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Ein Mitarbeiter der Firma Flyinghigh laesst eine Drohne, ein Octocopter, der eine Spiegelreflexkamera tragen kann, fliegen, am 21. Mai 2014 in Volketswil. Nach den juengsten Vorfaellen mit Drohnen will der Bund die Vorschriften für die Mini-Flugkoerper verschaerfen. Wer kuenftig eine Drohne bei oeffentlichen Anlaessen nutzen moechte, braucht eine Bewilligung. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) macht Sicherheitsbedenken geltend. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Kommerziell erhältliche Drohne: Binnen fünf Sekunden erfasst.  Bild: KEYSTONE

Chinesische Laserwaffe

Laserkanone schiesst kleine Drohnen vom Himmel

Physiker in China haben eine Laserkanone entwickelt, die kleine Drohnen binnen weniger Sekunden vom Himmel holt. Die Strahlungswaffe soll terroristische Anschläge verhindern.

04.11.14, 14:46

Ein Artikel von

Von einer Laserwaffe hat so mancher Wissenschaftler schon als Kind geträumt. Doch so einfach wie in der Science-Fiction ist die Sache nicht – nicht zuletzt wegen des hohen Energiebedarfs, die ein Laser hat. Gleichwohl sind Laserwaffen keine Utopie mehr. 2009 führte der Luftfahrtkonzern Boeing einen Jeep mit darauf montierter Strahlenkanone vor, die mehrere unbemannte Flugzeuge abschoss

Nun haben Physiker aus China offenbar ein ganz ähnliches System entwickelt. Die Laserwaffe könne binnen fünf Sekunden nach Ortung eine kleine Drohne vom Himmel holen, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Agentur zeigte Aufnahmen grosser Metallkisten mit Tarnanstrich und am Boden zerschellte Drohnen, einige davon brennend. 

Man erwarte, dass die Laserkanone «eine Schlüsselrolle bei der Absicherung von grossen Veranstaltungen in Städten» spiele, schreibt Xinhua. Sie könne Ziele bis in 500 Meter Höhe und mit einer maximalen Fluggeschwindigkeit von 50 Metern pro Sekunde erreichen (180 km/h). 

Kleine Drohnen seien relativ billig und einfach zu benutzen, sagte Yi Jinsong, Manager der Firma China Jiuyuan Hi-Tech Equipment, die der China Academy of Engineering Physics (CAEP) unterstellt ist. Daher sei es wahrscheinlich, dass auch Terroristen sie einsetzten. Ähnlich hatte auch Boeing bei der Vorstellung seiner Laserkanone zur Abwehr unbemannter Flugzeuge argumentiert. Dass ein solches Szenario durchaus vorstellbar ist, zeigen die mysteriösen Flüge über französischen Atomkraftwerken in den vergangenen Tagen. 

100 Prozent Trefferquote

«Solche Drohnen abzufangen, ist üblicherweise Aufgabe von Scharfschützen oder Helikoptern», sagte Yi Jinsong. Deren Abschussquote sei jedoch nicht besonders hoch, zudem drohten Kollateralschäden. Das in China entwickelte System habe bei Tests mit 30 Drohnen eine Trefferquote von 100 Prozent erreicht und könne auf Autos montiert werden. Nach Angaben von Xinhua entwickeln Forscher der China Academy of Engineering Physics parallel dazu Laserkanonen mit höherer Energie und Reichweite. 

An den wohl spektakulärsten Laserwaffen tüfteln Wissenschaftler allerdings in den USA. Ende 2013 kündigte das US-Verteidigungsministerium an, dass ab dem Jahr 2030 Jagdflugzeuge mit Laserwaffen bestückt werden sollen. (hda)



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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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