwere Sonde mit rund 40'000 km/h unterwegs ist, könnte schon ein Zusammenstoss mit einem Stein so klein wie ein Reiskorn die Sonde beschädigen – und das ganze Vorhaben beenden.

Langsame Datenübertragung

Nur etwa zwei Tage hat die Sonde Zeit, um die erhofften präzisen Fotos und Messungen von Pluto zu machen. Der etwa minus 230 Grad kalte Pluto ist eine Art Eiszwerg. Doch mehr ist kaum bekannt über den fernen Ex-Planeten.

The illustration of the International Astronomic Union (IAU) shows how the new solar system could look like as presented at the plenary meeting of the IAU in Prague, Czech Republic, Wednesday, 16 August 2006. It shows the old and the possible three new planets (L-R), Mercury, Venus, Earth, Mars, Ceres (new), Jupiter, Saturn, Uranus, Neptune, Pluto and Charon (new), as well as the nameless 003 UB313, that was unofficially called Xena by its discoverer. After the first scientific definition of the term planet, the number of planets in our solar system increases from 9 to at least 12. The IAU plenary meeting that sits until Friday next week still has to accept the decision. Encyclopedias and textbooks would have to be rewritten.  (KEYSTONE/EPA/IAU/Martin Kommesser)

Bild: EPA

In den letzten Stunden vor dem Höhepunkt heizt die NASA die Spannung mit neuen Fotos an, die «New Horizons» am Wochenende gefunkt hat. Sie zeigen den Himmelskörper in nie gesehener Genauigkeit. Die schärfsten Aufnahmen von Pluto hatte vor der Annäherung von «New Horizons» das «Hubble»-Weltraumteleskop gemacht. Darauf nahm der gut 2000 Kilometer messende Himmelskörper nur wenige Pixel ein.

Im Laufe der Woche werden noch schärfere Fotos erwartet. Doch die meisten Bilder kommen erst im September. Die Daten werden mit lediglich 600 Bit pro Sekunde übertragen, ein Bruchteil einer langsamen Handyverbindung. Es dauert fast fünf Stunden, bis Signale vom Pluto per Lichtgeschwindigkeit zur Erde gelangen.

boj/dpa

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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