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Hier will ein Indianer eines «wilden» Amazonas-Stammes einen Helikopter angreifen



«Ich schnappte meine Kamera und begann, zu fotografieren», beschreibt Ricardo Stuckert im «Guardian» den Moment, in dem er sein seltenes Motiv von einem Helikopter aus erspähte. «Ich hatte keine Zeit darüber nachzudenken, was gerade passiert.»

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Der Himmel über Brasilien Mitte Dezember – doch halt: Ist das etwa eine Hütte? bild: ricardo stuckert

Der Pilot des Fotografen hatte im brasilianischen Bundesstaat Acre im Nordwesten Brasilien nahe der Grenze zu Peru seinen Kurs wegen des Wetters geändert: Der Zufall sorgte also dafür, dass der Südamerikaner am 18. Dezember Menschen zu Gesicht bekam, die mit medialer Öffentlichkeit so gar nichts am Hut haben.

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Oh ja, und ein Mensch läuft heraus. Den gucken wir uns mal ... bild: ricardo stuckert

Diese Menschen sind Angehörige eines Stammes und leben abgeschieden im Amazonas-Regenwald. Und sie wollen auch abgeschieden bleiben, wie ihre Reaktion auf den Helikopter suggeriert. Eine quasi einmalige Gelegenheit für Stuckert, der zuvor einen Stamm besucht hatte, der bereits bekannt ist und sich nicht der Zivilisation verschlossen hat.

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... aus der Nähe an. Und so bekommt die Welt einen bisher unbekannten ... bild: ricardo stuckert

Die Kriegsbemalung des Stammes hat den Fotografen beeindruckt: «Wenn es kalt ist, ziehen wir warme Kleidung an. Sie bemalen sich, um sich zu schützen. Ich dachte: Das muss ich fotografieren, um es für die Nachwelt zu bewahren.» José Carlos Meirelles, der mit an Bord war, ergänzt: «Sie kennen unsere Welt, aber sie wissen nur sehr wenig darüber.»

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... brasilianischen Stamm zu Gesicht, der sich über seine Entdeckung jedoch ... bild: ricardo stuckert

Meirelles ist Experte für Brasiliens indigene Völker. «Sie benutzen Äxte, Macheten und Hosen, aber sie haben nicht die geringste Ahnung von der Unordnung, die wir darstellen.» Circa 80 solcher Stämme gibt es in Brasilien, deren Existenzen von Minenarbeitern, Holzfällern und Drogenschmugglern bedroht werden.

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... nicht gerade zu freuen scheint. bild: ricardo stuckert

Alleine im Bundesstaat Acres gibt es drei «wilde» Völker, so Meirelles, der diese Gruppen und ihr Sozialleben seit 40 Jahren studiert. Die Stämme sind etwa 300 Personen stark und leben vom Anbau von Bananen, vom Jagen und vom Fischen.

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Nein, auch wenn der Stamm bis dato unbekannt war: So sieht kein Begrüssungsritual aus! bild: ricardo stuckert

«Wir nennen sie die Indianer vom Quellgebiet des Humaita», erläutert Meirelles. «Sie hatten nie Kontakt zur Aussenwelt. Wir haben keine Ahnung, was für eine Sprache sie sprechen oder wer sie sind. Zum Glück wissen wir es nicht. Sobald wir es rausfinden, bekommen sie Probleme.» 

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Ein Helikopter muss für die Eingeborenen wie ... bild: ricardo stuckert

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... ein unheimlicher, magischer Vogel sein. bild: ricardo stuckert

Falls du denkst, «dieses Völkchen kommt mir bekannt vor», verwechselst du ihn wahrscheinlich mit dem Txapanawa-Stamm, dessen Sichtung 2015 um die Welt ging.

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Der Txapanawa-Stamm wurde 2014 entdeckt. Ein Jahr später gingen die Fotos um die Welt.

(phi)

700-Billionen-Pixel-Aufnahmen von Google Earth

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    Alle Leser-Kommentare
  • Olaf44512 10.01.2017 03:11
    Highlight Highlight Ureinwohner und Buschleute in Ehren, aber ich bin froh hier und nicht dort geboren zu sein. Ich find unsere mega schlimme und kranke "Zivilisation" voll ok.
    *duckundweg*
    • Spooky 10.01.2017 07:35
      Highlight Highlight Du bist dekadent, aber das ist voll ok.
    • Wehrli 10.01.2017 09:17
      Highlight Highlight Werten kannst du nur was du kennst. Also da du nie im Busch gelebt hast, weisst du es nicht. Aber mit dem Hier und jetzt zufrieden zu sein, spricht für dich.
  • Spooky 10.01.2017 01:43
    Highlight Highlight Schade, dass er den Helikopter nicht getroffen hat.
  • Froggr 09.01.2017 21:47
    Highlight Highlight Das geht uns genau so wenig was an, wie was in anderen Löndern passiert. Sollen die im Frieden für sich schauen und wir schauen für uns. Es geht uns grundsätzlich nichts an, was andere Länder tun und lassen. Aber die tollen, gebildeten Europäer (Westen) muss sich überall einmischen. Schlimm!
  • Mia_san_mia 09.01.2017 17:14
    Highlight Highlight Hoffentlich werden die einfach in Ruhe gelassen...
    • trxr 09.01.2017 18:04
      Highlight Highlight Solange die weder Gold noch Öl haben, interessiert sich kein Penner für die.
  • Fidibus 09.01.2017 16:15
    Highlight Highlight Liebes Watson. Ich mag eure Berichte immer sehr und hab auch das Gefühl, dass ihr euch Mühe gebt mit korrekter Sprache und Wortgebrauch. Bei diesem Artikel war dem wohl nicht so. Das Wort "Stamm" sollte sorgfältig (möglichst gar nicht) gebraucht werden (auch wenn es evtl. zitiert wird).
    • LandeiStudi 09.01.2017 16:51
      Highlight Highlight was dann?
    • FancyFish - Stoppt Zensur! 09.01.2017 16:55
      Highlight Highlight Weshalb nicht? Könnten etwa die Gefühle dieser Personen verletzt werden?
    • Mia_san_mia 09.01.2017 17:12
      Highlight Highlight Was ist an dem Wort nicht gut?
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilas 09.01.2017 15:58
    Highlight Highlight Unsere kranke Zivilisation sollte sich vor ihen fernhalten, sonst haben sie keine Chance. Man nimmt ihnen ihre Kultur, ihren Lebensraum und sucht nach Bodenschätzen und sicher findet sich noch ein Typ der sie mit Religion volldröhnt.
    • Rockola 09.01.2017 23:03
      Highlight Highlight Ich gebe dir recht Iilas und dann die Krankheiten die diesen Bewohnernn zugetragen wird schrecklich lasst sie doch in Ruhe.
  • Lutz Pfannenstiel 09.01.2017 15:12
    Highlight Highlight Der Artikel erinnert mich in Aufmachung und Wortwahl ("Den gucken wir uns mal aus der Nähe an...") an die Menschenzoos aus dem 19. Jahrhundert. :-(
  • Hugo Wottaupott 09.01.2017 14:38
    Highlight Highlight Gegrillter Fotograf an Helikoptersauce.
  • Alnothur 09.01.2017 14:29
    Highlight Highlight Komisch, dass es die noch gibt - laut einem gewissen Deutschen Minister müssten die doch längst inzestbedingt ausgestorben sein...
  • René Obi (1) 09.01.2017 14:26
    Highlight Highlight Vor ein paar Tagen hab ich den Film Avatar gesehen. Ausser der Hautfarbe...

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(sim via buzzfeed und Hooligans gegen Satzbau) 

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