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Die Zukunft der Menschheit: So leben wir in 100 Jahren

Der Smart Thing Future Living Report ist nicht einfach Science Fiction: Namhafte Wissenschaftler schauen darin in die Zukunft und zeigen auf, wie wir im Jahr 2116 leben werden.

19.02.16, 10:37 20.02.16, 07:59

philipp bürkler

Könnten Menschen aus dem Jahr 1916 unsern Lifestyle und unsere Technologien sehen, sie würden nicht nur staunen, sondern uns wohl für verrückt erklären. In den vergangenen 100 Jahren hat die Menschheit das Fernsehen erfunden, den ersten Fuss auf den Mond gesetzt, das menschliche Genom entschlüsselt und schnelle Computer entwickelt.

In den letzten zwei Jahrzehnten haben das Internet, Laptops, Smartphones, Tablets, Smartwatches unser Leben stark verändert. Sogar noch vor einem Vierteljahrhundert – 1991 – wäre die Vorstellung eines Smartphones oder des Internet der Dinge höchstens eine Science-Fiction-Spinnerei gewesen.

Die britische Weltraum-Forscherin Maggie Aderin-Pocock.
Bild: Smart Things future living report

Namhafte Wissenschaftlerinnen, darunter die britische Weltraum-Forscherin Maggie Aderin-Pocock, sowie Visionäre, Urbanisten, Architekten und Futuristen zeigen, wie unser Leben im Jahr 2116 aussehen wird:

Wir leben in luftiger Höhe

bild: Smart Thing Future Living Report

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Laut den Autoren des Reports wird sich das Leben der Menschen in 100 Jahren in luftiger Höhe abspielen: Läden, Strassen, Nachtleben, Cafés, Bars und Wohnungen werden in 1000 Metern Höhe liegen.

«Gebäude sind miteinander als vertikale Mega-Strukturen verbunden.»

Dank neuer Technologien und Materialien werden heutige Wolkenkratzer in der Zukunft wie Zwerge erscheinen. Zement und Beton werden durch sogenannte Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes) ersetzt, ein Material, das 16 mal stärker ist als Beton. Superwolkenkratzer der Zukunft dürften sogar ohne Stahl auskommen. Dieser wird nämlich durch ein starkes Nanomaterial namens Diamond Nanothreads ersetzt.

«Neue Materialien erlauben den Bau von beispiellos höheren und breiteren Gebäuden.»

Diamant ist eines der stärksten Materialien im Universum. Diamant-Seile sind 1000 Mal stärker als Stahlseile und wiegen nur ein Sechstel. Ein solches Seil soll dereinst auch zum Einsatz kommen für einen Weltraum-Lift mit dem Astronauten und Equipment von der Erde in die Umlaufbahn transportiert werden könnten.

Die Superwolkenkratzer der Zukunft werden nicht von Menschen gebaut, sondern von Robotern. Arbeiter und Kräne gehen in Zukunft in den Ruhestand. Google testet bereits heute Roboter-Kräne beim Bau seines neuen Hauptquartiers in Mountain View.

Wir leben unter der Erde

Projekt in Mexiko City von BNKR Arquitectura. 
bild: flickr/Forgemind ArchiMedia

Neben den Megawolkenkratzern werden die Menschen der Zukunft auch vermehrt unter der Erde leben, in «Erdkratzern», prophezeien die Autoren des Smart Thing Future Living Report. Bereits heute gibt es in Mexiko Pläne für das BNKR Arquitectura, ein Gebäude, das etwa 300 Meter unter die Erde reichen soll.

Wir leben im Wasser

Bild: Smart Thing Future Living Report

Die Menschen in der Zukunft sollen aber vor allem unter dem Wasser leben. Mit Hilfe der Elektrolyse kann Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff geteilt werden.

«Wasser-Elektrolyse ist eine Technologie, die in Zeiten knapper werdender Rohstoffe wie Öl oder Kohle zunehmend an Bedeutung gewinnt.»

Der Sauerstoff wird den Unterwasser-Menschen zum Atmen dienen. Mit dem Wasserstoff könnte auch Energie produziert werden. Die Autoren können sich die Energiegewinnung auch mit den Wellen des Meeres vorstellen.

Die Wasserstädte- und Siedlungen könnten sogar an die Wasseroberfläche auftauchen und wie riesige Schiffe in andere Regionen der Erde wechseln, falls die klimatischen Bedingungen nicht mehr optimal wären.

Jeder hat seine persönliche Drohne

Praktisch für die Ferien: Drohnen, die ganze Häuser tragen können.
Bild: smart thing future living report

Die ganze Welt redet derzeit von selbstfahrenden Autos. Aber: In 100 Jahren wird es nach Angaben der Futuristen aber gar keine Autos mehr geben. 

«2116 besitzt jeder von uns eine eigene Drohne, mit der man bequem in die 434 Etage in die Wohnung oder zum Shopping manövrieren kann.»

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Strassen werden nicht mehr nur horizontal, sondern vor allem vertikal sein. Erste Ideen davon gibt es bereits in Tokio, wo Shops in Hochhäusern über vertikale Lifte erreicht werden können. Mit vertikalen Strassen würden auch herkömmliche Aufzüge aus den Hochhäusern verschwinden. Auf verschiedenen Etagen entstehen «Open Floors» und «Sky Ports», die bequem mit einer Drohne angesteuert werden können.

«Einige von uns werden mit der eigenen Drohne herumfliegen. Diese werden teilweise stark genug sein, um ein ganzes Haus zu transportieren.»

Wir leben auf anderen Planeten

Bild: Smart Thing Future Living Report

Im Jahr 2116 leben die Menschen gemäss dem Zukunftsreport auch im Weltraum. Zuerst dürfte der Mond besiedelt werden, später der Mars, falls dort dereinst Wasser unter der Oberfläche gefunden wird. Die Forscher sehen sogar Möglichkeiten, unser Sonnensystem zu verlassen. Die Menschheit werde sich in der gesamten Galaxie verteilen.

«Menschen werden nicht mehr von den Ressourcen eines Planeten abhängig sein, sondern sie können von den Ressourcen in der gesamten Galaxie schöpfen.»

Smart Thing Future Living Report

Ferien im Weltraum werden 2116 ebenfalls völlig normal sein. Anstatt Ferien auf Mallorca oder in Thailand zu machen, fliegen die Menschen der Zukunft mit privaten Raumfahrtunternehmen zum Mond oder zum Mars.

«Der Klimawandel, die Raumfahrt und schliesslich auch das Leben auf anderen Planeten wird unser Sozialleben und unsere Wohnhäuser komplett verändern.»

Smart Thing Future Living Report

Die Menschen in 100 Jahren werden vielleicht lachen über diese Prognosen.

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Fafnir 26.11.2016 15:02
    Highlight Warum soll jeder seine eigene Drohne haben? Macht bei selbstfahrenden Autos ebenfalls kein Sinn. Sobald die Fahrt von A nach B kein emotionalen Erlebniswert mehr hat macht das Besitzen des eigenen Fahrzeug Null Sinn. Ausser eventuell zum Ausslagern des Büros oder des Kleiderschrankes.
    0 0 Melden
  • dtr068 20.02.2016 00:45
    Highlight Ein kleiner Fehler.
    Ihr macht die Rechnung ohne div. Faktoren Erdbeben, Vulkane, Supervulkane, Sonnenwinde Magnetfeldes Umkehr ,Asteroiden , Kometen, Gammastrahl usw.,usw.
    Wir leben momentan in einer goldenen Zeitalter in einer sehr ruhigen Zeit .
    Aber das kann sich schnell ändern
    Die Faktoren werden kommen
    das ist ganz sicher.
    1-10-100-1000 Jahren??
    Und dann gute Nacht schöne Welt.
    6 1 Melden
  • The Host 19.02.2016 22:52
    Highlight "Miss Pocock" ...hehe
    2 1 Melden
  • Caturix 19.02.2016 21:50
    Highlight Welche Menschen ? in 100 Jahren gibt es diese Plage vielleicht gar nicht mehr.
    12 7 Melden
  • Damien 19.02.2016 17:26
    Highlight Wird bestimmt Richtung Transhumanismus gehen.

    Verschmelzen von Mensch und Maschine, Superintelligenz, Beseitigung von Altern & Tod, Übergang zu virtuellem Bewusstsein und sukzessiver Wegfall biologischer Komponenten, neue Arten der Wahrnehmung (5 Sinne werden obsolet, viel breiteres visuelles und akustisches Spektrum usw. können durch andere Arten wahrgenommen werden > dadurch auch Neudefinition von Kunst), parallele Leben in virtuellen Welten, kollektives virtuelles Bewusstsein, Upload davon in die Dyson-Sphäre die wir dann errichten etc.

    Denkt an den Kommentar hier wenns dann so kommt :p
    21 3 Melden
  • dracului 19.02.2016 16:57
    Highlight All das wäre erreichbar und basiert sogar auf heutigen Technologien! Es wird jedoch nie so weit kommen, da alle Länder lieber Geld in das Militär investieren, damit sie ihren "Wohlstand" gegenüber anderen Ländern und den Ärmeren verteidigen können. Wenn wir weiterkommen wollen, müssen wir Menschen uns verständigen können - ganz ohne Technologie. Alles andere kommt (leider) danach ....
    13 3 Melden
  • Frau Dingsi 19.02.2016 15:03
    Highlight Ich vermisse die fliegenden Autos. Und Hoverboards ohne Räder.
    15 2 Melden
  • AirChicken 19.02.2016 13:54
    Highlight Ich wette 100 CHF plus Zins & Zinseszins auf 100 Jahre = 50 CHF, dass wir in 100 Jahren noch genau gleich leben werden wie jetzt, einfach weniger Einfamilienhäuser.
    12 24 Melden
    • Mafi 19.02.2016 18:51
      Highlight Will denn keiner sein Geld? :>
      12 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.02.2016 22:06
      Highlight Naja, negativzins...und dann muss ich drauflegen... Nöö
      7 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.02.2016 13:21
    Highlight Unsere Welt steuert nicht in diese Richtung. 62 Menschen gehört die halbe Welt. Durch die Automation werden immer weniger Arbeitskräfte benötigt. Die 3. Welt will in die 1. Welt umsiedeln, 80 Millionen Menschen kommen jedes Jahr dazu, unsere Meere werden zunehmends durch Plastik zugemüllt.
    Die Sozialsysteme der 1. Welt gehen der Pleite entgegen und und und.

    Ich denke nicht, dass unsere Zukunft so rosig aussieht.
    Vielleicht haben die überlebenden des nächsten grossen Krieges eine Chance die Welt gerechter zu gestalten. Für unsere Generationen ist der Zug längst abgelaufen, leider.
    42 18 Melden
    • Yes. 19.02.2016 13:38
      Highlight Na und? Schauen Sie mal was in den letzten 100 Jahren trotz zwei Weltkriegen, dem Kalten Krieg, unzähligen Bürgerkriegen, etc erreicht wurde. Probleme gab es schon immer.
      33 2 Melden
    • Gelöschter Benutzer 19.02.2016 13:42
      Highlight Traurig aber wahrscheinlich wahr :-/
      12 7 Melden
  • K3tsch 19.02.2016 13:11
    Highlight Zum Glück werde ich dies nicht mehr erleben.
    10 9 Melden
  • hemster 19.02.2016 13:09
    Highlight sofern wir den 3ten weltkrieg überstehen, wäre die eine oder andere Technologie tatsächlich möglich. Aber wer glaubt schon, dass wir einen solchen krieg überleben werden...
    8 21 Melden
  • Yes. 19.02.2016 12:20
    Highlight Ich liebe solche Artikel! Auch wenn alles natürlich völlig anders herauskommen wird.
    32 0 Melden
  • Tepesch 19.02.2016 11:19
    Highlight Ich glaube soviel anders werden wir in 100 Jahren nicht wohnen. Es wird mehr Technologie geben, aber so sehr unterscheiden sich unsere heutigen Wohnungen auch nicht von Früher. Und gigantische Wolkenkratzer sind auch eher unnötig, wenn sich die Bevölkerung nicht gerade verdoppelt oder verdreifacht.
    16 12 Melden
    • Paganapana 19.02.2016 13:16
      Highlight Hohe gebäude unnötig? Je weniger grundfläche man für gebäude braucht, desto mehr bleibt für die natur, nahrungsanbau...
      13 1 Melden
    • Ollowain 19.02.2016 13:47
      Highlight Oh das wird sie. Das Bevölkerungswachstum nimmt potenziert zu. Nicht nur Klimawandel, Ressourcenknappheit, Völkermigration und Krieg, sondern auch Überbevölkerung werden auf uns zukommen. Alles hängt mit der Überbevölkerung zusammen. Die Tierart Mensch wird K (Kapazität der Ressourcen einer Nische) erreichen und dann ausdünnen oder aussterben. So wie jede Tierart vorher und in Zukunft.
      12 3 Melden
    • Tepesch 19.02.2016 13:58
      Highlight @Paganapana
      Ich meinte auch keine 7 Stöckigen Gebäude, auch bei uns könnte es ein paar höhrere Gebäude vertragen. Aber sind 1000m Türme wirklich sinnvoll und notwendig? Ich bezweifle einfach, dass es in Zukunft nur gigantische Städte, mit ebenso gigantischen Türmen geben soll.
      3 4 Melden
    • Philipp Bürkler (1) 19.02.2016 20:06
      Highlight gigantische städte könnte es durchaus geben. schon heute lebt jeder zweite mensch auf der welt in einer urbanen region. mit dem bevölkerungswachstum der kommenden jahrzehnte dürften städte an bedeutung gewinnen. ich frage mich einfach, wie so viele menschen sich dann in städten bewegen werden? wie sieht wohl der verkehr der zukunft aus?
      3 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.02.2016 11:06
    Highlight Der Link zum Report geht nicht.
    1 1 Melden
    • Sabina Sturzenegger 19.02.2016 11:53
      Highlight Jetzt sollte er gehen – direkt auf's PDF.
      4 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.02.2016 10:51
    Highlight Zu oft schon hab ich solche Prognosen gelesen in den letzten Jahrzehnten. Nur selten treffen sie zu. Oft bringt die Zukunft Überraschendes, das keiner vorhersehen konnte.

    Aber von einer Welt ohne Strassen träum ich schon sehr lange. Keine Todesstreifen mehr, die die Welt in Millionen Stücke zersägen und so unglaublich viel zerstören. Ich wär schon glücklich, wenn es nur halb so viele wären. Aber stattdessen kommen ständig neue dazu *seufz*
    20 10 Melden

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