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Die vergessene digitale Generation: Fit auf Instagram – aber schwach beim Googeln

Sie bewegen sich zwar gewandt auf sozialen Medien. Das Recherchieren von seriösen Informationen im Internet fällt den Jugendlichen aber schwer. Lehrer und Lehrlingsausbilder klagen, dass ihre Schüler Mühe haben, richtig zu googeln.

Rebecca Wyss / Nordwestschweiz



Sie posten im Minutentakt Selfies auf Instagram. Ihren Liebeskummer verarbeiten sie mit weinenden Smileys auf Whatsapp. Algebra-Aufgaben lassen sie sich längst nicht mehr vom Pauker erklären – dafür gibt es Erklär-Videos auf Youtube. Und Facebook … – Facebook ist längst out.

«Digital Natives» sind immer und praktisch überall online. Sie kennen es nicht anders, sie sind damit aufgewachsen. Deshalb beherrschen sie das Internet auch wie das kleine Einmaleins.

«Viele meiner Schüler kennen sich mit den Möglichkeiten des Internets nicht gut aus.»

Berufsschullehrerin

So jedenfalls sehen wir «Digital Immigrants» – die älteren digitalen Dumpfbacken – die jüngeren Überflieger. Wir, die immer noch eifrig auf Facebook Fotos von unseren Wanderausflügen posten. Wir, die das Internet noch aus einer Zeit kennen, in der wir uns über den Telefonanschluss einwählen und dann vor dem Tönder-Bildschirm mit der Tönder-Festplattenkiste daneben auf das vertraute Knacken und Piepen warten mussten.

Frau mobile surfen

Kein Durchblick: Jugendlichen fehlt das Wissen im Umgang mit dem Internet. Bild: shutterstock.com

Fakten erfinden statt suchen

Nun, wir liegen komplett falsch. Das zeigt ein Blick ins Klassenzimmer einer Berufsschullehrerin aus dem Mittelland. Sie unterrichtet Lehrlinge aus den unterschiedlichsten Berufsrichtungen. Ihre Erfahrung: «Viele meiner Schüler kennen sich mit den Möglichkeiten des Internets nicht gut aus.»

Wenn sie zum Beispiel die angehenden Detailhändler beauftragt, einen Katalog mit Sportschuhen, T-Shirts und Hosen zusammenzustellen, kommen die ziemlich ins Rotieren. Sie müssen im Internet Fakten zu Marke, Material und Preis zusammensuchen. Und das ist das Problem: «Sie erfinden die Produktbeschriebe einfach, weil sie nicht wissen, wie man sich online Informationen aneignet», sagt die Frau, die anonym bleiben will, weil sie einen Image-Schaden für ihre Schule befürchtet.

Nicht anders sieht es in den Betrieben aus. Der Mobilfunkanbieter Sunrise bildet 123 junge Leute aus. «Viele wissen nicht, wie man anhand von Keywörtern eine Google-Suche macht», sagt der Ausbildungsverantwortliche Felix Häberli. Er erinnert sich: Einmal sollten Lehrlinge aus dem Kanton Aargau ihr Schulsystem googlen. Und scheiterten grandios. «Wenn es keinen Wikipedia-Artikel zu einem Thema gibt, stecken sie fest.» Durchs Band – egal ob sie im ersten oder im dritten Ausbildungsjahr seien.

Damit meint er auch die 30 KV-Lernenden im Betrieb. Die sucht sich Sunrise jeweils unter den besten Schülern der Oberstufenklassen aus. Und sogar die stehen auch schon mal am Berg, wenn sie im Callcenter eine Kundin am Telefon haben und am Computer nach einer Lösung für deren Problem suchen müssen. «Mittlerweile fördern wir die Lernenden gezielt mit Recherche-Aufgaben», sagt Häberli. Er steht nicht allein mit der Beobachtung, wie er sagt: An einem Berufsbildungskurs mit Lehrlingsausbildenden und Berufsschullehrern habe er das gleiche Feedback erhalten.

Was ist bloss mit unseren «Digital Natives» los? Gar nichts, sagt Eszter Hargittai, Professorin für Medienforschung an der Universität Zürich. Wir schätzen sie bloss falsch ein. «Die Forschung zeigt, dass Jugendliche, die mit dem Internet grossgeworden sind, nicht versierter im Umgang damit sind als andere.»

Heute sind die Apps und Websites so anwenderfreundlich, dass alles bestens funktioniert. Wenn nicht, geht man rasch mit dem Gerät im nächsten Computerstore vorbei. So wachsen die Teenager auf. Ganz anders die über 30-Jährigen. Als sie zum ersten Mal online gingen, mussten sie die Technologie besser verstehen, um sie nützen zu können. Man musste mehr hinterfragen. Das schlägt bis heute durch.

«Wenn es darum geht, die Glaubwürdigkeit von Informationen aus dem Netz abzuschätzen, schneiden über 30-Jährige besser ab», sagt Hargittai. Eigentlich kein Wunder. Studien zeigen, dass Jugendliche hauptsächlich soziale Netzwerke als Informationsquelle nutzen. Die James-Studie machte 2015 Youtube als Spitzenreiter aus. 

Für die Forscherin steht die Ursache allen Übels fest: der Mythos der digitalen Überflieger. Der halte sich hartnäckig. «Damit tun wir den Kindern und Jugendlichen keinen Gefallen.» Wir müssten umdenken, die Defizite als Ausgangpunkt akzeptieren. «Wir müssen die entsprechenden Kompetenzen als Anforderungen in den Lehrplänen der Schulen verankern», fordert sie. Genau das sieht der Lehrplan 21 vor. Noch hängt es von der Laune der einzelnen Schulleitungen und Lehrkräfte ab, ob die Kinder mehr lernen, als im Word einen Aufsatz zu schreiben.

Der Lehrplan 21 hingegen regelt, dass die Deutschschweizer Schüler von der ersten Klasse an das digitale Einmaleins eingeimpft bekommen. Geht die Rechnung auf, spucken Primarschulen künftig reihenweise digitale Cracks aus. Bis dahin dauert es aber noch ein paar Jahre. Obwohl schon heute Bedarf besteht. Bei den Jugendlichen, die die Berufsschulbank drücken.

Wir können es uns nicht leisten, untätig zu bleiben»

Bernhard Beutler, Rektor des Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) in Lyss 

Sie sind die vergessene Generation. Für sie haben die Kantone keinen Lehrplan 21 im Köcher. Der Bund kein Papier, das überhaupt ein Defizit attestiert. Und er ist der Taktgeber: Er legt fest, was die Berufsschüler lernen müssen. Seine Haltung: Diese sollen die digitalen Kompetenzen nebenbei im Rahmen der drei Wochenlektionen Allgemeinbildung vermittelt bekommen. So steht es in den entsprechenden Verordnungen.

«Es geht darum, den Jugendlichen die Grundkompetenz zu vermitteln. Das ist heute mit den bestehenden Regelungen in der beruflichen Grundbildung gesichert», sagt Toni Messner vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation. Das heisst: Zusätzliche Lektionen in digitaler Kompetenz braucht es nicht. Und wenn doch, könne der Bund nicht allein entscheiden, sagt Messner. «Die Berufsverbände müssen damit einverstanden sein, dass die Lehrlinge mehr in den Betrieben fehlen. Und die Kantone müssen bereit sein, die Zusatzlektionen zu bezahlen.»

Lehrer drücken Schulbank

Hätte, wäre, wenn – am Ende kämpfen die Berufsschulen heute allein mit den Defiziten ihrer Sprösslinge. Dies in einer Zeit, in der sich durch den Lehrplan 21 immer mehr Schulen für die Digitalisierung rüsten. Deshalb suchen die Berufsschulen allein nach Lösungen. Das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) in Lyss orientiert sich schon heute an den EU-Vorschlägen zur Förderung der digitalen Kompetenz bei Lernenden und Lehrenden (DigCompEdu). Die Förderung der Informations- und Medienkompetenz ist ein zentraler Punkt des EU-Papiers. Dafür müssen die Fach- und Allgemeinbildungslehrer des BWZ Lyss auch schon mal selbst die Schulbank drücken. «Wir können es uns nicht leisten, untätig zu bleiben», sagt Rektor Bernhard Beutler. Das forderten die Betriebe von der Berufsfachschule. Denn: Die grosse Digitalisierungswelle in der Wirtschaft hat erst begonnen. (aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ueli der Knecht 24.04.2018 13:24
    Highlight Highlight Interessant wird das Googeln, wenn man versucht, kritische Sachen über Google zu googeln.
  • Die Redaktion 24.04.2018 12:29
    Highlight Highlight Es wäre doch schon vielen geholfen, wenn sie die Google-Suche wenigstens bedienen könnten. Die wichtigsten Befehle und Funktionen sind hier aufgelistet:

    http://techify.de/google-suche-richtig-nutzen-liste-aller-suchbefehle/

    Mein Tipp:

    intitle:index.of mp3|m4a|ogg -html -htm -php -asp -txt -pls "helene fischer"

    Selbstverständlich kann der text zwischen den "" ein beliebiger sein.
  • p4trick 24.04.2018 10:27
    Highlight Highlight
    Play Icon
  • Madmessie 24.04.2018 09:55
    Highlight Highlight Jede neue Generation wurde doch im Vorfeld als potentielle Totengräber der Menschheit verschrien. Es gibt uns immer noch und es geht uns besser denn je. Diese Diskussion ist völlig redundant.
  • Gawayn 24.04.2018 09:33
    Highlight Highlight Hat sich auch nie verändert.
    Schon früher, wurden neue Medien zuerst mal von den Jungen ausprobiert und damit gespielt.

    Die, welche auch später dran blieben, lernten es.
    Die Anderen, die fanden das passt schon, eben nicht.

    Aber es stimmt das die Apps dermassen leicht zu bedienen sind, das Viele sich nicht mehr um echtes Wissen bemühen.

    Alles Neue braucht Anleitung.
    Es ist an uns die Alten, die Jungen zu unterweisen.
    Die Jungen einfach ins kalte Wasser zu werfen und sich darüber lustig machen, dass sie nicht gut schwimmen, ist mies.
    • Gawayn 24.04.2018 18:33
      Highlight Highlight Die Jungen wollen lernen.
      Aber lehren, ist etwas anderes als belehren.

      Es ist wirklich so einfach.
      Aber unterweisen ist leider nicht jedem gegeben
    • sowhat 25.04.2018 18:05
      Highlight Highlight @Silent Speaker, bist du als Erwachsener zur Welt gekommen oder erinnerst du dich nicht mehr an deine Jugendzeit?
  • Ovolover 24.04.2018 09:07
    Highlight Highlight Ob der Lehrplan 21 mit über 300 zu vermittelnden Kompetenzen was helfen wird, ist zu bezweifeln, Oberflächlichkeit wird zum Progranm werden. Rechne, wie viel Zeit pro Kompetenz übrig bleiben wird.
    • pun 24.04.2018 12:35
      Highlight Highlight In elf Jahren Schulzeit kommt man auf rund 440 Wochen Unterricht (40 W x 11 J). Da die meisten dieser Kompetenzen aufeinander aufbauend sind und nicht einzel betrachtet werden können sowie geschätzt ein Viertel der Kompetenzen zum erhöhten Anforderungsprofil gehören seh ich das nicht so pessimistisch.
  • Nominator 24.04.2018 09:06
    Highlight Highlight Es gibt kein Problem. Es liegt am Einzelnen auf welcher Seite es sich bewegen will. Ob er zu denen gehört die an der Oberfläche herumspielen oder im Hintergrund die Fäden ziehen. Es gibt genug Cracks die die Entwicklung vorantreiben sonst wären wir heute nicht soweit. Leider gibt es auch genug «Spezialisten» die uns bedrohen und gefährden mit ihren Fähigkeiten. Was wir an den Schulen sehen ist nicht repräsentativ, das sind die auffälligen Massen, die «Milchkühe» (sorry). Ich habe noch in Assembler programmiert, wo auch schon mal ein Prozessor das zeitliche gesegnet hat. Heute bin ich «Bauer».
    • MSpeaker 24.04.2018 10:52
      Highlight Highlight Es geht heir gar nicht um Cracks, sondern darum dass man im Internet eine Information findet, die auch noch Hand und Fuss hat. Das ist allgemein Kompetenz und muss jeder beherschen. Früher musste man das auch, da ging man einfach in die Bibliothek.
    • MSpeaker 24.04.2018 17:20
      Highlight Highlight @SilentSpeaker
      An Intelligenz mangelt es den Wenigsten. Die generation ist genau so intelligent wie ihre Generation, mit den typischen Abweichungen (IQ Verteilglocke). Ich sage mal mit einem IQ von 75 kann man locker Informationen einschätzen, wenn man die nötige Übung hat. Also rund 95% aller Menschen.

      "Übung macht den Meister!"ist der Schlüssel und das trifft hier und fast überall zu.
  • Nik G. 24.04.2018 08:58
    Highlight Highlight Dies hat gar nichts mit dem Computer zu tun. Mir wurde auch nie richtig beigebracht wie man in Bücher (Lexikon) Informationen sucht und anhand welchen Merkmalen man erkennen kann ob die Quelle vertrauenswürdig ist. Auch Bücher können Fake News enthalten! :-). Korrektes suchen und kritisches Hinterfragen muss gelernt werden und dafür benötigt es Lehrer die etwas von Internet und Semantik verstehen.
    • MSpeaker 24.04.2018 17:22
      Highlight Highlight Dann hatten sie bei ihren Lehrern pech. Das einschätzen von Informationen gehört eigentlich zum Lehrstoff seit über 50 Jahren. Irgendwo ab der 6ten Klasse müsste man das behandeln. Müsste...
  • DanielaK 24.04.2018 08:34
    Highlight Highlight Nicht googeln können? Ich bin ja auch kein Hirsch im Internet, aber das krieg ich alo noch hin.😅 Meine Tochter darf im Netz recherchieren. Sie sucht hauptsächlich Bastelideen. Als sie mal ein Bild von einem Hund dafür benötigte kam sie entsetzt angerannt. Sie hatte ein Bild von einem gequälten Hund gefunden. Ich habe ihr, noch im einfachen Rahmen, gezeigt wie sie prüfen kann, ob da was dran ist, oder sich jemand einen blöden Scherz mit Photoshop erlaubt hat. Da in diversen Tageszeitungen darüber berichtet wurde, kam das Bild mit Angaben in ihr "Tierclub"Heft.
  • Bruno S. 88 24.04.2018 08:28
    Highlight Highlight Warum wird davon ausgegangen, dass die Fähigkeit Selfies zu schiessen irgendwas über die Digitalen Fähigkeiten aussagt?
    Es bewirbt sich ja auch keiner auf eine IT-Stelle und schreibt im Motivationsschreiben man schiesse am Tag über 10 Selfies und kenne sich mit jeder Snapchat Funktion wunderbar aus...
    • saukaibli 24.04.2018 09:18
      Highlight Highlight Eine Information im Internet suchen und eine Stelle als IT-Mitarbeiter annehmen sind doch noch zwei verschiedene Paar Schuhe.
    • a-n-n-a 24.04.2018 10:12
      Highlight Highlight Da wär ich mir nicht so sicher 😉
      Play Icon
    • Bruno S. 88 24.04.2018 10:13
      Highlight Highlight Habe bewusst übertrieben. Es gibt aber trotzdem einige Basics die beim googeln berücksichtigt werden müssen. Und die erlernt man eben nicht durch Snapchatten, twittern und Insta Storys teilen.
      PS: IT-Angstellte müssen öfters googeln als man denkt. Sie sind aber um einiges effizienter als der 0815 User.
      Play Icon
  • Sebsche Wenk 24.04.2018 08:10
    Highlight Highlight Nur als Frage, ist es zufall dass es in der BZ GENAU die gleiche überschrift hat.
    • Marshawn 24.04.2018 08:29
      Highlight Highlight Nein, siehe Klammer am Ende des Textes: (aargauerzeitung.ch)
  • Carry62 24.04.2018 08:06
    Highlight Highlight Der Artikel ist grundsätzlich gut. Leider passt der eingangs erwähnte Satz nicht dazu, da im Bericht eigentlich das Gegenteil geschrieben wird...

    Zitat:
    Deshalb beherrschen sie das Internet auch wie das kleine Einmaleins.

    Ich sage es ja schon lange... Warum werden die Ü40/Ü50 Jährigen immer als digitale Idioten bezeichnet? GENAU diese Generation ist mit dem Ganzen aufgewachsen. Modem, 286er/68000er, als Site-Ersteller musste man die Bilder noch "runterrechnen", weil es keine schnellen Verbindungen gab, Google gab es noch nicht... man musste seine Suchabfrage "gekonnt" formulieren etc.
    • meine senf 24.04.2018 08:39
      Highlight Highlight Ich vermute, das ist, weil die heute knapp-40-jährigen noch auf die Vorstellungen von vor etwa 20 Jahren zurückgreifen, als die damals 40-50-jährigen wirklich noch etwas weniger Ahnung hatten.
    • sealeane 24.04.2018 10:40
      Highlight Highlight Naja also wenn ich in meiner Arbeit schau beherschen die ü40ger mit mühe und not das einfachste.
      Und das war auch bei allen vorherigen stellen so (mit ausnahme von einer Person, der war mal Elektroinstalateur).
      Der Rest kam schon mit dem Word an ihre Grenzen... Aber sind wir ehrlich viele wollen auch nicht bescheid wissen. "Es soll funktionieren fetig!"
      Und zu meiner Schulzeit (vor 14j) war das auch nicht viel anders.Von 26 in der Klasse hatten vieleicht drei einigermassen einen plan (wovon zwei informatiker werden wollten).
      Und ja jede Kompetemz muys gefördert und gefordert werden. Normal!
    • Die Redaktion 24.04.2018 12:39
      Highlight Highlight @Carry62

      http://www.karzauninkat.com/Goldhtml/goldhtml.htm

      Was hatten wir damals Spass.
  • Shelley 24.04.2018 08:05
    Highlight Highlight Viele Erwachsene haben leider keinen Schimmer von Computern und Internet. So merken sie gar nicht, dass die Kinder auch keine Ahnung haben und können ihnen auch nichts beibringen.
    Die Kinder sind lediglich sehr gute Anwender von digitalen Produkten (Smartphones, Instagram etc. ) und sind neugierig. Deswegen verstehen sie noch lange nicht wie was funktioniert.
  • Toessemer 24.04.2018 07:55
    Highlight Highlight Die heutige junge Generation wächst mit Smartphones auf und nicht wie die 90s Kids mit PC & Laptops. Die Smartphone Apps sind kinderleicht zu bedienen, während Recherchieren, Microsoft Office, Umgang mit Internet etc. geschult werden muss. Bei uns (90s Kids) wurde man zuerst auf dem Papier geschult, und dann durften wir ins Internet. Heutzutage sind die Kids schon lange online, die Bildung kommt zu spät. Und genau das ist die Gefahr.
    • N. Y. P. D. 24.04.2018 08:07
      Highlight Highlight Und die 70s und 80 Kids wuchsen noch mit Lehrern & Schulbüchern & Denken auf.

      Ich denke es ist ein Segen, wenn Wissen Stück um Stück aufgebaut wird. Und google nicht zur Verfügung steht. Wenn man sich also mit Formeln zum Bsp. AUSEINANDERSETZEN muss. Das Schulsystem ist ja eigentlich so aufgebaut.

      Jänu.
  • meine senf 24.04.2018 07:54
    Highlight Highlight Da haben die Kinder der 80er gegenüber den jüngeren und älteren sicher einen Vorteil.

    Wenn man die Kindheit noch mit LPs und Schwarz-Weiss-TV und Wählscheibentelefonen verbrachte, langsam über das Einstellen von Videorecorden und ähnlichem dazulernte, man Windows 3.1 - 10 kennt, das Internet in den Teenager-Jahren aufkam und man die Entwicklung miterlebte, hat man wohl eine andere technische Neugier, als wenn als das Ganze (bei den jüngeren) halt einfach schon immer da war oder (bei den älteren) erst in einem nicht mehr so aufnahmefähigem Alter kam.
  • pun 24.04.2018 07:54
    Highlight Highlight Das beschreibt ziemlich gut meine Gefühle gegenüber Smartphones. Am Computer (Win/Ubuntu) weiss ich, dass ich für jedes Problem mit googlen irgendwann eine Lösung finde und ich auf dem Weg dahin ziemlich viel lerne.
    Am Smartphone bin ich ein reiner Konsument. App installieren, App deinstallieren, in der App genau das tun, was von den ProgrammiererInnen vorgesehen ist. Das nervt mich und der Befund verwundert mich deshalb auch nicht.
    • Winschdi 24.04.2018 08:20
      Highlight Highlight Ich kann auch am Smartphone googeln 🤔😎
    • pun 24.04.2018 08:57
      Highlight Highlight Stimmt, das ist der Vorteil am Smartphone: Ich kann noch während dem Bluescreen die Fehlermeldung googlen. 😎

      Ich hab ja auch gar nichts gegen Smartphones, aber die viel strengere Nutzerführung (ausser man kennst dich richtig aus), bringt halt Nachteile mit sich. Mein Tool der Wahl ist immernoch mein Laptop. <3
  • memento 24.04.2018 07:51
    Highlight Highlight Also ich musste während meiner Unizeit noch ganz profan analog in Büchern recherchieren, Internet war noch sehr exotisch...
  • Posersalami 24.04.2018 07:51
    Highlight Highlight "Das Recherchieren von seriösen Informationen im Internet fällt den Jugendlichen aber schwer. "

    Ist ja auch logisch. Wer wenig weiss, kann auch nicht suchen. Woher soll er denn wissen, wonach er suchen soll?

    Bildung, Bildung, Bildung. Je mehr Informationen verfügbar sind desto mehr MUSS man wissen, um diese Informationen einordnen zu können.
  • Stu83 24.04.2018 07:49
    Highlight Highlight Googlen wird also mit recherchieren gleichgesetzt und als zu vermittelnde Kompetenz betrachtet.
    • Menel 24.04.2018 08:14
      Highlight Highlight Schon mal google scholar benutzt?

      Suchmaschine nicht mit Informationsquelle verwechseln 😉
  • Panna cotta 24.04.2018 07:40
    Highlight Highlight Ich frage mich schon lange, was die Digital Natives besonders qualifizieren soll, wenn es um Computer geht. Seit mehr als dreissig mache ich Software und gehöre zu der Generation, die die Grundlage für das geschaffen hat, was heute jeder auf dem Handy hat. Da muss ich schon öfters mal schmunzeln über die Instagam-Teenies, die in mir den Digital Opa sieht.
  • Bruno Wüthrich 24.04.2018 07:27
    Highlight Highlight Hopla! Diejenigen, die nicht mit dieser Technik aufgewachsen sind, erweisen sich darin als kompetenter als diejenigen, die nichts anderes kennen.

    Der Grund muss beim Interesse liegen. Die Jugendlichen wollen sich präsentieren. Für sie sind Internet und soziale Medien Hilfsmittel für Eigen-Präsentation und Balzerei. Alles andere ist für sie (noch) nicht von Belang.

    Ich bin aber überzeugt, dass das Gleiche auch für viele Ü-30er gilt. Datingplattformen und soziale Medien sind die Renner. Alles andere ist nebensächlich. Die Nebensächlichkeit hat jedoch eine leicht stärkere Bedeutung.
    • Baffes 24.04.2018 10:02
      Highlight Highlight Teilweise. Wir sind alle mit Strom aus der Dose aufgewachsen und die meisten haben absolut null Ahnung wie das Zeug jetzt da raus kommt. Alles was man weiss ist das man die Finger davon lässt wenn was kaputt ist. So ist es nun mal wenn Neu zu Alt wird und jedem zugänglich gemacht wurde.
    • Bruno Wüthrich 24.04.2018 13:34
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt. Ein elektrisches Gerät muss mit Strom versorgt werden, damit es läuft. Steckt der Stecker in der Steckdose und es geht trotzdem nichts, muss irgendwo ein Fehler sein. So einfach ist das. Fehler oder nicht! Dass verschiedene Ursachen vorliegen können und allenfalls eine Fachperson nötig ist, steht auf einem anderen Blatt.
      Aber in dem, was wir hier besprechen, geht es nicht um Fehler oder nicht, sondern um Nutzungs-Kompetenz. Wenn Menschen nicht mit Google umgehen können, liegt dies meistens nicht an einem technischen Defekt.
  • sierra2011 24.04.2018 07:19
    Highlight Highlight Das kann ich bestätigen. Die 15-jährige Schwester meiner Freundin ist voll dabei auf Insta und Snapchat, aber schafft es nicht, einfache Dinge zu googeln. Ein Weg auf Google Maps, den Fahrplan eines Zuges, ein englisches Wort auf Deutsch übersetzen - die schafft das nicht! Ich bin 23 und kann mir ein Leben ohne Google nicht vorstellen. Wenn ich eine Info suche, dann brauche ich 3 Sekunden und schon ist es gegoogelt. Was ist daran so schwer? Die Generation Z-Kinder sind meiner Meinung nach Social Media Natives, aber keine Digital Natives.
  • Christoph P. Egli 24.04.2018 07:17
    Highlight Highlight Dies allein den 'digital natives' zuzuschieben scheint mir etwas gar einfach. Unterrichte seit 20 Jahren 'Digitales' und sehe Defizite auf allen Altersebenen. Gerade bei den 'älteren' Schaffenden (40-60) sollte man doch annehmen dürfen, dass mittlerweile so einiges an Internetwissen vorhanden ist. Von profundem oder professionellem Wissen sind wir jedoch auch hier meist oft und weit entfernt.
  • lilie 24.04.2018 07:12
    Highlight Highlight Die Erkenntnis ist alles andere als neu. Aber dass Ältere kritischer sind im Umgang mit Informationen, hat nichts mit dem Internet zu tun - das ist auch offline so und liegt am Unterschied in der Lebenserfahrung.

    Die "Digital Natives" sind so eine Art "Wilde" auf dem Internet - null Ahnung, aber alles nutzen, was die Gspändli auch nutzen. Auch von Sicherheit im Internet haben sie keine Ahnung - kein Wunder grassiert Internet-Mobbing.

    Internerbildung tut dringend Not - am besten schon ab der Primarschule.
  • ImperialBanana 24.04.2018 07:08
    Highlight Highlight bin auch ein "internetkind" also damit aufgewachsen. War jedoch nie von social media besonders interessiert und deshalb auch nicht hängen geblieben bezüglich Umgang mit dem Internet..
    Ist bei den meisten meiner generation leider genau der Gegenteil. Weiss noch in der Berufsschule wie mich alle während der Informatikstunde etwas fragten und ich einfach nicht begreifen konnte wie wenig Ahnung die Leute von Computer im allgemeinen haben.. 😂
    Aber eben Selfies knipsen und alle paar Stunden alle Stories updaten -> kein Ding..
    Dass internet ist "zu einfach" geworden behaupte ich mal..
  • walsi 24.04.2018 06:56
    Highlight Highlight Ich sehe das in meiner täglichen Arbeit. Die Leute wissen wo sie klicken müssen um X zu erreichen. Aber wehe es gibt ein Software-Update und der Knopf zum klicken ist nicht mehr am selben Ort und das UI hat sich verändert, dann stehen viele am Berg.

    Für viele ist Textverarbeitung gleich Word, dabei ist Word nur ein Werkzeug für die Textverarbeitung. Deshalb haben so manche Angst wenn sie auf Alternative wie Libreoffice umsteigen müssen, da müssten sie neu Lernen wo die knöpfe zu klicken sind. Wenn sie diese dann nicht gleich finden ist Libreoffice Scheisse. Dabei sitzt das Problem vor dem PC
  • jjjj 24.04.2018 06:51
    Highlight Highlight Was ist ein „Tönder“?
    Ganz zu Beginn des Textes... 🤔🤷🏼‍♂️
    • walsi 24.04.2018 06:57
      Highlight Highlight Gross und Wuchtig
    • Christoph P. Egli 24.04.2018 07:04
      Highlight Highlight Das bedeutet umgangssprachlich "sehr-sehr gross" und wird von sehr-sehr alten Leuten (bitte nicht "tönder-alt") ab 30 Jahren heute noch verwendet.
    • tesfa 24.04.2018 07:06
      Highlight Highlight abgeleitet vom englischen "thunder"; ein v.a. in den Neunziger Jahren in der Deutschschweiz verbreiteter Ausdruck für ein grosses, überdimensioniertes Objekt
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 24.04.2018 06:48
    Highlight Highlight "Denken" heisst das vergessene Zauberwort.
    • Z&Z 24.04.2018 07:05
      Highlight Highlight und sich etwas Zeit nehmen, etwas anzugehen. Nicht umagispla und nervös tua, wenns nicht grad beim ersten Anlauf klappt.
    • elias776 24.04.2018 10:37
      Highlight Highlight Also ich bin 16 Jahre alt und habe keine sozialen Medien auf meinem Handy. Habe nur ein Abo bei Spotify und bei der Republik. Mir ist bewusst wie wichtig guter Journalismus ist und verschwende meine Zeit nicht mit irgendwelchen Medien.
  • Rasty 24.04.2018 06:44
    Highlight Highlight Bei uns in der Schule kommt wenn wir im Computerraum sind immer als erstes die Frage: wie kann ich das Internet einstellen? In der 3. Oberstufe... aber den ganzen Nachmittag lang Selfies machen kann man...
    • DerRaucher 24.04.2018 07:00
      Highlight Highlight Mir fiel auch schon auf das die Smartphone Generation mit PC‘s Und Laptop‘s meistens nicht viel anfangen kann. Ihr ganzes Digitales leben spielt sich auf dem Smartphone ab, für mich undenkbar.
    • Merida 24.04.2018 08:08
      Highlight Highlight Bei uns kommt die Aussage „s‘wlan isch ned aa“ obwohl wir im Computerraum verkabelt sind mit den Desktop Computer... (Auch Oberstufe)
  • marhu13 24.04.2018 06:42
    Highlight Highlight Bin wohl Schuldig im Sinne der Anklage.

    Übrigens gilt es auch die Lehrer auszubilden, meine Berufsschullehrerin war jeweils sichtlich mit Word und excel überfordert. Wenn es zb. Um excel ging, hörten wir dann x-mal denn Satz: "Jetzt ist er kaputt. Jetzt ghots nöd"

    Überflüssig zu erwähnen das dieses Wissen ubs in der Prüfung nicht geholfen hat
    • mein Lieber 24.04.2018 07:51
      Highlight Highlight Das klingt ein bisschen erfunden...
    • Enzasa 24.04.2018 09:24
      Highlight Highlight marhu13
      Stimmt schuldig im Sinne der Anklage.
      Es gab ein Problem, nicht mit dem Computer sondern mit der Lehrkraft, es wurde als gegeben hingenommen.
      Richtig wäre gewesen sich Wege zu suchen um an das benötigte Wissen zu kommen.
      Mehr Eigeninitiative und es hätte mit der Prüfung geklappt.
    • Ueli der Knecht 24.04.2018 16:08
      Highlight Highlight In der Schule sollte man sowieso kein Word oder Excel verwenden, sondern LibreOffice, Open Source und nicht kommerzielle Produkte. Auch nicht Windows oder iOS sondern Linux.

      Non vitae sed scholae discimus.
      -Seneca.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Non_vitae_sed_scholae_discimus

      Frei übersetzt:
      Nicht für das Leben sondern für Google lernen wir.

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