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Diese Karte zeigt, in welchen Ländern du besser kein E-Auto kaufst (der Umwelt zuliebe!)

10.10.16, 07:29 11.10.16, 10:54
ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER EINE NACHHALTIGE UND RESSOURCENEFFIZIENTE WIRTSCHAFT (GRUENE WIRTSCHAFT) VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - A Tesla model S 85D at a high-powered supercharger station in Dietlikon, Switzerland, on August 17, 2016. Tesla manufactures equipment has installed a network of superchargers across North America, Europe and Asia. A supercharger charding station enables to charge 50% of the car battery's capacity within 20 minutes. Supercharging is free of charge for all Tesla models S and X. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Tesla S 85D Modell wird an der Supercharger Ladestation in Dietlikon am 17. August 2016 geladen. Ein Supercharger ist eine spezielle Tesa Ladestation, die innerhalb von 20 Minuten bis zu 50% der Batteriekapazitaet eines Teslas aufladen kann, das heisst schneller als die meisten oeffentlichen Ladestationen. Supercharging ist fuer die komplette Lebensdauer eines Model S oder Model X kostenlos. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Tesla und Co. tanken an der Steckdose statt an der Benzinsäule: Nicht überall ist die CO2-Bilanz von E-Autos besser als bei herkömmlichen Fahrzeugen.  Bild: KEYSTONE



Wer ein Elektroauto fährt, schadet der Umwelt weniger als in einem Benziner oder Diesel-Fahrzeug. In der Tat haben E-Autos keinen Auspuff und blasen keine Abgase in die Luft. Und sie geben auch kein CO2 an die Umwelt ab. Kohlendioxid ist ein Treibhausgas, das wesentlich zur Klimaerwärmung beiträgt. 

Der emissionsfreie Betrieb der E-Autos ist aber nicht das ganze Bild: Bei der Herstellung der Fahrzeuge – und besonders der Batterien – fallen nicht zu vernachlässigende Mengen des Treibhausgases an. Und auch der Strom, den Tesla und Co. aus der Steckdose ziehen, muss zuvor produziert werden. Bei der Stromproduktion wird – je nach Verfahren – ebenfalls CO2 freigesetzt. 

Strom aus Kohlekraftwerken

Die CO2-Bilanz der Elektroautos ist vornehmlich aus diesem Grund von Land zu Land verschieden – je nachdem, wie umweltverträglich der Strom dort produziert wird. Stammt der Strom beispielsweise überwiegend aus Kohlekraftwerken, dann weisen E-Autos sogar eine schlechtere CO2-Bilanz auf als ein Diesel-Fahrzeug oder ein Benziner.

In welchen europäischen Ländern E-Autos tatsächlich einen positiven Effekt auf den CO2-Ausstoss haben und in welchen sie eher zu den Klima-Sündern gehören, hat Damien Linhart, Journalist bei der Financial Time Group, auf einer Karte verzeichnet. Sie ist auf der Website des tschechischen Mathematikers Jakub Marian erschienen, der Europa-Karten zu einer Vielzahl von Themen veröffentlicht. 

So viel CO2 produzieren E-Autos

Karte: CO2-Emissionen durch Elektroautos in Europa

Gramm CO2-Äquivalent pro Kilometer (gCO2e/km) von E-Autos in verschiedenen europäischen Ländern (auf Basis der CO2-Bilanz der lokalen Stromproduktion und der Fahrzeugherstellung).  Zum Vergleich: Diesel-Auto (170 gCO2e/km) und Benziner (180 gCO2e/km).  Karte: Jakubmarian.com

Linhart unterscheidet vier Kategorien von Ländern: 

Wie Elon Musk mit Tesla durchstartete

(dhr)

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30
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    Alle Leser-Kommentare
  • Evan 10.10.2016 17:14
    Highlight Vielen Dank für diesen Beitrag. Sehr interessant. Ihr dürft gerne mehr davon bringen.
    14 2 Melden
  • Teslanaut 10.10.2016 16:04
    Highlight Super! Wenn ich das lese, darf ich sogar in Polen mit ruhigem Gewissen laden! Da beträgt meine CO2-Bilanz immer noch einen Viertel von einem Schummel-Audi!
    13 7 Melden
  • jaydre 10.10.2016 15:02
    Highlight was ist den mit Wasserstoff getrieben Autos? Strom kann in Wasserstoff umgewandelt werden und zurück.
    Wasserstoff ist in Unmengen vorhanden und man könnte die bestehende Technologie weiternutzen?
    die einzige Änderung ist der Treibstoff.....
    1 15 Melden
    • Hoppla! 10.10.2016 15:36
      Highlight Wasserstoff ist eine tolle Sache. Nur müsste man konsequenterweise auf die Brennstoffzelle gehen. Weil ein Ottomotor auf Wasserstoff umzustellen eliminiert viele Vorteile (z.B. Wartung) des Elektromotors. Insofern sind wir wieder beim Elektroauto, einfach mit Wasserstoff als Energiequelle.

      Und: Wasserstoff ist heute (noch) zu teuer und (zu) energieintensiv herzustellen und die Lagerung ist auch nicht ganz ohne.
      14 2 Melden
    • Polybertarian 11.10.2016 10:54
      Highlight Und der günstigste Weg, um Wasserstoff zu erzeugen, bleibt Dampfreformierung, die Methan braucht und CO2 produziert; was weder umweltfreundlich noch erneuerbar (zur Zeit) ist.
      4 0 Melden
  • Fredu 10.10.2016 10:40
    Highlight Was beim Öl leider nicht eingerechnet ist sind die Kriege, welche um das Öl entstanden sind und immer noch geführt werden.
    Wenn ich Solarzellen auf dem Dach habe, welche den Verbrauch meines Elektroautos abdecken, fahre ich co2 frei, egal in welchem Land.
    21 23 Melden
    • demokrit 10.10.2016 10:57
      Highlight Nicht ganz. Die Herstellung des Autos muss man auch einberechnen und beim Fahren entsteht Abrieb.
      19 6 Melden
    • dmark 10.10.2016 11:32
      Highlight Auch die Herstellung der Solarzellen verbraucht Energie. Und zwar mehr Energie, als diese in ihrem Leben erzeugen. Also ist alles irgendwie immer nicht sauber, wie es im ersten Moment erscheint.
      12 39 Melden
    • demokrit 10.10.2016 11:52
      Highlight dmark: Hast du Quellen zu dieser Aussage?
      25 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dubio 10.10.2016 10:30
    Highlight Recht schwierig nachzuvollziehen. Insbesondere, da Mr Linhart keinerlei Angaben dazu macht, woher er seine Zahlen nimmt. Er nimmt zB an, dass das Produzieren von Benzin/Diesel ca 1/3 des lifecycle footprints eines Benzin/Diesel Autos ausmacht, ohne zu sagen, wie er auf diese Zahl kommt. Für einen vernünftigen Vergleich wäre es allerdings so ziemlich die Wichtigste Information, wieviel CO2 produziert wird durch die Erdölgewinnung/Transport/Raffinerie bzw für Elektroautos für die Gewinnung von Kohl/Erdgas für die E-Werke. Hierzu erwähnt der Autor aber keinerlei seriöse Quelle.
    20 9 Melden
  • DerHans 10.10.2016 09:25
    Highlight Interessant wär mal eine Gesamtrechnung an CO2 Ausstoss von einem Liter Öl bis er dann bei uns als Benzin aus der Zapfsäule sprudelt. Das E-Auto hat noch viel Verbessrungspotenzial, vorallem sind die Batterien noch problematisch. Aber ich denke sobald mal auch die grossen Autohersteller aus ihrem Tiefschlaf erwachen werden grosse Fortschritte erzielt. Leider wird das noch einige Jahre dauern.
    29 6 Melden
    • IMW 10.10.2016 11:44
      Highlight Ich frage mich ,wo kommt al diese Strom her wenn wir all mit Strom fahren,das hat noch kein Mensch beantwortet
      7 18 Melden
    • DerHans 10.10.2016 16:20
      Highlight IMW ich frage mich, wo kommt all dieses ÖL her wenn es keines mehr hat!?
      15 3 Melden
    • trio 10.10.2016 17:03
      Highlight IMW wegen dieser Frage sollen wir weiterhin auf Erdöl setzen? Technisch stellt es kein Problem dar, warum sollten wir uns darüber den Kopf zerbrechen?
      5 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • know your limits 10.10.2016 09:22
    Highlight Inwiefern ist es realitätsnah nur den inländischen Stromproduktionsmix zu berücksichtigen? Mir war wir importieren munter billigen Braunkohlestrom aus Deutschland...
    16 6 Melden
    • pamayer 10.10.2016 10:40
      Highlight Je nach stromanbieter verschieden...
      6 7 Melden
  • SuicidalSheep 10.10.2016 08:54
    Highlight Die Abstufung aller drei Hauptgruppen ist im Baltikum echt krass.
    10 2 Melden
  • Olaf44512 10.10.2016 08:38
    Highlight Mann kann wahrscheinlich in allen Ländern Strom aus explizit erneuerbaren Energien kaufen. Dann ists überall grün.
    12 10 Melden
    • Jol Bear 10.10.2016 10:49
      Highlight Und wo geht in diesem Fall der aus Kohle und Erdgas hergestellte Strom hin? Der wird ja nachweislich tatsächlich produziert.
      4 12 Melden
    • Regas 10.10.2016 14:54
      Highlight Ja, tatsächlich im grünen Ökoladen kann man neben Bio Birnen und Äpfeln auch apgepckt in Leinensäcken grünen Strom Kaufen. Solche Läden sind heutzutage in fast allen Ländern anzutreffen.
      6 7 Melden
    • Olaf44512 10.10.2016 16:11
      Highlight Nicht im Bioladen, aber bei deinem Strombetreiber. Ja, man kann grünen Strom kaufen.

      Oder hab ich was falsch gemacht?
      9 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • henkos 10.10.2016 08:34
    Highlight Leider hinkt diese Gegenüberstellung etwas, da der Strom ohnehin produziert ist. Für die Elektroautos wird keine zuzsätzliche Energie produziert, sondern nur die Auslastung der Kraftwerke verbessert. Benzin/Diesel hingegen wird speziell für mein Auto verbrannt, was in jedem Fall die schlechtere Variante darstellt.
    20 23 Melden
  • adma 10.10.2016 08:15
    Highlight Ein Vorteil hat das ganze, die Batterien werden im Ausland produziert sowie der unreine Strom im Ausland eingekauft. Somit ist die CO2 Bilanz der Schweiz super, der Welt bringt es aber irgendwie nicht den gewünschten Effekt.
    13 10 Melden
  • Digital Swiss 10.10.2016 07:46
    Highlight Verstehe ich das richtig, der Anteil der erneuerbaren Energie in Polen und Estland liegt bei 0% und es gibt dort keinen "grünen" Strom welchen der Konsument beziehen kann?
    8 3 Melden

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

BMW bewirbt seine Dieselmotoren als umweltfreundliche Klimaretter. Darüber ärgern sich die Grünliberalen. Solche Werbung grenze an Täuschung.

Er ist schön, er glänzt, und wow, er ist sogar umweltfreundlich. Das verspricht uns zumindest das Plakat, das den neuen Dieselmotor von BMW bewirbt. Abgebildet ist nicht ein schnittiges Auto, das durch idyllische Landschaften gleitet, sondern ganz simpel der neue Dieselmotor – ganz nach dem Motto «weniger ist mehr». Und der Inhalt der Werbung scheint auch sonst Programm von BMW zu sein. Denn unter dem hübschen Motor steht in fetten Lettern geschrieben: «Reduziert den CO2-Ausstoss». 

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