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Diese 5 Innovationen werden unser Leben in den nächsten 5 Jahren verändern



Jedes Jahr präsentiert der IT-Konzern IBM fünf Technologietrends, die unsere Art zu leben, zu arbeiten und miteinander zu kommunizieren verändern werden. Auch für 2017 hat das Unternehmen eine solche Liste zusammengestellt. Diesmal liege, so IBM, der Fokus auf «Technologien, die das Unsichtbare in unserer Umgebung sichtbar machen». Hier sind sie: 

Smartphone überwacht geistige Gesundheit

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Video: YouTube/IBM

Depressionen, bipolare Störungen, Schizophrenie oder neurodegenerative Erkrankungen wie Demenz – psychische Krankheiten zeigen sich in unserer Sprache. Kognitive Systeme analysieren heute schon die Art, wie wir sprechen, wie wir formulieren und welche Wörter wir verwenden. Aus der Analyse von Sprachmustern schliessen sie auf unsere psychische Verfassung. Derzeit reichen 300 Wörter für erste Vorhersagen.

Bald sollen diese Systeme laut IBM mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) auch Krankheitsbildern wie Autismus oder posttraumatischen Belastungsstörungen auf die Spur kommen und das medizinische Fachpersonal bei der Diagnose und Therapie unterstützen. Zudem werden mobile Geräte zum Einsatz kommen und es den Patienten ermöglichen, sich selber zu untersuchen. Dies kann besonders für Leute von Vorteil sein, die an einer schubweise auftretenden Krankheit leiden – ihr Smartphone kann sie rechtzeitig vor einem Rückfall warnen.

Ein zweites Paar Augen

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Video: YouTube/IBM

Will man sich über den Nährwert oder das Verfallsdatum eines Lebensmittels schlau machen, muss man mühsam den Aufdruck auf der Verpackung nach der gewünschten Information absuchen. Das wird laut IBM bald ein Ding der Vergangenheit sein. Neue Geräte, die hyper-bildgebende Technologie mit KI kombinieren, werden unser Wahrnehmungsvermögen zudem weit über den Bereich des sichtbaren Lichts hinaus erweitern.

Die Sensoren in diesen Geräten werden immer billiger und kompakter – und können bald in Smartphones gesteckt werden. So wird man mit dem Smartphone Verpackungen scannen können, um Nährwert oder Haltbarkeit zu überprüfen. Daneben werden solche Sensoren beispielsweise aber auch in Windschutzscheiben integriert werden können, um den Fahrer bei ungünstigen Sichtverhältnissen als «zweites Paar Augen» vor Gefahren zu warnen. 

«Makroskope» für das Verständnis komplexer Zusammenhänge

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Video: YouTube/IBM

Die Datenflut steigt unaufhörlich. Zahllose Geräte weltweit sammeln unablässig Informationen über alles, was auf dem Planeten geschieht. Dies wird sich mit dem Internet der Dinge noch verstärken: Vom Kühlschrank über die Wetterstation bis zum Satelliten werden die Geräte Unmengen von Daten liefern. Bisher werden diese Informationen nur wenig genutzt. Doch in den nächsten fünf Jahren, so glaubt IBM, werden Software und selbstlernende Algorithmen uns dabei helfen, diese Datenflut zu meistern. 

Mithilfe dieser sogenannten «Makroskope», wie IBM sie nennt, werden komplexe Zusammenhänge, die bisher verborgen waren, auch für das menschliche Gehirn sichtbar. In der Landwirtschaft zum Beispiel soll die intelligente Auswertung von Daten zu Anbaumethoden, Bodenbeschaffenheit, Grundwasservorräten und Klima dazu beitragen, dass Bauern den Ertrag ihres Bodens steigern können, ohne der Umwelt zu schaden. 

Mini-Labor auf Chip

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Video: YouTube/IBM

Krankheiten wie Krebs oder Parkinson sind im Frühstadium schwierig zu erkennen. Oft merken Betroffene erst, dass sie an einer solchen Krankheit leiden, wenn diese schon fortgeschritten ist. Das soll sich in der näheren Zukunft ändern: Man wird seinen Gesundheitszustand dann viel genauer im Auge behalten können – mithilfe von Chip-Labors. 

Ganze medizinische Labors sollen in Zukunft auf einem Chip Platz finden und die Früherkennung von Krankheiten revolutionieren. So können Biopartikel in Körperflüssigkeiten auf solche Krankheiten hinweisen – doch viele sind extrem klein und schwer nachweisbar. Derzeit können Prototypen bereits Biopartikel mit einem Durchmesser von nur 20 Nanometern isolieren. Mit solchen Mini-Labs, die überdies mit Geräten wie Smartwatches verbunden wären, könnten wir zuhause Urin und Blut selber kontrollieren und würden rechtzeitig von Abweichungen erfahren. 

Ein Auge für die Umwelt

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Video: YouTube/IBM

Die Überwachung von Schadstoffen soll in nächster Zukunft einfacher werden, prognostiziert IBM. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen preiswerte Methansensoren auf den Markt kommen, die zum Beispiel bei Förderstätten und Pipelines zum Einsatz kommen können. Methan, das wie manch andere Schadstoffe für das menschliche Auge nicht sichtbar ist, trägt als Treibhausgas wesentlich zur Erderwärmung bei. Mit Methansensoren liesse sich ein Methan-Leck innerhalb von Minuten statt Wochen finden.

Daneben werden in naher Zukunft vermutlich auch Sensoren entwickelt, die Feinstaub und Ölreste im Wasser entdecken können. Damit könnten ökologische Schäden viel früher bemerkt und die Wahrscheinlichkeit von Katastrophen vermindert werden.

(dhr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Almghandi 13.01.2017 13:47
    Highlight Highlight Nr 4 ist ja super. Dann kann ich mir alle paar Tage einmal über das linke Handgelenk pinkeln um zu sehen, wie gesund ich wirklich bin :D
  • pedrinho 12.01.2017 13:23
    Highlight Highlight "Ein zweites Paar Augen" nicht integriert aber hinter der windschutzscheibe......alter hut, hab ich laengst. Ihr solltet mal mit meiner lieben schwiegermutter im auto sitzen oder in den supermercado gehen ;)
  • Linus Luchs 12.01.2017 11:04
    Highlight Highlight Die ersten vier Innovationen bedeuten, dass sich der Mensch der Maschine ausliefert. Genauer: Er liefert sich denen aus, die die Maschinen kontrollieren. Es ist die totale Überwachung und totale Kontrolle. Wer soll denn zum Beispiel bestimmen, wie bei diesen „Makroskopen“ komplexe Zusammenhänge erklärt werden? Alleine schon diese „Innovation“ sollte bei jedem Menschen, der verstanden hat, was die Voraussetzungen für eine freie Demokratie sind, die Alarmglocken schrillen lassen. Und eHealth (Innovationen 1 und 4) ermöglichen der Pharma die Beherrschung des Gesundheitssystems. Ein Albtraum.
  • Midnight 12.01.2017 08:44
    Highlight Highlight Irgendwie vermisse ich auf der Liste das Deep Learning...
  • tiefergleit 12.01.2017 07:03
    Highlight Highlight Irgendwie ist das mit der geistigen gesundheit so eine sache, wenn dann google entscheidet wer geistig fit ist und wer nicht.
    Hört man dann z.B. K.I.Z. - Walpurgisnacht, unterhält sich mit jemandem darüber und der grosse bruder in der hosentasche hört zu, kann man am nächsten tag ev. schon in der geschlossen anstalt landen...
    Finde ich pers. ein bisschen besorgnisserregend ...
    Big brother is watching you!
    • lilie 12.01.2017 10:53
      Highlight Highlight @tiefergleit: Ich habe verstanden, dass es um Selbstüberwachung geht. Aber gerade psychische Krankheiten können sich auch verschlimmern, wenn man sich ständig mit seinen Symptomen beschäftigt. Dafür freut das dann die Psychobranche.
  • Blutgruppe 11.01.2017 21:34
    Highlight Highlight Ich befürchte, dass diese z.T. wirklich wunderbaren Neuerungen der Technik wie so viele bisherige nur uns privilegierten Menschen in Ländern mit viel Wohlstand zu gute kommen werden, während der Grossteil weiter Hunger und Krankheit erleiden muss. Man sollte den Fokus der technologischen Entwicklung endlich auf die Förderung des Wohls der Schwächsten dieser Welt setzen! Leider lässt sich das nicht so leicht mit dem neoliberalistischen Kapitalismus heutzutage vereinen. Deshalb bräuchte es staatliche Leitplanken, die die Firmen zwingen, in diese Richtung zu investieren(jaja, ich träume weiter..)
    • lilie 12.01.2017 07:45
      Highlight Highlight @Blutgruppe: Ich sehe das etwas anders, denn Versuche in diese Richtung gab es bereits. Du kannst die Ärmsten nicht ohne Vorbereitungen totalverkabeln, um ihnen die "Segnungen" der Technologie zu bringen. Sie verfügen nicht über die notwendigen Grundkenntnisse, um die Geräte richtig zu bedienen und zu warten - geschweige den über die Möglichkeiten. Stattdessen machst du sie einseitig abhängig von grossen Firmen wie IBM.

      In den Slums und Armutsgebieten geht es mE erst mal um die Basics (Hygiene, Bildung, Selfempowerment). Dann sollen sie selber entscheiden, was sie brauchen.
  • Olaf44512 11.01.2017 21:21
    Highlight Highlight Warum haben die ganzen Tech Journalisten eigentlich immer so ne Freude an smarten Kühlschränken und Toastern?

    Jetzt im Ernst, das mag vielleicht kommen, doch die Zukunft werden die Geräte nicht grundlegend verändern. Was die Zukunft in dem Bereich wirklich verändern wird sind neue Geschäfts und Arbeitsmodelle sodass die Leute immer weniger selber kochen und den Kühlschrank immer weniger brauchen. Ob smart oder dumm.
    • Sauäschnörrli 11.01.2017 22:57
      Highlight Highlight In 20 Jahren kann sich wahrscheinlich niemand mehr vorstellen das man die Wetterprognose für den aktuellen Tag in der Zeitung oder im Internet nachgeschaut hat. Danke smarter Toaster. (Kann Spuren von Ironie enthalten)
      User Image
  • Zeit_Genosse 11.01.2017 20:30
    Highlight Highlight Vernetzte Sensoren, KI-Organisierte Smartnetze, BigData mit IoT, autonome Systeme, Avatare und Augmented Personality.
  • Olmabrotwurst 11.01.2017 20:03
    Highlight Highlight Ich weise sehr gerne hier auf die Serie "Black Mirror" hin. Dankt mir später
    • PeterLustig 11.01.2017 21:16
      Highlight Highlight War ich gerade vor 5 Sekunden am schauen. Fantastisch!

      Es ist anzumerken dass jede Folge eine eigene Story und eigene Charaktere hat. Ich habe die erste ein völliges turn off gefunden, weil es so brutal und gnadenlos war.


      Also kann man sich einfach herauspicken auf was man gerade Lust hat. Genial!
    • cypcyphurra 11.01.2017 22:12
      Highlight Highlight Lieber Mr Robot
  • Matrixx 11.01.2017 19:39
    Highlight Highlight Das mit der Gesundheitsüberwachung bezüglich psychischen Erkrankungen weckt etwas Skepsis in mir. Ist das intelligent genug, präzise zu arbeiten, oder kommts dann so raus wie wenn ich die Symptome auf Google eingebe? Ich beobchte das noch etwas mit Vorsicht.
    • PeterLustig 11.01.2017 21:16
      Highlight Highlight Ich bin auch skeptisch, aber hoffnungsvoll!

Erster Verlierer: Der Regenwald. Warum Brasiliens neuer Präsident eine Klima-Gefahr ist

Der Rechtspopulist Jair Bolsonaro hat die Präsidentenwahl in Brasilien gewonnen. Der Ex-Militär kam auf 55,14 Prozent der Stimmen, wie das Wahlamt am Sonntag nach der Auszählung fast aller Stimmen mitteilte. Sein Gegner Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei erhielt demnach 44,86 Prozent.

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